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Im Schatten des Jaotar


Freunde werden zu Feinden

von Rike Moor

fantasy
ISBN13-Nummer:
B07QKCRTWG
Ausstattung:
eBook
Preis:
1.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Selfpublishing
Leseprobe

Sie saßen zwischen ausgewachsenen Karakshubäumen. Das Sonnenlicht schien durch das an einigen Stellen aufgerissene Blätterdach säulenartig bis hinunter zum Waldboden. Hier wuchsen allerlei Pflanzen, die es in den sonst düsteren Dschungelabschnitten recht selten gab. Vereinzelt entdeckte Yriiel auf den Wurzeln verschiedenfarbige Glimmerfäden. Ihr fluoreszierendes Farbspiel lockte Insekten an. Einige verfingen sich in den hauchzarten Gespinsten fingerdicker Spinnen. Es war ein schöner Ort, er erinnerte ihn ein wenig an zu Hause, an das Wurzelwerk von Shadranaey. Beim Gedanken daran wurde ihm die derzeitige Situation wieder bewusst.

»Wie geht es nun weiter?«

»Nun«, meinte Landir und griff in seine Tasche, »der Ort hier ist sicher und wir sind nah genug. Ich fülle den Kristall mit dem Makra, während du für unsere Sicherheit sorgst.«

Jetzt war es so weit. In Yriiel rebellierte alles gegen dieses Vorhaben. Doch für einen Rückzieher war es zu spät und ihren Leuten wäre damit auch nicht geholfen. Also nahm er sich vor, Landir bei seinem Tun wenigstens nicht aus den Augen zu lassen.

»Das ist ja Nairis Kristall«, stellte Yriiel überrascht fest, als er das silberblaue Funkeln wiedererkannte.

»Falsch. Das ist der Kristall, den ich ihr anvertraut habe. Er gehört ihr aber nicht«, verbesserte Landir ihn. »So, und nun verschwenden wir keine Zeit mehr und fangen an. Es wäre besser für dich, wenn du nicht so nah bei mir stehst.«

»Soll ich auf was Bestimmtes achten oder dir nur nicht im Weg herumstehen?«, murrte Yriiel, der eigentlich in Landirs unmittelbarer Nähe bleiben wollte, um alles genauestens zu beobachten.

»Ja, da gäbe es die eine oder andere Kleinigkeit.«

»Na schön, was wäre das?«, hakte er genervt nach.

»Je mehr Abstand zwischen dir und dem konzentrierten Makra liegt«, belehrte Landir ihn, »desto weniger verlockend fühlt es sich für dich an. Es liegt also in deinem Interesse, da du außerdem auf Jaotare achten musst.«

»Jaotare? Sagtest du nicht, wir sind hier sicher?«

»Für den Moment, aber Jaotare reagieren empfindlich auf Magie. Sie werden davon angezogen wie Motten vom Licht. Also wäre es möglich, dass …«

Landir beließ es bei seiner Andeutung. Yriiel verstand auch so. »Schön, dass ich das jetzt erst erfahre.«

Klappentext

Die ersten Gefahren sind überstanden, aber bringen Probleme mit sich. Nairi hadert mit einer Entscheidung, die das Vertrauen zu Kantaro – ihrem ehemaligen Lehrmeister und einem der oberen Späher der Gruppe – schwer erschüttert. Zudem zieht sie eine Menge Aufmerksamkeit auf sich, da ihr Verstoß gegen das Magieverbot nicht ohne Folgen geblieben ist. In der Zwischenzeit erfährt Yriiel von einem dunklen Geheimnis seines Vaters, der ebenfalls die Jagd begleitet. Zum Wohle ihrer Leute lässt er sich in ein Geflecht aus Lügen und Heimlichkeiten verstricken, denn nur so kann er Schlimmeres verhindern. Doch das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Schon bald zeigt sich, dass die Bedrohung in einer anderen Ecke lauert und eine dunkle Macht im Spiel ist, mit der niemand gerechnet hat.

Rezension