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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Tad Time Teil 3, Jonas M. Light
Jonas M. Light

Tad Time Teil 3


Schatten im Dschungel

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#7
Schattennacht



Es war bereits dunkel, als die beiden jungen Krieger der Saterras zu den Baumleitern schlichen. Normalerweise sorgte eine Wache dafür, dass die Leitern nachts nach oben gezogen waren, und hielt Ausschau nach dem Sargaad. Doch diesmal hatte der Wächter wohl einen Zug zu viel von einer Rauchpfeife genommen und schlummerte vor sich hin.

„Nicht so laut, Sinuu“, flüsterte der zwei Jahre ältere Daamo. „Ansonsten macht uns unser schnarchender Nachtwächter einen Strich durch unseren Ausflug. Es war schon anstrengend genug, ihn dazu zu bringen, ein paar Züge von meiner Rauchpfeife zu nehmen. Das Schlafkraut hat zwar prima funktioniert, aber wer weiß, wie lange es bei ihm anhält.“



Er sah sich nach rechts und links um, aber in den umliegenden Baumhütten war alles ruhig. Nur der Wind säuselte durch die Baumwipfel und erzeugte ein stetiges Rauschen. Daamo zog einen Feuerstein aus seiner Tasche und entzündete mit ein paar Funken eine Fackel, die er vorhin aus einem Bambusrohr und dem Harz eines Feuerbaumes gebaut hatte. Die Saterras nannten den Baum so, weil seine Rinde und das darin befindliche Harz mehrere Tage brennen konnten. Dann ließ er vorsichtig eine der Baumleitern nach unten und begann mit der Fackel zwischen seinen Fingern hinabzusteigen.

Sinuu folgte ihm. Unter ihm erzeugte der Schein der wackelnden Fackel bizarre Schatten, die auf der samtigen Borke eines Mammutbaumes wie Geister hin und her huschten. Nach wenigen Minuten hatten sie als geübte Kletterer den Boden erreicht.

„Was machen wir jetzt?“, fragte Sinuu.

„Wir spüren den Sargaad auf und töten ihn“, antwortete Daamo. Im Schein der Fackel funkelten seine braunen Augen.

„Aber wie sollen wir ihn finden?“

Daamo hielt die Fackel ein wenig höher, damit er Sinuu in die Augen sehen konnte.
„Wir haben das doch vorhin schon alles durchgesprochen. Die Sargaads werden von Licht angezogen. Dort vermuten sie Menschen und damit Beute. Wir machen ein Feuer. Ein großes Feuer. Damit locken wir den Sargaad an. Dann legen wir uns auf die Lauer und greifen ihn aus dem Hinterhalt an, sobald er sich nähert.“

Sinuu nickte. „Sicher, dass wir den Sargaad auch erkennen? Ich meine … er kann ja in jedes Tier und jeden Menschen des Waldes schlüpfen.“ Er schluckte, während er die Worte aussprach.
Daamo bemerkte die Furcht in Sinuus Augen. Er legte die Hand auf dessen Schulter.

„Sieh mir in die Augen“, flüsterte er.

„Aus den Erzählungen von Danjuu weißt du doch, dass ein Sargaad immer am Schattenstaub erkannt werden kann. Kurz bevor er in einen anderen Körper schlüpft, werden die Augen so schwarz wie die Asche eines verbrannten Baumes. In seiner reinen Form dagegen ist er ein schwarzes Monster mit einem Stachelschwanz, der aus seinem Rücken ragt. Er wird natürlich im Kampf immer versuchen, in Tiere zu schlüpfen, die ihm einen Vorteil bringen. Ansonsten nutzt er gerne menschliche Körper, um möglichst nahe an Danjuu und seinen Energieschlüssel heranzukommen.“
Sinuu nickte zögerlich.

„Du brauchst keine Angst zu haben, denn du hast ja mich an deiner Seite.“ Daamo lächelte. „Morgen früh werden uns alle Krieger unseres Stammes als Helden empfangen und die Frauen werden uns zu Füßen liegen.

Sinuus Gesichtszüge entspannten sich. „Dann sollten wir jetzt gehen und dem Sargaad einen feurigen Empfang bereiten.“


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