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> Fantasy Bücher > Die Erben des Lichts 2
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die Erben des Lichts 2, Achim Köppen
Achim Köppen

Die Erben des Lichts 2


Die Suche nach dem Buch der Weisheit

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Kurz nach Mitternacht weckte Thurgon den Nordkrieger. In der Pfahlbausiedlung der Echsenwesen war nun alles still. Nur das schwache Glimmen einiger herunter gebrannter Fackeln war im Dunst noch zu sehen.


„Merkwürdig, die müssen sich hier wohl sehr sicher fühlen", flüsterte der Halbelf. „Sie haben ja noch nicht einmal Wachen aufgestellt."


„Ich habe da ein ganz ungutes Gefühl. Lass sie uns schnell befreien, und dann nichts wie weg von hier."


Thurgon nickte.


Sie schlichen zu einer schmalen Treppe, die hinauf zu den Hütten führte. Als sie die Holzbohlen betraten, knarrten diese leise. Oben angekommen, blickte sich der Halbelf kurz um. Es war inzwischen genauso neblig geworden wie schon in der Nacht zuvor.


Vorsichtig krochen sie jetzt auf allen Vieren zu der Hütte, in der sich Webster und die Prinzessin aufhielten. Durch einen schmalen Spalt in der Tür konnten sie einen schwachen Lichtschein wahrnehmen.


Der Halbelf spähte vorsichtig hindurch.


Der Raum war etwa zweimal drei Meter groß. In seiner Mitte befand sich eine Feuerschale, in der noch einige Holzscheite glimmten. Ein paar schwach brennende Öllampen, die unter der Decke aufgehängt waren, verströmten ein leicht flackerndes Licht. Die Wände des Raums waren mit Tierfellen, allem Anschein nach von Bären, behangen. Diese Felle dienten vermutlich sowohl als Jagdtrophäe wie auch als Isolierung gegen die Zugluft, die durch die schmalen Ritzen drang.


Jetzt konnte er auch Webster und die Prinzessin erkennen. Beide lagen auf dem ebenfalls mit Fellen ausgelegten Boden und schienen fest zu schlafen. Selenicke hatte man in dichte Pelze eingehüllt.


Ein Guruck kam nun aus einer Ecke des Raums auf die beiden Schlafenden zu. Er hielt eine Schale mit Wasser in seinen Klauen, kniete sich neben die Prinzessin, tauchte ein sauberes Tuch in die Schale und tupfte ihr damit vorsichtig die Stirn ab.


Für einen kurzen Augenblick schien Thurgon noch zu überlegen, doch dann zog er sein Schwert, riss die Tür auf und stürzte in den Raum. Wolthar folgte ihm mit gezogener Streitaxt.


Der Guruck wirkte für einen kurzen Augenblick wie versteinert. Er ließ die Schale mit dem Wasser fallen, stieß einen gellenden Schrei aus und floh in die hinterste Ecke des Raumes.


Der Halbelf rannte auf Peter zu und rüttelte ihn wach.


Webster, noch schlaftrunken, richtete sich allmählich auf und blickte Thurgon verdutzt an:


„Aber nein, es geht uns gut. Sie haben uns nichts getan."


„Noch nicht. Komm Peter, wir müssen von hier verschwinden."


Von draußen wurde es laut. Wolthar sprang zur Tür und blickte hinaus.


„Sie kommen gleich, wir müssen hier weg."


„Glaub mir doch, sie haben uns geholfen. Selenicke geht es dank ihrer Hilfe schon viel besser. Legt eure Waffen nieder. Ihr habt nichts zu befürchten."


Thurgon wollte etwas erwidern, als auf der anderen Seite des Raums eine bis dahin versteckte Tür aufgerissen wurde und urplötzlich drei mit Lanzen bewaffnete Gurucks in die Hütte stürzten.


Ein surrendes Geräusch war jetzt vom Haupteingang her zu hören, und im nächsten Moment bohrte sich ein Pfeil in die gegenüberliegende Wand.


Wolthar sprang in Deckung.


Dann tauchten am Haupteingang zwei mit Dreizacks bewaffnete Echsenwesen auf. Hinter ihnen gingen zwei Bogenschützen in Stellung.


Der Nordkrieger hob die Axt.


„Gebt auf und legt die Waffen nieder, ihr habt keine Chance", war plötzlich von draußen eine menschliche Stimme zu hören.


Ein Mann mittleren Alters tauchte jetzt hinter den beiden Gurucks auf. Er hatte lange, schon grau gewordene Haare und einen ebensolchen Vollbart. Von der Kleidung her konnte er ein Fischer sein: Er trug ein graubraunes Hemd und eine graue, lederne Hose, die bis zu den Waden reichte. Als Schuhe dienten ihm nur ein paar Sandalen.


„Ihr braucht keine Angst zu haben. Eure Gefährten und auch ihr seid hier in Sicherheit. Niemand wird euch etwas zuleide tun, aber legt eure Waffen ab."


Wolthar sah Thurgon unschlüssig an.


Der Halbelf nickte und legte Schwert und Bogen nieder. Der Nordkrieger zögerte noch einen Augenblick, folgte dann aber seinem Beispiel.


Während eines der Echsenwesen die Waffen der beiden einsammelte, hielten die anderen sie mit ihren Lanzen und Dreizacks in Schach.


„So, jetzt ruht euch erst einmal aus und macht euch keine Sorgen. Nichts wird euch hier geschehen. Wir reden morgen miteinander."


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