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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Ice - Warrior Lover 3, Inka Loreen Minden
Inka Loreen Minden

Ice - Warrior Lover 3



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2015
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Ich stehe auf meiner Dachterrasse und blicke über die Häuser und den Park. Er ist die einzige Grünanlage, in der die Bürger Erholung finden können, und tagsüber dementsprechend überfüllt. Zwar wachsen auf fast allen Dächern Pflanzen, doch die werden zur Nahrungsherstellung gebraucht. Anbauflächen sind rar in White City.


Die Stadt ist hell erleuchtet, obwohl es Nacht ist. Die Kuppel reflektiert das Licht und scheint selbst hellblau zu leuchten. Hier wird es nie völlig dunkel, außer, der Strom würde ausfallen. Das ist bisher jedoch erst ein Mal geschehen. Beinahe wäre eine Massenpanik ausgebrochen, aber der defekte Generator konnte schnell repariert werden.


Ich hingegen liebe die Dunkelheit. Meine Jalousien lassen kein Licht ins Apartment. Und keine Blicke. Ice bewohnt das Zimmer gleich nebenan, der könnte über die Dachterrasse in mein Apartment blicken.


Was er gerade macht?


Vater und ich leben in den obersten zwei Etagen dieses Hochhauses. Sie sind mit der besten Technik gesichert – hier drin kann mir nichts geschehen, Ice muss nicht rund um die Uhr an mir kleben. Komischerweise fehlt mir seine Nähe plötzlich.


Seufzend stütze ich mich an der Balustrade auf, schließe die Augen und genieße den zarten Wind, der mit meinem offenen Haar spielt. Es ist noch leicht feucht von der Dusche.


Morgens und abends sorgen gigantische Luftumwälzer dafür, dass sich der Sauerstoff unter der Kuppel gleichmäßig verteilt. Dank der zahlreichen Grünflächen auf den Dächern mangelt es uns nicht daran. Auch auf meiner Terrasse ist alles bepflanzt. Ich züchte exotische Gewächse, Palmen, Miniorangen, Erdbeeren … In meinem Reich sieht es aus wie in einem Dschungel. Mama hat mir wieder neue Samen mitgegeben, die es hier nicht zu kaufen gibt. Ich freue mich, sie morgen in die Erde zu setzen. Ich habe ja sonst nicht viel Beschäftigung, außer Vater zu politischen Treffen zu begleiten. Sie langweilen mich. Nachdem ich vor zwei Jahren meine schulische Ausbildung beendet habe, ist in meinem Leben nicht mehr viel geschehen. Vormittags lässt mich Vater Berichte in den Zentralrechner eintippen. Meist handeln sie von Ordnungswidrigkeiten oder anderen leichten Verstößen. Das war’s aber auch schon.


Wieso grenzt er mich aus? Wenn ich Senatorin werden soll, muss ich endlich in alles eingeweiht werden. Vertraut er mir nicht? Ich weiß, dass er Angst hat, ich könnte Mama berichten, was hier vorgeht. Dass angeblich hingerichtete Sklaven in Fabriken außerhalb der Stadt arbeiten müssen, um wertvolle Rohstoffe zu produzieren. Oder dass Warrior manchmal unangenehme Aufgaben erledigen müssen und als »Dank« ebenfalls zu den Fabriken versetzt werden, um dort Wache zu schieben. Weil sie dort von den Städten abgeschirmt sind und niemandem berichten können, was sich in White City. Korruption ist in dieser Stadt an der Tagesordnung. Ich weiß nicht, ob ich das ertragen kann. Ich wünschte, ich wäre bei Mama und meiner Stiefschwester, obwohl es in New World City auch nicht anders zugeht. Mittlerweile kenne ich viele geheime Informationen, die nie an die Ohren der Bürger gelangen dürfen. Gewiss gibt es mehr Geheimnisse, und bin mir nicht sicher, ob ich sie überhaupt erfahren möchte.


Ich sitze hier oben in meinem goldenen Käfig, während andere ausgebeutet werden, und fühle mich klein, nutzlos und verloren. Ich hasse mein Leben. Sollte ich es schaffen, in den Senat zu kommen, werde ich mein Bestes geben, um vieles anders zu machen.


Die Brise bringt die Blätter zum Rascheln und verfängt sich unter meinem Negligé; der zarte Stoff streichelt meine Haut. Normalerweise stelle ich mich gerne nackt an die Brüstung, da mich so weit oben niemand sehen kann und sich Vaters Wohnung auf der gegenüberliegenden Seite befindet, doch mit einem Warrior als neuen Nachbarn …


Als ich plötzlich ein Klirren höre, drehe ich den Kopf. Kam das aus meinem Apartment?


Schnell tapse ich über die Fliesen und luge in meine Wohnung. Da höre ich das Geräusch erneut, es kommt von nebenan! Als wäre ein Glas heruntergefallen.


Ich gehe über die Terrasse weiter, bis ich die Fensterfront erreiche, hinter der früher meine Leibwächterin Miraja geschlafen hat. Die Terrassentür ist offen. »Ice? Alles in Ordnung?«


In dem Raum ist es stockdunkel, nur aus dem Badezimmer dringt Licht unter der Schwelle hindurch.


Zögernd bleibe ich stehen. Ich kann nicht einfach in sein Reich eindringen. Andererseits – was, wenn ihm etwas zugestoßen ist?


Er ist ein Warrior, die können auf sich selbst aufpassen!


Wieso ist es jetzt nur so ruhig da drin? »Ice?«


Ach, ich sehe einfach nach!


Ich laufe über den weichen Teppich auf die geschlossene Tür zu und lausche.


Totenstille.


Vorsichtig klopfe ich. »Ist alles okay da drin?«


»Verschwinde!«, ruft er.


Ich zucke zusammen. Warum hört er sich wütend an? Vielleicht hat er sich wehgetan und sein Stolz ist verletzt. »Ich komme rein!« Mutig öffne ich die Tür und schnappe nach Luft.


Ice sitzt auf dem geschlossenen Toilettendeckel. Nackt. Offenbar hat er ebenfalls geduscht, denn sein Haar ist feucht und die Haut schimmert. Ich schlucke und versuche nicht zu lange zwischen seine Beine zu starren. Meine Güte, hat er ein Gerät, obwohl er nicht mal erregt ist.


Als ich mich gerade für meine Indiskretion entschuldigen möchte, bemerke ich die Glassplitter auf dem marmorierten Boden. »Was ist passiert?«


Seine Hand ruht auf einem Knie, Blut tropft auf die Fliesen, aber er scheint es nicht zu registrieren, sondern starrt mich nur wütend an.


»Du bist verletzt!« Behutsam setze ich einen Fuß vor den anderen, damit ich in keine Scherbe trete, bis ich bei ihm angekommen bin. »Zeig mal her.« Ich nehme einfach seine Hand und ziehe den Splitter heraus, der noch darin steckt. Dann reiße ich Klopapier ab, drücke es in seine Hand und tapse zwei vorsichtige Schritte weiter zum Verbandskasten, der neben dem Spiegelschrank hängt.


Offensichtlich hat Ice in seiner Wut eine Ampulle zerdrückt, die anderen hat er gleich mitsamt Schachtel gegen die Wand geschmissen.


Ich hole eine Kompresse und anderes Material heraus, um ihn zu versorgen, da sagt er weniger böse: »Gib mir nur den grauen Stift aus meiner Tasche.« Er deutet auf das Waschbecken. Dort steht ein kleiner Beutel, in dem sich eine Zahnbürste, Rasierer und andere Hygieneartikel befinden, unter anderem auch dieser Stift. Es ist ein Wundlaser. Ich reiche ihn Ice, und er verschweißt damit ohne mit der Wimper zu zucken den Schnitt.


Ich deute auf die Glassplitter zu seinen Füßen. »Warum hast du das getan?«


»Ich habe gehört, worüber dein Vater im Auto mit dir geredet hat.« Er klingt immer noch gereizt.


Oh Gott … Mir wird schlecht. »W-was hast du gehört?«


»Alles«, knurrt er und tippt sich ans Ohr. »Ihr gewöhnlichen Menschen vergesst immer, dass wir viel bessere Sinne haben als ihr.«


Er hat recht, an sein Supergehör habe ich nicht mehr gedacht! Außerdem sehen Warrior im Dunkeln ausgezeichnet und ihr Geruchssinn ist ebenfalls ausgeprägter. Sie sind die getunte Version von uns Normalsterblichen, ihr Erbgut wurde genetisch verändert. Die Warrior sind Supersoldaten.


Mein Herz rast, wie erstarrt bleibe ich vor ihm stehen. »Das darfst du niemandem erzählen! Der Senat würde dich auf der Stelle töten lassen und alle, die davon wissen!«


Schnaubend sieht er zu mir auf. »Jetzt wird mir klar, warum wir uns großartig fühlen, nachdem wir uns einen Schuss verpasst haben, und warum ich danach immer so extrem geil bin, dass ich mir einen runterholen muss.«


Hastig verdränge ich dieses Bild aus meinem Kopf. »Du nimmst dir keine … Sklavin?«


»Wann denn?«, fährt er mich an und steht auf, sodass er mich wieder überragt. »Ich war in den letzten Jahren nur als Bodyguard unterwegs und hatte kaum Gelegenheit, zwischen die Schenkel einer Frau zu tauchen.« Der glühende Blick aus seinen kühlen Augen ist auf mein aufreizendes Negligé gerichtet.


Mist, hätte ich mir doch etwas übergezogen!


Während ich ständig über meine Schulter schaue, damit ich nicht ins Glas steige, gehe ich langsam rückwärts. Er macht mir Angst. Ich bin allein mit ihm, niemand würde mich schreien hören. Vaters Wohnung liegt auf der anderen Seite des Hausflures, außerdem ist er oft bis spätnachts auf seinen Versammlungen.


Verstörende Bilder flackern in meinem Kopf auf, Ausschnitte von der Show, in der sich die Warrior an den Sklaven vergehen. Vor laufenden Kameras. Manche Männer sind extrem brutal und nehmen keine Rücksicht, andere sind zurückhaltend, ja, sogar ein wenig einfühlsam – doch am Ende sind sie nur auf Sex aus, ob die Sklavin will oder nicht.


Zu welcher Sorte gehört Ice? Im Moment scheint er sehr erzürnt zu sein. Seine Nasenflügel beben, die Muskeln in seiner Brust zucken.


Mein Magen verkrampft sich. »Du musst die Ampullen nehmen, oder …«


»Oder was?« Plötzlich hebt er mich hoch, drückt mich an meinem Po gegen seinen Unterleib und drängt mich an die Wand, sodass er zwischen meinen geöffneten Beinen steht. »Hast du Angst, ich würde über dich herfallen?«


Ich schlucke. Sein Penis presst sich genau auf meinen Schritt, und ich trage nur ein dünnes Höschen. Wird er gerade hart? »Nein, es ist nur …«


»Was?«, fragt er dunkel. Sein Blick ist in meinen Ausschnitt gerichtet. Meine Nippel sind steif und zeichnen sich deutlich durch den Stoff ab. Ich komme mir nackt vor. Nackt und ausgeliefert. Ich habe Angst vor diesem starken Mann, und doch erregt mich der Gedanke, er könnte mich hier nehmen. An der Wand, im Stehen. Nicht brutal, sondern einfühlsam. Er würde mich küssen. Überall. Bis ich feucht genug für ihn bin.


Prompt beschleunigt sich der Pulsschlag zwischen meinen Beinen. Ice ist ein Warrior, ich die Tochter eines Senators – Vater würde uns beide töten. Also denk nicht mal daran, Veronica! »D-dein Körper hat sich über die Jahre an das Zeug gewöhnt, du wirst Entzugserscheinungen haben.«


»Na und! Ich habe Schlimmeres überstanden.« Kurz schweift mein Blick zu seinem Bauch, auf dem unterhalb des Nabels Narben zu erkennen sind. Was ist ihm passiert? Sind das Brandzeichen? Als hätte man ihn markiert. Mit einem N … W … C … Das steht für New World City!


Ich halte mich an seinen Oberarmen fest und starre auf seine rasierte Brust, den Kehlkopf, die Fältchen um seinen Mund. Dieser Mund … Wie er wohl schmeckt? »Du könntest am Entzug sterben«, wispere ich. Mein Hals ist trocken, mein Herz rast, und noch immer hält er mich fest.


Sein Gesicht kommt so nah, dass er mich fast mit den Lippen berührt. »Hör auf, mich überreden zu wollen, ich werde das Zeug nicht nehmen! Und du wirst niemandem ein Wort sagen.«


»Was, wenn doch?«, wispere ich.


Intensiv mustert er mich, ohne mir eine Antwort zu geben – plötzlich schnuppert er an meinem Hals. Oh Gott, wieso macht er das?


»Okay, ich halte den Mund. Aber nur, wenn du auch nichts sagst«, stoße ich hervor und kralle die Finger in seine Haut.


Langsam und mit Druck reibt er seine Erektion an meinem Schoß. »Wir haben uns gegenseitig in der Hand, Prinzesschen.«


Ich stehe in Flammen, mein Unterleib pocht. »Ich könnte Vater sagen, dass du diese geheimen Informationen gewaltsam aus mir herausgeholt hast.«


»Gewaltsam?« Eine seiner Brauen hebt sich spöttisch. »Ich müsste bei dir gar keine Gewalt anwenden. So, wie sich deine Pussy nach mir verzehrt, würdest du mir alles verraten, bloß damit ich dich ficke.«


»Das ist eine unverschämte Lüge!« Mein Gesicht glüht. Mein Körper steht in Flammen.


Er lächelt diabolisch. »Leugnen hilft nichts. Ich kann sie riechen. Sie lechzt vor Geilheit.« Er drückt mich noch fester an sich, sodass mein Kitzler hart klopft, und trägt mich über die Scherben aus dem Badezimmer bis in mein düsteres Apartment. Wird er mit mir schlafen?


»Ice«, flüstere ich, als er auf mein Bett zusteuert. »Bitte sei sanft, ich habe ein bisschen Angst.«


Behutsam legt er mich ab und deckt mich zu. Es ist stockdunkel, doch der Spott in seiner Stimme ist nicht zu überhören. »War das sanft genug? Und jetzt träum süß von mir, Prinzessin.« Seine große Silhouette zeichnet sich vor der offenen Terrassentür ab.


Hastig richte ich mich auf. »Was machst du?« Er kann doch jetzt nicht einfach gehen?


»Ich mache das, was ich jeden Abend mache, also komm nicht noch mal in mein Zimmer«, sagt er bestimmend, dann ist er weg.


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