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> Fantasy Bücher > Rabena - Gefahr für den Hexenwald
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Rabena - Gefahr für den Hexenwald, Andrea Becker
Andrea Becker

Rabena - Gefahr für den Hexenwald



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Dürfen Hexen Schokolade essen? Nein, bestimmt nicht, dachte Rabena und schob zögernd ein Stück in den Mund. Süß und zart schmolz es auf ihrer Zunge. Was für eine Überraschung! Hastig ließ sie den Rest der Tafel in ihrer Tasche verschwinden und schaute sich verstohlen um. Niemand da, der sie bemerkte. Die Bewohner des Hauses saßen wie jeden Morgen drinnen am Tisch und andere Hexen, die sie womöglich verraten könnten, lebten nicht in der Nähe.
Tagelang hatte Rabena die Anderen in dem alten Forsthaus mit der angrenzenden Scheune und dem Pferdestall beobachtet. Die Anderen, das waren die Menschen, die nicht wie Hexen zaubern und fliegen konnten. Die sie nur von Erzählungen kannte und im Forsthaus zum ersten Mal gesehen hatte.
In der Schule hatte sie ein paar Sachen über die Anderen gelernt, einige Zeichnungen von Dingen gesehen, die sie benutzten. Aber sie hatte nicht immer aufgepasst, viel spannender fand sie es, mit magischer Tinte Katzen ins Schulheft zu malen, die dann auf dem Tisch herumtollten. Mit den Anderen wollten normale Hexen jedenfalls nichts zu tun haben.
Es gab unendlich viele Geschichten über sie, welche zum Lachen oder zum Fürchten, rätselhafte, spannende und lehrreiche. Die Hexen waren in diesen Geschichten immer die Klugen und Guten, die Anderen die Bösen und Dummen. Was jedoch stimmte und was erfunden war, davon hatte Rabena keine Ahnung.
Um das herauszufinden, war sie hier. Sie wollte den Sohn der Försterfamilie kennenlernen. Sie musste dringend mit ihm reden – und das, obwohl sie noch nie mit einem Jungen und schon gar nicht mit einem der Anderen geredet hatte. Aber in Momenten größter Gefahr muss man sich eben überwinden. Außerdem gab es hier jede Menge Dinge, die in ihren Schulbüchern nicht vorkamen und die sie ungeheuer spannend fand. Als junge Hexe durfte sie eigentlich nichts anfassen, mitnehmen oder probieren. Eigentlich ......
Sie wartete darauf, dass die erwachsenen Anderen wie jeden Morgen das Haus verließen. Die Frau goss erst die zahllosen Blumentöpfe. Dazu trug sie ein biegsames, endlos langes Rohr, aus dem unablässig Wasser strömte, von Topf zu Topf. Die nutzlosen Blumen bekamen ebenso etwas ab wie die vielen duftenden Kräuter. Die Wasserquelle musste in der Hauswand sein und ließ sich verstopfen, wenn die Frau fertig war.
Kurz darauf fuhren die beiden Erwachsenen in ihren Wagen davon. Obwohl sie darüber gelesen hatte, dass die Anderen sich in Benzinkutschen fortbewegten, war Rabena am ersten Tag voller Panik weggerannt, als ein Motor gestartet wurde. Inzwischen hatte sie sich daran gewöhnt, dass die Anderen Krach machten, ohne dass gleich Gefahr drohen musste.
 Der Junge versorgte die beiden Pferde mit Heu, holte dann das Gestell aus Metallstangen mit zwei Rädern aus der Scheune und fuhr darauf fort. Merkwürdig. Obwohl er die Füße nicht mehr am Boden hatte, fiel er nicht runter. Ob die Anderen doch ein bisschen zaubern konnten? Rabena wäre jedenfalls für ihr Leben gern auch mal auf diesem Metallding gefahren. Faszinierend fand sie, dass er auf einem kleinen Sitz statt direkt auf der Stange saß. Vielleicht könnte sie den ja auf ihren Besenstiel klemmen, das wäre sicher viel bequemer. Was wohl Dina sagen würde, wenn sie auf einem Besen mit Stangensattel angeflogen käme? Und erst ihre Mutter? Rabena kicherte. Undenkbar. Oder?
Wenn die Anderen fortfuhren, war der Hof stets für ein paar Stunden verlassen. Sie sah sich nach allen Seiten um und ging vorsichtig auf das Haus zu. In ihrer Gürteltasche hatte sie ein paar Rabenfedern, die sie auf dem Hof verstecken wollte, um den Ort empfänglicher für ihre Magie zu machen.
Mit den Raben war sie schon ihr ganzes Leben verbunden. Das nervtötende Geschrei der schwarzen Vögel hatte ihre Mutter während ihrer Geburt so wütend gemacht, dass sie kaum etwas von den Wehen spürte. Starke Tiere, die sich auch von den Flüchen und Verwünschungen einer mächtigen Hexe nicht beeindrucken ließen.


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