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> Fantasy Bücher > Europa brennt!
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Buch Leseprobe Europa brennt!, Gar Niemand
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Europa brennt!



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Annes verlorene Unschuld Anne war Anfang vierzehn, als sie das erste Mal von ihrem Gutsherrn vergewaltigt wurde. Es geschah in einer rauen, regnerischen Okto- bernacht im Jahre 1739. Das Wetter tobte, der Gutsherr war halb besoffen und schlecht gelaunt. Seine Frau hatte erst letzte Nacht schon das zwei- te Kind in Folge verloren. Das machte ihn wü- tend auf sie. Er dachte: Was habe ich schon, drei Töchter, aber keinen Nachfolger, der die Dynas- tie der von Reichenbaachs aufrechterhalten kann? Er hielt sich selbst nicht mehr aus. Spät am Abend trank er Wein, er war allein. Doch allein sein wollte er nicht. Er hatte gegessen, getrunken und seine Frau schon seit Wochen nicht mehr berührt. Und jetzt noch der tote Sohn, der sein Nachfolger hätte werden können. Hastig trank er einen weiteren Becher Wein, der nun schon weit über dem Durst lag. Er spürte das Verlangen, eine Frau zu besteigen. Seine Frau musste es nicht sein, dachte er – denn genau heute hatte er etwas viel Appetitlicheres entdeckt. Es war die geniale Gelegenheit: jung, hübsch und in seinem Besitz. Die junge Magd Anne kam letzten Vollmond in sein Haus. Sie war eine Art Mitbringsel seines Vogts. Der hatte die liebliche, fromme Tochter des Müllers einfach als Pfand für Schulden mitgenommen. Selbst schuld, wer seine Abgaben nicht fristgerecht leis- tet. Solch rüdes Verhalten gefiel dem rauen Herrn, besonders wenn es von solch vorzügli- chem Vorteil für ihn war. Ohne wirklich zu überlegen, ging er zu den Behausungen der Mägde und verlangte nach ihr. Das Kind schlief schon, aber das war ihm egal. Seine Phantasie war schon zu weit fortgeschrit- ten, als dass er sich jetzt noch von dem Vergnü- gen hätte abbringen lassen. Warum auch? Sie war ja sowieso sein Eigentum. Ohne auf die anderen achten, fiel er über das jun- ge Ding her. Dabei versündigte er sich so sehr, dass die Geschichte seine Familie von diesem Moment an auf eine unüberschaubare und ungeheure Zukunft zusteuerte. Zugleich sollte ganz Europa darunter leiden.


 


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