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> Kinderbücher > Die 5 Doppelpunkte
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Die 5 Doppelpunkte , Maria Braig
Maria Braig

Die 5 Doppelpunkte


und das verschwundene Skelett

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„Was soll das?“, rief Danny mehr verwirrt als erschrocken. „Habt ihr einen Vogel? Schließt sofort die Tür wieder auf.“ Er ging zum Tisch, stellte den Pappkarton ab und zog sein Handy aus der Jackentasche. „Macht sofort den Weg frei, oder ich rufe die Polizei“, sagte er dramatisch. Er hörte sich an, als ob er einem Kriminalfilm entlaufen wäre. Da er zur Tür sah, während er mit den Dreien, die ihm den Rückweg versperrten sprach, bemerkte er zu spät, dass Abdo und Slash sich ihm von hinten näherten. Sie schlichen an Danny heran und als sie nahe genug waren, nahm Slash ihm das Handy weg. Danny war zu verdattert, um etwas zu unternehmen und hielt sich am Tisch fest. „Was soll das? Was wollt ihr von mir?“, fragte er schließlich. Ziemlich schnell hatte er sich vom ersten Schrecken erholt und begann zu lachen. „Habt ihr einen an der Klatsche, ihr Mistgören? Macht sofort die Tür auf oder muss ich euch zeigen, dass man sich mit mir besser nicht anlegt? Ich will es euch nochmal durchgehen lassen, ihr Zwerge, wenn ihr sofort den Schlüssel rausrückt und den Weg freigebt. Falls nicht …“ „Was dann, falls nicht?“, ergriff nun Luke das Wort und baute sich vor Danny auf. „Du hast eine ganz schön große Klappe. Wir sind vielleicht kleiner als du, aber wir sind zu fünft, falls dir das entgangen sein sollte.“ „Na und?“ Danny drehte sich einmal um sich selbst. „Maximal drei von euch zählen“, sagte er dann, „oder nein, zweieinhalb. Die mit dem Rollstuhl kann man ja schon mal von vorneherein vergessen. Das kleine Würstchen aus Afrika scheint mir auch nicht gerade der Stärkste zu sein; und dann noch ein Mädchen, das zwar laufen kann, aber sonst halt doch nur ein Mädchen ist.“ Lena war schneller bei Danny, als der reagieren konnte. Sie knallte ihn auf den Stuhl, der rücklings vor dem Tisch stand, während Ferrari mit Schwung angefahren kam und direkt vor Danny stehen blieb. Sie legte die Bremse ein und Danny war nun eingeklemmt zwischen Ferraris Gefährt und der Stuhllehne. „Los Abdo, zeig ihm wer hier klein und schwach ist“, ermutigte Slash den Freund, der in der Zwischenzeit auf den Tisch gesprungen war und nun von oben herab Danny und die Lehne des Stuhls mit einem Seil umwickelte, bis der Junge sich nicht mehr bewegen konnte. „Macht mich sofort los! Was ist das für ein Kindergarten hier? Ich mach‘ euch alle fertig, einen nach dem anderen, bis ihr selbst nicht mehr wisst, wie ihr heißt.“ Danny tobte und die fünf Doppelpunkte standen um ihn herum und sahen interessiert zu. Geduldig warteten sie, bis ihr Gefangener sich schließlich in sein Schicksal ergab. „Was wollt ihr denn von mir, warum tut ihr das?“, fragte er leise, nachdem er sich beruhigt hatte. Danny hörte sich nun fast ein wenig ängstlich an. Die fünf sahen sich an, dann sagte Luke langsam und überdeutlich: „Du, Danny, hast den Knochen-Paul gestohlen!“ Alle warteten sie gespannt, was nun folgen würde. Hundertprozentig sicher waren sie sich nicht, ob sie mit ihrem Verdacht richtig lagen. Aber wenn ihre Taktik funktionierte, dann würde sich nun alles aufklären. Danny sagte nichts. Aber seine Augen wurden groß und er selbst ganz klein auf seinem Stuhl. Ziemlich uncool, wie er da in den Seilen hängt, dachte Luke und der große Junge tat ihm fast schon leid. Ferrari, die auf Augenhöhe mit Danny war, funkelte ihn erbarmungslos an. „Wo ist der Knochen-Paul? Was hast du mit dem Skelett angestellt?“ Sie setzte noch eins drauf. „Wir wissen genau, dass du das warst. Mit deinem Lastenfahrrad hast du ihn weggebracht.“ „Aber“, sagte Danny, „aber ich …“ „Jetzt behaupte bloß nicht, dass du das nicht warst.“ Lena war fest entschlossen, ihn so lange in die Ecke zu treiben, bis er alles zugab. Sie sah Slashs unsicheren und Abdos etwas ängstlichen Blick, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Sollte Danny erst mal beweisen, dass er es nicht war, der das Skelett geklaut hatte. „Wir wissen alles über deinen Großonkel. Also versuch nicht, dich rauszureden.“ Dannys Augen wurden noch größer und er rutschte, soweit ihm das möglich war, unruhig auf dem Stuhl herum. „Wo hast du deinen Großonkel hingebracht?“, fragte Luke. „Hast du ihn etwa auf den Müll geschmissen? Nein, ich weiß, du hast die Knochen deinem Hund gegeben. Er sollte sie zerbeißen und die Reste verbuddeln, damit niemand das Skelett finden kann.“ „Neiiiiiiiiiiin“, schrie Danny, ohne weiter nachzudenken. „Ich lasse doch den Hund nicht meinen Großonkel fressen. Spinnst du? Das Skelett liegt im …“ Er verstummte, als er merkte, dass er in die Falle gegangen war.


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