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> Fantasy Bücher > Ich war die SKLAVIN SATANS
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Ich war die SKLAVIN SATANS, Doris E. M. Bulenda
Doris E. M. Bulenda

Ich war die SKLAVIN SATANS



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Eine Hand mit riesigen, scharfen Klauen krallte sich in meine Schulter und rüttelte mich unsanft wach. Mühsam öffnete ich die Augen und sah Satans Gesicht direkt vor mir. »Dir auch einen guten Morgen, Satan«, brachte ich heiser hervor. Ein dumpfes Knurren antwortete mir, während mich heiße Blitze aus dunkelroten Augen trafen. Die Krallen an der haarigen, knochigen Hand drückten sich noch ein bisschen tiefer in meine Haut. Die ersten Blutstropfen erschienen. Meine Güte, hatte der Kerl heute schlechte Laune. »Schau, dass du aus dem Bett kommst Menschensklavin, und bring mir meinen Morgentee.« Wieder ertönte dieses bösartige Knurren. Ich schüttelte die Hand auf meiner Schulter ab, was mir ein paar zusätzliche blutige Kratzer einbrachte. »Verdammt nochmal Satan, ich habe einen Pakt als Sex-Sklavin mit dir geschlossen. Von Küchendiensten war keine Rede. Lass dir deinen Tee gefälligst von deiner Großmutter bringen. Die bekocht uns hier schließlich!« Dieser normalerweise von Satan sehr geschätzte Witz ging heute ins Leere. Auch wenn sich die ganze Hölle immer wieder darüber amüsierte, wie schlecht des Teufels Großmutter kochte. Bei diesem aufgetakelten Weib wusste man außerdem nie, ob sie einen Verehrer im Bett vernaschen oder doch lieber als Hauptgang servieren würde. Oder auch beides, nacheinander. Die Augen des Höllenherrschers wurden größer und blutunterlaufen, das Knurren noch eine Tonart tiefer und lauter. »Schon gut, ich gehe ja schon. Was darf es denn sein für unseren Herrn Höllenfürsten? Ein Tässchen Gift und Galle? Oder bevorzugt der Herr Pech und Schwefel an diesen teuflisch-trüben Morgen? Dazu ein paar leckere Fliegenpilze, mit Knollenblätterpilz-Soße?« Auch dieser Scherz, eigentlich immer bestens dazu geeignet, Satan in gute Stimmung zu bringen, ging daneben. Aus seinem großen, breiten Mund wuchsen jetzt Reißzähne, bei denen ein Säbelzahntiger vor Neid erblasst wäre. Diese Zähne zielten dazu noch genau auf meine Kehle. Mit einem schnellen, gewagten Drehmanöver schaffte ich es, aus Satans Reichweite zu kommen und richtete mich mühsam auf. Nach unseren nächtlichen »Liebes«-Spielen war ich ziemlich angeschlagen, tiefe Bisswunden und Kratzer verzierten meinen ganzen Körper. Diese Nacht war er wieder in Hochform gewesen und hatte seinen ganzen Sadismus an mir ausgelassen. Schnell schnappte ich mir ein großes Tuch, wickelte es mir um den Brustkorb und knotete es an der Seite fest. So waren nur die Schultern und die Unterschenkel frei. In diesem Aufzug, barfuß noch dazu, schleppte ich mich stolpernd in die höllische Küche. Das wütende Knurren Satans folgte mir, aber zum Glück rannte er mir wenigstens nicht nach. Als ich die Teufelsküche betrat, erschauderte ich erst einmal. Dieser Raum war der kälteste Ort in der ganzen Hölle. Gleich nachdem ich hierhergekommen war, hatte ich mich sehr oft dort aufgehalten, um mich abzukühlen. Dass ich jetzt fror, sobald ich sie betrat, machte mir deutlich, wie sehr ich mich schon an die höllischen Klimaverhältnisse angepasst hatte. Ein kurzer Rundblick zeigte mir, dass wenigstens des Teufels Großmutter im Moment nicht anwesend war. Seit ich einmal aus Spaß und durchaus boshaft gemeint zu ihr gesagt hatte, sie sähe aus wie eine »neapolitanische Hafennutte«, legte sie es darauf an, diesem Kompliment auch gerecht zu werden. Mit jedem Tag wurde ihr Aufzug schriller, ihre Röcke und Oberteile kürzer und knapper, die Schminke auf ihrem Gesicht war nur noch in Zentimetern zu messen und ihre Sprache war eine Aneinanderreihung von Flüchen und unanständigen Wörtern, die sogar in der Hölle ihresgleichen suchte. Ihre Abwesenheit bedauerte ich nicht, denn ich sah zu meiner großen Freude, dass einer meiner Freunde aus der höchsten teuflischen Helfergarde anwesend war. Der damals mit Satan aus dem Himmel vertriebene, gefallene Engel Ilehiat stand am Herd und versuchte, das Wasser noch ein bisschen heißer zu bekommen als nur lächerliche einhundert Grad Celsius. Alle Höllenbewohner liebten Heißgetränke. Unbemerkt stellte ich mich neben ihn, streichelte seinen Rücken und begrüßte ihn mit leichten Küssen auf die Schultern. Ilehiat drehte sich zu mir um, legte seine Hände auf meine Schultern und musterte meinen Hals und meine Arme. »Na, war Satan heute Nacht wieder in bester Sadisten-Laune? Er hat dich ordentlich zerschunden, Menschensklavin – äh, ich meine Renata. Lass mal sehen.« Mit einer schnellen Handbewegung packte er meinen linken Arm und musterte ihn genau, während ich mit der rechten Hand einen großen Topf Wasser auf den höllischen Ofen setzte. Der arbeitete natürlich mit echtem, superheißem, loderndem Feuer und war trotzdem kühl im Vergleich zur Temperatur außerhalb der Küche. Ilehiats Zunge strich derweil sanft über meine Bisswunden und Kratzer und heilte sie damit. Tat das gut, ich stöhnte wohlig auf, als sich die offenen Wunden schlossen und durch heile Haut ersetzt wurden. Während ich die Spezialkräuter-Mischung für Satans Tee in den Topf warf, öffnete Ilehiat mein Umschlagtuch und betrachtete nachdenklich die Verletzungen auf meinem Bauch und meinen Oberschenkeln.


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