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Kinderbücher
Buch Leseprobe Der Dolch von Elian, Michelle Freund
Michelle Freund

Der Dolch von Elian


Das blaue Königreich

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PROLOG


 


In den Stallungen des Königreiches Faranon schwammen die Mitglieder der Patrouille durch die Gänge, um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten.


Ihre blauen Uniformen und Helme leuchteten in der Nachmittagssonne, die durch die Luken in der Decke und den Wänden eindrang. Zwanzig Soldaten begaben sich in die Boxen, um ihre Reittiere zu begrüßen und mit Hilfe der Stallburschen für den Ausritt zu satteln und zu zäumen. Die Riesenseepferde ließen alles geduldig über sich ergehen, sie waren gut ausgebildet und kannten ihre Reiter.


Auch der zwölfjährige Suli Neron, das jüngste Mitglied der Patrouille, sattelte sein Seepferd. Er ärgerte sich über den Stallburschen Raifan, der ihm absichtlich den falschen Sattel gebracht hatte. Dieser war für seinen jungen Hengst Roki viel zu groß und wäre ständig verrutscht.


 


Dass passierte nicht zum ersten Mal, aber Suli konnte sich einfach nicht gegen die Gemeinheiten von Raifan wehren, weil er noch zu viel Angst vor ihm hatte. Der sechzehnjährige Junge war schon mehrfach wegen seines groben Verhaltens bestraft worden, jedoch ohne Erfolg. Mit grimmigem Gesichtsausdruck blickte Suli hinter ihm her. Irgendwann werde ich dir das heimzahlen!


 


Verärgert holte er sich den Sattel selbst aus der Kammer und legte ihn seinem Seepferd an. Anschließend überprüfte er gewissenhaft die Halterung von Sattel und Zaumzeug und nickte zufrieden. Roki bekam eine Handvoll der kleinen, hellgelben Blüten, die an den Teminsträuchern wuchsen, dann schwang sich Suli in den Sattel.


 


Langsam trieben beide auf den Ausgang am Pergamahügel zu, und hinaus in Freie. Die Stallungen waren außerhalb des Königreiches am äußeren Ende des Hügels angebaut und lagen knapp unterhalb der Wasseroberfläche.


 


„Wir nehmen die südliche Route!“ rief der Anführer Abarai und ließ sein Seepferd in eine tiefe gelegene Strömung abtauchen. Sie trug Pferd und Reiter langsam den Hügel hinab, bis sie fast den Boden erreichten.


 


Die daumengroßen, menschenähnlichen Reiter ließen sich auf ihren Seepferden durch die Strömungen treiben. Sie sprachen und scherzten miteinander, während sie aufmerksam ihre Umgebung beobachteten. Sie mussten mögliche Gefahren sofort erkennen. Und die drohten vor allem von ihren Fressfeinden.


 


Zu ihnen zählten die großen, bunten Papageienfische, deren Zähne zu einem Schnabel verwachsen waren, mit dem sie die Korallen abschabten.


 


Und dann gab es noch die Dornenkronenseesterne, die die Algen aus den Korallenstöcken saugten, so dass diese abstarben.


Die Seesterne waren rot und riesig, hatten meist über zwanzig Arme und ihr ganzer Körper war mit Giftstacheln gespickt.


 


Direkt hinter Abarai ritt Suli Neron. Er betrachtete die Lederkorallen am Pergamahügel, deren braune Lappen sich sanft in der Strömung wiegten. Die Ränder ihrer Auswüchse leuchteten teilweise blau im Sonnenlicht. Hier und da schauten kleine Fische oder Krebse unter den Korallenblüten aus ihren Schlupflöchern hervor. Einige Meter entfernt zog eine Gruppe Doktorfische vorbei, und am Meeresboden wälzte sich ein Tintenfisch über die umherliegenden Steine.


 


Aus dem Augenwinkel konnte Suli eine Transportmuschel beobachten, die von einem Gupax gezogen wurde. Die Gupaxen waren Verwandte der Meerfrauen- und Männer aus Eburons Eispalast und für die Lebewesen der Tiefsee verantwortlich. Ihre großen, schwarzen Facettenaugen waren genauso ungewöhnlich wie der bunte Fischschwanz und ihre fast durchsichtig schimmernden, zierlichen Oberkörper.


 


Der Gupax machte einen nervösen und gehetzten Eindruck. Suli gab Abarai Bescheid und lenkte sein Seepferd zu ihm hin.


 


„Kann ich Ihnen helfen?“


 


Überrascht und erleichtert blickte ihn der Gupax an. „Ach, endlich habe ich euch gefunden! Es ist meine erste Reise nach Faranon, und ich habe mich unterwegs verschwommen.“


 


„Verschwommen? Wieso das?“


 


„Naja, im Südatlantik gab es ein heftiges Seebeben und das hat mich total vom Kurs abgebracht. Ich wollte eigentlich von Süden kommen, bin aber an der Westküste vom roten Kontinent gestrandet. Daher musste ich den nördlichen Weg nehmen.“


 


„Ist das ein großer Umweg?“


 


„Nein, eigentlich nicht. Aber unterwegs …“ Der Gupax schüttelte sich.


 


„Was war denn unterwegs?“ Suli blickte ihn neugierig an. Er zitterte!


 


„Würfelquallen“, antwortete der Gupax. „Ein ganzer Schwarm.“


 


Suli schüttelte ungläubig den Kopf. „Was? Die sind doch Einzelgänger!“


 


„Keine Ahnung, warum sie als Schwarm unterwegs waren. Es war richtig unheimlich. Sie haben die Köpfe zusammengesteckt und ihre Tentakel wild hin- und hergeschwenkt, als ob sie eine geheime Besprechung hätten. Ich bin jedenfalls froh, dass sie mich nicht bemerkt haben. Und ich musste mich beeilen, um rechtzeitig hierher zu kommen. Der Kranke in der Transportmuschel braucht dringend die Hilfe eurer Heiler. Könnten sie mir bitten sagen, wo der Eingang zum Heilertrakt ist?“


 


Verwundert zeigte Suli ihm den schmalen Spalt zwischen zwei Felsvorsprüngen.


 


„Man wird sich um den Kranken kümmern, und dann können sie sich ausruhen“, versicherte Suli dem Meeresbewohner und verabschiedete sich.


 


Während er wieder zur Gruppe zurückkehrte, dachte er an das Seebeben, von dem der Gupax gesprochen hatte. Glücklicherweise hatten sie hier am Riff nichts davon bemerkt. Solche Beben waren für alle Meeresbewohner sehr gefährlich. Die gewaltigen Strömungen zerstörten nicht nur Korallenriffe, durch die Wucht wurde auch jeder Meeresbewohner herumgeschleudert. Viele verloren dabei ihr Leben, wenn sie gegen umherschwimmende Steine, Felsen oder andere Lebewesen prallten. Und es war unmöglich, diesen Strömungen zu entkommen.


 


Und was ist mit den Würfelquallen? Was geht da vor? Das Gift in ihren Tentakeln ist tödlich! Suli konnte es sich nicht erklären.


 


Sein älterer Kamerad Potto hatte den Neuankömmling ebenfalls bemerkt und wandte sich an Suli. „Na, wen bringt dieser Gupax in den Heilertrakt? Dort herrscht im Moment mehr Betrieb als an der Putzerstation!“ Er schüttelte den Kopf. „Ich möchte mal wissen, wie unsere Leute mit allem fertigwerden.“


 


„Es sind doch genug da, also mach dir keinen Kopf“, erwiderte ein anderer Soldat. Im Moment trafen viele Kranke aus Elian, einer weit entfernten Stadt im Atlantik, ein. Angeblich wütete eine seltsame Krankheit unter den Bewohnern, die noch unbekannt war und sogar schon Todesopfer gefordert hatte. Tag und Nacht wurde an einem Heilmittel geforscht, bisher ohne Erfolg.


 


Während seine Kameraden über die Vorgänge im Heilertrakt sprachen, beschlich Suli ein ungutes Gefühl, dass sich immer mehr verstärkte.


 


Irgendwas geht hier vor, wenn ich bloß wüsste, was! Und wieso tauchen Würfelquallen als Schwarm auf? Er blickte sich noch einmal um.


 


Die Meeresbewohner verhielten sich genau wie sonst, die Strömungen waren auch wie immer, sein Seepferd Roki glitt vollkommen ruhig durch das Wasser, aber dennoch …


 


Suli fühlte, wie sich langsam Angst in ihm breitmachte. „Hier stimmt etwas nicht“, murmelte er.


 


Abarai drehte sich um und sah seine besorgten Blicke. „Was ist los?“


 


„Ich weiß nicht“, antwortete Suli zögernd. „Irgendwas macht mir Angst.“


 


Der Anführer war schon seit Ewigkeiten bei der Patrouille und kannte die Anzeichen für Gefahren sehr genau. Er schaute sich kurz um. „So? Ich kann nichts entdecken. Du machst dir zu viele Gedanken, mein Junge. Solange die Dornenkronenseesterne nicht auftauchen, müssen wir uns keine Sorgen machen. Und jetzt auf zur Belepschlucht!“ Den letzten Satz rief er laut, damit ihn alle hören konnten.


 


Geschickt lenkten die Männer ihre Seepferde durch die Strömung um den letzten Hügel herum in die Belepschlucht hinein. Sie verlief hinter den Hügeln des Königreiches und führte teilweise durch finstere Tunnel. Niemand passierte diese Schlucht gerne, aber sie gehörte zu Faranon und musste genauso kontrolliert werden wie die Hügel draußen im Sonnenlicht.


 


Suli blickte zurück. Er spürte, dass etwas Schlimmes auf sie zukam, dass er nicht verhindern konnte. Mit diesem beklemmenden Gefühl folgte er seinem Anführer in die dunkle und unheimliche Schlucht.


 


ROT UND SILBER


 


Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, als Suli mit seinen Kameraden von der Patrouille zurückkehrte. Alle waren müde und die Stallburschen beeilten sich, die Reittiere abzusatteln und mit Seehafer zu versorgen.


 


Suli schwamm mit zwei Satteln im Schlepptau zur großen Kammer, um sie dort an der Wand aufzuhängen.


 


Das mulmige Gefühl einer drohenden Gefahr ließ ihn nicht los, obwohl draußen alles in bester Ordnung gewesen war.


 


Olbian, der Stallmeister, bemerkte seinen bedrückten Gesichtsausdruck. „Gab es Schwierigkeiten?“ Mitfühlend schaute er den Jungen an.


 


Raifan, ein sechzehnjähriger Stallbursche, ärgerte Suli nur allzu gerne. Er vertauschte oft die Sattel und das Futter, oder stellte die Seepferde absichtlich in die falschen Boxen. Um dann hinterher zu behaupten, Suli hätte dies getan. Raifan war neidisch, weil Suli bei den Soldaten und dem Truppenführer sehr beliebt war.


 


Aber Olbian würde sein Verhalten nicht mehr lange dulden.


 


Suli schüttelte den Kopf. „Nein, ich komm schon zurecht“, beeilte er sich zu antworten und verließ die Sattelkammer.


 


Olbian sah ihm verwundert hinterher. Vielleicht konnte er beim Abendessen näheres erfahren. Suli war ansonsten ein fröhlicher Junge, der gerne lachte und scherzte.


 


Olbian folgte dem Jungen nach draußen zum Tunnel, der aus den Stallungen zu dem kleinen See vor dem Heilertrakt führte.


 


Im Inneren war das Königreich wasserdicht, viele Seen boten den Korallenwesen Zugang in die Wasserwelt außerhalb von Faranon.


 


Suli saß bereits am Ufer, als Olbian ankam und hüllte sich in ein großes Handtuch, dass ihm sein Freund Bonka gereicht hatte.


 


„Schön, dass ihr beiden da seid, Mama wartet schon mit dem Abendessen.“


 


Bonka hielt Olbian ebenfalls ein Tuch hin. Er blickte seinen Onkel neugierig an. „Irgendwelche Anzeichen für Gefahren?“


 


„Ist der Gupax mit dem Kranken aus Elian eingetroffen?“ wollte Suli wissen. „Ich habe ihn draußen getroffen.“


 


„Ja, der Elianer leidet an der Fieberkrankheit, wie viele aus seinem Volk. Bald sind alle Betten belegt, ich möchte mal wissen, was dort los ist“, erklärte Bonka besorgt.


 


Die drei betraten den Heilertrakt, der wie die Kriegerhalle im Innern des Pergamahügels untergebracht war. In den oberen Stockwerken lagen die Wohnhöhlen der Heiler, zu denen auch Sulis Zieheltern Kara und Mascha gehörten.


 


Auf der langen Treppe hielt Suli an. „Der Gupax hat Würfelquallen gesehen, einen ganzen Schwarm“, erklärte er. „Das macht mir Sorgen. Ihr Gift ist so gefährlich, dass es jedes Lebewesen innerhalb von Sekunden tötet.“


 


Bonka und Olbian runzelten die Stirn.


 


„Wo genau hat der Gupax die Würfelquallen gesehen?“ hakte Olbian nach.


 


„Irgendwo nördlich vom Königreich. Hoffentlich kommen sie nicht hierher.“ Suli seufzte und stieg weiter die Treppe hoch.


 


Die Wohnhöhle seiner Zieheltern lag ganz oben, im zehnten Stock. Mascha erwartete sie bereits an der Tür. Er stutze, als er die Gesichter seiner Kinder und seines Bruders sah. „Was ist los?“


 


„Erklären wir gleich“, brummte Olbian und ging zielstrebig zu seiner Kammer, um sich umzuziehen.


 


Suli betrat die Schlafkammer, die er sich mit Bonka teilte und schlüpfte in eine lange Tunika. Dabei dachte er an seine Großmutter, die vor zwei Jahren verstorben war. Sie hatte ihm mehrere solcher Tuniken genäht, die er zum Schlafen trug.


 


Wo ist sie jetzt? Kann sie mich beobachten?


Sulis Eltern waren gestorben, als er noch ein Baby war, daher war er bei seiner Großmutter aufgewachsen. Nach ihrem Tod hatten ihn Bonkas Eltern in ihre Familie aufgenommen. Mit dem gleichaltrigen Jungen war er seit dem ersten Schultag befreundet.


 


Suli dachte an die letzten Worte seiner Großmutter. „Ich werde über dich wachen.“ Dann war sie für immer eingeschlafen. Er erinnerte sich nur zu gut an diesen Moment. Tränen schossen in seine Augen und er hatte Mühe, den dicken Kloß in seinem Hals runterzuschlucken. Er vermisste ihr freundliches Lächeln, ihre warme Stimme und die liebevollen Umarmungen. Er atmete ein paar Mal tief durch.


 


Ich darf nicht undankbar sein, bei Kara und Mascha habe ich ein neues Zuhause gefunden. Und irgendwie ist Großmutter immer noch bei mir.


 


Er ging zur Küche, dort roch es lecker nach Fisch und Gemüse, der Tisch war bereits gedeckt. Alle nahmen Platz und genossen die warme Mahlzeit.


 


Bonka berichtete von den Elianern, die sich ein paar Stockwerke tiefer von der Fieberkrankheit erholten. „Sie werden alle wieder gesund, aber ich würde gerne wissen, woher das Fieber kommt“, fragend blickte der Junge seine Eltern an.


 


„Wir wissen es nicht mit Sicherheit“, antwortete Kara. „Iss deinen Fisch auf, er wird sonst kalt“, forderte sie ihn auf. Schweigend aß Bonka weiter.


 


Olbian beendete seine Mahlzeit. „Erzähl deinem Vater von dem Gupax, Suli.“


 


Überrascht blickte Mascha von seinem Teller auf. „Was war mit ihm?“


 


Suli berichtete von dem Treffen. Und wie der Gupax bei dem Gedanken an die Quallen gezittert hatte.


 


Olbian stand auf. „Das werde ich gleich General Lotris mitteilen. Als Anführer der Patrouille muss er das wissen. Wer weiß, ob sie nicht doch hier vorbeikommen.“ Er verließ die Wohnhöhle und machte sich auf den Weg zur Kriegerhalle.


 


„Weiß Abarai davon?“ wollte Mascha wissen.


 


„Nicht direkt“, antwortete Suli zögernd. „Ich habe angedeutet, dass uns vielleicht Gefahr droht. Aber er hat es nicht so ernst genommen.“


 


„Jetzt wird Olbian sich darum kümmern, also denk nicht mehr daran. Aber für euch wird es Zeit fürs Bett“, mahnte Kara ihre Söhne. „Morgen ist wieder Schule.“


 


„Schlaft gut, ihr beiden“, Mascha drückte die Jungen kurz an sich.


 


„Hoffentlich hat sich Suli geirrt“, bemerkte Kara, als sie draußen waren. „Wenn er sich weiter so viele Sorgen um die Sicherheit des Reiches macht, ist er mit zwanzig Jahren ein alter Mann.“


 


Bonka und Suli saßen in der Schlafkammer auf dem großen Bett, dass sie sich teilten.


 


„Hast Du schonmal eine Würfelqualle gesehen, Suli?“ Bonka schlüpfte aus den Kleidern und zog seine Schlaftunika über.


 


„Nein, gesehen habe ich noch keine. Aber eine kleine Garnele am Putzerhügel hat sie mir mal beschrieben. Sie sind winzig, man sieht sie kaum im Wasser. Aber das Gift in den Kapseln an ihren langen Tentakeln ist dafür umso tödlicher.“


 


Die Jungen schlüpften unter die Decke und waren bald eingeschlafen. Kara schaute nochmal vorbei und legte die Hand auf den kleinen Quallenstein, der auf einem Tischchen neben dem Bett lag. Das blaue Licht erlosch.


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