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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Nachtschatten, Brian Todt
Brian Todt

Nachtschatten



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Mein Unbehagen wuchs plötzlich ins Unermessliche, als Thomas Shelby mir das Buch zurückgab, welches ich bei einer Orientreise in der dunkelsten Ecke eines Ladens gefunden hatte. Der Besitzer, ein ungewaschener und nicht gerade vertrauenerweckender Typ mit Ziegenbärtchen, schien nur all zu froh gewesen zu sein, es los zu werden. Er feilschte nicht einmal um den Preis. Shelbys Hände zitterten wie bei einem Alkoholabhängigen, der sein Pensum noch nicht erreicht hatte. Als ich das Buch aus seinen Händen nahm, zuckten seine Finger blitzschnell zurück und er verschränkte die Arme vor seiner Brust. Das Buch fühlte sich warm an, seltsam weich und geschmeidig. Dennoch war es fest und stabil wie jedes normale Buch. Nur der seltsam süßlich-harzige Geruch schien stärker als zuvor zu sein. »Was hast du herausgefunden?«, fragte ich meinen Freund leise. Aber als ich in seine Augen sah, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich es denn überhaupt erfahren wollte. Da war etwas, das mich bis ins tiefste Mark erschaudern ließ. »Vieles und wenig!«, murmelte Thomas leise. »Wenig, was dir helfen würde Adrian, aber vieles, was ich nicht mehr vergessen kann, das mich in meinen Träumen lebenslang peinigen wird - und darüber hinaus!« Und dann erzählte Shelby mir von seinen Untersuchungen an dem Buch, die er nur abends nach Dienstende hatte durchführen können. »Als du mir das Buch gabst, um sein Alter zu bestimmen, Adrian«, flüsterte er mit belegter Stimme und fuhr sich nervös durch sein Haar, »dachte ich, dass ich in ein oder zwei Tagen fertig wäre. Aber ich irrte mich, wie du ja weißt!« Thomas Shelby steckte sich eine Zigarette in den Mund, zündete sie an und nahm ein, zwei Züge. Ich nahm mit Befremden zu Kenntnis, dass mein Freund, der sonst jegliches Laster ablehnte und einer der sportlichsten Menschen war, die ich kannte, rauchte! »Weißt du, mein Freund«, fuhr er fort, »weißt du eigentlich, dass man in der archäologischen Forschung auch mit DNA-Tests arbeitet?« Er wartete meine Reaktion gar nicht ab, sondern sprach weiter in seinem Flüsterton. »Als ich mit der üblichen Karbonanalyse buchstäblich«, er kicherte kurz vor sich hin, so als hätte er einen Witz gemacht, »auf Granit stieß und auch andere Bestimmungsmethoden versagten, da versuchte ich mit Hilfe der Gentechnik mein Glück.« Shelby zündete einen weiteren Glimmstängel an. »Ich nahm Proben der Buchdeckel, des Rückens und der Buchseiten sowie der Schrift!« Nach drei Zügen sprach er weiter. »Als ich das Ergebnis hatte, traute ich meinen Augen nicht. Der Umschlag, nein auch die Seiten, das GANZE«, seine Stimme wurde unmerklich lauter, »Buch war aus Haut!« »Haut?« Ich hatte das Gefühl, als wenn sich ein tiefes Loch unter meinen Füßen auftat, um mich zu verschlingen. Mich überkam eine grauenhafte Vorahnung. »Ja!« Thomas Shelbys Augen wurden kleiner und schienen bis in meine Seele vordringen zu wollen. »Es war keine tierische Haut. Nein es war Menschenhaut!« Er kicherte plötzlich ohne Grund und fuhr sich erneut durch sein Haar. »Menschenhaut ... jaja. Aber nicht nur von einem Menschen, es waren mehrere. Die DNA-Analyse zeigte mir, dass es eine ganze Familie gewesen war, die zu einem Buch verarbeitet wurde.«


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