Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Kinderbücher > Lieber Gott, wo steckst denn du?
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Kinderbücher
Buch Leseprobe Lieber Gott, wo steckst denn du?, Pebby Art
Pebby Art

Lieber Gott, wo steckst denn du?



Bewertung:
(287)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
2240
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

Ein langer Bart Hamster Friedrich liebt sein Laufrad. Er legt sich rein und schaukelt. Und ein wenig denkt er auch nach. Er fragt sich, warum das Laufrad Laufrad heißt. Schaukelrad müsste es heißen, denkt er und spürt dem leichten Luftzug nach, der bei jedem Schaukelschwung sein Fell sanft durchstreift. Doch plötzlich spürt er einen Tritt auf seinem Fuß und einen weiteren auf seinem Bauch. Kalle rennt über Friedrich drüber und rast die Sprossen entlang. Jetzt weiß Friedrich wieder, warum das Laufrad Laufrad heißt. Weil es Hamster wie Kalle gibt, darum ist das so. Nur fällt Kalle das Laufen im Laufrad im Moment etwas schwer, denn Friedrich liegt ja da unten. Da läuft das Laufrad nicht mit und die Sprossen flitzen nicht unter Kalle hindurch. Sie bleiben da, wo sie sind und schon hängt Kalle mit den Vorderpfoten an der obersten Sprosse fest. Wie ein Boxsack sieht er aus. Zwar boxt keiner in ihn rein, doch halten Kalles kurze Pfoten sein Gewicht nicht lange. Er stürzt ab. Aber unter ihm lagert ja zum Glück der gepolsterte Friedrich. Wie ein Trampolin gibt Friedrichs Bauch schön nach und befördert Kalle anschließend sanft in die Sägespäne. Friedrich stöhnt und ist nun auch endlich richtig wach. Doch gerade jetzt hat Kalle gar keine Zeit für Friedrich, was Friedrich wiederum nicht schlimm findet. Er schaukelt einfach weiter. Kalle hingegen beißt in die Plastikwand des Käfigs. Denn immer, wenn er aufgeregt ist, beißt er in etwas hinein. Oftmals ist das Friedrichs Po, weil der sich so gerne in die Sägespäne buddelt und dabei vergisst, dass sein Hinterteil noch hinausschaut. Jetzt aber stecken Kalles Zähne in der Plastikwand und sein Kopf klemmt zwischen den Gitterstäben. Mit großen Augen beobachtet er Heiko. Heiko ist Kalles Freund und er ist auch Friedrichs Freund, denn Friedrich und Kalle gehören Heiko. Ihr Käfighaus steht in seinem Kinderzimmer, und er versorgt sie mit leckeren Getreidekörnern – meistens zumindest. Manchmal, wenn Kalle zu Friedrich herüberschielt, glaubt Kalle, bei Friedrich ein paar Extrakörner zu entdecken. Dann zieht er die Nase kraus. Das macht er immer, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Jetzt hockt Heiko auf dem Fußboden und malt. Kalle reckt seinen Kopf. „Das ist der liebe Gott.“ Heiko hält das Bild hoch und zeigt es seiner Mutter. Kalle macht einen giraffenlangen Hals. Heiko malt den lieben Gott! Und Friedrich behauptet immer: Keiner weiß, wie der liebe Gott aussieht. Ha! „Hast du gehört?“ Kalle versucht seine Zähne aus der Plastikwand zu ziehen. „Heiko malt den lieben Gott!“ „Was?“ Friedrich hebt leicht ein Augenlid. Mit den Zähnen in der Plastikwand ist Kalle nicht gut zu verstehen. „Den lieben Gott!“ Kalle zieht kräftig. Mit einem „Plopp“ befreit er seine Zähne und plumpst auf seinen Po. „Heiko malt den lieben Gott!“ „Den kann man nicht malen.“ Friedrich kaut auf einem Maiskorn, das er noch in seiner Backentasche gefunden hat. „Doch!“ Kalle zeigt auf das Bild. „Der hat sogar einen Hut auf.“ „Der hat keinen.“ Friedrich pult mit seiner Kralle zwischen den Zähnen nach weiteren Maiskornstückchen. „Woher weißt du das?“ Kalle schaut nochmals auf das Bild. „Vielleicht sind es auch große Ohren.“ „Oh“, sagt da Heikos Mama, „Gott hat aber einen ziemlich langen, weißen Bart.“ „Na klar“, antwortet Heiko, „der ist ja auch schon ziemlich alt.“ Das leuchtet Kalle ein und er hat eine Idee. Eine Super-Idee. Die ist so gut, die macht seine Füße ganz kribbelig. Und schon rennt er zum Laufrad, trampelt über Friedrich und rast die Plastikstäbe entlang. Das Laufrad wackelt gewaltig. Kalle hängt wieder ganz oben im Laufrad und schwingt hin und her. „He!“ Friedrich öffnet nun beide Augen. „Hey!“ Kalle schwingt noch einmal ordentlich und springt an Friedrich vorbei in den Spänehaufen. Das Laufrad schaukelt hin und her wie ein Schiff auf dem großen, tosenden Meer. Die Maiskörner rumpeln in Friedrichs Magen herum. „Weißt du was?“, ruft Kalle „Wir machen uns auf und suchen den lieben Gott!“ Kalle haut seine Zähne ins Laufrad, damit es stoppt. Das hindert Friedrich daran, etwas zu erwidern, denn er ist mit anderen Dingen beschäftigt: Zunächst einmal fällt er aus dem Laufrad. Als er das geschafft hat und weich gelandet ist, spuckt er als Erstes die Späne aus dem Maul, die er bei seinem Sturz versehentlich eingesogen hat. „Wir haben ein Fahndungsfoto!“ Kalle vollführt Pirouetten. „Wir haben was?“ Friedrich kratzt noch ein paar Späne aus seinen Ohren. „Na, ein Foto, ein Bild! Da!“ Er zeigt auf Heikos Bild. „Wir wissen, wie er aussieht!“


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2023 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 1 secs