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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Vier Monde, Dirk Morenweiser
Dirk Morenweiser

Vier Monde



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“Kannst du dir vorstellen, was es bedeutet, wenn du ohne Ziel, allein, einen Tag verbringst, der länger als der vergangene ist? Nicht zu wissen, warum du unterwegs bist? Wenn Kummer und Verzweiflung deine ewigen Begleiter sind? Ach, ich weiβ nicht, warum ich dich das frage. Du kannst es dir nicht vorstellen. Weiβt du, was uns zusammengeführt hat? Nichts. Nur unsere Wege haben sich gekreuzt. Wir beide haben unsere Heimat verlassen und doch aus den unterschiedlichsten Gründen. Während du Sachen entdecken wolltest, dachte ich nur daran, was ich hinter mir gelassen habe. Du hast dir nie vorstellen müssen, was es bedeutet, sich leer zu fühlen und diese Leere mit etwas füllen zu wollen, was nicht zu greifen ist. Wie sehr das weh tut. Die Einsamkeit, die ich empfand, als ich ziellos auf meinem Pferd unbekannte Landstriche durchquerte, ist nicht mit dem gewollten Alleinsein in meinem Baum zu vergleichen. Einsam, verunsichert, verwirrt zu sein, du weiβt nicht, was das ist. Ich lieβ mich treiben wie ein Stück Holz auf den Wellen meiner Heimat, ohne Willen. Ich versuchte nicht einmal zu denken. Denn selbst die einfachsten Gedanken taten mir weh. Auch an windstillen, warmen Tagen konnte ich mich nicht erfreuen. Der Gesang der Vögel, das Rauschen flieβender Gewässer, das milde Licht der Wälder, nichts hatte für mich irgendeine Bedeutung. Und als mir auch das bewusst wurde, war es mir gleichgültig. Die Hoffnungslosigkeit, die Sinnlosigkeit meines Lebens seit der Verbannung wurde ein Teil von mir! Und plötzlich trafen wir aufeinander.”
Dhima presste unsicher seine Lippen zusammen.
“Dhima, der Unterschied wird sein, dass du nach vorne schauen wolltest, die Welt lag offen vor dir. Ich ging fort, weil sie sich mir verschlossen hatte. Wenn ich genug zu Essen hatte, aβ ich des Essens wegen, aber einen Geschmack fühlte ich nicht. Ich verbrachte Tage sitzend damit, Grashalme zu rupfen und Steinchen wegzuwerfen. Nach unserer Trennung wollte ich dich vergessen, aber nicht einmal das gelang mir. Meine Gefühle zu dir sollten vergehen wie unbedeutende Erinnerungen, aber es passierte einfach nicht. Ich soll die Welt retten? Ich weiβ nicht einmal, was sie ist. In Ðeijả sind Menschen gestorben, die uns mit offenen Armen empfangen haben. Und du redest von Zeit. Lass mich in Ruhe!”


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