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> Fantasy Bücher > Die Welt der Anderen – Zwei Pfade
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die Welt der Anderen – Zwei Pfade, Tobias Schiller
Tobias Schiller

Die Welt der Anderen – Zwei Pfade



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Nun liege ich hier am Abgrund. Mein Grab erwartet mich umgeben von scharfkantigen Felsen und unvergänglichem Feuer. Schon bald werde ich in die Tiefen hinab sinken – zu alt und zu schwach, um mich im Leben erneut auf die Füße zu stemmen.


So will es unser Brauch: Wer fällt, der soll fallen – hinab auf der Rampe in das unendlich wirkende und dunkle Nichts. Letztendlich hat mir die Zeit gezeigt, dass sie mein unbezwingbarer Gegner in diesem Leben ist. Unmöglich war der Sieg gegen sie: Keiner war je in der Lage sie zu verstehen, und daher auch keiner in der Lage sie zu bezwingen.


Doch ich, Kelsar, bereue jetzt nichts mehr. Keine meiner Taten, keine meiner Entscheidungen und keines meiner Abenteuer in diesem Krieg. Mein Sohn, Entar, ist der einzige, der um mich trauert. Wäre doch meine geliebte Aynn hier. Vielleicht sehe ich sie nun endlich wieder nach all den Jahren. Sie hätte nicht so jung sterben dürfen – und nicht auf diese Weise! Entar ist mein Vermächtnis, mein Erbe. Er ist jung, aber nicht zu jung, um unseren Weg weiter zu beschreiten. Wir Ferraner vererben so gerne Waffen, Land und Reichtum. Als sei das alles, was unser Leben bestimmt und ausmacht. Dieses Leben, das so von Verrat, Grenzen und Ignoranz gepeinigt ist.


Meinem Sohn vererbe ich jedoch etwas anderes. Dieser Sohn, dessen Tränen fließen können, dessen Herz brennt und dessen Fähigkeiten die meinen noch bei weitem übersteigen werden, wird jene Welt bewahren. Weine nicht, Entar! Deine steinerne Haut, geziert von edelstem Metall, wird dich schützen. Und doch blickst du so hilflos und verzweifelt auf mich herab. Dich bestürzt der Anblick von meinem Ende – wie ich langsam in die Tiefen rutsche und mein Schicksal akzeptiert habe. Akzeptiere du dein Schicksal nicht, solange dieses Feuer in dir brennt! Lenke dein Leben und den Lauf dieser Welt mit Stärke und Geschick, wie ich es einst versuchte. Große Taten liegen vor dir, mein Sohn! Der Schlüssel zu diesem Abenteuer wird mein letztes Vermächtnis an dich sein…


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