Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Fantasy Bücher > Shadow Town
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Shadow Town, R.O.Schäfer
R.O.Schäfer

Shadow Town


Die Ankunft

Bewertung:
(277)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
1423
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Amazon
Drucken Empfehlen

»Wo sind meine Eltern? Ich muss zu ihnen.« Aiden versuchte sich wieder hochzustemmen,


aber die Hand der Krankenschwester lag immer noch auf seiner Brust. Ohne


Schwierigkeiten schob sie ihn wieder zurück. In seinem Kopf zuckten Schmerzwellen


und plötzlich musste er sich übergeben. Ein Schwall sauer übelriechender Mageninhalt


ergoss sich auf seine Bettdecke. Kraftlos ließ er sich wieder in sein Kissen fallen. Die


Schwester tadelte ihn nicht, sondern zog stumm die Bezüge von seinem Bett ab und


holte frische aus einem Schrank, der in seinem Zimmer stand. Aiden blickte stumm an


die Decke. Einerseits hatte er Angst um seine Eltern, aber er schämte sich auch für die


Situation, die gerade entstanden war.


»Es tut mir leid ... ich ...« Weiter kam Aiden nicht. Die Krankenschwester lächelte ihn an


und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.


Mit sicherer Bewegung bezog sie sein Bett neu. Dann schaute sie auf das Tablett, welches


sie auf seinem Nachtschrank abgestellt hatte.


»Können Sie mir sagen, wie es meinen Eltern geht?« Er blickte sie bittend an.


Nervös blickte sie im Raum umher. Diese Reaktion löste ein unglaubliches Angstgefühl


in ihm aus.


»Dein Vater wird gleich bei dir sein. Er ist noch bei einer Untersuchung, kann aber


gleich zu dir kommen. Es geht ihm so weit gut.«


Aiden seufzte. Wenn sein Vater gleich zu ihm kommen konnte, war alles wohl noch einmal


glimpflich abgelaufen.


»Ich habe dir hier eine Tablette mit Wasser hingestellt.« Die Schwester deutete auf das


Tablett. »Solltest du die Kopfschmerzen nicht aushalten, dann nimm sie.«


Sie schaute ihn noch einmal an und verließ dann das Zimmer.


Aiden drehte seinen Kopf, so dass er aus dem Fenster blicken konnte. Draußen zogen


Wolken an dem ansonsten azurblauen Himmel vorbei. Wann würden seine Eltern wohl


auftauchen? Während er so noch überlegte, fielen ihm die Augen zu und er sank in


einen traumlosen Schlaf. Es war ihm, als hätte er nur kurz die Augen geschlossen, als


er eine Berührung am Arm spürte.


Er öffnete die Augen und schaute in das Gesicht seines Vaters. Um seine Stirn war ein


Verband gewickelt. Sein Dad schien ansonsten unverletzt, aber seine Augen sagten


mehr als tausend Worte.


»Mutter?«, stammelte Aiden.


Der Griff seines Vaters um seinen Arm verstärkte sich. Er nickte nur stumm und Tränen


liefen ihm über das Gesicht. Aiden glaubte, keine Luft mehr zu bekommen. Dann brach


sich die Luft ihren Weg mit einem Schrei.


Nie würde er diesen Tag vergessen. Es war ihm, als hätte jemand ein Stück aus ihm


fortgerissen.


»Kommst du nun oder muss ich doch alles alleine machen?«


Die Stimme seines Vaters riss ihn aus seinen Gedanken.


Er stand immer noch mit den zwei Koffern in der Hand im Zimmer seines Vaters. Dort


auf dem Nachtschränkchen blickte ihn seine Mutter aus einem Bild freundlich lächelnd


an.


»Ich vermiss dich Mum«, flüsterte er leise, dann ging er hinunter.


Sein Vater hatte währenddessen das meiste Gepäck in seinem Wagen verstaut. Er


blickte seinen Sohn an und nahm ihm die beiden Koffer aus der Hand.


»Wie wir abgesprochen haben. Ich melde mich, wenn ich angekommen bin und du meldest


dich, wenn irgendetwas ist. Ich habe dir genug Geld für die Woche auf den


Küchentisch gelegt und genügend Vorräte sind auch da. Tu mir einen Gefallen und geh


nicht zu spät ins Bett.« Er wuschelte Aiden durch das Haar.


Aiden grinste. »Alles klar Dad. Ich bekomm das schon hin. Brauchst dir keine Sorgen


machen.«


Schweigend blickten sie sich an. Kurz sah es so aus, als würden sie sich in die Arme


fallen. Dann aber drehte sich sein Vater wortlos um, stieg in seinen Wagen und startete


den Motor. Er fuhr die Einfahrt rückwärts hinunter, hupte noch einmal und winkte ihm


zu. Aiden hob seine Hand zum Abschied, dann ging er ins Haus.


 


 


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2020 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs