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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Luzifers Krieg, Michael Rusch/Thomas Striebig
Michael Rusch/Thomas Striebig

Luzifers Krieg


Die Legende von Wasgo, Band 2

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Prolog



Die Ewige Nacht war endlich vorbei. Die Zauberer Jodaryon und Wasgo hatten gemeinsam mit Wasgos Eltern Antares und Luziferine den bösen Herrscher der Welt im Kampf besiegt. Die Erde war vom Joch befreit, die dicken Wolken, die zuvor keinen Sonnenstrahl durchgelassen hatten, lösten sich auf. Endlich konnten die Wiesen und Wälder wieder grünen und blühen. Tagsüber schien die Sonne und die Temperaturen normalisierten sich. Der immerwährende Winter, der auf die Dauer alles Leben auf der Erde vernichtet hätte, war vorüber.
Doch ohne große, bleibende Schäden war die Tyrannei des einstigen Herrschers der Welt, der sich Bossus nannte, nicht geblieben. Viele Pflanzen hatten im fortwährenden Dunkel und bei den eisigen Temperaturen nicht überleben können und das Antlitz der Erde hat-te sich gewaltig verändert. Eingestürzte Berge und zerstörte Landschaften waren nur einige der Folgen der Ewigen Nacht, deren Ursache Bossus‘ böse Zauber waren. Die Natur konnte sich an solchen Orten nur sehr schwer erholen. Was einmal vernichtet war, konnte nicht wieder neu entstehen.
Viel schlimmer war aber, dass sehr viele Lebensformen nicht mehr existierten. Es gab nur noch wenige Zauberer auf dieser Welt, viele Tierarten waren vernichtet worden und man nannte sie fortan nur noch Fabelwesen oder Fabeltiere und redete sich ein, sie hätten nie existiert. Die Hexen und Geister hatten den Kampf gegen Bossus ausnahmslos nicht überlebt. Nicht viel besser war es den Vampiren ergangen, sie waren nahezu ausgerottet; es gab nur noch die wenigen, die zu Sinclair, dem Herrn der Fledermäuse, gehörten. Diese letzten Vampire hatten Antares und Luziferine in ihrer Höhle ein Zuhause gegeben, als das Ehepaar vor Bossus‘ Schergen auf der Flucht war. Und in dieser Höhle wurde Wasgo zum Zauberer ausgebildet. Gemeinsam mit Jodaryon nahm er später den Kampf ge-gen Bossus auf.
Auch nach dem Ende der „Ewigen Nacht“ war Sinclair der Anführer der Vampire. Doch er wendete sich nun von den Menschen ab und zog mit seinen Getreuen nach Transsilvanien. Dort begannen die Vampire in der Nacht Menschen zu jagen – um weiterhin existieren zu können, benötigten sie dafür ja deren Blut. Und musste Sinclair nicht den Fortbestand der Vampire sichern? So geschah es, dass für Wasgo und Jodaryon aus einem ehemaligen Verbündeten ein erbitterter Gegner wurde.
Nachdem der schwarze Magier Bossus den alles entscheidenden Kampf gegen Jodaryon und Wasgo verloren hatte, hatte der Höllenfürst Luzifer nichts Eiligeres zu tun, als sich dessen Seele zu holen. Wo hätte es auch sonst eine Bleibe für Bossus geben sollen? In der Hölle waren die schwarzen Seelen gut aufgehoben, wenigstens darauf sollte man vertrauen können. Doch Bossus' Seele nutzte die Gunst der Stunde gut, er wollte auf die Erde zurückkehren.
Bossus war ein böser Zauberer und Luzifer der Teufel. Der eine war schlau und gerissen, der andere die Verkörperung der Bosheit, aber eben auch nicht gerade mit übermäßiger Intelligenz gesegnet. So gewann Bossus immer mehr Einfluss auf Luzifer.
Woher kam dieser Bossus überhaupt, was hatte er getrieben, bevor er scheinbar von jetzt auf gleich die Welt erobert hatte? Im Grund wusste das niemand. Urplötzlich war er einfach da und begann im selben Augenblick, gegen die ganze Welt Krieg zu führen. Den verloren die Erdbewohner in einer gewaltigen Schlacht in den großen, hohen Bergen. Jodaryon, Bossus' gefährlichster Gegner, wurde von diesem gefangen genommen. Volle fünfhundert Jahre musste der arme Jodaryon als Gefangener leben, die ganze Zeit über völlig von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von undurchdringlichem Gestrüpp. Ein halb verfallenes Gemäuer und ein Flüsschen – das war alles an Bequemlichkeit, das ihm Bossus noch bewilligte.
Nachdem Wasgo geboren worden war, wurde er durch seine El-tern auf seine Aufgabe vorbereitet. Als er später den Kampf gegen den bösen Weltenherrscher aufnahm, entging er mehr als einmal nur um Haaresbreite dem sicheren Tod. Immer wieder versuchte Bossus, Jodaryon und Wasgo durch böse Zauber umzubringen. Schließlich konnten die beiden den Tyrannen unschädlich machen. Mit Hilfe von Antares und Luziferine besiegten und töteten sie Bossus im direkten Kampf mit den Strahlen der Liebe und des Lebens.
Nun schmorte also die schwarze Seele des einstigen Tyrannen im ewigen Feuer der Verdammnis, dem Höllenfeuer. Doch war sie immer noch gefährlich. Unablässig zerbrach sie sich den Kopf, wie sie den besonders dummen Herrn des Fegefeuers und auch Luzifer selbst für ihre Zwecke einspannen konnte.
Bossus' Plan war einfach. Als Erstes musste er wieder einen menschlichen Körper bekommen und unerkannt auf die Erde zurückkehren. Dort konnte dann das Verhängnis erneut seinen Lauf nehmen. Um jeden Preis wollte er sich aus der Hölle lösen. Ob sich der dumme Luzifer von ihm wohl übertölpeln, sich gar zu einem Krieg gegen Wasgo und Jodaryon gewinnen ließ?
Denn das war es, was Bossus wollte. Er hoffte, so doch noch einmal den Einfluss auf das Weltgeschehen zu bekommen, der ihm doch nach seiner Meinung zustand. Nur einen neuen menschlichen Körper brauchte er, einen einzigen lächerlichen menschlichen Körper! Und hatte er den erst einmal, dann sollte die Ewige Nacht wieder das Leben auf der Erde bestimmen! Der Himmel sollte für alle Zeiten wolkenverhangen sein, und zwar so, dass nicht der kleinste Sonnenstrahl durchkommen konnte. Ewige Finsternis sollte überall auf dem Planeten herrschen. Die Welt sollte Bossus ausgeliefert sein, keinem anderen als Bossus! Er wollte wieder sein altes Regime aufbauen, das alle Bewohner der Erde unterdrückte und terrorisierte.
Die Welt gehörte den Starken, Mächtigen! Nicht den Schwachen, diesem weinerlichen Pack, diesen unnützen Essern, die in Punkto Dummheit und Größenwahn nur noch von Luzifer und dessen dämlichen Hofschranzen übertroffen wurden – mochten die ver-sklavt oder ausgerottet werden, das spielte keine Rolle. Und Bossus war klar, dass der Mächtige, der vom Schicksal, von der Vorsehung
zur Weltherrschaft berufen war, eben nur einer sein konnte – er selbst, der große Bossus, der größte Magier, den die Welt je gesehen hatte.


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