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> Kinderbücher > Florian, die Elfe Tatü und das Krullemuck
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Florian, die Elfe Tatü und das Krullemuck, Gabriela Patrizia Taschner
Gabriela Patrizia Taschner

Florian, die Elfe Tatü und das Krullemuck



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Das Krullemuck „Wwas ... wwer bist du?“, flüsterte Florian noch immer unfähig sich zu bewegen. „Ich,“ sagte das Wesen stolz, „Ich bin ein Krullemuck“. Florian begann langsam wieder normal zu atmen. „Du bist ein ... was??“ „Ein Krullemuck,“ erklärte das braune Kerlchen. „Ich bin ein Hüter der Fantasie!“ Florian war noch immer total durch den Wind. „Ein Hüter der Fantasie ... was ist denn das??“ „O weh,“ das kleine Wesen ließ sich auf seinen dicken Po plumpsen, „da muss ich ja wohl ganz vorne anfangen.“ „Ähh, ja, ich kapier gerade gar nichts. Du siehst ein biss-chen aus wie mein Teddy, du kannst laufen und sprechen ... äh ... du lebst ja richtig,“ stotterte Florian. „Na das will ich aber schwer hoffen! Natürlich kann ich sprechen, wie soll ich sonst all den kleinen Kindern erklären, was ich ihnen beibringen muss?“ Das Krullemuck zog sich mühsam seinen Rucksack aus und legte ihn vorsichtig neben sich ins Gras. Florian spürte seine Beine wieder und setzte sich auf. Er setzte sich so, dass er zwischen dem Krullemuck und Mamas Blick saß. Das Krullemuck grinste: „Keine Bange, deine Mama ist beschäftigt, die bemerkt mich nicht. Erwachsene können mich eigentlich gar nicht mehr sehen, wenn ich’s mir recht überlege. Denn um mich sehen zu können, braucht man Fantasie. Und die haben auf dieser Erde wohl nur noch die Kinder.“ Florian warf einen ängstlichen Blick in Richtung seiner Mama. Aber die buddelte eifrig in den Beeten herum und setzte kleine Pflänzchen in Reihen ein. Es sollte wohl grüner Salat werden ... oder wie Mama es auch gerne nannte: „Das teuerste Schneckenfutter der Welt!“ Er drehte sich wieder zu seinem neuen Gefährten und er-wartete schon, dass dieser verschwunden sein würde, doch er saß noch immer am selben Platz und kaute vergnügt an einem Gänseblümchenstängel herum. „Was ... was machst du jetzt wirklich und wie kommst du hierher und was willst du von mir und ...“. „Moooment mal“, unterbrach ihn das kleine Krullemuck. „Das sind jetzt ein klitzekleines bisschen viele Fragen auf einmal. Lass mich mal der Reihe nach antworten, in Ord-nung?“ Florian nickte heftig und blickte sein kugeliges Gegenüber erwartungsvoll an. „Nun denn“, fing dieses an zu erzählen, „nun denn, das alles hat vor vielen Jahren begonnen. Vor langer Zeit, da war die Welt voll mit Fantasie. Es gab Geschichten von Einhör-nern und Drachen, von Feen und Elfen, von Hexen und Zauberern. Die Menschen saßen in kalten Winternächten am warmen Kaminfeuer beisammen und erzählten sich die alten Überlie-ferungen. Kinder wuchsen in der Natur auf. Sie wussten, wie die Tiere aussahen und wie man mit ihnen spielte, sie haben in den Wäldern Zwerge gesehen und in den Bäumen Elfen. Wenn die Kinder damals genau hinsahen, dann konnten sie zwischen den dichten Bäumen des Waldes die Einhörner sehen, wie sie zu den Seen gingen, um zu trinken. Sie kann-ten die Blumen und die Kräuter, die Pilze und Beeren. Sie lebten in und mit der Natur und konnten mit ihr umgehen. Was aber fast noch wichtiger war, die Kinder hörten all die Geschichten über ferne Länder, über Kinder in anderen Teilen der Erde. Sie wussten, wie diese lebten. Lernten aus den Erzählungen deren Art zu leben kennen. Damals reisten die Kinder in ihren Träumen und Gedanken durch die ganze Welt. Sie waren neugierig auf andere, sie wollten sehen und kennen, sie wollten fühlen und schme-cken. Die Kinder träumten viel und sie malten sich in ihren Träumen aus, wie wohl Kinder im fernen Afrika leben wür-den, oder Indianerkinder, oder die Kinder der Eskimos.“ „Ja, aber dazu muss ich doch nur den Fernseher anma-chen,“ unterbrach Florian den Redefluss des Krullemuck, „im Fernsehen kann ich das doch alles sehen!“ Das Krullemuck verdrehte die Augen und hob die dicken Patschhändchen zum Himmel. „Ja aber das ist doch genau das Problem“, brummte es ärgerlich. „Verstehst du das nicht? Wenn man alles im Fern-sehen „serviert“ bekommt, wozu brauchst du dann noch Fantasie? Denk doch mal nach, wann hast du zum letzten Mal einen Zwerg gesehen, na ... nananana, wann?“ Der Kleine wippte entnervt mit den Füßchen.


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