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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Gut und Boese , Vivian M. Woodford
Vivian M. Woodford

Gut und Boese


Im Bann der Finsternis

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„Nein. Das ist ein Witz. Oder eine Redewendung von ihr. Er ist nicht ihr Sohn, oder? Oder? Oder doch?“ Mia wurde immer unsicherer, je mehr sie sagte. „Doch Mia. Das ist Dzamel. Chiones Sohn“, erklärte Anarcén. Luca schien vom Glauben abzufallen. „Dann bist du sein Vater?“ „Nein“, sagte dieser nur. Seine Stimme wurde fest. „Das – Das verstehe ich nicht.“ Verwirrt schaute Mia zwischen Anarcén, Chione und Dzamel hin und her. „Aber-“, setzte sie an, verstummte dann jedoch, da Claudius dazwischen quatschte. „Frau Theoris. Sie haben doch nicht vor, Dzamel wirklich hier heraus zu holen? Er ist nicht ohne Grund hier. Er ist der Sohn von Abaddon!“ „Er ist auch mein Sohn! Und mir gefällt das gar nicht, dass man ihn hier gefangen hält! Und das auch noch unter solchen Bedingungen!“, fauchte Chione. „Oh oh. Sie ist wütend“, Dzamel klang amüsiert. Und Mia fragte: „Wer ist Abaddon?“ Claudius schien sich sehr unwohl in seiner Haut zu fühlen. Er murmelte was von wegen, dass er den Job als Hilfspolizist hätte annehmen sollen. „Ich glaube, mal was über Abaddon gelesen zu haben. Das ist irgendein Dämon“, erinnerte Luca sich. „Chione hatte SEX MIT EINEM DÄMON?“, Mia schrie den Rest des Satzes fast. Anarcén warf ihr einen so finsteren Blick zu, dass sie sofort verstummte und Luca zwischen sich und Chiones Freund schob. Dieser beschwerte sich natürlich, dass sie ihn als Schutzschild benutzte. „Sag mal, sind die immer so?“, fragte Dzamel seine Mutter. „Ja. Und ich habe das nicht vermisst“, stöhnte Chione, dann wandte sie sich wieder ihrem Sohn zu. „Wie schon gesagt, ich bin hier, um dich mitzunehmen.“ Sie ging auf Dzamel zu und griff nach den Ketten. „Bist du dir sicher, dass du die einfach zerreißen kannst?“, fragte Dzamel. „Ne“, Chione riss an den Ketten. Es gab einen lauten Krach und ein Alarm ertönte. „Aber es heißt doch, dass Mütter Superkräfte entwickeln können, wenn ihre Kinder in Gefahr sind.“ „Oh nein.“ Claudius sah aus, als würde er kurz davor stehen, in Ohnmacht zu fallen. „Warum muss so etwas immer in meiner Schicht passieren?“ „Können Sie uns hier rausbringen?“, fragte Chione ihn. „Um Himmels willen!“ Er fasste sich an seinen Kopf. „Na ja, egal. Wir finden auch alleine raus“, Chione packte Dzamel am Arm und riss ihn hoch. An Luca, Mia und Anarcén gewandt sagte sie: „Wir müssen uns beeilen. Ich habe ausversehen den Alarm ausgelöst.“ „Das ist nicht zu überhören!“, brüllte Anarcén über die Sirenen hinweg. „Aber war dir das nicht klar, dass wenn du die Ketten rausreißt, ein Alarm losgehen würde? Das hier ist immerhin Obscuro Securitas.“ „Hab nicht drüber nachgedacht“, antwortete sie, während sie in Richtung Fahrstuhl rannten. „Hab nicht drüber nachgedacht! Unglaublich! Und sowas soll das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse aufrechterhalten…“, fluchte Anarcén vor sich hin. „Hör auf, dich zu beschweren und hilf mir, alle hier rauszuholen“, meinte Chione. Sie standen vor dem Fahrstuhl. „Der ist außer Betrieb, wenn die Sirenen angehen, damit keiner abhauen kann. Man kann nur von oben nach unten“, sagte Dzamel. „Na toll. Und jetzt?“, Mia hatte ihre Stimme wiedergefunden. „Ich mache das schon.“ Dzamel löste sich einfach so in schwarzen Rauch auf und war verschwunden. Seine Ketten fielen zu Boden. Die Magie war erloschen, als sie aus der Wand gerissen wurden. „Ist der jetzt einfach abgehauen?“, fragte Luca ungläubig. „Nein, er kommt grade zurück.“ Chione musste lächeln und schaute zum Fahrstuhl. Von innen konnte man den Fahrstuhl bestimmt wieder nach oben bringen. Die anderen folgten ihrem Blick. Die Anzeige zeigte an, dass jemand herunterfuhr. Doch der andere Fahrstuhl fuhr jetzt auch nach unten. Und man hörte von überall, dass Wachen auf dem Weg waren. „Och nö“, stöhnte Chione. „Darauf habe ich jetzt echt keine Lust.“ Sie sah Anarcén an. „Kannst du aufpassen, dass Luca und Mia nichts passiert?“ „Was hast du vor?“ „Ich will nach oben, die Wachen aufhalten. Auf jeden Fall einen Teil von ihnen.“ „Okay. Aber pass bitte auf dich auf.“ In seiner Stimme erkannte sie Besorgnis. Chione vermutete, dass er daran dachte, dass sie gerade erst aus ihrer Gefangenschaft bei Azazel entkommen war. Doch es war jetzt keine Zeit für Gerede. Wenn sie lebendig hier rauskommen wollten, mussten sie sich beeilen. Chione konzentrierte sich darauf, jetzt in der ersten Etage von Obscuro Securitas zu sein. Sie spürte, wie auch sie, wie ihr Sohn zuvor, sich auflöste und nun war sie nur noch ein Gedanke, den sie überall hinlenken konnte, wo auch immer sie wollte. Das Letzte, was sie von dem Gang sah, waren Luca und Mias entsetzte Gesichter. Sie musste ihnen später eine Menge erklären. Als nächstes manifestierte sie sich dort, wo sie hinwollte. In der ersten Etage von Obscuro Securitas. „Noch jemand!“, hörte sie eine Stimme rufen. Man hatte sie entdeckt. Und sie schloss aus dem Ausruf, dass Dzamel zuvor an genau dieser Stelle aufgetaucht war und sich dann einen Aufzug genommen hatte. Es kamen ein paar Wachen auf sie zugelaufen. Darunter waren Menschen, aber auch Dämonen, die menschlich aussahen. Mit dem einzigen Unterschied, dass ihre Augen schwarz oder rot waren. Es waren Dämonen von sehr niederem Rang, die von bestimmten Menschen oder Wesen kontrolliert werden konnten. Hochrangigere Dämonen würden so etwas niemals zulassen. Diese Menschen waren auch keine normalen Menschen. Sie waren so wie Anarcén, sie verfügten über magische Fähigkeiten und waren nicht so leicht verwundbar. Allerdings waren sie, im Gegensatz zu Anarcén, nicht unsterblich. Denn dieser hatte seine Fähigkeiten von Chione bekommen, die dafür einen Teil ihrer eigenen Lebensenergie hergeben musste, wovon sie sich lange hatte erholen müssen. Diese Menschen hatten ihre Fähigkeiten von Dämonen, Engeln oder Göttern erhalten, von denen sie auserwählt wurden. Chione zückte ihre Waffen. Erst eine Pistole. Natürlich befanden sich keine normalen Kugeln in ihrem Magazin, sodass sie tödlich für ihre Gegenüber waren. Sie schoss, zwei fielen gleich tot um und einer wurde in der Hüfte getroffen. Dabei musste Chione selber ausweichen, denn nicht nur sie war im Besitz einer Pistole. Chione steckte ihre Waffe wieder weg und hielt einen Augenblick später zwei kurze Schwerter in der Hand. Ihre Gegner waren ihr schon ziemlich nah. Sie parierte den Angriff eines Dämons und wirbelte herum, um auch den eines Menschen zu parieren, dann schlug sie zu beiden Seiten gleichzeitig zu und spießte den Dämon und auch den Menschen auf. Dabei kam ein weiterer Dämon auf sie zugelaufen, den sie wegtrat. Er flog gegen die Wand und war bewusstlos. Sie musste nicht unnötig töten, deswegen beließ sie es dabei. Ein seltsames Brüllen ließ die Kämpfenden innehalten. So ein Geräusch hatte noch niemand der Anwesenden gehört. Donnernde Schritte ließen den Boden vibrieren, als etwas sehr Schweres immer näherkam. Die Wand des Korridors zerbarst und ein abscheuliches Wesen kam durch das klaffende Loch. Chione stockte der Atem, genau wie ihren Gegnern. Keiner von ihnen hatte je solch ein Ding gesehen. Es war komplett weiß, als hätte seine schrumpelige und trockene Haut noch nie einen Sonnenstrahl abbekommen. Das Ungeheuer war riesig. Drei Meter hoch und es hätte auf den ersten Blick an einen Drachen erinnert, aber es war keiner. Es hatte Klauen und lief auf vier Beinen, hatte einen langen Hals und einen länglichen Kopf. Aber der Kopf war gespalten und von seinem Maul hing die Haut in Fetzen herunter. Seine Augen waren milchig, aber blind war das Wesen nicht. Es hatte auch einen Schwanz, dieser begann in einem und endete in dreien. Jeder hatte einen Stachel am Ende. Mehr konnte Chione nicht beobachten, denn das Ding packte die Wachen, die ihm am nächsten standen mit seinem Maul, schluckte sie in einem Stück herunter und wandte sich dann ihr zu. Chione reagierte schnell und stieß ihr Schwert nach vorne. Sie traf auch. Das Ding brüllte wieder. Es klang, als würden mehrere Wesen gleichzeitig brüllen, dieser Ton stammte nicht aus dieser Welt. Dann verschwand es, so schnell wie es gekommen war, durch das Loch in der Wand. Chione sank zu Boden und hielt sich die linke Seite ihrer Taille. Das Ding hatte sie gebissen, als sie ihr Schwert in seine Haut gebohrt hatte. Ein unglaublich heftiger Schmerz durchfuhr sie, so heftig, dass sie ganz kurz das Bewusstsein verlor. Es drehte sich alles und sie konnte zunächst nicht aufstehen, weil sie immer wieder hinfiel. Das Wesen hatte giftige Zähne gehabt und Chione beim Biss vergiftet. Sie sah an sich herab, denn langsam ließ der Schwindel nach. Eine klaffende, blutende Wunde war an ihrer Seite. Sie blutete und dazwischen war eine schwarze, schmierige Substanz. Das Gift. Sie stöhnte und stand schwankend auf. Sie musste zu den anderen. Bestimmt waren sie schon ganz oben beim Eingang des Gebäudes. Also lief sie auf den Fahrstuhl zu und fuhr nach oben. Der Klang der Sirene dröhnte in ihren Ohren. Zum Glück hatte sie ihr Korsett an, das sich von selber flickte. So sah man ihre Wunde nicht und das Blut wurde zurückgehalten. Denn aus irgendeinem Grund verhinderte das Gift, dass ihre Wunde heilte. Und das verhieß nichts Gutes.


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