Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Fantasy Bücher > Kolossia
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Kolossia, Kai Seuthe
Kai Seuthe

Kolossia


Die Suche nach dem Ich

Bewertung:
(264)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
1707
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Fast allen Online-Händlern und direkt beim Verlag
Drucken Empfehlen

1. Der Turm


 


Alles, woran er sich zu erinnern glaubte, war sein Name: Bakka. Nicht mehr als ein flüchtiger Gedanke, der ihn gestreift hatte, als er im Zentrum dieser steinernen Halle erwacht war. Jetzt saß er hier mit donnerndem Herzen und schwer atmend wie nach einem Sprint. Aber er war nicht hierher gelaufen. Er war einfach da gewesen; als hätte man ihn abgelegt. Oder vergessen. Drei Seiten der Halle führten direkt ins Freie; das darüber liegende Bauwerk wurde bis auf eine Höhe von etwa zehn Metern von kahlen Steinsäulen gestützt, die in regelmäßigen Abständen wie riesige Gitterstäbe emporragten. Darüber liefen massive Wände aus schwarzem Stein nach oben hin spitz zu. Weit oben, nur zu erahnen, sah er die Decke der Halle. Ihm brach der Schweiß aus, Angst schnürte ihm die Luft ab. Er rannte zu der einzigen durchgehenden Wand und tastet sie ab. Abstoßende Fratzen glotzten ihn aus dem porösen Gestein an. Riesenhafte Wesen überragten dutzende winzige Figuren, die teilweise auf den Größeren kletterten. Erinnerungen riefen diese abstrakten Bilder nicht hervor. Und außer diesen seltsamen Dokumenten vergangener Zeiten gab es an diesem Ort nichts. Welchen Zweck erfüllte dieses Gebäude? Das Schlimmste aber war, dass er nicht wusste, wer in dieser Halle zu Bewusstsein gekommen war. Wer war Bakka? Dieses Wort, dieser Name, hallte wie ein leises Echo in seinem Kopf. Doch das blieb alles, an das er sich erinnern konnte. Und immer, wenn er versuchte, seine wirren Gedanken zu ordnen und ihnen auf den Grund zu gehen, dann fuhr ihm ein lähmender Blitz aus Schmerz in den Körper. Ein halbes Dutzend Mal tat er es, und bei jedem Versuch drückte ihn der Schmerz heftiger zu Boden. Als wollte ihm jemand das Rückgrat aus dem Leib reißen. Bakka wand sich wie ein Wurm, den man mit einem Spatenstich zerteilt hatte. Sein Kopf schlug gegen den Boden, die Muskeln verkrampften. Der Tränenfluss versiegte, sein Blick trübte ein. Schließlich hütete er sich, weiter nach seinen Erinnerungen zu suchen. Er war nur eine Hülle ohne Inhalt. Nichtmal die Kleidung, die er trug, gab ihm Rückschlüsse auf seine Herkunft. Ein Mantel aus schwarzem Leder, der bis zum Boden reichte, darunter ein beigefarbenes Hemd sowie eine Hose aus dunklem Leinen und schwarze Stiefel. Alles in tadellosem, unverbrauchtem Zustand. Bakka rannte aus dem Turm ins Freie. Die Sonne blendete ihn und erst nach einer Weile gewöhnten sich seine Augen an das Licht. Er blickte auf eine bis an den Horizont reichende Ebene aus vertrockneter Erde. Zwischen dem aufgeplatzten und mit Rissen durchzogenen Boden wuchsen hier und da leblos scheinende Steppengräser. Bakka brauchte ein paar Minuten, um das Gebäude zu umrunden, aber zu allen Seiten bot sich das gleiche Bild: Ödnis so weit das Auge reichte. Nicht einmal eine Wolke, an die sich sein Blick haften konnte. Doch da ..., dort hinten im Himmel schien etwas Schattiges zu sein. Wie ein Loch im Firmament, eine vergessene Stelle in diesem azurblauen Gemälde. Schweiß lief ihm in die Augen, er blinzelte, wischte sich mit dem Handrücken durchs Gesicht. Dutzende kleine schwarze Flecken tanzten vor seiner Nase. Der große Punkt war verschwunden – wahrscheinlich nur ein Hirngespinst. Hier gab es nichts, das konnte er sich noch so sehr einreden. Nur diesen Turm. Er bestand aus schwarzem Stein, der, im Gegensatz zum Turminneren, so glatt und makellos war, als sei er aus einer Form gegossen und in dieser Wüste abgesetzt worden. Wie eine Nadel stach er von unten durch die Erde bis hoch in den Himmel, so dass die Spitze nur zu Erahnen war. Die Decke, die Bakka im Inneren gesehen hatte, schien nicht mal auf halber Höhe des Turmes. Also musste es darüber etwas geben. Ein Zimmer vielleicht? Saß darin womöglich jemand, der ihn in diesem Augenblick beobachtete? Belustigte ihn gar Bakkas Hilflosigkeit?Erneut ging er um das Gebäude, tastete Meter für Meter die einzige glühende Wand ab. Hier musste doch irgendwo ein Aufgang sein! Nichts. Stattdessen wollte ihn die Sonne verdorren lassen. Nach ein paar Minuten wurde ihm schwindelig, sein Kopf pochte und der heiße Boden verbrannte seine Füße selbst durch die Sohlen der Stiefel. Schnell zurück in die Halle! Unter dem überdimensionalen Gesicht eines menschenähnlichen Wesens nahm er an der Wand Platz. Jemand musste wissen, dass er hier war und ihn bald aufklären. Er blickte zur Decke. Sicher saß darüber sein Peiniger und aß und trank und lachte über dieses Spiel. Wieso aber erinnerte sich Bakka an nichts? Man konnte ihm doch unmöglich sein Gedächtnis gestohlen haben. Vielleicht hatte es einen Kampf gegeben, bei dem ihm durch einen Schlag auf den Schädel seine Erinnerungen abhandengekommen waren? Das war es! Er betastete seinen Kopf: keine Beule, keine Schmerzen, kein getrocknetes Blut. Nur auf seiner Stirn brannte eine Schürfwunde, die er sich jedoch vorhin zugezogen hatte, als er sich wurmgleich gewunden hatte. Von außen kroch Hitze in die Halle. Bakka zog seinen Mantel aus und schleuderte ihn missmutig davon. Dabei regte sich etwas unter seinem Hemd. Etwas hing um seinen Hals, das er die ganze Zeit nicht bemerkt hatte. Eine Art Amulett. Er befingerte das Metall erwartungsvoll, hielt dann aber resigniert inne. Die matte Scheibe aus weißem Stahl war so eben und rein, wie der Turm von außen. Nichts stand darauf, keine Kerbe, keine Kratzer. Nicht der kleinste Hinweis auf irgendetwas. Achtlos ließ er es auf seine Brust zurückfallen, zog die Füße an den Körper und schlang die Arme um die Knie. Was sollte er jetzt tun, außer zu warten? Stunden vergingen, in denen nichts geschah. Der Wind raunte düster durch die Halle und blies feinen Staub hinein. Ansonsten blieb es still. Bakkas Magen knurrte und die Zunge klebte am Gaumen. Er würde hier verdursten. Die Abenddämmerung brach an. In ihm wuchs der Entschluss, hier zu verschwinden. Bevor er in diesem Turm dahinsiechte, würde er es eher riskieren, in der weiten Ödnis zu verrecken, mit der Hoffnung, doch noch Leben zu finden. Und etwas zu trinken. Wer versprach sich etwas davon, ihn hier sterben zu lassen? Niemand würde einen Menschen im Nichts aussetzen, ohne ihm den Grund für die Bestrafung zu nennen. Vielleicht hielt er sich aber auch schon länger hier auf. Hatte sich verlaufen und aufgrund des fehlenden Wassers sein Gedächtnis verloren. Oder er halluzinierte; war er verrückt und bildete sich das alles nur ein? Lange würde er es nicht mehr aushalten. Wie auch immer er in diese Situation hineingeraten war, offenbar musste er sich selbst aus dieser Misere befreien. Er stand auf, nahm seinen Mantel, warf ihn um die Schultern und verließ das Gebäude. Den Mantel musste er gleich wieder anziehen, denn nun fror er. Welche Richtung er einschlagen sollte, wusste er nicht. Es konnte sein, dass er nur ein paar Kilometer von einem Dorf entfernt war. Ginge er nun in die entgegengesetzte Richtung, dann würde er unter Umständen dem Tod in die Arme laufen. Aber er hatte keine Wahl. Stunde um Stunde trieb es ihn in die Nacht, und die Kälte nahm zu. Sein Mantel tat ihm zunächst einen guten Dienst, doch die eisige Luft fand ihren Weg, seinen Körper auskühlen zu lassen. Die Finger konnte er vor Steifheit kaum bewegen, jeder Schritt wurde zur Qual. Und nirgendwo gab es einen Unterschlupf, der wenigstens vorübergehend vor dem Wind hätte schützen können. Bakka war das Einzige, an dem sich der Nachtwind brach. Eine weitere Stunde verging, dann wurde der vertrocknete Boden zunehmend weicher. Ab und zu lagen baumhohe Felsbrocken herum, hinter denen Bakka sich kurz ausruhen konnte. Als er sich in eine enge Felsnische quetschte, bemerkte er, dass seine Hose an den Beinen nass war. Gleich griff er unter sich und betastete hoffnungsvoll den matschigen Boden. Wasser! Er grubseine Hände ins Erdreich und schaufelte den Matsch beiseite, grub minutenlang, bis eine kleine Pfütze entstand. Begierig schippte er sich das dreckige Wasser in den Mund, schmeckte die Erde. Doch es kümmerte ihn nicht. Es schmeckte nach Leben. Wer er auch immer er war, verdursten würde er nicht. Zumindest nicht jetzt. Schließlich hatte er sich den Bauch so vollgesoffen, dass die Anstrengungen dieses ersten Tages seines neuen Lebens ihren Tribut forderten: er schlief ein. Im Traum lag er wieder im schwarzen Turm. Er verließ seinen Körper, der regungslos auf dem Boden lag, und flog davon. Erst flog sein Geist in hoher Geschwindigkeit zwischen den Säulen umher, dann verließ er das Gebäude und umrundete es. Er stieg höher und höher, bis er die Spitze erreichte. Von dort oben überschaute er das Gebiet. Eine vollkommen leblose Landschaft, dessen Zentrum der Turm war. Doch weit am Horizont erkannte er einen grünen Streifen. In der anderen Richtung funkelte das Sonnenlicht auf einem Meer. Bakka ließ sich vom Wind treiben, schloss die Augen und dachte an nichts. Der Wind umspielte seinen körperlosen Geist, trug ihn sanft in höhere Gefilde. Es roch nach dem salzigen Meer und dem saftigen Grün eines Waldes. Dann flog sein Geist schneller, stürzte Richtung Erdboden. Er öffnete die Augen und sah in der Ferne einen schwarzen Berg, der sich durch das Grün pflügte. Bakka wollte umkehren, er spürte die Bedrohung, auf die er sich zubewegte, aber er konnte nicht anhalten. Der Berg kam näher, Bakkas Geschwindigkeit nahm zu. Der Berg bekam Arme und Beine. Auf seinen Schultern saß eine hässliche Fratze. Es war das Wesen aus der Verzierung in der Turmwand. Das Monster hob seinen gewaltigen Arm und streckte Bakka die Hand entgegen. Bakkas Geist wurde noch schneller. Er schrie tonlos, taumelte, und stürzte dem Giganten ins Maul … Bakka schreckte hoch, als der Morgen dämmerte. Sein Herz klopfte spürbar, und er brauchte eine Weile, ehe er die Realität als solche erkannte und den Traum einen Traum sein lassen konnte. Er lächelte und schüttelte den Kopf. Die Sonne schob sich über den Horizont, der Himmel war klar und leuchtete in einem warmen Orange, die Luft wärmte ihn angenehm. Doch in ein paar Stunden würde es wieder so heiß werden, dass jegliches Vorankommen unmöglich sein sollte. Er stand auf und schaute sich um. In der Nacht hatte er trotz Vollmond nicht mehr als Felsen und verdorrtes Buschwerk gesehen. Nun aber erblickte er vereinzelt Bäume mit dicken Ästen und flachen Kronen. Teppiche aus dünnem Gras wiegten sich im Wind. Dass sich die Landschaft so schnell verändert hatte, wunderte ihn. Vielleicht lag es an dem Turm, dass drum herum nichts lebte. Dieser prangte nach wie vor wie ein bedrohliches Monument am Horizont. Bakka war letzte Nacht gut vorangekommen, denn das Gebäude stand so weit weg, dass seine Konturen vom Dunst verwischt wurden. Er setzte seinen Weg fort und seine Hoffnung, weitere Wasserquellen zu entdecken, bestätigte sich. Nach ein paar Stunden stieß er sogar auf einen Bachlauf. Ein schmales Rinnsal, das die Gegend erblühen ließ. Dicke Sträucher drängten sich am Ufer, dicht bewachsen mit süß duftenden Beeren, die er nicht kannte. Eine nach der anderen schlang er ohne zu kauen herunter. Einen ganzen Busch pflückte er leer, bis das Sättigungsgefühl endlich einsetzte. Die letzten Ausläufer der Ödnis verliefen sich dann nach weiteren Stunden strammen Marsches. Der Turm war wie ein böser Traum am Horizont verblasst, die Wüstenlandschaft hatte sich in eine saftige Aue gewandelt. Das Gras wechselte in seinem Aussehen von Braun über Blassgrün hin zu Dunkelgrün. Mehr und mehr Bäume gruppierten sich, die flechtenbewachsenen Felsen schienen mit jedem zurückgelegten Kilometer zu schrumpfen. Auch die unerträgliche Hitze ließ nach. So genehmigte er sich eine Pause und aß Pflaumen, die in dieser Gegend in Hülle und Fülle von den Ästen hingen. Plötzlich raschelte es hinter ihm. Ruckartig drehte er sich um und blickte in das längliche Gesicht eines Monstrums.Doch es handelte sich um nichts weiter als ein Pferd. Sein braunes Fell stand struppig und matt ab, um den Hals baumelte ein verwitterter Strick. „Wem bist du denn davongelaufen?“ Er streichelte dem Pferd über den Kopf. „Kennen wir uns?“, fragte Bakka und kam sich im selben Moment dumm vor. Konnte es sein, dass es sogar sein eigenes Pferd war? Warum sonst gab es weit und breit keine anderen Tiere? Bisher hatte er nicht mal Insekten gesehen. Er setzte seinen Weg fort, und das Tier folgte ihm. So entschied er, einen Ritt auf ihm zu wagen. Gekonnt, als wusste Bakka, wie man sich darauf bewegte, schwang er sich auf den Rücken und drückte dem Pferd mit den Beinen in die Flanken. Er streckte sich, balancierte sich aus und saß sicher und fest. Und das Pferd akzeptierte seinen Reiter. „Bring mich nach Hause“, flüsterte er dem Tier ins Ohr und hoffte, dass es ihn verstand. Die Tage vergingen, die Gegend erblühte. Bäche schlängelten sich durch übersichtliche Wälder; das Land bekam endlich Konturen in Form von Hügeln und Tälern, sah nicht mehr lebensfremd aus, wie das Gebiet, aus dem Bakka hierher geflohen war. Überall gab es Insekten, Nager, Schlangen und Eidechsen. Hin und wieder sah er Rehe an den Waldrändern grasen. Doch von Menschen fehlte jede Spur. Dafür tat sich am Horizont ein Bergmassiv auf; ein gewaltiges Gebirge mit weiß- bedeckten Bergkämmen. Sicherlich würde es dort Menschen geben, vielleicht befand sich dort sogar seine Heimat. Bestimmt erwartete man ihn bereits und würde erleichtert sein, ihn endlich wieder zu sehen. Dann konnte man ihm mit seinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen und sein altes Leben hätte ihn wieder. Sein altes Leben ... Unwillkürlich versuchte Bakka sich zu erinnern und sogleich geschah erneut, was ihn schon im Turm niedergerungen hatte. Im vollen Ritt stürzte er unter einem schmerzhaften Aufschrei vom Rücken des Pferdes und schlug hart auf dem Boden auf. Minuten vergingen, ehe der Anfall endete. Als er aufstehen wollte, krampfte sein Rücken bei jeder Bewegung. Die Schmerzen waren so unerträglich, dass er nicht in der Lage war, das Pferd zu besteigen. So ging er mit dem Tier in einen nahegelegenen Birkenwald und beschloss, sich dort auszuruhen, bis er wieder reiten könnte. Das Pferd graste, dachte nicht daran, fortzulaufen, er selbst legte sich auf den moosbedeckten Boden und starrte zum Blätterdach hinauf. Stundenlang lag er dort und sammelte Eindrücke. Er beobachtete, wie sich die Blätter im Wind wiegten, wie das Sonnenlicht durch das Dach des Waldes blitzte. Er atmete den intensiven Geruch, den ein Wald an warmen Tagen entwickelt: Harz, Humus, morsches Unterholz. Bakka nickte ein. Eilig hatte er es ohnehin nicht. Natürlich wollte er sein Gedächtnis zurückerlangen und wissen, was es mit dem Erwachen in dem schwarzen Turm auf sich hatte, aber sobald ihn das Pferd nach Hause gebracht hatte, würde sich alles klären. Ein leichtes, unnatürlich rhythmisches Rascheln der Blätter holte ihn aus seinen Träumereien. Über ihm zitterten die Baumwipfel. Ein entferntes Grollen hallte dumpf zwischen den Stämmen, der Waldboden vibrierte. Bakka stemmte sich in die Höhe, der Schmerz unterlag der Neugier. Sein Pferd schnaubte, konnte kaum still stehen bleiben. Das Vibrieren wuchs zu starken Erschütterungen. Die Bäume wackelten, das Grollen wurde lauter. Bakka führte das Pferd am Strick hinter sich zwischen den Bäumen her und ging schnellen Schrittes zum Waldrand. Das Pferd wieherte, seine Augen waren aufgerissen. Er sprach seinem Pferd zu, versuchte es zu beruhigen, aber es wurde immer ängstlicher. Seine Angst übertrug sich jetzt auch auf Bakka. Was um alles in der Welt ging hier vor sich? Die Erschütterungen wuchsen zu einem Beben an, es donnerte, als fiele ein Berg in sich zusammen. Bakka floh aus dem Wald, rannte ins Freie.Plötzlich krachte es hinter ihm, Holz zerbarst. Er warf einen Blick zurück und erstarrte. Ein gewaltiges Monstrum, so hoch, dass die Baumwipfel ihm gerade mal bis zu den Knöcheln reichten, stampfte durch den Wald und zerstörte dabei alles, was ihm in den Weg kam. Es war das Wesen, das Bakka in seinem Traum gesehen hatte.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2020 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs