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> Fantasy Bücher > Das Vermächtnis der Hexen - Asaro V
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Das Vermächtnis der Hexen - Asaro V, Sindy Gerlach
Sindy Gerlach

Das Vermächtnis der Hexen - Asaro V



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Verräterische Träume


 


Ich war auf einer kleinen Lichtung. Eher eine Wiese mit Bäumen umringt. Es war ein Traum, eindeutig. Ich stand dort und guckte in die Bäume hinein. Dort, wo es am dunkelsten war. Eine Stimme. Leise trug der Wind eine Stimme an mein Ohr. Sie warnte mich. Ich sollte so schnell wie möglich umkehren. Wieso sollte ich das tun? Es war in den Schatten nichts zu entdecken, aber ich wartete. Und auf was? Keine Ahnung.


Eine weiche Hand legte sich um meinen rechten Oberarm und ich zuckte zusammen. Es war Róse. Ich wollte ihr etwas sagen, aber an dem Blick, wie sie mich ansah, merkte ich, dass etwas nicht stimmte. „Du musst schnell weg hier Vanessa. Das ist kein Ort für dich." Ich sah sie fragend an. Sie versuchte mich wegzuziehen. In die entgegengesetzte Richtung. Ich stemmte mich dagegen. Ist das alles real? Es fühlte sich so an.


Meine Aufmerksamkeit widmete sich anderen Dingen zu. Aus den Schatten trat eine hohe schlanke Gestalt heraus und lächelte mich an. Das Lächeln war nur für mich bestimmt. Langsam kam er auf mich zu. Er sah zu seiner Schwester hinüber und sein Gesichtsausdruck wurde hart. „Du solltest nicht hier sein. Das weißt du." Er antwortete ihr nicht darauf und sagte einfach bloß: „Las sie los. Du tust ihr weh. Ich will bloß mit Vanessa reden. Mehr nicht." Róse ließ ganz langsam den Arm sinken. Sie nickte und plötzlich standen an ihrer Seite Rob und Nick. Jas lachte. „Was soll das denn?" Keiner antwortete ihm. Alles blieb still. Mein Atem war das Einzige was man hörte. Jas Augen fanden meine und ich begann automatisch, auf ihn zu zulaufen. Rob versperrte mir den Weg. „Nein. Geh weg. Ich sagte, du sollst weg gehen. Was ist bloß los mit euch? Er will doch bloß mit mir reden." Ich sah alle an. Jas schmunzelte und die anderen drei sahen ernst aus, konzentriert. Róse sprach schnell zu Nick. „Bring sie hier weg. Du weißt wohin. Erkläre es ihr. Du weißt, was ich meine." Nick nickte und griff nach meinen Armen. Er zog mich schnell davon. Ich hörte bloß ein Aufbrüllen. Wie ein wildes Tier. Ich erschauderte.


Plötzlich blieben wir stehen. Ich erkannte nicht sofort, wo wir waren. Wie standen vor meinem Haus. Er sah sich um und sagte dann schnell: „Es ist besser so. Glaub mir. Du wirst es schon verstehen. Du kannst nicht mehr alleine im Wald umher laufen. Das ist viel zu gefährlich und du solltest dich fernhalten." Gerade, als ich etwas sagen wollte, verschwand er und mein Wecker klingelte. Ich schreckte hoch und sah mich verwirrt im Zimmer um. Alles war wie immer. Langsam stieg ich aus meinem Bett und machte mich für die Schule fertig. Gedankenverloren aß ich mein Frühstück und dachte an heute Nacht.


Es war ein Traum gewesen. Das stand schon mal fest. Was hatte Nick gesagt? Ich werde es verstehen? Was denn? Was werde ich verstehen? Was er gesagt hatte war schon rätselhaft, aber das verhalten von Rob, Nick und Róse war auch nicht gerade besser gewesen. Jas wollte doch bloß mit mir reden. Mehr nicht. Oder?


Meine Mutter stand vor mir und redete irgendwelches Zeug. Irgendetwas mit Schule und so. Ach so, Schule. Schnell stand ich auf und stieg, immer noch gedankenverloren, ins wartende Auto. Der Traum ging den ganzen Tag nicht mehr aus meinem Kopf heraus. Róse wollte mich warnen. Hat mich gewarnt. Aber wovor? Vor dem Wald? Vor Jas? Unmöglich, oder doch? Ich wollte es Emma und Elli erzählen. Aber erstens: ich wusste nicht wie ich anfangen sollte und zweitens: ich wollte es irgendwie auch niemanden sagen. Ich kam also zu dem Schluss, dass es nur ein Traum war.


Ich versuchte ihn aus meinem Kopf raus zu bekommen. Was wirklich schwierig war, wie ich feststellte. Wenn es wirklich nur ein Traum war, wieso zermarterte ich mir den Kopf darüber? Es war alles so real gewesen, aber trotzdem ein Traum.


„Vanessa. Hallo, ich rede mit ihnen." Ich schreckte auf und sah Mr. Brady vor mir stehen. Er war ein kleiner zierlicher Mann mit einer Halbglatze. „Wie bitte?" Er guckte mich genervt an. „Guten Morgen Fräulein Malke. Möchten sie sich gerne hinlegen und meinen Unterricht verschlafen?" Ein paar in der Klasse kicherten. Emma, die rechts neben mir saß, stupste mich an. „Nein, nein will ich nicht." Ich setzte mich ordentlich hin. „Dann passen sie jetzt besser auf und konzentrieren sie sich." Er ging wieder nach vorn und erzählte weiter. Elli lehnte sich zu mir herüber und fragte: „Was ist denn mit dir los? Hast du schlecht geschlafen oder was? Du bist heute schon den ganzen Tag so drauf." Ich schaute sie genervt an. Verdrehte bloß meine Augen. Das hieß: warte noch bis zur Pause. Sie seufzte und lehnte sich wieder weg. Der Unterricht verging langsam und ich war froh, als es endlich klingelte. Ich nahm schnell meine Tasche und ging auf die Tür zu. „Vanessa, kommen sie bitte noch einmal her." Emma und Elli sahen mich an und blieben stehen. Ich nickte ihnen zu und sie gingen hinaus. Keiner war mehr im Raum, außer Mr. Brady und ich. „Ich weiß, das es Montag ist, aber sie müssen sich konzentrieren Vanessa. Es wird ihr letztes Jahr hier sein. Das wissen sie und das Schuljahr geht schnell vorbei." Ich sah ihn an und tat so, als ob ich über seine Worte nachdachte. „Sie sind wirklich eine sehr gute Schülerin Miss Malke und sie werden den Abschluss sicherlich schaffen." Ich nickte wieder. „Wieso sind sie heute so? Sonst beteiligen sie sich lebhafter an meinem Unterricht." Ich zögerte. „Ich habe nicht gut geschlafen und hatte einen Traum gehabt." Ich schaute ihn an. Er überlegte. „Es ist ja nur ein Traum gewesen." Sein Gesicht veränderte sich plötzlich und er fragte dann wirklich neugierig: „Was war das für ein Traum, der ihnen Stoff zum nachdenken gibt?" Überrascht fragte ich: „Woher wissen sie das?" Er drehte sich nicht zu mir um, sah bloß aus dem Fenster. „Man sieht es ihnen an. Sie gucken immer so. Sie sind viel durchscheinender als die anderen. Ich weiß, wann sie über meine Aufgaben nachdenken und wann nicht." Ich erwiderte nichts und er drehte sich endlich zu mir um. „Möchten sie darüber erzählen? Vielleicht ist es dann leichter ihn zu verarbeiten." Soll ich oder nicht? „Danke, aber es ist ja nur ein Traum, wie sie sagten." Schnell nahm ich meine Tasche und eilte die Treppen drei Stockwerke hinunter. Unten angekommen, suchte ich nach Emma und Elli. Sie saßen ganz in meiner Nähe. Sie winkten mich zu sich und ich setzte mich zu ihnen. Sofort fing die Fragerei an. „Was wollte er?" „Kriegst du eine Mahnung?" „Musst du irgendwelche Strafen machen?"


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