Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Fantasy Bücher > Die Schlacht im Tal der vergessenen
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die Schlacht im Tal der vergessenen, Ulrich Franz
Ulrich Franz

Die Schlacht im Tal der vergessenen


Im Palast des untoten Herrschers

Bewertung:
(302)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
3011
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
amazon.de. / lehmanns buchhandel.de / Buchhandel.de / Shaker Media /
Drucken Empfehlen

Viele Abenteuer hatte Harald schon bestanden, um aber zum höchsten Magier aufsteigen zukönnen, musste er noch sehr viel lernen. Nur mit dem Wissen aus einer uralten Bibliothek kann er seine nächsten schweren Aufgaben bewältigen.


   Fast ein ganzes Jahr lang, hatte er sich in der alten Bibliothek des Klosters versteckt, um das alles zu erlernen. Nie wurde er in den ehr- würdigen Räumen dieser uralten Bibliothek bedroht oder gestört.


   Doch als er sie jetzt verlassen wollte und die schwere Tür öffnete,  erschrak er. Spinnengewebe, stärker als er sie bei seinem Eintritt erlebte und diese unfreiwillig zerstören musste, hingen jetzt in den Gängen. Nur mit Mühe konnte er die Tür soweit öffnen, dass er sich nach draußen zwängen konnte. Auch hier, direkt an der Tür versperrten starke Netze den Weg in die Freiheit.


   Doch plötzlich befanden sich in ihnen Spinnen, die fast so groß wie er selbst waren. Sie zischten und schnappten mit ihren am Mund befindlichen Zangen nach ihm. Schnell wich er hinter die schützende Tür zurück. Harald sich keiner Schuld bewusst, öffnete nochmals die Tür einen Spaltbreit und sprach eine der Spinnen in der Hoffnung das die ihn verstehen würde an: „Warum greift ihr mich an? Seht ihr nicht, dass ich ein Diener Zuedrons, - sein höchster Diener bin? Carpas gab mir die Berechtigung, diese alten Gemäuer zubetreten und aus den alten Schriften zu lernen. Ihr solltet doch, da ihr hier im Kloster seid wissen, dass hier nur ein befugter Zutritt hat.“


   „Du ein Befugter?“, lachte die angesprochene Riesenspinne böse. „Hattest du denn, als du diese Gemäuer betratst und unsere Netze mit deinem Schwert zerstörtest, nach unserer Erlaubnis gefragt? Du hättest wissen müssen, diese Gewölbe dürfen allein nur mit unserer Erlaubnis betreten werden!“


   Harald wusste jetzt gar nicht was er davon halten sollte. Verwirrt fragte er: „Wenn dem so ist wie du sagst, warum hat mir der oberste Magier des Klosters davon nichts gesagt? Warum hast du, als ich hier eintrat dich nicht gemeldet, bevor ich eure Netze zerstörte?“


   Auf diese Fragen hatte die Spinne keine Antwort, blieb aber uneinsichtig. „Wehe, wenn du noch einen einzigen Schritt weitergehst! Sieh dich um Fremder. Hunderte meiner Artgenossen warten nur darauf dein warmes Blut zu trinken und doch würden sie davon nicht satt werden!“


   „Bevor ich etwas tue was euch schaden könnte, frage ich dich Spinne, wer ist euer Herr und Gebieter, antworte mir!“


   „Du Mensch, bist nicht in der Lage uns etwas zu fragen, aber dennoch will ich darauf eingehen. Ich bin Lumitares, König dieses Reiches, der Herr der Weisheit. Meine Diener und ich wurden vor vielen Jahren von Wodakan, dem Gott des Wassers hier eingesetzt. Er wollte damit verhindern, dass eine der beiden Mächte, Zuedron und Drakyhles einen Vorteil aus den alten Schriften erhalten würde. Wodakan war es, der mit seiner Klugheit auf der Erde, für immer das Gleichgewicht der Götter erhalten wollte.“


   „Schon wieder Wodakan! Du sagst, er sei der Gott des Wassers, einiges habe ich ja bereits erfahren und gelesen. Doch konnte ich nie einen Zusammenhang dazu herstellen. Wann wird Zuedron mich auf- klären? Wirst du es tun, Lumitares?“


   „Erinnere dich“, fuhr Lumitares, der Herr der Weisheit fort, „du warst dabei als Zuedron dir sagte, wenn deine Zeit gekommen ist, wirst du alles erfahren.“


   Harald wusste im Augenblick nicht, was er von Lumitares halten sollte. Zum einen bedrohte ihn der Spinnenkönig, anderseits aber kannte er die Worte, die Zuedron nur zu ihm gesprochen hatte. Woher wusste Lumitares das alles? Harald wollte ihn darauf ansprechen, doch der König aller Spinnen redete unbeirrt weiter: „Trotzdem du fast ein Jahr in den heiligen Räumen studiertest, sollte es für dich noch ein Geheimnis bleiben. Daher darf auch ich dir nicht alles sagen. Nur soviel, Zuedron ist der Höchste unter ihnen, er war schon immer für Gerechtigkeit auf dieser Erde, genau wie Wodakan, der zweithöchste Herrscher dieses Trios. Auch er ist bekannt für seine Güte. Nur Drakyhles, er war einmal der Herr des Wachstums, bis er in seiner Selbstherrlichkeit alles zerstörte. Bis dahin herrschten sie gemeinsam in Frieden über die Erde. Nur von Zuedron geduldet hatte Drakyhles es seiner Güte zu verdanken, dass er nicht von der Erde verbannt wurde. Doch trachtet er schon seit langem, mit List und Tücke nach der allerhöchsten Macht.“


   „Aber welche Rolle spielt Wodakan dabei?“, fragte Harald neu- gierig.


   „Er musste zwischen Drakyhles und Zuedron vermitteln!“


   „Wie ich sehe“, erwiderte Harald überrascht, „weißt du mehr als ich vor kurzen noch wusste. Was habt ihr jetzt mit mir vor? Wisst ihr nicht, dass meine Heimat die auch die Eurige ist, sich in der Hand Drakyhles befindet, der sie zerstören will?“


   Aufmerksam hatte Lumitares zugehört und erschrak bei Haralds Worten. Selbst er, obwohl er der Herr der Weisheit und der König dieser blutgierigen Spinnen war, wollte nicht glauben, was er da eben gehört hatte.


   „Das ist nicht dein Ernst!“, herrschte er Harald an. „Du versuchst doch nur deine Haut zuretten! Ich zähle bis drei, wenn dir bis dahin keine bessere Ausrede einfällt, werden meine Diener dein Blut bis zum letzten Tropfen trinken!“


   Schon machten die sich mit ihren Furchterregenden zischeln bereit, sich auf Harald zu stürzen. Ihre fürchterlichen Zangen griffen schon nach ihm. Einen Versuch wagte Harald noch: „Alles, was ich dir berichtete ist wahr, glaube mir!“ Aber der Spinnenkönig nahm von dem Magier keine Notiz mehr. Keinen Ausweg mehr wissend, da er es wie sein Herr verabscheute Lebewesen zutöten, rief Harald in seiner Not: „Zuedron, muss ich sie töten, obwohl auch sie deine Lebewesen sind?“


   „Tue das, was du gelernt hast, aber wähle richtig! Den König der Weisheit kannst du nur auf eine Weise überlisten.“ Diese Antwort seines Herrn schien Harald im ersten Moment nicht sehr hilfreich. Daher zog er sich eiligst hinter die ihm sicher erscheinende Tür der alten Bibliothek zurück. Dort kam ihm eine Idee, die ihm hilfreich erschien.


   Wieder öffnete er die Tür, seinen Arm ausstreckend belegte er alle Lebewesen, die sich in den Gewölben befanden mit dem Zauber des Schlafes. Er musste auch nicht lange warten. Schon bald sah er, wie all die ihm gefährlich werdenden Spinnen in einem tiefen Schlaf versanken.  Nur einer stellte sich ihm noch in den Weg, Lumitares der Herr der Weisheit. Ihm konnte, wie Zuedron schon sagte, Haralds Spruch nichts anhaben.


   „Es war eine sehr weise Entscheidung von dir Magier“, sprach Lumitares den Magier an. „Hättest du auch nur einen meiner Diener angegriffen, könnte ich dir nicht mehr helfen. Geh jetzt, aber verletze unsere Netze nicht mehr, als nötig.“


   Dankend entfernte sich Harald und bahnte sich vorsichtig einen Weg durch die Spinnennetze. Endlich konnte er wieder diese streng geheimen Kellergewölbe gefahrlos verlassen.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2020 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs