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> Kinderbücher > Julia Jones′ Tagebuch Teil 7
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Julia Jones′ Tagebuch Teil 7, Katrina Kahler
Katrina Kahler

Julia Jones′ Tagebuch Teil 7


Mein Traum-Pony

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Der Unfall …


Die Schreie, die in meinen Ohren widerhallten, während ich verzweifelt an den Zügeln zog, um langsamer zu werden, wirkten beinahe surreal. Wo kamen sie her? Wer mochte so hysterisch schreien? Und warum durchzuckte mich plötzlich ein so intensiver Schmerz? Mit einem Ruck wurde es mir klar. Ich kam wieder zu Bewusstsein und bemerkte, dass ich gar nicht träumte oder mit rasenden Gedanken in meinem Bett lag. Ich erlebte diesen Albtraum wirklich! Ich war die Hauptperson und die Schreie kamen von mir. „Hiiiilfeeeee!“, schrie ich verzweifelt, obwohl ich genau wusste, dass niemand meine erbärmlichen Rufe hören würde. Während wir durch den dichten Wald flogen und bei jeder Biegung Äste mein Gesicht und meine Arme zerkratzten, hielt ich mich so fest wie noch nie zuvor. Ich betete, dass Bella irgendwann anhalten würde. Die Schwärze der Nacht war beängstigend und ich konnte nichts weiter tun, als die Zügel festzuhalten – so wie ich es gelernt hatte – und mich darauf zu konzentrieren, im Sattel zu bleiben. Ich hatte keine Ahnung, wo wir waren oder wohin wir rasten. In meinem Kopf wiederholte sich nur das Gebet, zu überleben. Wild klammerte ich mich an einer Handvoll Mähne fest und brauchte jeden letzten Rest meiner Entschlossenheit, um mich nicht herunterzufallen. Und gerade, als ich glaubte, dieser Albtraum würde nie enden, wendete Bella abrupt und rannte zwischen ein paar Bäumen hindurch – und plötzlich sahen wir uns leuchtenden Scheinwerfern gegenüber, die schnell auf uns zurasten. Das laute Kreischen der Bremsen, als Bella stieg, war das Letzte, an das ich mich erinnerte – zusammen mit dem schwindelerregenden Gefühl eines Sturzes, der sich fast anfühlte, als würde er in Zeitlupe ablaufen. Dann schlug ich mit einem dumpfen Knall auf dem Boden auf. „Der Helm hat sie gerettet!“ Die unbekannte Stimme klang weit entfernt, als ich benommen versuchte, die beunruhigende Szene um mich herum wahrzunehmen. Langsam wurden die verschwommenen Gesichter klarer und ich schaute beklommen in das tränenüberströmte Gesicht meiner Mutter. „Gott sei Dank, es geht dir gut“, flüsterte sie. Sie saß neben dem Krankenhausbett, in dem ich lag. Mein verwirrter Blick wanderte von einer Person zur nächsten, während sie leise erklärte: „Du hattest einen Unfall, Julia. Du hast Glück, noch am Leben zu sein!“ Als mein Gehirn die Situation verstand, setzte ich mich abrupt auf, nur um gleich darauf wegen des plötzlichen scharfen Schmerzes in meinem Arm aufzuschreien. „Immer mit der Ruhe, Julia“, sagte der Arzt bestimmt. „Du hast einen schlimmen Armbruch und einige andere Verletzungen. Du warst die letzten vierundzwanzig Stunden bewusstlos und solltest dich jetzt ausruhen.“ „Bella!“, rief ich ängstlich. „Was ist mit Bella?“ „Abgesehen von ein paar Schrammen und Prellungen geht es ihr gut“, erwiderte mein Vater in einem Tonfall, der mich nicht wirklich beruhigte. „Sie ist zu Hause im Stall. Aber nicht mehr lange! Dieses Pferd macht mehr Ärger, als es wert ist“, fuhr er harsch fort. „Pssst, John“, wisperte meine Mom und bedachte ihn mit einem grimmigen Blick. „Bella geht es gut, Julia“, fuhr sie fort. „Wir kümmern uns um sie. Du konzentrierst dich nur darauf, gesund zu werden!“ Ich wandte den Kopf ab, weil ich in dem Augenblick meine Eltern nicht anschauen wollte, und dachte zurück an das erste Mal, als ich Bella erblickt hatte. Die Erinnerung war noch immer frisch. Bella war die bezauberndste Kreatur gewesen, die ich jemals gesehen hatte, und die Vorstellung, dass ich eines Tages die Besitzerin eines solchen Tieres werden könnte, war mir vollkommen unvorstellbar erschienen.


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