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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Malavir , Christopher F. Rabe
Christopher F. Rabe

Malavir


Der Verrat

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[...] Faris sah sich um und erkannte den seitlich, ins Innere des Waldes führenden Weg. Er lief wieder in den Wald und dachte immer zu an den Falken, der ihn aus dem Sturm rettete. Er war sehr außer Atem und war froh, die warmen Flure des Waldes mit seinen alten und dicken Bäumen wieder zu begehen. Dann hörte er ein lautes Rauschen. Aufmerksam folgte er dem Weg, bis er dem Rauschen immer näher kam und stehen blieb. Erstaunt sah er mit geweiteten Augen nach vorn. Das laute Rauschen eines Wasserfalls ertönte vor ihm, der aus einem endlos scheinenden Berg entsprang. Verstört blickte er die meterhohe Felswand hinauf, deren Entstehung er sich nicht erklären konnte. Er sah an ihr hoch und schaute sich um. Der Weg, den er gekommen war, endete hier plötzlich. Verzweifelt blickte Faris zu Boden und machte ein nachdenkliches Gesicht. Langsam atmete er durch und zog sich seine dreckigen Stiefel zu recht, dabei erkannte er das klare Wasser. Schnell folgte er dem sprudelnden, kleinen Wassergang und verstand. Es muss jener Ursprung der Quelle sein, die er im Wald fand. Er weitete seine Augen und erinnerte sich an seine Illusion in Trakonia. Er betrachtete den Wasserfall genauer. Faris: „Derselbe!“ Ein lauer Windhauch zog um ihn. Stimme: „Tritt näher! Faris!“ Faris starrte konzentriert zum Wasserfall und versuchte sich die ihm vertraute Stimme zu erklären. Entschlossen, ohne weiter darüber nachzudenken, trat er in den kleinen, flachen See und lief langsam in die Nähe des Falles, dessen Wasser krachend auf den See schüttete. Er zögerte nicht, als er vor dem Wasserfall stand, sondern lief einfach durch ihn hindurch. Sein Atem stockte. Er zuckte einen Moment zusammen und blieb in der Mitte stehen. Sein Haar und seine Kleidung wurden nicht nass. Auf der anderen Seite angekommen sah er hinter sich und berührte verwundert seine Hände und seinen Umhang. Faris: „Trocken?“ Verdutzt ging er dann den Gang entlang. Er stand inmitten eines steinigen Tunnels. Faris lauschte den Tönen der Höhle. An braunen Gesteinswänden ging er vorüber und spürte keine Kälte mehr, die eben noch draußen herrschte. Es wurde ihm plötzlich sehr heiß. Die Luft flimmerte aufgrund der heißen Strömungen die in der Höhle herrschten. Faris folgte dem Weg. Er hörte ein Blubbern und schwitzte plötzlich stark. Er verstand die Hitze nicht und zog seinen Umhang am Hals auf. Die Luft wurde immer heißer, je näher er kam so wirkte es ihm. Der Tunnel wurde breiter und das Licht immer heller. Faris sah nach vorn, blieb stehen und schluckte, als er den Gang verließ. Er stand in einer riesigen Höhle. Seine Augen kniff er vor Erstaunen zusammen und sah nach vorn. Überrascht starrte er auf einen See voller Lava. Glutrote, heiße Lava lag kochend inmitten des breiten und riesigen Höhlenbodens vor ihm. Er sah nach oben und bemerkte die gewaltige Höhe, in der er sich befand. Faris: „Ich muss mich im Innern der Insel befinden!“ Er traute seinen Augen kaum. Die Dämpfe ließen die Luft verglühen. Faris: „Wie in einem Kochtopf!“ Zügig atmete er die glühende Luft aus und hielt den Mund dabei weit offen. Die Luft flimmerte um ihn herum und er konnte nur verzerrt über den brennenden See hinweg ein Ufer sehen, das nicht weit entfernt lag. Er schärfte seine Augen und wurde ernster, als er den Ausgang gegenüber sah, der aus der Höhle hinausführen musste. Er lief bedächtig weiter nach vorn. Es wurde immer heißer; so heiß, dass er kaum noch laufen konnte. Er lief bis an den harten Steinrand, der leicht über den See hinausragte und stockte. Seine Schritte waren fest und sicher. Er sah zu dem Ufer. Seine Gedanken kreisten umher. Nachdenklich lief er auf und ab, dann sah er wieder das nahe Ufer und den Ausgang, der kurz vor ihm stand. Seine Augen wurden größer, seine Miene ernster. Faris: „Der Wasserfall…auf der Insel, inmitten dieser Kälte, auf dem Meer, solch ein Lavasee?“ Faris sah zu dem Gang, der zum Wasserfall zurückführte. Lange blickte er dort in Gedanken vertieft hin, dann sah er wieder zu der spuckenden Lava und dem Ufer. Faris: „Das Ufer ist zu weit entfernt. Drüber hinweg springen kann ich nicht!“ Erschöpft schloss er die Augen und hoffte die Stimme erneut zu hören, die ihn bis hierher brachte. Nichts, nur Hitze und das Knacksen der heißen Lava Massen unter ihm ertönte. Er öffnete wieder seine Augen und schaute entschlossen zu dem gegenüberliegenden Ufer. Doch dann ging er mit harten Schritten zurück zu jenem Eingang, aus dem er gekommen war. Er sah zu Boden, seine Augen kreisten unentschlossen umher. Er hielt vor dem Tunnel, dann drehte er sich schnell auf die Lava zu und musterte sie mit ernsten Augen. Die feurigen Steine an den Seiten qualmten. Die Luft über dem See flimmerte, sodass man den gegenüberliegenden Ausgang nur verschwommen sehen konnte. Faris blickt konzentriert nach vorn und rennt los. Faris: „Ich muss!“ Er wird immer schneller. Die Lava, die spürbare Hitze kommt immer näher. Sein Herz pocht, seine Augen weiten sich, seine Beine rennen wie von selbst. Er sprintet und sieht ängstlich nach vorn. Faris: „AH!“ Mit aller Kraft springt er ab, die Lava genau unter ihm liegend. Er steht in der Luft. Die Zeit scheint in dem kleinen Moment, in dem er nach unten blickt, stehen zu bleiben. Das Ufer liegt vor seinen Augen… Er streckt sich. Beinah hat er die andere Seite durch seinen gewaltigen Sprung erreicht. Er dehnt seine Arme mit aller Kraft aus und schreit lautlos auf, als er an Höhe verliert. Er schließt die Augen, als er fällt. Sein Herz bleibt stehen, sein Gesicht versinkt. Der Tod scheint nahe, als er der tödlichen Hitze immer mehr entgegen rast. Sein Körper würde bei der nur kleinsten Berührung verpuffen. Seine Augen, all seine Sinne sind geschlossen. … Augenblicke vergehen...[...]


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