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> Kinderbücher > Die Abenteuer von Angi und Diabo
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Die Abenteuer von Angi und Diabo, Barbara Gabriel
Barbara Gabriel

Die Abenteuer von Angi und Diabo


Geheimnissen auf der Spur

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Mutter Eule erzählt aufgeregt: „Heute fliegen die Zwerge mit ihren Reisigbesen in unser Märchenland. Sie bringen auch für euch warme Winterkleidung.“
Angi und Diabo sind sehr froh. In den letzten Tagen war es kalt und sie haben gefroren. In der Schule hatten sie vor einigen Tagen erfahren, dass es bald Herbst und dann Winter wird und sehr kalt. Die meisten Bewohner haben selbst einen Schutz vor der Kälte, z. B. ein Fell oder sie verkriechen sich, nachdem sie ausreichend Futter eingelagert haben.
Angi und Diabo erfasste plötzlich große Angst, dass sie erfrieren müssten. Jedoch ihre Mutter Eule konnte sie trösten. Und sie wissen jetzt, dass ihre Mutter Eule für sie gesorgt hat und sie nicht erfrieren müssen.
Sich gegenseitig unterbrechend, erzählen sie ihrer Mutter Eule auch heute wieder von der schönen Unterrichtsstunde im Wald. Die Lehrerin und alle Kinder waren gemeinsam mehrere Waldwege gegangen, auch der Direktor war anfangs dabei. Diabo hatte den großen Wagen gezogen, darin standen Körbe, die später mit Zapfen und Pilzen gefüllt wurden.
Angi ruft aufgeregt: „Da gab es ganz viele Nadeln am Boden, nicht zum Nähen, sondern von Bäumen, die Fichten heißen. Diese Nadeln sind auch sehr spitz und piksen in die Finger!
Mutter Eule hört eine Weile geduldig zu, spricht dann aber weiter: „Auch euer Reisigbesen wird zum Versammlungsplatz kommen. Geht nach der Schule gleich hin, ihr bekommt beide ein Paket. Ich werde zu dieser Zeit sicherlich schlafen. Wenn es nötig ist, könnt ihr mich wecken!“
Jetzt springen Angi und Diabo in die Höhe und rufen durcheinander: „Das ist toll, wir sehen unseren lieben Reisigbesen wieder. Er kommt und bringt uns warme Jacken, Hosen und Mützen.
Besonders Diabo kann das Wiedersehen kaum erwarten. Er hat so viele Fragen. Kurz vor der gemeinsamen Flucht aus dem Teufelspalast hatte ihm der Reisigbesen verraten, dass er dort lange gefangen war.
Wieso er dort war – das will Diabo unbedingt wissen und auch, weshalb der Reisigbesen überhaupt bei den Teufeln bleiben musste.
Bald wird es Winter! Viele Märchenlandbewohner haben bei Frau Elster Klug verschiedene Kleidungsstücke, aber auch Decken, Kissen und Lebensmittel wie Nüsse, getrocknete Beeren und Äpfel für die kalte Jahreszeit bestellt.
Aus Zwergenstadt reisen nun die Zwerge mit ihren Reisigbesen an. Alle tragen einen großen Sack auf dem Rücken.
Notna ist der Erste. Dahinter fliegen Siola und Idref, und dann folgt Fritz. Der dicke Willi kommt als Letzter!
Angi und Diabo rennen los. Sie werden beide ein Paket bekommen, das hat Mutter Eule versprochen. Ob das klappt? Was mag drin sein? Wie werden ihre Hosen, Jacken und Mützen aussehen?
Etwas entfernt vom Dorfplatz, am Versammlungsplatz, haben die Zwerge ihre Lebensmittel, Anziehsachen aber auch verschnürte Pakete auf Tischen ausgebreitet. Andere Märchenlandbewohner sind auch schon da. Frau Elster Klug geht von Tisch zu Tisch. Sie wird gut aufpassen, dass bei diesem Durcheinander keine Fehler passieren und jeder das bekommt, was bei ihr bestellt wurde.
Die Zwerge kommen
Plötzlich wird Diabo von hinten angestoßen. Er dreht sich um und schreit vor Begeisterung laut: „Da bist du ja, lieber Reisigbesen!“ Sie tanzen miteinander, auch Angi freut sich sehr.
Die Zwerge, Frau Elster und Frau Igel Stachel schauen verständnislos zu.
„Nein, immer diese Kinder! Nichts als Ärger mit den Kindern! Krach und Unruhe! Muss denn das sein! Wenn ihr wirklich diesen Reisigbesen kennt, warum begrüßt ihr ihn nicht vernünftig?“, zetert Frau Elster Klug.
Angi wirft den Kopf herum und hat eine patzige Antwort auf der Zunge.
Aber schnell entscheidet sie anders: „Entschuldigen Sie, dass wir gestört haben. Wir freuen uns sehr. Dieser Reisigbesen hat Diabo die Flucht aus dem Teufelspalast ermöglicht und uns hierhergebracht. Wir sind ihm sehr dankbar.“
Leider kann Frau Elster kaum zuhören. Viele Märchenlandbewohner drängeln jetzt an den Tischen. Sie schimpft mit Frau Igel Stachel: „Immer Ihre Streiterei! Ohne weitere Angaben haben Sie eine warme Decke bestellt. Nun gefällt sie Ihnen nicht! Können Sie nicht vorher genauer sagen, was Sie wollen? Immer gibt es nur Ärger mit Ihnen!“
„Angi, hier ist dein Paket, ja und – ja, da drüben liegt dein Paket, Diabo!“ Beide greifen schnell die Pakete und eilen zu ihrem Reisigbesen.
Gemeinsam verlassen Angi, Diabo und der Reisigbesen den Versammlungsplatz. Sie wandern in ein nahes Wäldchen, wo sie niemand stört.
Der Reisigbesen mahnt: „Fix, packt aus und zieht alles an, kontrolliert und probiert. Später, wenn wir mit den Zwergen wieder weggeflogen sind, ist kaum etwas zu ändern.“
Angi und Diabo schlüpfen schnell in ihre neuen Hosen und Jacken, sie stülpen auch ihre Mützen auf. Angi freut sich besonders über den roten Rock mit den weißen Streifen. Auch an der Mütze und der Jacke sind so schöne weiße Streifen.
„Hübsch seht ihr beide aus, lobt der Reisigbesen, „eure Mutter Eule hat gut überlegt. Packt alles in eure Rücksäcke, die Verpackung geben wir nachher bei Frau Elster ab!“
Beide schauen erwartungsvoll ihren Reisigbesen an, sie sind sehr neugierig. Diabo setzt sich auf einen alten Baumstamm, Angi bleibt lieber stehen.
„Habe ich euch schon gesagt, dass ich Stru heiße? Nein, nun dann wisst ihr es jetzt! Vergesst es nicht!“
Und nun erzählt Stru, was ihm vor langer Zeit passiert ist!


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