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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Rauklands Blut, Jordis Lank
Jordis Lank

Rauklands Blut


Raukland Trilogie Band 3

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   Im Schritt ließ Ronan den Hengst zum Kreidkopf hinaufgehen. Warmer Pferdegeruch stieg zu ihm auf. Gismo unter ihnen atmete schwer, für ihn war der Aufstieg mit zwei Personen eine anstrengende Sache.


   „Was habt Ihr mit mir vor?“, fragte die junge Frau vor ihm zum bestimmt zehnten Mal.


   Ronan schwieg.


   „Was habt Ihr mit mir-“


   „Das kann ich Euch nicht sagen!“, knirschte Ronan endlich. „Und jetzt –“


   „Könnt Ihr nicht, oder wollt Ihr nicht?“


   Ronan holte tief Luft, legte den Kopf in den Nacken und atmete geräuschvoll aus.


   „Seid Ihr der Anführer?“


   „Seid still.“


   Mehrere hundert Fuß legten sie schweigend zurück.


   Endlich wurde der Weg ebener.  An einer breiten Stelle hielt Ronan an, um Gismo verschnaufen zu lassen. Ruhig und dunkel lag das mondbeschienene Tal unter ihnen.


   „Wisst Ihr, wer ich bin?“, wollte die junge Frau wissen.


   „Ihr seid die Prinzessin von Angent“, sagte Ronan. „Jetzt zufrieden?“


   Einen kleinen Moment blieb sie still.


   „Ich heiße Hannah“, sagte sie dann.


   Hannah von Angent, also. Ronan rieb sich die Nase. Ihre Haare kitzelten ihn.


   „Seid Ihr Ronan Carinn?“


   Er sagte kein Wort, aber sie schien die Verwunderung in seinem Schweigen zu spüren, denn als sie erneut sprach, war ihre Stimme sanft und beinahe traurig. „Ich wusste, dass ich die Stimme des anderen Mannes bereits gehört hatte. Euer Lehrmeister Zhodan, nicht wahr?“


   Ronan riss die Augen auf. „Woher wisst Ihr das?“


   „Euer Vater und Zhodan haben nicht nur einmal mit meinem Vater verhandelt. Eure Stimme hingegen habe ich noch nie gehört.“


   „Ich war nie dabei.“


   „Ich habe meinem Vater einmal gesagt, dass es nur dann Frieden zwischen Angent und Raukland geben würde, wenn ich Rauklands Königssohn zum Mann nehme“, sagte Hannah auf einmal.


   Ronan starrte auf ihren Hinterkopf.


   „Was Vater sagte, war, dass er sich lieber eigenhändig eine Axt ins Bein schlagen würde, als mich in den Händen eines solchen Barbaren zu wissen.“ Sie seufzte leise. „Er versprach mir einmal, dass ich heiraten dürfte, wen ich wollte, wisst Ihr. Wenn mich denn einer will.“


   „Ihr seid die Prinzessin von Angent“, sagte Ronan.


   „Heißt das, ich darf nicht aus Liebe heiraten?“


   „Das heißt, es wird viele Männer geben, die Euch wollen.“


   „Die meisten wollen die Prinzessin von Angent“, murmelte sie. „Und nicht Hannah.“


   Gismo stolperte und warf sie beide nach vorn. Hannahs Gewicht hing an Ronans Armen, bis sie sich aufrichtete und die Finger erneut in Gismos Mähne wand. Er konnte spüren, wie sie zitterte. Die Nacht war kühl und sie trug nichts weiter als ihr dünnes Kleid. Nicht einmal Schuhe hatte sie. Mit bloßen Füßen und nackten Beinen umklammerte sie den Pferdeleib. Nach dem langen Ritt war das Reiben von Gismos Fell nicht angenehm, aber sie beklagte sich mit keinem Wort.


   „Nicht mehr lange, und wir sind da“, sagte Ronan leise.


   „Und was geschieht dann mit mir?“


   Ronan seufzte tief. „Das kommt allein auf unsere beiden Väter an.“


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