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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Der letzte Geist, Flynn Cross
Flynn Cross

Der letzte Geist


Fantasy Horror

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Einige helle Töne halten durch den Raum, als ein Luftzug durch die Glocken des Windspiels zog.


Die Sonne war längst aufgegangen und warf die Schatten der heruntergelassenen Jalousien auf den Boden. Die Fenster waren beschlagen, sie starrten vor Dreck, Fingerabdrücke und Staub ließen sie milchig erscheinen. Nur eines war geöffnet, an dem das Windspiel zu finden war. Ein erneuter Windhauch durchströmte die Wohnung, wirbelte den Staub in die Luft und trug die Klänge durch die Zimmer. Der wolkenleere Himmel war strahlenden blau und obwohl Frühling war, herrschten bereits angenehme Temperaturen.


Stille. Ein durchdringender Geruch lag in der Luft und erreichte das Mädchen, die auf ihrem Bett lag. Noch schlief sie, doch ihre Finger bewegten sich und ihre Lieder zuckten. Bald würde sie aufwachen.


Ihre Brust hob sich mit einem Ruck, tief atmete sie die staubige Luft ein, schlug dabei ihre Augen auf. Feine Wimpern umspielten ihre eisblauen Augen, die an die Zimmerdecke starrten. Sie griff in ihr Kissen, auf dem sie lag, suchte mit ihrer anderen Hand nach der Bettdecke, die ordentlich gefaltet, am Fußende der Matratze lag, als wäre sie unberührt.


Das Mädchen blinzelte, berührte dann mit ihren langen Fingern ihre Wimpern, rieb sich Schlaf und Staub aus den Augen, hatte dabei jedoch Mühe, ihre Bewegungen zu koordinieren. Ihre langen Beine waren unbekleidet, lagen reglos auf der Matratze. Das weiße Laken war zerknittert und wies einige dunkelrote Blutspritzer auf, die längst eingezogen waren. Ihre Augen zitterten, versuchten einen Punkt zu fixieren, den sie an der Zimmerdecke fand. Über ihr war ein Ventilator aus Holz eingebaut, an dem eine Kette mit einer metallischen Kugel hing. Erneut blinzelte das Mädchen, die ihren Kopf zur Seite neigte. Neben ihr lag ein feiner Aschehaufen. Mühsam zog sie ihre Beine an, berührte zögerlich die Asche und zerrieb etwas zwischen ihren Fingerkuppen, die sich dadurch gräulich färbten.


Einige blonde Haarsträhnen fielen ihr in das Gesicht, kitzelten die helle Haut. Mit ihrer Zunge benetzte sie ihre Lippen, bevor sie versuchte sich aufzusetzen. Erschöpft stützte sie sich auf der Matratze ab, drückte ihren zierlichen Körper durch, bis sie aufrecht saß. Ihr Haar fiel über ihre Schultern, bis über ihre kleine Brust. Ein weißes Trägerkleid bedeckte ihren Körper, bis knapp über ihrer Hüfte. Erneut erklang das Windspiel, sodass sie sich herumdrehte und durch das Zimmer sah. Unsicher huschten ihre Augen durch den kahlen Raum. In der Mitte stand das Bett, das Kopfende befand sich an einem geschlossenen Fenster, durch das nur wenig Licht drang. Der Schatten der Jalousien legte sich über ihren Körper. Bücher lagen verstreut auf dem Boden herum. Eine heruntergebrannte Kerze ruhte einsam auf dem Fenstersims. Ein einzelner Herrenschuh und eine Krawatte erregten die Aufmerksamkeit des Mädchens, die noch immer auf ihrer Seite des Bettes saß. Sie lagen auf dem dunklen Holzfußboden, worauf nur ein einziger weißer Teppich lag. Hohe Schuhe und Schmuck, eine Armbanduhr und ein zerknittertes Hemd waren darauf verteilt. Sie fühlte sich schlaftrunken, als sei sie aus einem Sekundenschlaf erwacht, zugleich aber auch gestärkt, als hätte sie eine lange und erholsame Nacht gehabt. Doch sie konnte sich nicht erinnern, was geschehen war. Blinzelnd entdeckte sie einige Aktenordner, die unordentlich auf einem hölzernen Schreibtisch lagen. Einige waren geöffnet, Blätter verteilten sich durch einen Windhauch im Zimmer und blieben regungslos liegen. Ihre Augen erblickten die Tür, die geöffnet war und die Küche preisgaben, die direkt an dem Schlafzimmer lag. Die Sonnenstrahlen schienen zu glitzern, doch das Mädchen erkannte den Staub, der in der Luft herumwirbelte. Sie musste husten, hielt sich dabei die Hand vor ihren Mund, stand dann auf, da sie ins Badezimmer wollte. Eine Dusche. Kaffee und etwas zu essen, würden sie stärken, dachte sie und nahm ihre Beine von der Matratze, setzte sie auf den Teppich, auf den sie sich nun stellte. Schwindel überkam sie und ein Geruch, den sie nicht zu definieren vermochte. Es roch unangenehm und schlug auf ihren Magen. Sie musste schlucken und hielt sich ihre Hand vor Mund und Nase. Als sie einen Fuß vor den anderen setzte, trat sie auf etwas, das sofort zerbrach. Glas bohrte sich in ihre Fußsohle und schnitt sich durch ihre Haut. Durch das zerspringende Geräusch erschrak sie und setzte sich sofort wieder auf die Bettkante, hob ihr Bein und schaute auf ihre Fußsohle, in der einige Scherben steckten. Mit zittrigen Händen zog sie die dicken und kleinen Scherben heraus, bemerkte aber, das sie nicht blutete. Eine der größeren Scherben hielt sie gegen das Licht, fand darauf aber nur eine hellblaue Farbe, die bereits getrocknet war. Erneut sah sie auf ihre Fußsohle und blickte dann auf den Scherbenhaufen, direkt neben dem Teppich. Die Form dessen, was sie zertreten hatte, konnte sie nicht definieren, viel mehr wunderte sie sich aber über ihren Fuß. Es schmerzte sie nicht und die Schnitte in ihrer Haut verheilten binnen weniger Sekunden. Ungläubig streichelte sie mit ihrem Daumen darüber, ertastete dann ihre Wangen, die Stirn, fragte sich, wo sie war. Diese Wohnung kam ihr bekannt vor und dennoch wusste sie, dass sie hier nicht lebte. Sie fühlte sich wie in einem Rausch, die Bilder vor ihren Augen schienen verzerrt und sie fühlte sich schwindelig, musste sich an dem Türrahmen stützen.


„Hallo?" Ihr Herz schlug wild, als sie auf eine Antwort hoffte, doch niemand sagte ein Wort. Die Küche war nicht aufgeräumt und nun wusste sie auch, woher dieser unangenehme Geruch kam. Sie rümpfte ihre Nase, sah sich weiter um. Neben der Spüle war eine Arbeitsfläche. Darauf lag ein Schneidebrett und eine verdorbene Gurke, die bereits von dichtem Schimmel überzogen war. Das Messer lag daneben und andere Lebensmittel befanden sich in den Einkaufstüten, waren aber noch nicht ausgepackt. Dennoch waren sie verdorben. Wie lange hatte sie geschlafen? War sie freiwillig hier? All diese Fragen kreisten durch ihren Kopf, als sie den Kühlschrank öffnete und zurück wich. Kein Licht ging an und auch hier fand sie nur verdorbene Lebensmittel vor, sodass sie die Tür schnell wieder schloss.


Schritt für Schritt tastete sie sich vor, schob dabei einen Küchenstuhl beiseite, der ihr den Weg versperrte. Intuitiv wusste sie, wo das Badezimmer ist, das sie nun betrat. Sie versuchte das Licht anzuschalten, jedoch funktionierte auch dieses nicht.


„Scheiße", fluchte sie und ließ einfach die Tür auf, da das Badezimmer kein Fenster besaß. Ungläubig schaute sie in den Spiegel, erkannte sich darin aber, nachdem sie sich eine Weile ansah. Ihre Erinnerungen schienen zurück zu kehren, was sie etwas beruhigte. Ihre Finger umklammerten den Griff des Wasserhahns, doch es floss kein Wasser, egal wie sehr sie daran drehte. Sie versuchte den anderen Griff, doch auch von dort kam kein Wasser heraus.


„Das gibt es doch nicht. Kein Strom. Kein Wasser?", entnervt stöhnte sie auf und schaute abermals in den Spiegel.


Sie sah ein schönes Mädchen. Neunzehn Jahre alt. Glattes blondes Haar, das ihren Rücken bedeckte.


Warum war sie alleine hier? Warum kam niemand und reparierte den Strom oder das Wasser? Ihr Hals war trocken und so suchte sie in der Küche nach einer verschlossenen Flasche Wasser, die sie auch fand. Auch diese war mit Staub bedeckt, den sie wegwischte, bevor sie die Flasche in einem Zug leertrank. Keuchend stellte sie die Flasche beiseite und sah sich weiter um. Nach und nach traten Erinnerungen vor ihrem geistigen Auge auf. Sie kannte diese Wohnung. Hier war sie bereits einige Male gewesen, wie konnte sie das nur vergessen? Neugierig lief sie durch das Wohnzimmer. Es war aufgeräumt und alles schien an seinem Platz zu stehen. Mit ihrem Zeigefinger wischte sie über den Fernsehbildschirm. Scheinbar hatte der Wohnungsbesitzer seit einigen Wochen keinen Staub mehr geputzt. Angewidert wischte sie den Staub von ihren Fingern, dessen Flocken zu Boden rieselten. Dann entdeckte sie ihr Handy, das auf dem Wohnzimmertisch lag. Sie nahm es an sich. Es war ausgeschaltet, der Akku leer. Ein Zettel lag auf dem Tisch, den sie an sich nahm, da etwas per Hand darauf geschrieben war.


 


„Talita. Warte hier auf mich. Ich komme heute Abend gegen 19 Uhr zu dir."


 


Unterschrieben wurde diese Nachricht mit `Leam´. Dieser Name sagte Talita etwas und so wisperte sie seinen Namen. Der Ausweis, den sie in dem Portemonnaie fand, das auf der Couch neben ihr lag, zeigten einen älteren Mann. Er war 41 Jahre alt und sie fand ihn attraktiv.


„Leam", hauchte Talita erneut, fühlte sich aber nicht nur zu ihm hingezogen, sondern erschauderte, bei seinem Anblick.


Sie befand sich also in Leams Wohnung. Es war sein Schuh, seine Krawatte. Und da fiel es ihr wieder ein. Leam war ihr Freund. Ihr Liebhaber, mit dem sie eine Affäre hatte. Doch er befand sich nicht in der Wohnung, hatte sie scheinbar alleine gelassen. War dieser Zettel genau so alt, wie die vergammelten Lebensmittel? Wenn ja, warum war er nicht hier? Talita war in seiner Wohnung, hatte scheinbar auf ihn gewartet. Da sie ihn nicht fand, musste sie ihn suchen.


Talita ging auf die Wohnungstür zu, fand aber keine Schuhe, weshalb sie sich entschloss, Barfuß zu den Nachbarn zu gehen. Vielleicht wussten die etwas über den Strom, oder warum das Wasser nicht funktionierte. Vielleicht konnte jemand auch etwas über den Verbleib von Leam sagen.


Der Flur des Hauses war mit Teppich ausgelegt. Er fühlte sich weich an, als sie darüber lief und an die nächste Tür ging. Angst stieg in ihr auf, als sie sich umsah. Es gab vier Türen auf dieser Etage. Sie schaute nach links, wo es ein Fenster gab. Talita konnte so erkennen, dass sie sich im fünften oder sechsten Stock befand. Als sie nach rechts schaute, sah sie auf eine Treppe und einen Fahrstuhl. Ihre Finger legten sich auf die Klingel des Nachbarn, aber sie funktionierte nicht. Anscheinend war das ganze Haus von dem Stromausfall betroffen. Also klopfte sie an die Tür, doch niemand antwortete ihr. Panik stieg in ihr hoch. Sie lief zu dem nächsten Nachbarn, klopfte auch da gegen die Tür. Rannte dann weiter, bis sie gegen die nächste Tür schlug.


„Hören sie bitte? Ich brauche Hilfe!" Talita kam wieder zu Kräften und schlug so fest zu, wie sie konnte, versuchte Lärm zu erzeugen, sodass sie endlich gehört wurde. Doch scheinbar war niemand hier, der sie wahrnahm.


„Ist denn niemand da?" Sie hielt sich ihre Hände an ihren Hals, da dieser bereits schmerzte, so laut rief sie nach Hilfe. Keuchend stützte sie sich an der Wand ab. Ihre Erinnerungen kamen zurück. Nun erinnerte sie sich genau, dass sie auf Leam gewartet hatte. Sie kochte etwas, war zuvor einkaufen gegangen, als sie den Zettel fand und ihn anrief.


Ihre Hand glitt über ihr Gesicht, bis sie sich selbst umklammerte. Sie fröstelte nicht, obwohl sie nur dieses dünne Kleid trug. Talita rutschte an der Wand herunter, bis ihr Gesäß den Boden berührte und sie ihre Beine an sich zog. Sie legte ihren Kopf auf ihre Knie, zitterte am ganzen Körper.


Diese Stille war so unangenehm, das sie begann leise zu Summen und ihre Augen schloss. Ganz in sich gekehrt, versuchte sie sich an jedes Detail zu erinnern. Bilder tauchten vor ihr auf, wie sie in der Küche stand und die Gurke schnitt, wie sie an ihr Handy ging und Leam anrief. Doch worüber hatte sie mit ihm geredet? Als sie darüber nachdachte, hörte sie ein Geräusch, sodass sie aufsah und den Flur hinunter schaute.


Es war so, als würde jemand etwas hinter sich herziehen. Schwere Schritte, beinahe schlurfend kamen die Treppe hinauf.


 


Leseprobe Ende


 


 


 


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Flynn Cross


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