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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Das Schweigen um Glozel: Frankreich, Hans Hartwig
Hans Hartwig

Das Schweigen um Glozel: Frankreich



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Die sensationellen Funde von Glozel stellten plötzlich den Ursprung der Schrift – der von den Archäologen immer im mittleren Orient, also im alten Phönizien gesehen wurde – derart in Frage, das darüber in wissenschaftlichen Kreisen sofort eine heftige Kontroverse ausbrach, ob es tatsächlich möglich sein könnte, das die Schrift in Europa erfunden wurde?


 


An einem geheimen und wohl ehemals heiligen Ort wurden Schriften deponiert, die bis zum heutigen Tag kein Mensch entziffern konnte.


 


Und die Entdeckung dieses Geheimnisses verdanken wir Emile Fradin.


 


Er sagt selbst:


 


„ Ich kann mich erinnern, so als wäre es heute. Ich war gerade einmal 17 Jahre alt und es war im Jahr 1924, als ich mit meinem Großvater auf dem Feld arbeitete und ich war es, der den Pflug führte, als die Kuh die den Pflug zog, plötzlich mit dem rechten Hinterhuf in den Boden einbrach. Wäre das nicht passiert, wir hätten die Fundstätte niemals entdeckt.


 


Ja, es ist wirklich die Kuh die Glozel entdeckt hat und nicht wir.


 


Wir waren sehr überrascht, als wir in dem Loch als erstes menschliche Knochen entdeckten und fanden vor allem einen alten menschlichen Schädel, mit dem ich sofort nach Hause lief. Meine Großmutter schrie wie eine Verrückte, als ich mit dem Schädel in der Hand zu Hause eintraf. Sie sagte sofort, das dafür im Haus kein Platz wäre und schickte mich wieder nach draußen. Meine Großmutter war nämlich sehr gläubig.


 


Ich hingegen war gerade einmal 17 Jahre alt und hatte noch nie gehört, dass es überhaupt so etwas wie eine Archäologische Grabung gibt. Meine erste Grabung vor Ort machte ich mit einer Schaufel und einer Hacke und ich hoffte einen Schatz zu finden, wäre aber nie auf die Idee gekommen, wie wichtig meine Entdeckung für die Menschheit wirklich war.


 


Als erstes fanden wir zwei Vasen, die vollständig erhalten waren. Wir haben sie zerschlagen. Wir suchten in den Scherben, aber Schmuck fanden wir niemals.


Was uns interessierte war Geld, aber da wir nichts fanden, schütteten wir das Loch wieder zu.“


 


Soweit also Emile Fradin in einem Interview.


 


Natürlich ließen Fradin seine ersten Funde keine Ruhe, so das er alsbald wieder anfängt zu Graben und in der Folge erste spektakuläre Artefakte zu Tage förderte, die in seiner persönlichen Umgebung bares Erstaunen hervorrufen.


 


Und wie es in einer ländlichen Gegend nun mal immer so ist, verbreitete sich sehr schnell die Kunde der ungewöhnlichen Funde von Glozel, so das der Mediziner Dr. Morlet, der in Vichy eine Praxis besitzt, alsbald davon erfährt. Ein Glücksfall für Fradin, wie sich noch zeigen wird, denn Morlet, der sich sehr für die Archäologie interessierte, zögert nicht lange, nimmt 1925 Kontakt zu Fraudin auf und fährt alsbald mit seiner Frau nach Glozel, um vor Ort erste Grabungen vorzunehmen. Morlet findet sehr schnell die ersten Artefakte und er war von dem Geheimnis von Glozel derart fasziniert, dass es ihn sein Leben lang nicht mehr loslassen würde.


 


Fradin berichtet:


 


„Wir hielten schriftlich fest, das Morlet die Rechte für alle nötigen Publikationen erhält und alle gefunden Objekte in meinem Eigentum verbleiben. Weiterhin hielten wir fest, das mir Morlet für freien Zugang zu meinem Feld in Glozel, jährlich 200 Francs zahlt und er alle weiterhin anfallenden Kosten trägt. Er ( Morlet) war ein wunderbarer Mann. Er hat über einen Zeitraum von 16 Jahren unermüdlich gegraben.“


 


Dr. Morlet übernimmt alle anfallenden Kosten, veröffentlicht zudem ständig Berichte über die Grabungen und entdeckt zusammen mit Fradin über den Zeitraum von 16 Jahren hinweg, mehr als 3.000 Artefakte in Glozel. Es werden Knochenfragmente mit Zeichnungen, Scherben aus Ton und vor allem eigenartige Tontafeln gefunden, die mit einer fremdartigen Schrift bedeckt sind. Das mysteriöse an diesen Tafeln ist die eingravierte Schrift, Zeichen die einstmals in Tontafeln von Menschen verewigt wurden und die bis heute nicht entschlüsselt werden können.


 


Es dauerte nicht lange, bis Morlet und Fradin auf die Idee kamen, ein Museum einzurichten, um ihre Artefakte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Bestärkt wurden sie durch den Besuch von Joseph Loth, Mitglied des Collège de France und dessen Mitarbeiters Henri Breuil im Oktober 1926, die nach einer Suche vor Ort den Gedanken eines Museums nochmals forcierten.



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