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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Peronya, Stefanie Bernardowitz
Stefanie Bernardowitz

Peronya


Die Geschichte eines Krieges

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Kurz vor dem Eintreffen der gegnerischen Truppen erreichten die Schiffe des Sultans die steinige Küste Peronyas, wo eine tiefe Wolkendecke die Sicht über die dahinterliegende Grassteppe erschwerte. Zu allem Unglück wehte ein heftiger Wind und Regen kündigte sich an.


Nichts jedoch kam an den Anblick der beiden Reiter auf ihren Schlachtrössern heran, die am Ufer auf den Sultan und seine Männer warteten. Der König von Peronya machte einen gebrochenen, niedergeschlagenen und müden Eindruck. Den Blick hielt er gesenkt unter seinem Helm, auf dem die Krone glänzte. Nur sein Schwager, der hohe Ritter Dorian Avon, war ihm treu ergeben und stand an seiner Seite.


„Wo sind die Drachen?“, fragte der Sultan schockiert, während die Ruderer anlegten.
„Tot!“, brachte König Otheo hervor.
„Und wo sind die Kiwa?“
Der gefallene König antwortete nicht, gab nur ein leises, verzweifeltes Schnaufen von sich. Sultan Suhmet stieg hastig aus seinem Boot und befahl seinen Kriegern, die nach und nach die Boote verließen, sich aufzustellen. Lange konnte es nicht mehr dauern, bis der Feind anrückte. Ein paar Soldaten spähten über die Hügel, um rechtzeitig Alarm zu schlagen, falls die feindlichen Truppen anrückten. Doch die dichten Wolken erschwerten das Vorhaben. Kaum mehr als zweihundert Meter konnte man über die Steppe blicken. Für seine grauen, nebligen Küsten war Peronya bekannt und niemand rechnete hier mit strahlendem Sonnenschein.


„König Otheo Regano, wo sind die Kiwa?“, wiederholte Sultan Suhmet seine Frage. Der König und sein Schwager schwangen sich von ihren Pferden, als die Verbündeten an sie herantraten.
„Vernichtet!“, war alles, was Peronyas junger König in kaum mehr als einem Flüsterton sagen konnte. Schließlich ergriff sein treuer Ritter das Wort für den jungen König. Er nahm seinen Helm ab, verbeugte sich und blickte entschlossen in die Augen des Verbündeten. Der letzte königstreue Ritter Peronyas.


„Danke, Sultan Suhmet, für Euren Beistand in unserer ausweglosen Situation“, sagte er. „Mit Eurer Hilfe werden wir diese Angelegenheit aus der Welt schaffen.“
„Sagt mir, Sir Dorian Avon, was ist mit den Kiwa geschehen und mit den Drachen?“, fragte Suhmet. Er hatte es nicht glauben wollen, als er es in diesem Brief gelesen hatte, diesen Hilferuf eines unerfahrenen Königs. „Bei den Geistern, wie haben die Abtrünnigen es geschafft, ein ganzes Volk auszulöschen? Ein beispielloses Verbrechen!“


Für weitere Worte und Erklärungen blieb jedoch keine Zeit, denn die Männer des Sultans schlugen bereits Alarm. Die feind- lichen Truppen näherten sich vom Landesinneren und marschierten mit ihren Rössern und Schwertern direkt auf die steinige Küste zu.
Sofort war den Aufständischen klar gewesen, wo der flüchtige König zu finden sein würde, nachdem er seine Burg aufgegeben


hatte. Otheo Regano war nach dem Fall seiner geliebten, mächtigen Leibwache und deren Drachen nur eine Möglichkeit geblieben: Er musste Beistand beim Sultan des goldenen Wüstenlandes Oltah suchen.
Angeführt von ihrem in schwarz gekleideten General nahmen sämtliche Ritter und Soldaten Peronyas ihre Schlachtstellung ein, um ihren eigenen König zu bekämpfen. Das Horn wurde mehrmals geblasen, und der Feind wartete .„Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal gegen unsere eigenen Leute kämpfen müssen“, meinte Dorian. Nachdem die Armee des Sultans sich hinter ihnen aufgestellt hatte, ritt Suhmet an die Spitze zu seinem Verbündeten.


„Wir kämpfen gemeinsam für die Zukunft unserer Welt. Meine Wüstenkämpfer und ich folgen dir in den Kampf, Otheo!“ „Danke, Suhmet!“, meinte Dorian ehrfürchtig anstelle seines Königs. Das Heer, das der Feind aufgestellt hatte, war gigan- tisch. So viele Peronyaner erhoben sich gegen ihren König, dass selbst die Streitmacht des Sultans lächerlich dagegen aussah. Der Anführer des Aufstands, General Karol Jarvas, kam in die Mitte des Schlachtfeldes gelaufen. Sofort marschierten Otheo Regano und sein Schwager Dorian ihm entgegen. Auch der Sultan blieb an ihrer Seite. Seine Hand saß bereits am Griff seines Schwertes.


Diese Schlacht war nicht zu verhindern und würde über alles entscheiden. Nicht nur über Peronya, sondern über den Frieden in der Welt. All das war ihnen bewusst, als sie auf den in schwarz gekleideten jungen General zugingen.
„Einen schönen Tag, Majestät“, spottete der General und lachte laut auf. „Ich muss sagen, dass ich äußerst enttäuscht von Euch bin. Sieben Monate versteckt ihr Euch in der Königsburg und lasst die Kiwa für Euch kämpfen. Dabei war unsere Forderung, und die des gesamten Volkes, doch sehr gering.“


„Solche Worte nach einer Freundschaft, die bereits seit Kindertagen besteht!“, sagte Otheo betroffen. Er hoffte, seinem Gene- ral ins Gewissen reden zu können, doch Karol Jarvas lachte nur leise. Ein spöttisches, herablassendes Lachen, das einem das Blut in den Adern gefrieren ließ.
„Wir waren gute Freunde. Der junge König, sein General und der liebe, gute Dorian Avon, unzertrennlich ... bis du diese Hexe geheiratet hast!“


Bei diesen Worten zog Dorian Avon das Schwert und wäre beinahe schon auf Karol losgegangen, wenn Otheo und der Sultan ihn nicht rechtzeitig gepackt und zurückgezogen hätten.
„Kein Wort gegen meine Schwester, deine Königin!“, brüllte er, außer sich vor Verachtung. Er spuckte dem ehemaligen Freund vor die Füße.


„Jähzornig und aufbrausend wie immer, Sir Dorian. Der einzige Mann in diesem Land, der seine Königin nicht tot sehen will.“
Doch bevor dieser wutentbrannt reagieren konnte, begann das Meer zu beben. Eine riesige Welle türmte sich vor den Augen der Rivalen auf und wuchs zu einem immensen Wasserberg heran.


Karol schien für einen Augenblick lang sprachlos. Er und seine riesige Armee wussten genau, was das Aufbäumen des Meeres bedeutete.




 


 


 


 


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