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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Der größte Drache der Welt, Bianca Röschl
Bianca Röschl

Der größte Drache der Welt



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auf der Autorenhomepage www.bianca-roeschl@bianca-roeschl.de
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Rogo blickte überrascht auf. „Sie haben Sigurd einfach mit dem ganzen Gold ziehen lassen? Ohne etwas für sich selbst einzustecken?“ „Wo denken Sie hin?“, empörte sich der Professor. „Ich bin ein ehrlicher Wissenschaftler. Schnöder Mammon interessiert mich in keiner Weise!“ „Auch nicht, wenn er auf so verlockende Weise vor Ihnen liegt? Kommen Sie, das können Sie Ihrer Großmutter erzählen. Kein Mensch könnte einer solchen Versuchung widerstehen …“ „Glauben Sie, was Sie wollen, aber ich habe nicht das kleinste Goldstück genommen“, verteidigte sich der Professor vehement. „Nun gut, sei’s drum. Es geht mich schließlich auch nichts an“, lenkte der Reporter ein. „Kehren wir lieber zu den Drachen zurück. Wohin führte Sie Ihr Weg, nachdem Sie Fafnirs Höhle verlassen hatten?“ Der Professor überlegte kurz. „Irland. Ich kam nach Irland. Genauer gesagt auf die Hochkönigsburg Tara im heutigen County Meath, wo in jenen dunklen Zeiten der Hochkönig Cormac Mac Airt herrschte.“ „Cormac Mac Airt? Hatte der nicht so eine besonders mächtige Streitmacht?“ Professor Forchenklau nickte. „Ja, die Fianna. Eine Kriegerschar schlagkräftiger Männer, die das Kriegshandwerk sowie die Jagd perfekt beherrschten. Sie kannten nur ein einziges Ziel im Leben: Die Verteidigung der irischen Heimat.“ „Und diesen Männern sind Sie am Hof begegnet?“ „Sozusagen. Doch befand sich Tara bei meiner Ankunft in schlimmer Not, denn ein furchtbarer Feuerdrache tyrannisierte Jahr für Jahr die Gegend und richtete großes Unheil an. Der König hatte bereits alle möglichen Schutzmaßnahmen ergriffen, die er sich denken konnte: Opferung einer Jungfrau, Tieropfer, Abschreckung durch Wasser. Aber nichts davon hielt den Drachen in Schacht. Nichts zeigte Wirkung. Selbst die Fianna konnte der Bestie kaum Einhalt gebieten. Der Drache verbrannte ganze Landstriche, griff Menschen und Tiere an. Es herrschten schlimme Zeiten.“ „Also benötigte man einen Helden wie Sigurd oder den Heiligen Georg“. Der Professor bestätigte Rogos Vermutung: „Dieser kam denn auch in der Gestalt des jungen Fionn Mac Cumhaill, ein junger Bursche, der von seiner Tante, einer weisen Druidin, aufgezogen und in den Kampfkünsten, den Wissenschaften und der Dichtkunst unterrichtet wurde. Ein wirklich cleveres Bürschchen. Man sagte ihm sogar heilende Kräfte nach.“ Eifrig notierte sich der Reporter den Namen des neuen Helden, während Professor Forchenklau weitererzählte: „Mac Cumhaill sicherte dem König seine Unterstützung zu, obwohl der König erhebliche Zweifel an dem Gelingen des Unterfangens hatte. Zu viele tapfere Männer hatten bereits ihr Leben im Kampf gegen den Drachen verloren.“ Der Professor hielt kurz inne, um seine Gedanken zu sortieren, ehe er fortfuhr: „In der Nacht zu Samhain nistete der Drache sich in den Gedanken der Bewohner Taras ein. Säuselte ihnen süße Worte zu und versetzte sie in einen tiefen Schlaf. Fionn Mac Cumhaill, der so etwas in der Art bereits ahnte, hatte seine Gedanken fest verschlossen, so dass ihn der Drache nicht beeinflussen konnte. Mit einem magischen Speer seiner Druiden-Tante bewaffnet, trat er tapfer der Bestie entgegen, die feuerspeiend auf Tara zugeflogen kam. Immer wieder musste unser tapferer Held den Feuersalven des Drachen ausweichen, welche ihn wie ein Regen überschütteten, doch endlich gelang es ihm, dem Ungeheuer den Schweif abzuschlagen. Derart getroffen wurde der Drache noch wütender. Verletzt und schwer blutend bäumte er sich zum finalen Schlag auf und diesen Moment nutzte der tapfere Mac Cumhaill für sich. Stärke erflehend mit Hilfe der Druidenmagie, nahm sein Schwert in beide Hände und spaltete mit einem kräftigen Schlag das Untier in der Mitte durch, so dass der Drache in zwei Hälften auseinanderfiel.“ „Welch beeindruckende Leistung! Solch eine Tat vollbringt nur ein wahrer Held“, stellte der Reporter fest. „So ist es“, bestätigte der Professor. „Fionn Mac Cumhaills Heldentat wurde vom König und den Bewohnern Taras kräftig gefeiert und zum Dank ernannte ihn Cormac Mac Airt zum Anführer der mächtigen Fianna. Ich hatte das Glück, mich bei der Siegesfeier ein wenig mit Fionn unterhalten und mein Anliegen darlegen zu können. Daher führte er mich am nächsten Tag zu den beiden Kadaverhälften des Drachen. Oh, ich kann Ihnen sagen, es war ein Prachtexemplar eines Spitzgebuckelten Feuerklopfers. Riesig, mit scharfen Spitzen auf dem Buckel und Krallen so groß wie Bäume. Wie auch die vorhergehenden Drachen, katalogisierte ich alles genau und schrieb meine Beobachtungen und Analysen nieder.“ „Spannen Sie mich nicht länger auf die Folter: War er es? Der größte Drache der Welt?“


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