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> Kinderbücher > Julia Jones' Tagebuch Teil 2
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Julia Jones' Tagebuch Teil 2, Katrina Kahler
Katrina Kahler

Julia Jones' Tagebuch Teil 2


Mein heimlicher Mobber

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„BITTE HILF MIIIIIIIR!“


 


Ich hörte einen schrillen Schrei, doch die ganze Situation war so unwirklich, dass ich fast sicher war, er wäre von jemand anderem gekommen als von mir. Die Panik, die mich in diesem Moment erfasste, war schlimmer als alles, was ich je zuvor erlebt hatte. Sie schien mich in eine so erstickende Furcht einzuhüllen, dass ich Schwierigkeiten hatte zu atmen.


 


Wie kann sowas nur passieren?, dachte ich. Wie kann Sara mir so etwas antun? Ihr Gesicht blitzte vor meinem inneren Auge auf und selbst da spürte ich das Böse, das von jedem Teil ihres Körpers auszugehen schien.


 


Blut strömte aus einem tiefen Schnitt an meiner Hand und mein Puls raste so wild, dass ich schon glaubte, mein Herz würde explodieren. Was, wenn ich verblute?, konnte ich nur denken, als ich noch heftiger gegen die fest verschlossene Schuppentür hämmerte. „LASS MICH RAUS!“, brüllte ich zum scheinbar tausendsten Mal. Meine Stimme wurde schon ganz heiser und ich krächzte. In dem Augenblick dachte ich, das wäre das Ende. Keiner würde kommen, um mich zu retten.


 


In einem letzten verzweifelten Versuch warf ich mich noch einmal gegen die Holztür – und zu meiner absoluten Überraschung flog sie plötzlich auf. Als ich mein Gleichgewicht wiederfand, stand ich einen Augenblick still da, schockiert, dass ich es tatsächlich geschafft hatte zu entkommen. Und dann fing ich an zu rennen.


 


Blind hastete ich durch das dichte Gebüsch und war dankbar, dass wenigstens der Mond mir etwas Licht spendete, damit ich meinen Weg fand. Nicht, dass ich eine Ahnung gehabt hätte, in welche Richtung ich rennen sollte, aber ich wusste, dass ich weiterlaufen musste. Der Schnitt an meiner Hand war ziemlich übel und je schneller ich rannte desto schneller schien das Blut zu fließen.


 


Vorhin in dem Schuppen hatte ich riesige Platzangst. Sobald mir klar wurde, dass ich eingesperrt worden war und niemand in der Nähe war, der meine Hilferufe hören konnte, musste ich mich um jeden Preis befreien. Obwohl ich wusste, dass ich niemals durch das winzige Lüftungsfenster passen würde, probierte ich es trotzdem. Aber zu versuchen, die dicken Glaslamellen zu entfernen, war ein großer Fehler, denn eine zerbrochene Scheibe schnitt sich tief in meine Haut. In dem dünnen Streifen Mondlicht, der durch das restliche Glas fiel, erkannte ich, dass es eine ernste Verletzung war. Und innerhalb von Sekunden war meine Hand blutüberströmt. Mir wurde klar, dass ich jetzt erst recht alles daran setzen musste zu entkommen. Das gab mir den Adrenalinschub, den ich brauchte, um die Tür aufzubrechen.


 


Als ich mich im Wald umschaute und versuchte, mich für eine Richtung zu entscheiden, fragte ich mich, ob ich es überhaupt zurück zum Lager schaffen würde. Dann machte ich stolpernd einen weiteren Schritt nach vorne und brach auf dem Boden zusammen.


 


Meine letzten Gedanken, bevor ich das Bewusstsein verlor, drehten sich um Sara und darum, wie dieses ganze Drama vor so vielen Monaten angefangen hatte. Ich war damals so glücklich, ohne jegliche Ahnung von dem Albtraum, der mir bevorstand.


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