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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Sieben Tage, Andreas Marti
Andreas Marti

Sieben Tage


Eine psychedelische und spannende Reise.

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ANMERKUNG DES AUTORS: SORRY FÜR DIE MIESE FORMATIERUNG: WENN IHR EINE VORSCHAU DIE DEM TATSÄCHLICHEN SCHRIFTBILD ENTSPRICHT BEVORZUGT, GEHT AUF MEINE WEBSITE: WWW.SIEBENTAGE-DASBUCH.CH


 


UND NUN ZUM BUCH:


 


Prolog: Der Beginn des fast endgültigen, unumgänglichen Endes der Geschichte


 


Er fühlte sich irgendwie benommen… Jeder einzelne Gedanke dröhnte in seinem Schädel. Die Tatsache dass es sich bei diesem Dröhnen in Wirklichkeit um unerträgliche Kopfschmerzen handelte, sollte ihm wohl nie bewusst werden. Dafür war er zu weit von der fühlbaren Realität entfernt. Man könnte seinen jetzigen Zustand am besten mit dem ausklingen eines Trips, sechs Uhr Morgens, nach einem Jefferson Airplane Konzert vergleichen. Vielleicht auch wie auf dem Höhepunkt eines Trips… Schließlich hat sein Gehirn diese unerträglichen Schmerzen zu einem Dröhnen umgewandelt. Wäre er schwach klarer im Kopf gewesen hätte er sich wohl darüber Gedanken gemacht, ob ihm die Schmerzen oder das Dröhnen lieber wären. Er hätte sich eher für die Schmerzen, als für das komplett wahnsinnig machende Dröhnen… Wahnsinnig werden… Wahnsinn… Das Dröhnen ließ etwas nach. Langsam bildeten sich seltsame, farbige Umrisse. Er kam allmählich zu sich. Wo bin ich? stellte sich als den ersten Gedanken heraus, welchen sein Verstand formte. Er hielt das für eine gute Frage. Denn er konnte sich beim besten Willen nicht erinnern. Seine Sicht war noch zu verschwommen um sich auch nur ein ungefähres Bild seiner Lage zusammenzureimen. Doch als er anfing auf die Geräusche um sich herum zu achten dämmerte es ihm allmählich. Klirren… Stimmen, Gelächter… Musik…Jetzt begriff er auch was ihn aus seiner Trance gerissen hatte. Es war das Geräusch das entstand, als die hübsche, blonde Bedienung das schwere Tequila Glas auf den alten Holztisch knallte, auf dem er »seine Augen ausruhte«, wie er sich eigentlich vorgenommen hatte. Die Erinnerung an die Tatsache das er nicht einschlafen, sondern nur »seine Augen ausruhen« wollte kam nicht allein. All die anderen Erinnerungen schossen wie ein heißer, stromgeladener Blitz in seinen Schädel zurück. Es waren zu viele auf einmal. Das Dröhnen wurde wieder stärker. Doch er erinnerte sich an alles. Daran, das er sich vor wohl… weiß Gott wie vielen Minuten einen weiteren Tequila bestellt hatte. Den weiß Gott Wievielten….. Er erinnerte sich, diese Bar betreten zu haben… er erinnerte sich an diesen, seinen schrecklichsten Tag…. An diese… an seine schrecklichste Woche… Die Bedienung versuchte Ihn um das Geld für seinen weiß Gott wievielten Tequila zu bitten. Jedoch ohne Erfolg. Nach dem dritten Versuch öffnete sie, wie es ihre Art war, seine Brieftasche, nahm das benötigte Geld und etwas Trinkgeld, steckte es in ihre Brusttasche und ging davon. ….und erinnerte sich nicht nur an die Pistole in seinem Hosenbund, sondern auch an den Grund weshalb er sie mit sich trug. Seine Sicht verschärfte sich, und die Geräusche gingen von dem Gemisch aus Dröhnen und Stimmengewirr in klare Geräusche über. Geräusche wie sie wohl jeder nüchterne Mensch bei klarem 6 Verstand, in dieser Bar gehört hätte. Klarer Verstand… Das wohl Einzige was er sich zu diesem Zeitpunkt sicher sein konnte, war das er nicht mehr bei klarem Verstand war… Die ganze Bar war in ein angenehmes, freundliches Licht getaucht. Die Tische mussten mindestens dreißig Jahre alt sein. Die Tischplatten machten den Eindruck als würden sie alle paar Jahre einen halben Zentimeter abgeschliffen. Er saß auf einem der alten, wackeligen Stühle an einem Tisch, nahe der großen, halb geöffneten Fensterfront. Er hatte diesen Platz mit der Aussicht auf wohltuende, frische Luft gewählt. Die Bar hatte zwar schon bessere Zeiten gesehen, war jedoch recht gut besucht. Die Leute gingen in diese Bar mit den alten, braunen, rauen Steinmauern um Leute zu treffen, zu trinken und zu feiern. Die Bedienung schien gestresst und machte ein Ges… …und er zog seine Pistole und richtete sie unter dem Tisch auf den Herrn, der gegenüber von ihm an seinem Tisch platz genommen hatte. Er empfand es als einen Segen dass er kurz zuvor etwas von seiner Klarheit zurück gewonnen hatte. Leicht überrascht dass er noch fähig war, seine Waffe derart schnell zu zücken, starrte er sein Gegenüber an. Vor einer Woche wäre er überrascht gewesen, wenn er überhaupt im Stande gewesen wäre eine Waffe zu zücken. Vor allem ethisch. »Guten Abend«, brach sein Gegenüber das Schweigen. Es war wie ein schmerzhafter Riss in seinen Gedanken. Eine klaffende Wunde, entstanden durch das bloße »Guten Abend« seines Gegenübers. Schließlich wurde er sich bewusst, was auf ihn zu kam. Er würde diesem Fremden, diesem älteren Herrn mit seinem klischeehaften schwarzen Anzug, dem Hut und diesem Stock gegenüber treten. Es war so vorausschaubar wie in einem schlechten Film. Sie würden nach Draußen gehen und seine Geschichte würde endlich ein Ende finden. Seine ganz eigene Schreckensgeschichte der letzten sieben Tage… »Wir haben noch eine Rechnung offen«, sagte der Fremde. Er nickte kaum merklich. Eine kurze Pause trat ein. »Ich glaube sie haben mich bereits erwartet«, fuhr der Fremde weiter, »sind sie bereit?« Er starrte den Fremden abschätzig mit seinen benommenen Augen an und ließ ein kaum hörbares, wahnsinniges Kichern verlauten. »Ob ich bereit bin? Die Frage ist, ob sie bereit sind.«, bellte er den Fremden verächtlich an. Er schnaubte. »Na gut. Ich wusste bereits worauf es hinausläuft, als sie sich an meinen Tisch setzten. Ich werde mich stellen. Aber das wird auch für sie der Beginn des fast endgültigen, unumgänglichen Endes werden. 7 Klarheit Eine seltsame Klarheit erfasste seinen Verstand. Eine Klarheit die die Geschehnisse der letzten sieben Tage vor seinem geistigen Auge wie ein Film ablaufen ließ. Seine Erinnerungen begannen da, wo jede handelsübliche Geschichte beginnt. Am Anfang…


 


Sonntag


 


...in diesem Fall an einem Sonntagabend. Er saß in seiner mit einer Galerie ausgestatteten Designer Wohnung, auf seinem ledernen Designer Sofa. Wofür er einen weiteren Teil seines beachtlichen Vermögens sinnlos verprasst hatte. Jetzt stand er da, dieser pechschwarze Klotz von Sofa. Dabei ahnte er noch nicht einmal, dass er bald froh sein würde, wenn er sich in Zukunft das Heineken, das er sich gerade in großen Schlücken einflößte, leisten konnte. Der Fernseher der das ansonsten in Dunkelheit gehüllte Wohnzimmer mit seinem Flimmern versuchte zu erhellen, spuckte nur Schrott aus. Das Flimmern wirkte hypnotisch auf ihn. Seine Augen wurden langsam Müde. Seine aufkommende Abwesenheit nutze er um spontan die letzten Jahre seines Lebens Revue passieren zu lassen. Eigentlich konnte er sich nicht beklagen. Er hatte einen gut bezahlten Büro Job in einer renommierten, international agierenden Firma. Renommierte, international agierende Firma… In seiner Jugend hätte er Kopfschmerzen gekriegt, wenn ihm jemand mit vor Stolz aufgeblasener Brust erzählt hätte, dass er in einer renommierten, international agierenden Firma tätig sei. Jetzt war er Sechsunddreißig Jahre alt… »Doch eigentlich kann ich nicht klagen«, ermunterte er sich selbst. Er hatte eine moderne, große Wohnung. Mit Galerie… Er hatte eine hübsche Frau die alles für ihn tun würde. Sie hatten sich an einer Schickimicki Party die sein Boss zum 25 Jährigen Jubiläum der Firma veranstaltet hatte, kennen gelernt. Sie war damals kurz davor Abteilungsleiterin der Abteilung für Arbeits- und Unfallversicherung zu werden. Er dagegen war einer der Typen, die zu den Klienten reisten und alles versuchten um einen möglichen Versicherungsbetrug aufzudecken. Heute ist er der Leiter dieser Abteilung. Eine menge Leute in seinem näheren Umfeld glaubten ihm fehle noch eine süße Tochter oder einen immer strahlenden Jungen. Doch er war auch ohne Kinder glücklich. Glücklicher… …als mit Kindern. Mit seinem Job hätte er gar keine Zeit für so ein Balg. »Zu was bin ich mutiert?« fragte er sich selbst. Um Punkt 23:00 Uhr riss ihn der aggressive Klang der Titelmelodie der Elf Uhr Nachrichten aus seinen Gedanken. Gelähmt versuchte er die bunten Bilder von sinnlosem Krieg, Verderben, dem dummen, lauen Gesäusel von gewissen Staatsoberhäuptern und den neusten Skandalen über irgendwelche Schöne und Reiche in sich aufzusaugen. Er ließ seinen Blick zu dem Designer Couchtischchen wandern. Schließlich ließ er seinen Blick auf einem in Folie eingeschweißten Kärtchen 9 ruhen. Er griff nach seinem Führerausweis und betrachtete ihn. Auf der Karte war sein Foto, direkt daneben sein Name: Frank Marshall. Frank… Was zum Teufel hat meine Mutter geritten, mir den Namen Frank zu geben. Frank Marshall… Wenn ich den erwische, der sie auf diese bekloppte Idee gebracht hat… Darunter stand seine Adresse, die verriet dass Frank in Los Angeles, CA wohnhaft war. Er seufzte schwer. Die Müdigkeit war ihm ins Gesicht geschrieben. Frank durfte gestern erst seinen Führerschein wieder abholen. Vor drei Monaten wurde ihm der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer entzogen. Gleich nach einer weiteren Büroparty. Diese verdammten Büropartys… Ein Gefühl, ein scheinbar unkontrollierbares Gefühl stieg in ihm empor. Es war warm und tat gut. Es ist das Gefühl, das man in Aussicht auf etwas wirklich Gutes empfindet. Eine Art Vorfreude. Er begann es zu fassen. Dieses Gefühl, das sich auf diesen einen Gedanken beschränkte, der sich mehr und mehr in einen regelrechten Drang entwickelte. Er musste in den Wagen steigen. Er musste fahren, gleiten… Durch die Straßen von L.A. geistern… … Das automatische Garagentor öffnete sich gemächlich. Zu gemächlich... Der Motor seines 250 PS Saab Kabriolett lief bereits. WRROMM ließ der Motor kraftvoll verlauten. WROMM. Frank spielte mit dem Gaspedal. Endlich glaubte er dass das Tor weit genug offen stünde und gab Gas. Mit quietschenden Reifen raste er aus der Tiefgarage und entfloh in die schwüle Nachtluft. Was tue ich hier? Ich fahre mit hundertfünfzig Sachen durch L.A…Was sonst… Er bog, nein, er schleuderte seinen Wagen um die Ecke. Wohltuendes Adrenalin strömte durch seinen Körper. Er versuchte es bis in die hintersten Ecken seines Körpers zu verteilen. Der Wind zerzauste seine 180 Dollar Frisur. Als er jung war, wäre es ihm egal gewesen. Deshalb war es ihm jetzt auch egal. Er überquerte eine Brücke und bog danach nach rechts in die Hauptstraße ein. Die Häuser zogen so schnell an ihm vorbei, das in dem Moment wo sie auftauchten, sie bereits wieder einer unwirklichen, entfernten Vergangenheit angehörten. »Verdammt«, fluchte Frank als er die Anzeige von seinem Tank sah. Wie lange lief er bereits auf Reserve…? Er wollte nichts riskieren und hielt Ausschau nach der nächsten Tankstelle. Ich will nichts riskieren? Und das sagt ein Mensch der mit hundertfünfzig Sachen durch L.A. rast? Nach etwa fünf Minuten Fahrt… er beschränkte sich jetzt auf Tempo 10 fünfzig …fand Frank schließlich eine dieser 24-Stunden Tankstellen. Er fuhr auf das Gelände und parkte seinen Saab neben einer Zapfsäule. Ein Mitarbeiter der Tankstelle kam auf ihn zugeeilt. Er trug eine hellblaue Arbeitskleidung mit Orangen Streifen auf den Schultern und braune, schmutzige Hosen. Seine zerzausten Haare bescherten dem etwa zwanzig Jährigen ein etwas heruntergekommenes und überarbeitetes Erscheinungsbild. Auf seinem blauen Hemd war ein ovaler, weißer Sticker mit roter Umrahmung angebracht. Darauf war der Name Habib gestickt. Frank war sich sicher dass das nicht der Name des ansonsten recht amerikanisch wirkenden jungen Mannes war. Wahrscheinlich hatte er das Hemd eines ehemaligen Mitarbeiters übernommen. Frank stieg aus seinem Wagen und wunderte sich, dass um diese Zeit noch eine Bedienung anwesend war. Habib stellte ihm eine Frage. Woraufhin Frank so etwas wie Volltanken murmelte. Scheisse. Diese Beleuchtung muss heller sein als sonst. Franks Augen hatten Mühe sich an das grelle Licht der Tankstellenbeleuchtung zu gewöhnen. Er ging Richtung Tankstellenshop. »Sesam öffne dich«, befahl Frank und die Glastüren glitten kaum hörbar beiseite. Er konnte sich ein selbstbewunderndes Lächeln nicht verkneifen. Das gesamte Tankstellengelände machte auf ihn einen sehr sterilen Eindruck. Das einzige Unsterile war Habib. Frank kaufte sich eines dieser mit Konservierungsmittel vollgestopften Tankstellen Sandwichs und eine Schachtel Zigaretten. Der Verkäufer hinter der Theke, laut Namensschild Paul, sah aus als hätte der Verwesungsprozess bei ihm bereits eingesetzt. Paul versuchte durch seine Brille mit den fünf Zentimeter dicken Gläsern seinen neuesten Kunden zu erkennen. Er musterte Frank mit offenem Mund. Schließlich gab Paul die Höhe des Wuchers bekannt, der sich auch auf dem Kundendisplay der hochmodernen Kasse präsentierte. Frank bezahlte wortlos und verließ den Shop. Ahhrg............ Frank brach völlig unerwartet vor dem Shop zusammen. Er verlor für kurze Zeit sein Bewusstsein. Als er zu sich kam drehte sich die ganze Welt um ihn herum. Sein Schädel dröhnte. Frank wusste nicht, dass das Dröhnen während der nächsten Tage nicht mehr aufhören würde. Frank hat nicht gewusst dass das der Beginn des fast endgültigen, unumgänglichen Endes war…


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