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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Schlangenfluch 3 , S.B. Sasori
S.B. Sasori

Schlangenfluch 3


Seans Seele

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Sean drückte gegen die Schulter aber es wurde nur schlimmer. Er konnte den Geisterarm von oben bis unten fühlen. Selbst seine Hand schmerzte. Doch am schlimmsten war es am Oberarm, dort, wo das Messer die Muskeln durchstochen und sich das Fleisch schließlich entzündet hatte. Warum musste es ihn ausgerechnet jetzt überrollen? Steckte das Messer noch drin? Da, wo es wehtat, war nichts. Zur Hölle noch mal. Wieder ein Stich. Sean stöhnte vor Schmerz. Konnte ihm niemand das unsichtbare Messer aus dem Arm ziehen? Wahrscheinlich sah es keiner und deshalb half ihm niemand. Sein Lachen klang hohl, doch der einzige, der ihn besorgt musterte, war Raven. „Ich kann dir helfen“, sagte er in seinem leisen, gleichtönigen Singsang. „Du musst mir nur vertrauen.“ Er strich langsam über den Geisterarm. Wo er die Luft streichelte, prickelte es. Sean hielt den Atem an. Was Raven mit ihm machte, tat gut. Auch dass er seinen Arm um ihn legte, war schön. „Was ist hier los?“ Isabells schrille Stimme verstärkte den Schmerz sofort wieder. Raven fluchte leise, es klang wie eine Liebkosung. „Ignoriere diese Frau. Nur solange, bis es dir wieder gut geht.“ Netter Rat. Ließ sich aber nicht umsetzten. Isabell war der Boss. Sie zu ignorieren war mindestens leichtsinnig. Neben ihr stand Henry und Sun trabte ebenfalls zu ihnen. Sean blinzelte gegen die Tränen an. Vor dem Team würde er sich keine weitere Blöße geben. Raven stellte sich vor ihn, dass die anderen keine freie Sicht mehr auf ihn hatten. „Ist es so schlimm?“ „Scheiße, ja!“ Diese Wucht! Wie am Anfang. Er rutschte am Geländer hinunter. Raven kniete sich zu ihm, fasste ihm von hinten ins Haar und zog seinen Kopf in den Nacken. Tief einatmend strich er mit der Nase über Seans Hals. Fühlte sich gut an. Zu intim für Fremde, doch gut. Für ein paar Herzschläge ließ der Schmerz nach. Henry drängelte sich an Bruno vorbei und packte Raven ins Genick. „Hüte dich und beiß ihn.“ Gegen Ravens sanfte Stimme klang Henry, als ob er knurrte. Raven wischte Henrys Hand von sich. „Deine Sorge um Sean ehrt dich. Doch sie ist unbegründet.“ Er strich über Seans Wange, verteilte Nässe. „Ich habe nicht vor, ihm mit meinem Biss zu töten. Ich will ihm nur helfen.“ Der nächste Stich bohrte sich in Seans Fleisch. Sean erstickte sein Stöhnen an Ravens Schulter. „Wir sollten Mr. Mac Laman gewähren lassen.“ Sun? Wer sonst. „Ich würde gerne Zeuge dieses Bisses sein. Eventuell wirkt das Gift eines Hybrides weniger intensiv. Diesem Umstand müssten wir bei der Zusammensetzung von Snaky Tears Rechnung tragen.“ Ein Versuchskaninchen. Mehr war er nicht für Isabell und Sun? Scheiß drauf. Hauptsache die Schmerzen hörten auf. Raven schob seine Hand in Seans Nacken. Sein Daumen streichelte über Seans Kehlkopf. Sanfter Druck, der den Kloß in seinem Hals zum Verschwinden brachte. „Was ich jetzt mache, hätte ich lieber allein mit dir getan, ohne Zeugen.“ Zärtlich glitt seine Stimme über ihn hinweg und nahm dem Schmerz die Spitze. „Bleib in meinem Arm und konzentrier dich nur auf mich. Nichts anderes ist wichtig.“ Leise und sanft ... Die Worte hüllten ihn ein. Ravens Arm um sich, die Hand in seinem Nacken, die fester zugriff. „Keine Angst“, wisperte er. „Genieße es.“ Weiche Lippen, warm und anschmiegsam an seinem Hals. Kein Biss. Nur ein sanfter Kuss. So schön, so wohltuend. Sean ließ sich in die Berührung fallen, wie in ein weiches Bett. Wieder ein Kuss, diesmal pressten sich Ravens Lippen fester auf seine Haut. Saugte sie in seinen Mund, neckte sie mit seiner Zunge. Bruno lachte albern. Henry sagte immer wieder, dass er es für eine beschissene Idee hielt. War es nicht. Es war eine wundervolle Idee. Ravens Küsse, unsagbar zärtlich. Sie hinterließen prickelnde Spuren auf Seans Haut. „Steht dein Angebot noch, dass ich dich vögeln darf?“ Raven durfte dabei nur nicht mit küssen aufhören, dann würde er es trotz Brennen im Arm hinbekommen. Mit breiter Zunge leckte Raven über Seans Kehlkopf, blies dann sanft darüber. „Liebe mich erst, wenn der Schmerz verschwunden ist.“ * Herbe Minze. Beinahe zu bitter. Aber nur beinahe. Raven fuhr mit der Nase über Seans Kinn, über den Hals, rieb Seans köstlichen Duft an seine Wange, schmeckte ihn auf seiner Zunge. Er wollte ihn beißen, dringend. Die Sehnsucht danach rauschte in seinem Blut, verdrängte alles andere. Sean stöhnte, als Raven die Lippen auf seinen Kehlkopf presste. Er schmiegte sich in seinen Arm, hielt die Augen geschlossen. Dass er noch Schmerzen hatte, verriet nur seine sich verzerrende Miene, doch sobald er ihn küsste, entspannte sie sich wieder. Das Grübchen zwischen den Schlüsselbeinen, über den Hals, bis zu dem Puls. Überall feste Küsse, die ihn vom Schmerz ablenkten. Seans Puls klopfte gegen seine Lippen. Sein eigenes Herz passte sich dem fremden Rhythmus an. Sean rührte sich nicht, hielt nur den Atem an. Ganz langsam versenkte er seine Zähne in Seans Haut. Bittersüßer, warmer Genuss. Unvergleichlich. Der harte Herzschlag an seinen Lippen verriet Angst. Raven streichelte über die harten Nackenstränge, bis sie sich entspannten. Noch einen Schluck. Köstlich und berauschend. Sein eigenes Aufstöhnen mischte sich mit dem boshaften Lachen irgendwelcher Kerle, die sich unter die spitzen Absätze dieses Weibes kauerten. Unwichtig. Bis auf den Mann in seinem Arm verdrängte Raven alles aus seinem Bewusstsein. Träge neigte Sean den Kopf zur Seite. Noch einmal in Wärme und Nähe eintauchen. Ein letztes Mal. Wenn er jetzt nicht aufhörte, würde er den Iren gefährden. Was für einen Überwindung, die Zähne aus dieser Köstlichkeit zu ziehen. Kleine Blutstropfen perlten aus den Bissstellen. Raven nahm sie vorsichtig mit seiner Zungenspitze auf. „Mach weiter.“ Sean tastete nach ihm, erwischte seine Schulter und zog ihn wieder zu sich. „Los. Mach das noch mal.“ „Es ist genug.“ Ein sanfter Kuss auf diese Lippen, deren Bitte er gern nachgekommen wäre. Wenn es nicht Seans Todesurteil besiegelt hätte. „Gleich tut dir nichts mehr weh. Gleich hast du keine Sorgen mehr.“ Er verteilte das Blut, das er Sean auf den Mund geküsst hatte, mit dem Finger. „Das stammt von dir. Du bist lecker.“ Sean leckte sich die Lippen, runzelte die Stirn. Dann lächelte er entspannt. Es begann zu wirken. Glücklicher Sean. Er war zu beneiden. „Woher wissen Sie, wann Sie aufhören müssen?“ Chen Sun kniete sich neben ihn. „Erfahrung oder Reflex?“ „Intuition.“ Die ihn gerne auch mal zum Narren hielt. „Ich dachte, du kennst dich mit meiner Spezies aus?“ „Schon, doch bis jetzt konnte ich mich nie mit einem Wesen wie Ihnen unterhalten. Spezies S78 spricht nicht.“ „Was tut sie dann? Grunzen?“ Wie beschämend. David hatte gewimmert und gefaucht. War Samuels und sein Vater auch nur zu solch primitiven Lauten in der Lage gewesen? Was hatte Mia nur an einem Monster wie ihm finden können? Vorsichtig lehnte er Sean ans Treppengeländer. Lieber hätte er ihn weiter im Arm gehalten. „Mein Blut tanzt.“ Sean fuhr sich mit der Hand über den Hals. Sein Lachen war leise, klang erleichtert und glücklich. „Es fühlt sich an, als ob überall in mir kleine Strudel wären.“ Das kantige Weib mit dem schönen Namen kam näher. Mit lauerndem Blick musterte sie Sean, dann ihn. Gedanklich biss er ihr in die Kehle und schüttelte sie so lange, bis ihr Körper schlaff von seinen Lefzen hing. Falsche Assoziation. Er war kein Wolf und sie kein Kaninchen. Trotzdem hatte dieser Gedanke etwas Befriedigendes. Ihr nach künstlicher Süße stinkendes Parfum besudelte Seans intensiven Duft nach Lust. „Wird es Sean überleben?“ „Dieses Mal schon.“ Doch zu oft wiederholen durfte er es nicht. Wie schade. Nach Sean könnte er süchtig werden. Der Geschmack des Iren haftete noch an seinen Lippen und füllte seinen Mund aus. Dieser Mann war für ihn. Nur deshalb war die Hexe hier, um ihm Sean zu bringen. Raven lächelte über seine Naivität, aber die Vorstellung tröstete über diese groteske Situation hinweg. Sean streckte sich seufzend. Seine Finger tanzten über die Leiste seines Hemdes und schon war da seine nackte Haut. Was für geschickte Finger. Würden sie ihn ebenso flink öffnen? Oder würden sie ihn langsam dehnen? Raven brach der Schweiß aus. Seans Erregung zog an ihm, wollte gestillt werde. „Ich habe ein nettes Pochen im Schritt. Wäre schön, wenn sich jemand draufsetzen könnte.“ Sean spreizte die Beine, rieb seufzend über die wachsende Beule. „Interessenten?“ Sein Hemd verrutschte und entblößte ein Tattoo. Über sein Herz wachte ein Adler mit einem menschlichen Arm. Die Faust hielt einen Dolch hoch in die Luft. Ein schönes Bild. Es passte zu Sean. Raven legte seine Hand darauf. Irgendwo dahinter verbarg sich Seans Seele. Er musste sie nur noch einfangen. „Du gehörst mir, Ire.“ „Was faselst du da?“ Henry packte ihn an der Schulter. Raven stieß seine Hand weg. „Lass mich bei ihm sein oder willst du ihn jetzt allein lassen? Du weißt nicht was du tun musst, wenn ihn Krämpfe schütteln und sein Blut aus Augen und Mund quillt.“ Das war zwar noch nie bei einem seiner Opfer vorgekommen, aber das wusste Henry ja nicht. Der sah zuerst ihn, dann Sun erschrocken an. „Kann das passieren, Quacksalber?“ „Nun ... eigentlich ...“ Sun hob ratlos die Hände. „Das Symptom des Blutspuckens ist mir in diesem Zusammenhang nicht geläufig aber sollte Mr. Mac Laman eine Fehldosierung unterlaufen sein ...“ Mit geblähten Wangen sah er zu Isabell. „Ungefährlich ist das nicht. Auf jeden Fall muss sich jemand in den nächsten Stunden um ihn kümmern.“ Wie aufs Stichwort stöhnte Sean laut auf. Allerdings klang es viel mehr nach Lust als nach Qual. Henry tippte Isabell auf die Schulter. „Ich mach mir Sorgen um ihn. Er ist nicht er selbst. So kenne ich ihn überhaupt nicht.“ Henry irrte sich. Sean war er selbst. Wie er zärtlich über seinen Bauch streichelte, wie er über seine Erektion rieb. Noch verbarg sie sich in der Jeans. Doch das würde er nicht lange aushalten. Sollten die Fatzken empört schnauben, sollten sie zotige Sprüche aus ihren hässlichen Mündern kriechen lassen. Sean war in diesem Augenblick das Schönste, was er jemals gesehen hatte. Gefangen in seinen Gefühlen, dem Willen jedes Menschen ausgeliefert, der ihn jetzt nehmen würde. „Isabell?“ Henry tippte sie wieder an. „Bitte, lass ihn allein.“ Okay, Henry war als Mensch akzeptabel. Der Rest von ihnen nicht. Henry registrierte sein nur angedeutetes Nicken, das ihm für sein Eingreifen dankte. „Dies alles hier ...“ Suns Geste zog einen Kreis um Sean und Raven. „... ist für unsere Pläne zweckdienlich, Isabell.“ Seinen vielsagenden Blick erwiderte die Frau mit einem kurzen Zucken ihrer schmal gezupften Braue. „Du willst die beiden allein lassen? Obwohl sich Sean im Moment nicht gegen den Hybrid wehren kann?“ „Denkst du ich töte ihn?“ Das Fauchen kam spontan aus seiner Kehle. „Wenn jemand wegen mir stirbt, dann du.“ Isabell wich zurück. Erkannte sie endlich, dass sie mit einem Monster spielte? Ihr Nasenflügeln zuckte. Zögernd winkte sie Sun näher und flüsterte mit ihm. Warum löste sie sich nicht mit dem Rest dieser Pest in Luft auf und ließ Sean allein zurück? Geborgenheit fern von sensationsgierigen Blicken. Das brauchte Sean jetzt. Und die Chance, die Lust kommen und gehen zu lassen, die dabei war, seine Jeans zu sprengen. „Raven!“ Sean stöhnte auf, schlang den Arm um seinen Hals. „Bring mich hier weg.“ Er schmiegte sein Gesicht an Ravens Wange, kratzte seinen Duft dabei in Ravens Haut. Ob sie ihn anstarrten oder nicht, er musste diese bittenden Lippen küssen. Sie öffneten sich sofort. Minze, wilde Lust und eine viel zu nahe Ekstase. Er verwöhnte Seans Mund zärtlich und sanft, vielleicht beruhigte sich der Ire etwas. Zögernd ließ sich Sean darauf ein, nahm Ravens Küsse wie kostbare Geschenke behutsam entgegen. Doch mit jedem Spiel ihrer Zungen, mit jedem kleinen Biss in die Lippen ging Seans Atem schneller, bis er sich keuchend zurückzog. „Ich kann nicht mehr.“ Sean atmete immer lauter. „Ich komme gleich von allein, aber das will ich nicht. Nicht hier.“ Pralle Lust. Raven erfühlte sie zwischen Seans Beinen. Gleich würden die Wellen über ihm zusammenbrechen, doch der Giftrausch war zu kostbar, um ihn vor geifernden Zeugen zu durchleben. Er half Sean hoch und legte sich seinen Arm um die Schultern. „Erschieß mich, Isabell. Aber dann kannst du mein Gift vergessen. Tote produzieren nichts.“ Jemand murmelte stumpfsinnige Kommentare. Isabell fluchte leise, doch niemand folgte ihnen. Sean stützte sich schwer auf ihn. Bis sie die Treppe erklommen hatten und endlich zurück in seinem Zimmer waren, keuchten sie beide vor Anstrengung. „Willst du aufs Bett?“ Sean schüttelte wild den Kopf und warf sich mit dem Rücken an die Tür. „Mach schon. Schnell.“ Seine verlockend zuckende Erektion befreite sich beinahe allein aus der Hose. Sie war schön. Wie Seans Locken, wie sein Gesicht. Wie die Lippen, die sich öffneten und mit leisem Stöhnen um Küsse baten. Raven liebkoste sie sanft mit der Zungenspitze. Ihre Feuchtigkeit mischte sich mit seiner, ihr Geschmack veränderte sich in jedem Moment. Intensive Lust. Raven schmeckte sie auf Seans Lippen, auf seiner Zunge. Sean berührte sich, strich ein paar Mal über seine Härte. Viel zu schnell und viel zu grob. „Warte.“ Er hatte Seans Lust zum Überkochen gebracht. Es war nur fair, wenn er ihn auch erlöste und er würde es sanft tun. Nicht hektisch und wild. Ganz behutsam, langsam, damit der Rausch Zeit hatte, sich bis in die letzte Faser dieses wunderschönen Körpers auszubreiten, um dann wie eine Lawine über ihn hinwegzurollen. Die rauen Härchen, die hart werdenden Brustwarzen, alles verführte seine Zunge, Sean zu verwöhnen. Wie lange war dieser Mann nicht mehr zärtlich berührt worden, dass sein Flüstern so sehnsuchtsvoll klingen konnte? Bitten um Küsse, Bitten um eine schnelle Erlösung und um Dinge, für die es längst zu spät war. Nur mit den Fingerspitzen strich Raven um den Nabel, zog Kreise, die tiefer wanderten. Sean stöhnte, lehnte seine Stirn an Ravens Schulter. Seine Haare streichelten weich über Ravens Wange. Er gab sich ihm hin. Wie früher Samuel. Was für ein Gefühl, der Wächter über eines anderen Menschen Lust zu sein. Ihn jetzt beschützen zu können, mit ihm den Rausch zu genießen. Es war gleichgültig, was danach geschah. Raven fuhr mit den Fingern über die prall hervortretenden Adern bis vor zur Spitze. Das kleine, straffe Häutchen, die winzige Kuhle, aus der bereits Tropfen austraten. Er verteilte sie auf der zarten Haut. Sean duftete immer stärker nach Erregung. Raven tauchte seine Nase in die Locken. Sie waren nass vor Schweiß. Gleich, wenn er genug Duft inhaliert, wenn er genug fremde Lust genossen hatte, würde er ihn erlösen. Sean keuchte, warf den Kopf in den Nacken. Lustvoll geöffneten Lippen. Raven küsste sie. Zuerst zärtlich, dann wilder. Sean kämpfte in seinem Arm, doch er rieb ihn langsam und viel sanfter, als seine Küsse waren. Wild, beinahe grob erwiderte sie Sean. Bisse in seine Lippen, gieriges Saugen. Seans Mund glühte, ebenso wie der Rest seines Körpers. Raven leckte über das kratzige Kinn, über den Kehlkopf. Tiefe, animalische Laute drangen daraus hervor. Er presste sich an Seans Unterleib, spürte das erregte Zucken an seinem eigenen. Morgen würde sich Sean kaum noch hieran erinnern. Vielleicht würde er sich schämen, vielleicht würde er ihn dafür hassen. Bitter und sperrig ließ sich dieser Gedanke nicht schlucken. Nie wieder nach so innig geteilter Nähe, wollte er in hart blickende Augen sehen müssen, die ihn verurteilten. Für was? Dafür, dass er sie kurze Zeit vorher vor Lust hatte glühen lassen? Sean sah ihn mit brennendem Blick an. Seine Hand umschloss Ravens Finger, drückte sie fest um sich zusammen. Langsam näherten sich seine Lippen, legten sich sanft auf seinen Mund. Zärtliche, tiefe Küsse. Sie nahmen ihm den Atem, trieben ihn nah an die eigene Erlösung. Doch bei sich selbst blieb Sean nicht sanft. Rücksichtslos zwang er Ravens Hand, ihn zu nehmen. Seine maßlose Erregung, die beißende Glut und dennoch das Sehnen nach Zärtlichkeit. Alles schmeckte er in Seans Küssen. Ein letzter, fester Druck. Warme Nässe, die an seinen Unterarm spritzte. Sean stöhnte erlöst auf, glitt erschöpft an der Wand hinab und zog ihn mit sich. Noch einmal presste Sean seine Lippen auf Ravens und küsste ihm den Schauer der sich erfüllenden Lust in den Mund. Nähe. Absolut und leidenschaftlich. Dieser Moment gehörte ihnen. Er durfte nicht vorbeigehen. Seans Hand glitt zwischen Ravens Beine. Sie ließ sich Zeit damit, alles zu erfühlen, was die Jeans prall ausfüllte. „Ich würde mich gern bei dir revanchieren“, murmelte er träge. „Aber dazu bin ich zu müde.“ „Dann solltest du schlafen.“ Der Giftrausch forderte seinen Tribut und Sean hatte ihn intensiv zu spüren bekommen. Um sich selbst würde sich Raven später kümmern und dabei von Sean träumen. „Schlafen?“ Schon fielen Seans Augen zu. „Mach ich. Bist du morgen noch da?“ „Ich bin euer Gefangener.“ Wo sollte er also hin? Sean runzelte die Stirn und schüttelte seufzend den Kopf. „Tut mir echt leid. War nicht meine Idee.“ Nein, das war es sicher nicht gewesen. Er hievte Sean auf die Beine und führte ihn zum Bett. „Träum von mir, mein schöner Ire.“ Sean grunzte etwas und rollte sich sofort zusammen. Die Versuchung, sich neben ihn zu legen, seinen Duft noch länger zu genießen und schließlich einzuschlafen, war groß.



 


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