Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern



Kategorien
> Fantasy Bücher > Mein Dämon: Dark Lovestory
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Mein Dämon: Dark Lovestory, Doris E. M. Bulenda
Doris E. M. Bulenda

Mein Dämon: Dark Lovestory



Bewertung:
(34)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
234
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

Mit beiden Händen stützte ich mich am Boden ab, beugte mich vor, pustete die Kerzen aus und erhob mich. Dabei schaute ich immer noch nach unten und auf mein Packpapier mit den magischen Zeichen. Mühsam riss ich den Blick vom Pentagramm los und schaute hoch und nach vorn. Irgendwie hatte ich das komische Gefühl, dass ich beobachtet wurde. Dass das nicht nur ein Gefühl war, sah ich im nächsten Augenblick. Da stand jemand oder etwas auf der anderen Seite des Packpapiers, ungefähr zwei Meter von mir entfernt. Ich zuckte zusammen und starrte die Erscheinung ungläubig an. Auf den ersten Blick sah mein aus dem Nichts erschienener Besucher nicht gerade vertrauenswürdig aus. Sein Körperbau war annähernd menschlich, er hatte zwei Arme und zwei Beine, einen langen, breiten Rumpf, der Kopf saß auf einem dicken Hals. Was mir als Erstes auffiel, waren die gigantischen Muskeln. Arnold Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten hätte wie ein Milchbubi dagegen ausgesehen … Musste der Kerl Kraft haben! Als Nächstes registrierte ich seine Flügel, die über die Schultern und den Kopf ragten. Aus dem Steißbein wuchs ein langer, dünner Schwanz, der wie eine Schlange aussah, aber in drei spitzen und offensichtlich scharfen Stachelenden auslief. Der zuckte so nervös hin und her wie bei einer gestressten Katze. Endlich traute ich mich, der Erscheinung genauer ins Gesicht zu sehen. Acht Hörner auf dem Kopf, die vier äußeren größer als die inneren, alle sahen hart, scharf und spitz aus. Haare schien der Kerl nicht zu haben. Die Stirn war hoch, die beiden Augen riesig mit großen Pupillen, die ihre Farbe ständig wechselten, von Blau zu Rot zu Grün zu Gelb und am Schluss zu Schwarz. Danach ging es wieder von vorn los. Außerdem leuchteten sie sehr intensiv. Das war irgendwie beeindruckend. Die Nase war groß und lang, unten stark verbreitert und mit riesigen Nüstern fast so groß wie bei einem Pferd. Innen waren sie blutrot. Der Mund war ebenfalls viel zu groß für das Gesicht, die dünnen Lippen ließen im halbgeöffneten Mund spitze, scharfe Zähne erkennen. Als Eckzähne hatte die Gestalt gefährlich aussehende Reißzähne, die mich an einen Säbelzahntiger erinnerten. Das Kinn war spitz und vorspringend, einen Bart oder andere Gesichtsbehaarung konnte ich nicht sehen. Die ganze Haut sah eher schuppig als glatt aus. Wir beide hatten noch kein Wort gesprochen, sondern starrten uns nur an. Innerlich fragte ich mich, ob ich mich mit diesem Kerl überhaupt verständigen konnte oder ob er nur der Sprache aus der Beschwörung mächtig war. Jetzt fiel mir auf, dass seine Körperfarbe von einem ursprünglichen Grau nach Grün-Blau gewechselt war, er schien zusätzlich von einer Art feinem Nebel umgeben zu sein. Bekleidung konnte ich an ihm nicht erkennen, genauso wenig wie dieses merkwürdige Wesen männliche oder weibliche Geschlechtsmerkmale besaß. Na, da hatte ich ja ein ziemlich abstoßendes Stück Vieh herbeigerufen. »Du verdammtes Miststück!«, zischte mich die Erscheinung plötzlich an, nachdem sie mich intensiv gemustert hatte. Die Stimme stand der Gestalt an Hässlichkeit nicht viel nach. »Du hast es gewagt …« »Ja. Hast du ja gemerkt«, unterbrach ich dieses Wesen schneidend. Ich war so betrunken, dass ich überhaupt keine Angst empfand. »Übrigens, an die Bezeichnung Miststück bin ich gewöhnt, so nennen mich fast alle, vor allem mein verfluchter Vater und seine dreckige Nutte. Damit beleidigst du mich nicht. Aber das ist nicht relevant hier und jetzt. Wer oder was bist du?« »Unverschämtes Menschenweib, so eine Frechheit habe ich noch nie erlebt. Du solltest vor Angst zittern und beben und auf die Knie sinken. Ach nebenbei, du brauchst gar nicht daran zu denken, dass du mich gleich wieder verschwinden lassen kannst.« Mist, daran hatte ich wirklich gerade gedacht … Konnte dieser hässliche Vogel zu allem Überfluss Gedanken lesen? Das machte die Sache noch ein Stück unschöner. Mittlerweile war mir klar geworden, dass ich tatsächlich einen Dämon gerufen hatte.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2026 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 1 secs