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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die Tochter des Mondes, Aileen P. Roberts
Aileen P. Roberts

Die Tochter des Mondes



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 Ronan kämpfte wie besessen gegen die Horden von Orks. Von dem Stein aus hatte er zwar eine gute Position, doch ewig würde er nicht durchhalten können. Er konnte sein Bein, in dem der Pfeil steckte, nicht mehr richtig belasten und die flache Seite einer Orkklinge hatte ihn am Kopf erwischt. Immer wieder tropfte ihm Blut in die Augen, das er wegwischen musste. Hier und da schlugen Pfeile neben ihm in die Felswand, doch die Bogenschützen schienen schlecht ausgebildet zu sein. Einst hatte Dallador den Ruf gehabt, die besten Bogenschützen von ganz Rhivaniya auszubilden, aber das hatte sich geändert, nachdem Zaccaro Anführer der Armee geworden war. Er nahm jeden gewissenlosen Söldner auf, der auch nur ein Schwert in der Hand halten konnte. Auf Bogenschiessen wurde nicht mehr allzu viel Wert gelegt. So traurig das an sich war, Ronan kam es jetzt zugute. Doch der nicht enden wollende Strom von Soldaten und Orks war schon verheerend genug. Ronan wurde von links hart von zwei Orks bedrängt und es gelang ihm, einen kampfunfähig zu schlagen. Anschließend blickte er sich kurz um und drehte sich dann zurück zu dem zweiten Ork, da von rechts momentan scheinbar kein Angriff kam. Er schlug auf den Ork ein, der einen Treffer einsteckte, aber mit einem Knurren erneut auf ihn zusprang. Doch Ronan trennte der stinkenden Kreatur ein Bein ab. Dann hob er den Arm und wollte gerade zum letzten, ver­nichtenden Schlag ausholen, als ihm eine Klinge in die rechte Seite, ein Stück oberhalb der Hüfte, fuhr. Ronan keuchte auf und klappte halb zusammen. Als er aufsah, blickte er in das teuflische Grinsen von Drawed, der am Rande des flachen Felsens stand. In Draweds Wange war eine klaffende Wunde zu sehen und sein ganzes Gesicht war blutverschmiert, was ihm einen noch dämonischeren Ausdruck verlieh. Ronan presste seine linke Hand auf die Wunde, aus der das Blut schoss.

»So, jetzt bis du fällig«, schrie Drawed geifernd.

Die Angriffe waren eingestellt worden. Alle starrten gespannt auf die beiden Männer. Doch plötzlich packte ein verletzter Ork im Todeskampf Draweds Bein. Der Hauptmann verlor das Gleichgewicht und stürzte, mit den Armen rudernd, nach hinten in die Menge. Ronan atmete erleichtert aus, riss einem toten Soldaten, der auf dem Felsen lag, sein Halstuch ab und stopfte es aufkeuchend in seine Wunde. Die Soldaten waren kurz wie erstarrt und wussten scheinbar nicht, was sie tun sollten. Ronan schnitt rasch einen langen Streifen aus seinem Umhang, band ihn sich fest um die Hüfte und hoffte, dass der Verband eine Zeit lang halten würde.

Die Angriffe begannen erneut. Von Drawed war momentan nichts zu sehen, doch von beiden Seiten drangen schon wieder hässliche Orks in schwarzen Rüstungen auf Ronan ein. So ging es eine ganze Weile. Der beinahe volle Mond war am Himmel aufgegangen und schien durch die Bäume. In zwei Tagen würde er wohl zum Vollmond werden. Aber Ronan war sich sicher, dass er seinen Aufgang nicht mehr erleben würde. Er spürte, wie auf seiner rechten Seite das Blut herunterlief und konnte alles nur noch verschwommen sehen. Er hatte sich an den Felsen gelehnt und wehrte mit schwächer werdenden Schlägen die Angreifer ab.

Hoffentlich konnte Yana flüchten. Der Gedanke an das Mädchen gab ihm noch einmal Kraft, obwohl er todmüde und vollkommen erschöpft war. Wenn ich schon auf diesem verfluchten Felsen sterbe, dann will ich zumindest so viele wie möglich mitnehmen, dachte er und stürzte sich mit einem Aufschrei auf den nächsten Ork.

Plötzlich hörte er Gebell, doch zu seiner Überraschung kam das nicht von Wozroks. Ein Rudel von mindestens zwanzig oder dreißig Wölfen rannte auf die Angreifer zu. Dahinter kam in rasendem Galopp Yana mit den beiden Sitheann. Die Wölfe griffen Soldaten, Orks und Wozroks an und brachen ein breite Schneise in die Angreifer.

Ronan lehnte sich an den Felsen und schloss kurz erschöpft die Augen. Yana kam angaloppiert und stoppte vor dem Fels.

»Worauf wartest du? Spring auf!«, rief sie mit blitzenden Augen.

Morgas stand schnaubend unter dem Felsen. Ronan sprang auf das Pferd und sie galoppierten Hiebe austeilend durch die Reihen von Soldaten und Orks. Einige Soldaten hatten sich schon wieder auf ihre Pferde geschwungen und verfolgten die Flüchtigen. Obwohl die Sitheann unglaublich schnell waren, konnten sie im Wald zwischen den Bäumen nicht sehr viel schneller laufen, als normale Pferde. So mussten Yana und Ronan hart um ihren Vorsprung kämpfen. Wozroks waren immer noch auf ihrer Fährte.

Sie galoppierten im Zickzack durch die Bäume, brachen durch kleine Gebüsche und trabten durch einen Bach, in der Hoffnung, dass die Wozroks ihre Spur dort verlieren würden. Yana galoppierte auf ihrer Stute schnell voran, deren silberner Schweif wie ein Komet durch die Nacht peitschte. Ronan konnte sich nur mühsam im Sattel halten. Er hatte eine Hand auf die Wunde gepresst und hielt sich mit der anderen eisern am Sattel fest. Ihm war übel und immer wieder verschwamm alles vor seinen Augen. Yana schien nichts bemerkt zu haben, sie suchte angestrengt einen Weg durch die Nacht und behielt das rasende Tempo bei. Bei jedem Galoppsprung der den Boden berührte meinte Ronan, dass ihm ein Dolch in die Seite gerammt würde. Äste zerkratzten sein Gesicht, doch er war nicht in der Lage, ihnen auszuweichen. Zu seinem Glück rannte Morgas Yanas Pferd hinterher, sodass er ihn nicht lenken musste.

Irgendwann erreichten sie einen Waldweg. Das Gebell war jetzt weiter entfernt und sie ließen die Pferde laufen. Die beiden Sitheann schossen in gestrecktem Galopp davon und einige Meilen weiter westlich zügelte Yana schließlich ihre Stute und lenkte sie einen kleinen Abhang hinunter.

»Ich glaube, wir haben sie abgehängt«, rief sie nach hinten, in die Dunkelheit hinein.

Ronan hing gebeugt über seinem Sattel und brachte nur ein gepresstes »Hmm« heraus. Vor zwei hohen Felsen stoppten sie endlich. Yana sprang aus dem Sattel und redete leise mit ihrem Pferd. Ronan konnte sie nur undeutlich im fahlen Mondlicht sehen, während er auf Morgas saß. Er überlegte gerade, wie er von seinem Pferd absteigen sollte, ohne das Bewusstsein zu verlieren, als Yana ungeduldig fragte: »Bist du da oben festgewachsen?«

Er atmete keuchend aus und schwang vorsichtig ein Bein über den Sattel, ließ sich so langsam wie möglich nach unten gleiten - und fiel mit dem Gesicht voran auf den Waldboden. Einen Moment lang wurde alles dunkel um ihn. Dann merkte er, wie Yana ihn vorsichtig umdrehte.

»Warum hast du denn nichts gesagt? Du hast ja einen Pfeil im Bein!«, rief Yana mit erschrockenem Gesicht aus. Sie sah im fahlen Mondlicht ziemlich bleich aus.

»Weil DAS nicht so schlimm war«, sagte er mit zittriger Stimme.

Erst jetzt sah Yana, dass er seine Hand auf die rechte Seite gepresst hielt und Blut zwischen den Fingern hervorquoll. »Ronan«, rief sie entsetzt und löste seine blutverschmierte Hand von dem Verband, der vollkommen durchweicht war.

Als sie den Umhang und das Tuch entfernte und sein Hemd hochgehoben hatte, hörte er sie entsetzt aufkeuchen. Dann drückte sie den blutigen Fetzen wieder zurück auf die Wunde, nahm seine Hand und presste sie darauf. Yana zog ihren Umhang aus, stopfte ihn Ronan unter den Kopf und sagte mit zittriger Stimme: »Fest draufpressen, ich bin gleich wieder da.«

Ronan nickte und sah sie in der Nacht verschwinden. Er schloss die Augen.

Als er wieder aufwachte, war Yana zurück. Sie rührte gerade irgendwelche Kräuter zu einer Paste, hob den Verband und drückte die Kräuterpaste in die klaffende Wunde. Er schrie leise auf. Das brannte wie Feuer, doch kurz darauf ließ der Schmerz etwas nach. Yana hatte scheinbar seinen zerrissenen Umhang abge­nommen und schnitt diesen jetzt in lange Streifen, die sie fest um seine Hüfte wickelte.

»Warum hast du denn vorhin nichts gesagt, verdammt noch mal?«, fragte sie wütend. Aber Ronan bemerkte das Zittern, das darunter versteckt war.

»Ich dachte, es wäre eine gute Idee, erst mal von den Soldaten wegzukommen«, stieß er hervor und unterdrückte ein Stöhnen, als sie den Verband festzog.

Sie machte ein gequältes Gesicht. »Jetzt muss noch der Pfeil raus.«

Ronan versuchte ein Grinsen zustande zu bringen und meinte: »Na dann mal los. Ich kann es kaum abwarten.«

Sie legte ihre Hände an den Pfeil, doch Ronan hielt ihre Hand fest.

»Warte, gib mir bitte das Holz.« Er deutete auf einen kleinen Ast, der neben Yanas Bein lag. Er biss fest darauf und Yana zog den Pfeil heraus.

Ronan stöhnte auf und verlor das Bewusstsein. Yana strich den Rest der Kräuter auf das Bein und legte einen Verband an. Sie lehnte sich anschließend zitternd an den Felsen. Warum hatte sie nur nichts gemerkt? Sie wunderte sich, dass Ronan überhaupt so lange auf dem Pferd geblieben war. Die Wunde war verdammt tief und er hatte schon eine Menge Blut verloren.

Als Ronan wieder aufwachte, konnte man schon die ersten Anzeichen des Morgengrauens erkennen. Yana lehnte erschöpft, mit halb geschlossenen Augen, am Felsen neben ihm. Als er sich aufrichten wollte, kam sie zu ihm und gab ihm etwas Wasser aus dem Schlauch zu trinken. Sie hatte ihm scheinbar das Blut vom Gesicht gewaschen und auf seiner Stirn klebte etwas von der klebrigen Pflanze.

»Was ist das für ein Zeug?«, fragte er heiser.

»Mlorenkraut, es stillt Blutungen und ist schmerzlindernd«, erklärte sie mit be­sorgtem Blick.

»Oh, ich bin mit einer Hexe unterwegs«, versuchte er zu scherzen und stützte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Unterarme.

Yana grinste halbherzig zurück und schien dann nervös zu lauschen.

»Warte mal, ich habe etwas gehört.« Sie verschwand den kleinen Hügel hinauf.

Ronan stand mühsam auf und wankte zu Morgas hinüber, der immer noch aufge­sattelt graste. Der große Hengst drehte seinen Kopf zu ihm und schnupperte an seinem Ohr.

»Danke, dass du mich getragen hast«, sagte er zu dem Pferd.

Yana kam zurück und sah ihn überrascht an, als er bei dem Hengst stand.

»Es war nichts, nur ein paar Rehe.«

»Du solltest Rhiva satteln, wir müssen weiter«, sagte er und versuchte, einen Fuß in den Steigbügel zu stellen.

»Aber du kannst nicht reiten«, gab Yana mit entsetzt aufgerissenen Augen zurück.

Ronan zuckte die Achseln. »Hier bleiben können wir auch nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie uns gefunden haben.« Er fluchte, konnte sich aber nicht in den Sattel ziehen.

»Warte«, sagte Yana, nahm Morgas am Zügel, und führte den Hengst unter einen Felsen.

Ronan konnte von dort aus aufsteigen und sie ritten den kleinen Abhang hinauf, auf den breiteren Weg zurück. Es wurde langsam heller. Yana warf immer wieder besorgte Blicke zurück, doch Ronan bestand darauf, dass sie schnell reiten sollten. In leichtem Galopp brachten sie ein gutes Stück Weg hinter sich. Einmal hörten sie ganz in der Nähe einen Wozrok aufheulen, verließen den Waldweg und ritten im Schritt durchs Dickicht. Ronan hing halb zusammengesunken auf seinem Hengst und versuchte, immer wenn Yana zu ihm hinsah, aufmunternd zu lächeln.

Nach einer Weile hielten sie an einem Bach an und ließen die Pferde trinken. Ronan wollte nicht absteigen, da er befürchtete, nicht wieder hinauf zu kommen. Yana füllte die Wasserschläuche auf und gab ihm ein Stück Brot, auf dem er halb­herzig herumkaute. Sie hielten sich nicht lange auf und ritten so schnell sie konnten durch den Wald, weiter in Richtung Westen.

Als die Sonne zu sinken begann, konnte es nicht mehr allzu weit bis zum Feuerfluss sein, sie glaubten, in der Ferne schon sein Rauschen zu hören. Abseits vom Hauptweg hielten sie an. Ronan rutschte vorsichtig von seinem Pferd herunter und hielt sich dann, nach Luft schnappend, an der Mähne fest.

Yana kam herüber. »Komm ich helfe dir.«

Sie streckte den Arm aus und Ronan fragte mit einem schmerzverzerrten Grinsen: »Darf ich dich jetzt anfassen?«

Yana schnaubte empört, machte aber gleichzeitig ein ziemlich verlegenes Gesicht. Er legte einen Arm um sie und sie liefen zu einem dicken Baum, wo er sich aufatmend auf den Boden sinken ließ. Yana sammelte neue Kräuter und wechselte den Verband. Dann gab sie Ronan ein Stück Käse aus dem Proviantbeutel, der neben ihm lag und sagte: »Iss das. Ich sehe mich mal um. Aber ich denke, wir haben einen Vorsprung.«

Ronan hielt den Käse in der Hand, aß aber nichts.

»Du musst etwas essen, los!«, verlangte sie energisch.

Er biss ein Stück ab, woraufhin sie zufrieden nickte, sich umdrehte und mit Rhiva davon ritt. Ronan legte das Stück Käse zurück in den Beutel. Er konnte jetzt nichts essen.

Ronan musste eingeschlafen sein, denn als er aufwachte, lag Yanas Umhang über ihm, doch sie war wieder verschwunden. Es war noch finstere Nacht und heute bedeckten Wolken die Sterne.

Wenig später kam Yana mit ihrem Pferd zurück. »Ein paar Soldaten sind hinter uns her. Kannst du weiterreiten?«

Ronan nickte und wankte mit Yanas Hilfe zu Morgas. Da sie diesmal keinen Fels­block finden konnten, musste sich Ronan in den Sattel ziehen. Yana half ihm so gut es ging, doch ihm blieb erst mal kurz die Luft weg. Sie kehrten auf den Hauptweg zurück. Das Rauschen des Feuerflusses wurde immer lauter. So schnell es der steinige Boden erlaubte, galoppierten sie durch die Nacht. Als der Morgen dämmerte, sahen sie den etwa eine Meile breiten, wild schäumenden Fluss unter sich. Die Lava, die lange Zeit zuvor durch ihn geflossen war, hatte bizarre Ge­steinsformationen in seiner Mitte hinterlassen. Sie trabten über die alte Stein­brücke, die vor vielen Hunderten von Sommern längst vergessene Menschen gebaut hatten, und eine gewundene Straße hinab in ein grünes ebenes Tal.

»Kannst du noch reiten?«, fragte Yana besorgt, denn Ronan saß ziemlich blass auf seinem Hengst und atmete stoßweise.

»Ja, schon gut, über die Ebene noch«, antwortete er, obwohl er schon wieder spürte, dass Blut durch den Verband sickerte.

Es war hell geworden, doch der Himmel war von Schleierwolken bedeckt. Sie galoppierten in rasendem Tempo durch das Tal. Als Yana nach hinten blickte, konnte sie Soldaten sehen, die gerade über die Brücke trabten. Sie spornten die Pferde zu einem fliegenden Galopp an und schossen einen langgezogenen gewundenen Bergpfad hoch. In der Tiefe rauschte ein kleiner Gebirgsbach. Der Weg wurde immer enger und steiniger und sie mussten schließlich im Schritt reiten. Die Felsen hingen weit in den Pfad hinein. Yana hörte Ronan aufstöhnen und sah, wie er seitlich von seinem Pferd zu rutschen drohte. Sie hielt ihre Stute zurück und legte den Arm um seine Hüfte. Doch sie konnten bald nicht mehr nebeneinander reiten, der Weg wurde zu schmal. Yana hielt an und half Ronan vom Pferd. Er setzte sich an den Felsen und atmete keuchend, mit geschlossenen Augen.

»Nur ... kurz Pause ... gleich kann ich weiter«, stieß er hervor.

»Ich reite schnell vor. Mal sehen, wie der Weg weitergeht«, sagte sie.

Ronan hob bestätigend die Hand, ohne die Augen zu öffnen. Kurz darauf kam sie zurück, kniete sich neben ihn und gab ihm etwas zu trinken.

»Es ist nicht weit. Ein Stück auf diesem Pfad, dann kommt eine Art Höhle mit Treppen dahinter. Wir werden die Pferde zurücklassen müssen. Wenn wir durch diesen Tunnel durch sind, kann ich vielleicht ein paar Soldaten mit dem Bogen aufhalten«, meinte sie aufmunternd.

Ronan nickte schwach und stand schwankend auf. Yana half ihm zu seinem Pferd.

»Wenn wir die Pferde sowieso zurücklassen müssen, könnten wir vielleicht das Aufsteigen sein lassen, oder?«, fragte er mit einem schlecht gelingenden Lächeln.

Yana nickte und sattelte rasch die Pferde ab. Ronan streichelte seinen Hengst mit einer Hand, die andere hatte er auf die Seite gepresst. Er war traurig, das schöne Tier einem ungewissen Schicksal überlassen zu müssen. Yana flüsterte ihrer Stute etwas ins Ohr, streichelte sie ebenfalls bedauernd am Hals und die Sitheann galoppierten davon.

Yana und Ronan liefen so schnell wie möglich den Weg entlang. In der Ferne konnten sie schon das Geklapper vieler Hufe hören.


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