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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Rosi, Blue und Apfelgrün II, Elena Henschke
Elena Henschke

Rosi, Blue und Apfelgrün II


Die unterirdische Schule des Schreckens

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Sie waren unter der Erde, daran gab es keinen Zweifel. Ringsum roch es nass und modrig. Neugierig und ängstlich tasteten sie den Stoff, auf dem sie gerade lagen, ab: Es war blutroter Satin. Sie schienen in einer rechteckigen Kiste gelandet zu sein, deren Seitenwände für die kleinen Stifte zu hoch waren, um ihnen das Herausschauen zu erlauben.


"Das ist der Nachteil, wenn man so winzig ist. Nicht, dass wir jetzt hier gefangen sind und nichts unternehmen können!", knurrte Apfelgrün gereizt.


 


Fieberhaft überlegten sie, wie sie die Seitenwand erklimmen konnten, doch es war kein einfaches Unterfangen, denn der Stoff und ihre Plastikkörper waren zu rutschig, doch auch diese ihre kläglichen Versuche wurden jäh unterbrochen. Plötzlich zeigte Apfelgrün mit den vor Schreck weit geweiteten Augen nach oben: Über ihnen hing ein durchsichtiges grünliches Gespenstergesicht mit hohlen Augen. Damit nicht genug griff nun auch etwas wie eine Hand von derselben Beschaffenheit nach ihnen. Zum Glück fanden sie eine Falte im Stoff, hinter der sie sich vor dem Monster leidlich verstecken konnten.


"Ich könnte schwören, dass in diesem Sarg sich etwas bewegt hat", sagte eine hohl scheppernde Gespensterstimme zu jemand anderem.


"Wir sind im Sarg! Weißt du, was das bedeutet?!", flüsterte Blue ent-setzt seinen Freunden zu. "Sie machen das Ding zu und begraben uns und keiner wird je wissen, was mit uns passiert ist!" Er spürte, wie das pure kalte Entsetzen mit seinen unsichtbaren Füllern sich seines Inneren bemächtigte.


"Mach es halblang, Kumpel", antwortete durch den Stoff gedämpft Apfelgrün. "Verfasse nicht gleich dein Testament! Mal sehen, was sie überhaupt vorhaben."


"Soll ich den Deckel auflegen?", fragte inzwischen das grüne Gespenst seinen „Kollegen“.


"Warte damit! Seine Durchlaucht hat einen offenen Sarg bestellt", ant-wortete eine andere, nicht minder gespenstische Stimme, der ein gewisses unheimliches Heulen beigemischt war.


"Das heißt, das ist ein Sarg für jemanden, der schon gestorben ist", flüsterte Blue.


"Oder für jemanden, der gleich sterben wird", meinte Apfelgrün mit finsterer Miene. "Wir müssen hier raus!" Doch die anderen konnten seine letzten Worte gar nicht hören, denn ein ohrenbetäubendes Poltern dämmte plötzlich alle anderen Geräusche ein. Der Sarg setzte sich in Bewegung auf etwas, das sich für die Stifte wie ein extrem holpriger Weg anfühlte. Nach einer Weile, die den Stiften wie eine Ewigkeit vorkam, hielt der Sarg in einem etwas heller erleuchteten Raum an. Die Decke war allerdings auch hier rau und mit Spinnweben verhangen.


 


"Fein, die Camorras", donnerte direkt neben ihnen eine stechende, ins Mark und Bein gehende Stimme, die den Stiften durchaus bekannt war und ihnen gleich das Blut in den Adern gefrieren ließ - das war die Stimme des gefürchteten Fürsten. Zum Glück hielt das Scheusal es nicht für nötig, das Innere des bestellten Sarges auch nur eines Blickes zu würdigen.


Die drei hüllten sich mit angehaltenem Atem noch tiefer in die Falten des Stoffes hinein. Nach einer Weile begann der Raum, in den sie im Sarg gebracht worden waren, sich mit Stimmen zu füllen.


Auch diese Stimmen kamen ihnen vertraut vor: Sie gehörten ihren dunklen Schulkameraden an. So konnten sie das dumpfe Maulen von Braun und die unangenehm schrille Stimme von Lila aus dem allgemeinen Chor heraushören: Sie mussten im Klassenraum der berühmt berüchtigten "Schule des Schreckens" angelangt sein!


Nun wollten die kleinen Stifte unbedingt etwas sehen. Da niemand von ihnen aus eigener Kraft am rutschigen Stoff nach oben klettern konnte, beschlossen die Jungs die etwas leichtere Rosi mit vereinten Kräften nach oben zu heben, damit sie die Lage erkunden konnte. Und nach einigen Versuchen war das ihnen gelungen: Rosi lugte nun genau ein Stückchen über den Rand des Sarges hinaus. Zuerst konnte sie nur Schwarz sehen, denn der Fürst, wie immer von Kopf bis Fuß in Schwarz gehüllt, stand direkt davor, den Rücken zu ihnen gekehrt. Doch dann trat er zur Seite und gab Sicht auf etwas, das auf den ersten Blick wie ein Klassenraum aussah, frei. Wie in jedem normalen Klassenraum standen auch hier Schulbänke und an der Wand gegenüber hing eine scheinbar normale schwarze Schultafel, doch da hörte die Ähnlichkeit auch schon auf.




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