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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die wissbegierige Magierin, Marlene Beer
Marlene Beer

Die wissbegierige Magierin


Magie der Natur Band 2

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Für Drahbegg und Phinns Mutter war es gar kein Problem, dass die beiden Dhenn nachreisten. Soweit verlief alles reibungslos und ganz nach Plan. Auch der Teil, in dem sich Arah und Phinn unbemerkt im Wagen des Stoffhändlers Jona versteckten, verlief reibungslos. Niemand bemerkte, als die beiden heimlich die Plane des Wagens anhoben, in den Wagen kletterten und sich unter den vielen bunten Stoffballen eingruben. Als sich bei Sonnenaufgang die Wagenkolonne der Händler rumpelnd und polternd über den Kiesweg hinaus aus Gelderland und in den Lutizienwald begab, ahnte niemand, dass sich zwei blinde Passagiere an Bord befanden. Drahbegg wunderte sich zwar, warum Arah ohne Frühstück und mitten in der Nacht mit Phinn aufgebrochen war, doch er wusste ja wohin sie unterwegs waren und machte sich keine Sorgen. Phinn war ein anständiger Junge, er würde gut auf das Mädchen aufpassen. Wenn sie denn überhaupt Schutz benötigte. Ihm war aufgefallen, dass sich Arah in der letzten Zeit verändert hatte. Etwas war mit ihr vorgegangen, doch er kam nicht darauf, was es war, noch hatte er eine Ahnung, was der Auslöser sein konnte. Vielleicht war es das Alter, oder der Junge… Drahbegg wusste, dass sich Arah langsam entscheiden musste, was sie mit ihrem Leben machen wollte. Elenor hatte ganz recht. Er nahm sich vor noch einmal mit ihr darüber zu reden, wenn sie wieder zurück waren. Doch wie bei den meisten Plänen kam es auch hier anders. Und so begann das Abenteuer. Der grün gekleidete Fremde saß auf seinem Kutschbock, hielt die Zügel seines braunschwarz gefleckten Pferdes locker in der Hand und lächelte unergründlich in sich hinein. Als der Händlerzug am ersten Abend rastete, hatte noch niemand unsere beiden Helden bemerkt. Arah genoss die Aufregung und die Gefahr, auch wenn es langsam etwas langweilig wurde, den ganzen Tag in den dicken Stoffballen versteckt zu bleiben, stumm und regungslos. Zudem kamen die Wagen auf den holprigen, schlechten Waldwegen nur sehr schwer vorwärts und die beiden wurden ordentlich durchgeschüttelt. Phinn hatte mit der ganzen Situation weniger Probleme als Arah. Er verschlief schlichtweg den Großteil ihrer Reise. Arah musste lediglich dafür sorgen, ihn hin und wieder anzustupsen, wenn er wieder mal zu schnarchen begann. Der Stoffhändler war zwar schwerhörig, aber nicht taub. Wie Phinn so viel schlafen konnte, war Arah ein Rätsel. Sie hoffte nur inständig, dass er rechtzeitig aufwachen würde und ihr sagen konnte, wann sie abspringen mussten. Für sie selbst sahen die vorbeiziehenden Bäume, Büsche und sonstigen Waldgewächse alle gleich aus. So verstrichen die nächsten beiden Tage. Sie versteckten sich tagsüber auf dem Wagen und schlichen sich nach Möglichkeit nachts herunter, um sich etwas die Beine zu vertreten, die steifen Glieder zu strecken und menschlichen Bedürfnissen nachzugehen. Es war ein Wunder, dass sie noch keiner entdeckt hatte. Arah konnte es kaum erwarten endlich anzukommen. Es war doch ziemlich unbequem den ganzen Tag inmitten riesiger Stoffballen versteckt zu liegen, stets darauf bedacht sich ja nicht zu bewegen und dadurch zu verraten. Außerdem wurde es immer eintöniger und langweiliger. Sie wagten es nur wenige flüsternde Unterhaltungen zu führen, aus Angst entdeckt zu werden. Diese Angst war tatsächlich ein ständiger Begleiter und für Arah ein belebendes Gefühl, das sie richtig genoss. Sie hatte das Herz einer echten Abenteuerin. Am vierten Tag ihrer Reise sollte es soweit sein. Phinn, der scheinbar endlich ausgeschlafen hatte, lag auf dem Bauch inmitten riesiger purpurfarbener Leinenstoffe aus dem lediglich seine Nase und die Augen hervor lugten und spähte durch den schmalen Schlitz zwischen Wagenplane und Holzrahmen hinab auf den erdigen Grund. Arah war heilfroh in einer Kutsche reisen zu können und dass Phinn sie begleitete, der den Weg kannte. Alleine hätte sie sich sicherlich hoffnungslos verirrt. Sie schauderte. Woher kam ihr das nur bekannt vor… „Jetzt“, flüsterte Phinn.


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