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> Fantasy Bücher > Ultimatum - Gweddas erste Reise
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Ultimatum - Gweddas erste Reise, David Hall
David Hall

Ultimatum - Gweddas erste Reise


Bannsteinsaga

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Noch in der Nacht wollten Nikodemus und Gwedda die ersten zwei wichtigen Untersuchungen vornehmen: die Begutachtung der Leiche und die des Tatorts. Nachdem sich viele der Klosterbewohner nach der Ratsrunde zu ihren Ronden begeben hatten nahm Nikodemus Bruder Enthaelt zur Seite, um ihn zu beidem zu befragen. Der alte Mann konnte ihnen berichten, dass die Leiche des Priesters in seinem eigenen Haus entdeckt wurde. Der Tote wurde aufgrund einer fehlenden Untersuchung noch nicht begraben, sondern im Hause des Wintergottes Wodan gelagert. Nun stapften Nikodemus und Gwedda durch den Schnee zum Haus des Wodan, denn dort wollten sie beginnen. Die Behausung der Wodanpriester lag in der Nordronde. Daneben befanden sich die Häuser des Lyr und des Gottes Thranos, der der Gott des Krieges war. Das vierte Haus diente den Wachen, die nicht im Kloster selbst geboren waren, sondern aus anderen Teilen des Landes hergeschickt wurden, als Wohnstätte. Gwedda sah jeweils vor dem Wachhaus und dem Haus des Thranos gerüstete Wachen stehen. Dass die Tempel des Kriegsgottes von seinen Jüngern bewacht wurden, war nicht unüblich, aber sie fragte sich, ob durch die Ereignisse um den Tod Isidors diese Vorsichtsmaßnahmen noch verschärft worden waren. Schnellen Schrittes gingen sie um den zentralen Platz herum und näherten sich dem Haus des Wintergottes. Schnee bedeckte das Dach und lange, gefährlich aussehende Eiszapfen hingen von der Traufe herunter. Ihr Meister klopfte mit seiner in warme Handschuhe gekleideten Faust gegen die feste Tür. Es dauerte nicht lange und sie wurde geöffnet. Eine angenehme Wärme kam ihnen entgegen und Gwedda blickte als Erstes in die Augen eines jungen Mannes. Er konnte nicht älter als sie selbst sein und sein blondes Haar war kurz geschoren. „Wie kann ich Euch helfen?″, fragte er. „Ich bin Nikodemus Kendrar und ich würde gerne Euren Herren sprechen. Ich bin hier, um die Leiche des Isidor zu untersuchen.“ Der Junge trat zur Seite und machte wortlos eine einladende Geste. Gwedda bedankte sich und trat, von ihrem Meister gefolgt, ein. Auf den ersten Blick konnte sie erkennen, dass die Aufteilung dieses Langhauses anders war als die des Haupt- oder des Oedunahauses. Schwere lederne Vorhänge hingen raumtrennend von den dicken hölzernen Querbalken des Daches. Gwedda fühlte sich hier sofort viel heimischer, denn es handelte sich um eine ihr bekanntere Bauweise. Der Junge schloss die Tür und stellte sich als Milos vor. Er entschuldigte sich für einen kurzen Moment mit dem Hinweis, seinen Meister holen zu wollen. Während Nikodemus und Gwedda warteten, sahen sie sich schweigend um. Die schweren Vorhänge ragten über die ganze Höhe des Raumes und bedeckten den Boden leicht. Sie waren von sehr dunkler Färbung und hatten fast keine Maserung. Sie konnte keinerlei Nähte erkennen und Gwedda fragte sich, welches Tier wohl so groß sei, um ein so riesiges zusammenhängendes Hautstück zu besitzen. Die Vorhänge waren kunstvoll mit Bildern bemalt, die Männer und Frauen bei der Jagd und dem Sammeln von Beeren und Nüssen zeigten. Außerdem gab es Bilder von Tieren des Nordens: Hirsche, Bären, Wölfe aber auch anderen Wesen, die Gwedda nicht kannte. Noch während sie die Bilder weiter betrachteten, erschien der Priester Wodans. Er hatte einen Vorhang beiseitegeschoben und stand nun vor Nikodemus. „Entschuldigt, dass wir Euch noch so spät stören, aber wir wollten gleich mit unserer Aufgabe beginnen, die Ihr uns übertragen habt″ eröffnete ihr Meister das Gespräch. „Ich habe Euch schon erwartet. Mein Name ist Milijan Immerweiß. Ich nehme an, Ihr wollt die Leiche sehen?″ Ohne eine Antwort abzuwarten, schob er den Vorhang zur Seite und forderte sie auf ihm zu folgen. Nikodemus warf einen kurzen Blick auf seine Schülerin, dann ging er voran. Gwedda folgte den Männern. Milijan führte sie durch mehrere kleine Räume, die den verschiedensten Zwecken zugeordnet werden konnten. War der erste Raum eine Art Eingangsbereich gewesen, so führte er sie nun durch Handwerksräume, Küche sowie Wohnräume in den hinteren Bereich des Langhauses. Gwedda sah, dass es hier auch eine Art Zwischenboden über ihnen gab, den man über mehrere Holztreppen erreichen konnte. Sie vermutete, dass die Bewohner des Hauses dort schliefen, denn Schlafstätten hatte sie nicht sehen können. Der hinterste Bereich schien der Lagerung von Lebensmitteln, Materialien und anderen Dingen zu dienen. Gwedda versuchte, so viel wie möglich in sich aufzunehmen, aber die Eindrücke waren recht vielschichtig. Milijan hielt vor einer Ecke des Hauses und schaute auf den Boden. Dann bückte er sich und zog an einer Klappe. Zu Gweddas Überraschung kam eine hölzerne, schwere Luke zum Vorschein. Nikodemus blickte nach unten und dann zu seinem


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