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> Fantasy Bücher > Saphirrot (Kurzgeschichte)
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Saphirrot (Kurzgeschichte), Sven Rübhagen
Sven Rübhagen

Saphirrot (Kurzgeschichte)


Das Denkmal der weißen Drachen

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1. Mondschein im Tal Das Tal lag ruhig da. Es war tiefste Nacht und sternenklar. Uradrahn hatte sich auf einem hoch gelegenen Plateau niedergelassen, von wo aus er das gesamte Tal überblicken konnte. Unter ihm auf der Ebene lagen weiße Drachen, in deren Schuppen sich das Mondlicht brach, sodass sie aussahen wie funkelnde Diamanten. Erst vor wenigen Tagen waren sie angekommen. Uradrahn schnaufte und schloss die Augen. Die Aufregung hatte ihn bisher nicht schlafen lassen, nun aber kam der Schlaf doch, denn er war unendlich erschöpft. Ein Geräusch riss Uradrahn aus den Träumen. Der alte Drache öffnete die Augen und horchte angespannt in die Nacht. Der Laut wiederholte sich und Uradrahn hob alarmiert den Kopf. Er drehte sich einmal schwerfällig um die eigene Achse, dann erkannte er einen schattenhaften Umriss, der auf dem Plateau aufgetaucht war. »Uradrahn, schläfst du schon?« Uradrahn ließ zur Antwort ein kurzes Schnauben hören, dann trat er näher an den Schatten heran. Es war Sahnima, seine Gefährtin, einer der Drachen des Volkes. »Es ist ein schöner Ort«, stellte sie fest und ihre Stimme klang dabei hell und weich. Uradrahn sah sie aufmerksam an. Sahnima rieb ihren Kopf an seinem. Sie war ebenfalls alt, aber wenn man ihr in die Augen sah, erkannte man ein so reines Blau, dass man sich darin verlieren konnte. Ihr Blick strahlte Macht aus. Sahnima schlug ein paarmal mit den Flügeln und schnaufte energisch, sodass der Sand auf dem Plateau in dichten Staubwolken einfach fortgeblasen wurde. »Mir scheint es fast so, als wäre dieser Ort wie für uns gemacht.« Uradrahn sah seine Partnerin aufmerksam an. Er reckte seinen langen Hals zum Sternenhimmel empor. »Wir haben noch nicht viel von diesem Fleckchen Land gesehen. Gut möglich, dass es auf diesem Kontinent noch bessere Orte gibt als diesen.« Sahnima ließ ein amüsiertes Lachen hören, was in Uradrahns Ohr wie eine sanfte Sommerbrise klang. »Mit Fleckchen meinst du wohl, dieses Tal hier vor uns, die wir gefunden haben, richtig?« Uradrahn sah Sahnima aufmerksam an. »Ich habe etwas gespürt«, sagte Uradrahn und aus den Augenwinkeln erkannte der Drache, dass seine Gefährtin ihn interessiert musterte. »Es war so, als wenn mich eine mächtige Kraft gerufen hätte«, fuhr Uradrahn fort. Sahnima schnaufte, ehe sie erwiderte: »Ich dachte schon, ich wäre die Einzige gewesen. Es war wie eine stumme Stimme, die uns rief, richtig?« Uradrahn ließ sich auf den Boden nieder und legte den Kopf auf seine Krallen. »Es ist kein Zufall, dass wir hier gelandet sind, Sahnima.« Uradrahn wusste, dass er am nächsten Morgen dringend etwas zu besprechen hatte.


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