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> Kinderbücher > Aus dem Tanzstudio gebellt
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Aus dem Tanzstudio gebellt, Judith Le Huray
Judith Le Huray

Aus dem Tanzstudio gebellt


Umwege zum Glück

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Auszug aus dem 1. Kapitel (Anfang und Ende):

„Ach, ist der süß!“

Ich hasse es, wenn sie das sagen. Schließlich bin ich ein Mann. Wenn sie mir dann auf dem Kopf herumgrapschen und mir ihre Taschen mit den Tanzklamotten gegen die Rippen schlagen, dann ergreife ich schon mal die Flucht. Aber eigentlich bin ich sehr geduldig, und von einigen lässt man sich gerne streicheln. Zum Beispiel von Tanja, der Lehrerin für Jazztanz und Hip Hop. Sie hat einen Punkt hinter meinen Ohren gefunden – wenn sie den krault, dann lege ich meinen Kopf auf ihren Schoß, schließe die Augen und genieße. (...) Das war also das Ende vom Anfang. Die Beziehung von Leo und ihrem Mann war Vergangenheit. Die ersten Wochen litt ich darunter, dass unser Rudel nicht mehr komplett war. Doch daran konnte ich nunmal nichts ändern, auch nicht, wenn ich winselnd vor der Haustüre lag. Herrchen kam nicht zurück. Ich hatte dafür an den Wochentagen einen neuen Aufenthaltsort und einen neuen, echt coolen Namen. Außerdem habe ich jetzt einen wichtigen Job. Ich bin Jet, Gattung Hund, männlich, Mischling, mittelgroß, schwarz-braun gefleckt, von Beruf Hausmeister im Tanzstudio von Leonore Pold.


Auszug aus dem 2. Kapitel:

Nach der Ballettstunde begleitete ich die Kinder aus dem Ballettsaal hinaus, in aller Ruhe, nichtsahnend, dass gleich ein Gewitter drohte. „Oh, was ist das?“ hörte ich plötzlich dieselbe Frage wie vor einer Stunde. Doch diesmal gehörte die Stimme nicht zu Deborah. Sie klang hart und bissig und kam von einer Frau in dunklem Seidenkostüm mit farblich passenden hochhackigen Schuhen. Mit hochgereckter Nase, als wenn sie eine Witterung aufnehmen würde (obwohl die Menschen ein Reh ja nichtmal riechen, wenn es direkt neben ihnen steht), stand sie im Eingangsbereich zwischen den Bistrotischen, die für wartende Mütter aufgestellt sind. Sie roch kaum nach Mensch, viel mehr nach einem starken, süßen Parfüm mit Jasmin, in der Nase beißendem Haarspray und frisch lackierten Fingernägeln. „Das nennt man Hund“, antwortete das vorlaute rothaarige Mädchen wieder, und einige Kinder hielten sich die Hand vor den Mund, um nicht laut loszulachen. „Was hat dieses Tier hier in der Ballettschule verloren?“, keifte Madame Stöckelschuh, als Leo aus dem Ballettsaal kam. „Guten Tag, Frau Weinundschenk“, sagte Leo höflich. „Das ist mein Hund. Ich muss ihn mit ins Tanzstudio nehmen.“ „Das kann doch wohl nicht ihr Ernst sein“, brüllte die Parfümierte so laut, dass ich mich vor Schreck unter einem Stuhl verkroch. „Das ist schließlich kein Zoo hier!“ „Jet ist ein ruhiger, freundlicher Hund und macht hier absolut keine Probleme. Ich kann ihn leider nicht so lange zu Hause lassen.“ „Na, das werden wir ja sehen“, sagte Frau Weinundschenk schnippisch und drehte sich mit hoch erhobenem Kopf so schnell auf ihren Hackenschuhen um, dass sie ein kleines rundes Loch in Leos lachsfarbenem Teppichboden hinterließ. Sie zerrte Deborah hinter sich her, die sich heimlich zu mir umdrehte und mir kurz zuwinkte.


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