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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Pair Bonds: Alpha & Omega, Mariko Masuoka
Mariko Masuoka

Pair Bonds: Alpha & Omega



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Prolog


„Es gibt keine Wölfe“, hat man früher den Kindern gesagt. „Sie sind vor langer, langer Zeit ausgerottet worden.“, hieß es im Volksmunde. Niemand, kein einziger Mensch, zweifelte an den Worten, die man der Bevölkerung in den Mund legte. Man hatte seit Jahrzehnten keine Wölfe mehr gesichtet. Man konnte lediglich in Geschichtsbüchern, über diese faszinierenden Wesen lesen. Doch, dass es diese mysteriösen Geschöpfe noch immer gibt, sollte ein wohl behütetes Geheimnis der letzten Rudel bleiben. Auch ich hatte mich schon immer für diese Wesen interessiert, als würde ich tief im Herzen mit ihnen verbunden sein. Mein gesamtes Kinderzimmer war überfüllt mit Spielsachen, Büchern, Postern, was diese Tiere anging. Meine Mutter las mir immer Geschichten vor, wie „Rotkäppchen und der Wolf“, wobei ich den Wolf stets bemitleidet habe. Er hatte doch nur Hunger! Also, warum musste er sterben? All solche Fragen hatte ich mir immer gestellt und meine Mutter antwortete nie darauf. Stattdessen lächelte sie gütig, streichelte meinen Kopf und schien des Öfteren Tränen in den Augen zu haben. „Du bist genau wie dein Vater. Du sorgst dich um noch so arme Kreaturen. Behalte diese Güte bitte immer im Herzen.“, sagte sie mir einmal, doch ich verstand bis dato nicht weshalb. Bis es eines Tages geschah. Ich war gerade einmal 15 Jahre alt. Zur damaligen Zeit lebten wir in einem kleinen Dorf in England, wo ich einen besten Freund hatte. Man konnte sagen, dass wir unzertrennlich waren. Eines Nachmittags beschlossen wir, im Wald „jagen zu gehen“. Quasi als Spiel. Wir tobten, rannten über Baumstämme, rauften uns in den Wiesen und Feldern. Aus Stöckern hatten wir uns Speere gebaut und versteckten uns, um kleinere Tiere zu jagen. Ich hörte schon immer viel besser, als andere Kinder im Dorf, weshalb ich sogar einen Feldhasen mümmeln hören konnte. Als ich dieses Geräusch nun plötzlich wahrnahm, geschah etwas Seltsames in mir. Mein Blut, es begann regelrecht zu kochen. Ich bekam eine Gänsehaut, atmete tief den Duft des Tieres ein. Ein tiefes Knurren verließ meine Kehle, und noch bevor ich reagieren konnte stürmte ich, wie fremdgesteuert, auf das kleine Fellknäuel zu. Mein Freund, Chris, rief mir noch hinterher, blieb dennoch wo er war und schien wie erstarrt, denn ich rannte übernatürlich schnell. Ich machte einen Satz, sprang dabei hoch in die Luft und noch im Flug, wandelten meine Hände sich in riesige Pranken. Dass Fell sprieß aus sämtlichen Poren. Es gab einen dumpfen Aufprall, eine Wolke aus Pollen wirbelte auf und … der Feldhase flitzte, haken schlagend, davon. Ich jedoch lag bäuchlings auf der Erde, alle Gliedern ausgestreckt und starrte panisch umher. Hilflos rappelte ich mich hoch, trat auf der Stelle und jaulte verunsichert. Was war passiert? Ich sah alles viel schärfer, roch intensiver und hörte jedes noch so kleine Geräusch. Schwarzes, dichtes Fell bedeckte meinen gesamten Körper! Das konnte doch nicht wahr sein! „Killian?“ Ich zuckte zusammen und starrte in ein Augenpaar. Es war Chris, der mit erhobenen Händen langsam und behutsam auf mich zuschritt. Er schlängelte sich durch die kniehohen Gräser und sah mich fasziniert, durch seine dunklen Haare hinweg, an. „Bist du das wirklich?“, fragte er mit gedämpfter Stimme und kniete sich langsam hin. Ich wusste damals nicht, wie ich richtig reagieren sollte. Ich wollte ihm vermitteln, dass ich unsicher war, Angst hatte und nur Hilfe wollte! Gepackt von Verzweiflung, heulte ich laut in den Himmel, nicht normal in der Lage, mit Chris zu sprechen. Dass Chris die Angst packen könnte, hatte ich damals nicht bedacht. Er schrie panisch auf und suchte, so schnell er konnte, das Weite. Seitdem hatte sich mein gesamtes Leben verändert. Das gesamte Dorf wusste nun, dass es einen Wolf in den Wäldern gab, da Chris jedem im Dorf davon erzählt hatte. Aufgrund dessen machte sich der Förster jeden Tag auf den Weg in die Wälder, um das riesige Tier zu finden. Für meine Mutter war es hingegen keine Überraschung, als ich plötzlich in Wolfsgestalt über die Veranda, hinein in die Küche sprang. Ich war damals völlig verängstigt, doch sie nahm mich in den Arm, streichelte mich beruhigend und sprach nun endlich die Wahrheit. Sie hatte mir all die Jahre verschwiegen, dass mein Vater ebenfalls ein Formwandler war. Um mich in Zukunft zu schützen, verließen wir das Dorf und zogen in ein anderes Land. Seitdem hatte ich jeden Tag geübt, dieses Gen in mir zu kontrollieren, es zu verbergen, um in dieser Welt normal leben zu können. Wer hätte gedacht, dass es in den USA alles etwas anders ablaufen würde?


 


Kapitel 1 – ein Neuanfang


„Wow! Das ist ja riesig!“ Erstaunt starrte ich auf ein riesiges Gebäude, was sich vor mir in den Himmel erstreckte. Das war es also, das „Oasis de la Luna“. Ein Wellnesshotel, in dem ich mich vor wenigen Wochen beworben hatte. Ich hatte es zwar schon im Internet gesehen, aber nie hatte ich damit gerechnet, dass es so gigantisch war. Das Gebäude wirkte, wie ein gewaltiger, orientalischer Palast. Beinahe wie aus Tausendundeiner Nacht. Ein riesiger Teich nahm beinahe den gesamten Vorplatz ein, wo sich eine Palme an die nächste reihte. Immer wieder fuhren Limousinen vor, aus denen feingestriegelte Herren ausstiegen und von Anzug tragenden Personal hinein geleitet wurden. Was hatte ich mir da nur vorgenommen? Ein kleiner Junge vom Land sollte hier anfangen zu arbeiten? Ich war ohnehin erstaunt, dass sie mich sofort eingestellt hatten, nachdem ich mich per E-Mail beworben hatte. Schon am nächsten Tag kam der Anruf, dass ich doch bitte zum Ende des Monats eingestellt wäre. Meine Mutter war natürlich aus dem Häuschenund setzte alles daran, mich von dem Angebot zu überzeugen. Vermutlich lag es an dem Gehalt, welches mir versprochen wurde. Zwanzig Dollar die Stunde. Das war eine Menge Geld! Wer würde denn da schon nein sagen? Also stimmte ich zu und organisierte mir ein kleines Apartment am Rande der Stadt. Es dauerte ein paar Tage, bis ich mich orientieren konnte, aber mittlerweile hatte ich den Dreh raus. „Na dann, auf in den Kampf!“ Ich atmete tief durch, richtete meinen Rucksack und ging zielstrebig auf den Eingang zu. „Guten Tag, der Herr!“, stoppte mich eine Stimme, beim Eintreten und ein Angestellter, der an der Tür stand, lächelte mich gekünstelt an. „Kann ich Ihnen behilflich sein? Sie sehen nicht gerade wie ein Gast aus.“, sprach er geschwollen und schien mich, durch die Blume hindurch, beleidigen zu wollen. Ich ging jedoch nicht auf diese Anspielung ein, sondern lächelte leicht. „Sie haben vollkommen recht. Ich bin Mister White und fange hier heute an zu arbeiten.“ „Oh, natürlich, wir haben Sie schon erwartet. Folgen Sie mir bitte.“ Desinteressiert begutachtete mich der Mann, richtete seine Krawatte und deutete mit einer Handbewegung, ihm zu folgen. Automatisch öffnete sich die Tür zum Hotel und ich schluckte schwer, als ich das Foyer betrat. Der Duft von ätherischen Ölen stieg mir in die Nase, und das leise Plätschern eines Baches war zu vernehmen. Geradezu befand sich der Empfang, welche aus purem Gold und war mit eleganten Verzierungen versehen. Sanfte, geschwungene Muster verliehen dem prachtvollen Tresen den letzten Schliff. Eine junge Frau stand hinter dem Tresen, deren blonden Haare zu einem Dutt hochgesteckt waren. Sie war schlank und strahlte übers ganze Gesicht, als sie mir zuwinkte. Ich erwiderte schüchtern diese Geste mit einem Lächeln, folgte dem Portier dennoch weiter. Diese Frau war mir zumindest schon mal sympathisch. „Sie müssen uns entschuldigen. Der Chef ist nur selten im Hotel anzutreffen, daher werden wir uns Ihrer annehmen und Ihnen alles beibringen, was Sie wissen müssen“, murmelte er, als wir weiter in Richtung der Fahrstühle gingen. Der war natürlich ebenfalls, total protzig, mit Gold bestückt. Neugierig sah ich mich weiter um, während wir auf den Aufzug warteten. Erst jetzt fiel mir auf, dass wir unter einem Aquarium, einem Tunnel, standen! Über unseren Köpfen schwammen unzählige Fische umher. Kois, Goldfische und viele weitere Süßwasserlebewesen. „Wahnsinn! Das ist ja wie in einem Traum!“, platzte ich unbedacht hervor, hielt mir aber schnell die Hand vor den Mund. Sofort sah ich den Angestellten an, der nun endlich mal ein wenig lächelte. „Nicht wahr? Dieses Hotel wird nicht umsonst die „Oasis de la Luna“ genannt“. In dem Moment ertönte ein sanftes Ping und die Fahrstuhltür öffnete sich. Beinahe lautlos, betraten wir die Kabine und schon schlossen sich die Türen hinter uns. „Übrigens, ich bin Matt.“, fuhr der junge Mann fort und reichte mir, zu meiner Überraschung, seine Hand. „Wie bitte?“ „Tut mir leid, dass ich so kühl rüberkam. Das musste sein, da ich vor den Kunden professionell bleiben muss. Also noch mal von vorne. Willkommen in unserem Team. Wenn du Fragen hast, frag mich ruhig. Er packte mit einem kräftigen Griff meine Hand und grinste bis über beide Ohren, was ihn nun doch sehr sympathisch machte. Ich erwiderte sein Lächeln und schüttelte seine Hand. „Ich bin Killian.“ Matt grinste mich noch immer an, während er meine Hand fest hielt. Abrupt zog ich meine Hand zurück. Peinlich berührt, klemmte ich meine langen Haare hinters Ohr und wich seinem Blick aus. Ohne Vorwarnung schnupperte er plötzlich an meinem Hals. „Du bist ein Omega, stimmt’s?“ „Woher weißt du das? Bis du etwa …“, fuhr es erschrocken aus meinem Mund und ich griff reflexartig in meinen Nacken „Oh nein! Nein, nein, ich bin kein Alpha!“, lenkte er sofort ein und winkte mit der Hand ab. Ich atmete erleichtert durch und legte eine Hand auf meine Brust, als er fortfuhr. „Ich bin ein Beta, du kannst also ganz entspannt bleiben.“, lachte er und mit einem weiteren Ping, öffnete sich erneut die Fahrstuhltür. „Wir sind da!“ Er griff meine Hand erneut und zog mich über den Flur. „Wo sind wir hier?“ Als ich mich umsah, erkannte ich links und rechts von uns nur einfache Holztüren, ab und an ein Toilettenschild und geradezu eine größere Tür, auf welcher „Personal“ aufgedruckt war. „Das hier ist unsere Etage. Hier ziehen sich alle um, bereiten die Schichtpläne und Einkaufslisten vor. Supervisionen werden hier oben auch durchgeführt, wobei wir dafür einen extra Raum haben.“, erklärte Matt und schwang die Tür vor uns auf. Hier drinnen war es stickig. Viele Kleiderspinde und Schränke reihten aneinander, und vereinzelte Bänke boten die Möglichkeit sich hinzusetzen. „Ich weiß, es ist nicht sehr einladend, aber immerhin etwas. Du sollst hier ja nicht einziehen.“, lachte er und fuhr sich mit der Hand durch sein braunes Haar. „Gut, was ziehen wir dir denn an?“ Sofort machte er sich ans Werk, öffnete einen Schrank nach dem anderen, und durchwühlte die sich darin befindenden Uniformen. „Welche Kleidergröße hast du?, nuschelte er in den Schrank hinein und wühlte rum. „Größe S, oder M, hängt immer davon ab.“ Ich legte meinen Rucksack auf einer der Bänke ab und setzte mich, um kurz durchzuatmen. „Das ist ja nicht sehr viel, was du auf den Rippen hast. Na, mal sehen, ob wir überhaupt was finden.“ Matt schmiss immer mehr Klamotten raus, und schrie, erfreut auf. „Ah! Da haben wir eines!“ Er zog ein Set heraus, in dem Personalkleidung eingeschweißt war und warf es mir zu. Reflexartig fing ich es auf und sah ihn mit großen Augen an. „Das ist super! Dankeschön!“ „Bedanke dich nicht bei mir, sondern beim Boss. Er stellt uns alles zur Verfügung. Kleidung, Essen für das gesamte Personal, wir können sogar einmal pro Woche das SPA für uns nutzen. Sowas hat man noch nicht erlebt! Wobei ich mich ungern von den Kollegen massieren lasse.“ Er zwinkerte und mir schoss sofort die Röte ins Gesicht. „Massieren? Das klingt traumhaft.“ Verträumt starrte ich vor mich hin, bis Matt mit den Fingern vor meinem Gesicht schnipste. „Hey, komm wieder klar! Ich muss dir noch alles zeigen!“ Ich schreckte zusammen, doch tat schnell, was er sagte und zog mir meine neue Kleidung an. Mir war es ein wenig unangenehm, dass Matt mich dabei ansah. Doch ich versuchte, es einfach zu ignorieren. Nachdem ich das weiße Hemd, das schwarze Sakko und die Hose anhatte, trat Matt hinter mich und griff sachte in meine Haare. „Du musst einen Zopf machen. So sind die Hygienevorschriften.“, hauchte er mir ins Ohr und band meine Haare zusammen. Ein Schauer jagte mir über den Rücken. „Okay, verstanden.“ Ich spürte, wie mein Herz raste. Konnte es sein, dass es bald wieder so weit war? Ich rechnete im Kopf nach. Nein, die Brunft ist erst vor wenigen Wochen gewesen. Als er mit meinen Haaren fertig war, trat er einen Schritt zurück und riss mich aus meinen Gedanken. „Wir wollen doch keine Beschwerden von den Gästen zu hören bekommen.“ Ermutigend klopfte Matt mir auf die Schulter und schlüpfte an mir vorbei. Doch ich starrte immer noch zu Boden. „Killian! Was ist? Nicht pennen!“ Ich sah auf, als er mich rief, und eilte zur Tür, wo er bereits auf mich wartete. Dass ich so in meinen ersten Arbeitstag geschmissen werden würde, hätte ich heute Morgen noch nicht gedacht. Kaum hatten wir die Etage verlassen, zeigte Matt mir auch schon, wo alles zu finden war. Welche Vorschriften wir einhalten mussten, wie die Gäste zu behandeln waren und noch vieles mehr. Es fiel mir schwer, mir das alles sofort zu merken, doch ich war optimistisch, dass ich all diese Dinge früher oder später drauf haben würde. Nachdem wir also den Rundgang beendet hatten, machten wir in einem der Massageräume halt. Hier herrschte eine unglaublich feuchte Luft. Doch obwohl es hier drinnen sehr stickig war, roch es angenehm nach Lavendel. Der Raum war in ein schummeriges Licht getaucht. Die Decke war bestückt mit kleinen LED-Lämpchen, die wie kleine Sterne funkelten. In den Ecken plätscherten kleine Bäche und Brunnen. Eines musste ich gestehen: Es gefiel mir hier. „So! Dann will ich dir mal deine speziellen Aufgaben nennen.“, betonte Matt und rieb sich grinsend die Hände. „Wie bitte?“ Ich verstand nicht, was er meinte. Eine Massage war doch etwas ganz Normales! Er packte meine Schultern und fing an, meine verspann-ten Muskeln zu kneten. „Du verstehst schon, was ich meine. Ein bisschen hier kneten und da reiben …“ Dabei wanderten seine Hände immer tiefer, griffen fest in meine Seiten und kamen schließlich auf meinem Hintern zum Ruhen. „Du meinst, ihr macht Erotikmassagen?“, schrie ich überrascht auf und starrte ihn entsetzt an. Er fing allerdings an, amüsiert zu lachen. „Natürlich! Glaubst du, der Laden läuft gut, weil wir so gewöhnlich sind wie andere Wellnesshotels? Okay, schau zu und lerne.“


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