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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Felis Vigor, Angela Planert
Angela Planert

Felis Vigor



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„...mein lieber Nurel!", hatte der Mann ihn genannt. Nurel war sich nicht bewusst, wer dieser Mann war. Er hatte keine Kenntnis darüber, wie er in diese Lage geraten war, und schon gar nicht, wer er selbst war. Er hatte nur diesen Namen: Nurel.


Langsam ließen die Schmerzen nach, die seinen ganzen Körper plagten. Vorsichtig versuchte er sich zu bewegen. Entsetzliche Kälte überkam ihn, er begann zu zittern. Seine Arme waren so weit auseinander gebunden, dass es ihm nur unter Schmerzen möglich war, seinen Oberkörper zu bewegen. Nurel hatte diesen Mann nicht gesehen. Diese Mondsteine hatten seinen ganzen Körper gelähmt, so dass er nicht fähig war, auch nur die Augenlider zu öffnen. Was hatte er wohl verbrochen, dass man ihn so folterte? Die Fesseln an seinen Handgelenken waren eng zusammengeknotet. Verzweifelt versuchte er seine Hände frei zu bekommen. Er spürte die rauen Stricke, die ihm die Haut abscheuerten. So sehr er auch zerrte und zog, Nurel konnte sich nicht befreien. Plötzlich zuckte der Gefangene zusammen. Sein Herz begann wild zu pochen. Er spürte eine weiche, große Pfote auf seiner Brust. Dann folgte eine zweite Pfote, die sich durch das Gewicht des Tieres tief in seinen Bauch drückte. Eine schnuppernde kalte Nase fuhr ihm über den Rumpf. Was mochte das für ein Getier sein? Für eine Katze waren die Tatzen zu groß und zu schwer, ein Wolf hatte keine weichen Pfoten. Nurel sah seine letzte Stunde gekommen. Starr vor Angst wagte er kaum zu atmen. Eine raue Zunge schleckte ihm die Brust ab. Die Pfote erhob sich, um zu scharren, und riss mit den Krallen die Haut des Gefangenen auf. Erschrocken schrie Nurel schmerzvoll auf. Verängstigt jagte das Tier davon, wobei sich seine Krallen abermals in Bauch und Brust bohrten. Ein lauter Aufschrei hallte durch die Nacht. Tapfer schluckte Nurel seinen Schmerz hinunter. Das frische Blut würde mit Sicherheit die Wölfe anlocken. War sein Schicksal besiegelt? Unerwartet stellte er fest, dass der Strick an seinem linken Handgelenk etwas nachgab. Er sammelte all seine Kraft und zog mit der Hand kräftig an seinen Fesseln. Er presste dabei die Lippen aufeinander. Endlich löste sich der Knoten. Aufgebracht streifte Nurel seine Augenbinde ab, entfesselte zuerst seine rechte Hand und schließlich seine Füße. Ein markerschütternder Schrei aus der Ferne hallte durch die Nacht. Nurel schaute sich um. War er nicht der Einzige, der hier gequält wurde? Ringsherum erblickte er die verkohlten Baumstümpfe, Reste eines niedergebrannten Waldes, so weit er sehen konnte. Genau über ihm standen die beiden Monde und beleuchteten seinen Körper. Sein Rumpf, die Gliedmaßen, alles war blutverschmiert


 


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