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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Dìonàrah, Aileen P. Roberts
Aileen P. Roberts

Dìonàrah


Das Geheimnis der Kelten Band II

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»Verdammt, man wird unsere Spuren verfolgen können«, meinte Daron kritisch und versuchte, diese so gut wie möglich zu verwischen, gab es aber schließlich auf, da das zu viel Zeit kostete. Im Laufschritt machten sie sich wieder auf den Weg und erreichten gegen Mittag des nächsten Tages die Schlucht, von der Daron gesprochen hatte. »Wir müssen wohl noch weiter südlich«, sagte Daron bedauernd. Die Felswände der etwa zehn Meter breiten Schlucht fielen fast senkrecht in die Tiefe. In einem beinahe ausgetrockneten Flussbett plätscherte ein kleiner Bach. Hier und da waren Bäume über die Schlucht gestürzt, doch die waren alle zu dünn, als dass sie einen Menschen hätten tragen können. So liefen die fünf Gefährten noch bis zur Abenddämmerung weiter. Irgendwann wurde der Weg zu einem schmalen Pfad, der am Rande der Schlucht entlang führte. Sie konnten nur noch hintereinander laufen. Eine hohe Felswand war zu ihrer Linken zu sehen, während auf der rechten Seite ein steiler Abhang, auf dem eine Menge Geröll lag, zum Bach hinunter führte. »Müssen wir da wirklich entlang?«, fragte Trian kritisch. Daron nickte nervös. »Mir gefällt das auch nicht, aber etwas weiter südlich ist eine Art natürliche Brücke, dort kommen wir über die Schlucht. Wir könnten zwar hier notfalls den Abhang hinunterrutschen, aber die gegenüber­liegende Seite ist einfach zu steil, das siehst du ja. Und wenn wir um diese Felswand herum gehen, verlieren wir zwei oder drei Tage.« Die anderen nickten und gingen zögernd weiter. Im Moment schien zum Glück keine Gefahr zu drohen. Irgendwann wurde der Pfad sogar etwas breiter, aber von der Brücke war keine Spur zu sehen. »Mist«, schimpfte Daron. »Es muss noch weiter südlich sein, ich dachte ...« Er hatte den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, als plötzlich Morad, einer von Trians Soldaten, aufschrie und mit einem Pfeil im Rücken in die Schlucht stürzte. Die anderen wollten ihm zu Hilfe eilen, doch schon prasselte ein Pfeilhagel auf sie nieder. So schnell sie konnten zogen sie sich in den spär­lichen Schutz des Felsens zurück. Alle zogen ihre Schwerter und schon ritten von Süden etwa zwanzig Soldaten heran. Daron und seine Freunde wollten nach Norden flüchten, doch aus dieser Richtung kam eine Gruppe von min­destens dreißig Orks auf sie zu. Hektisch blickten sie sich um - sie waren eingesperrt. »Los, auf die Orks, sie lassen sich leichter besiegen«, schrie Daron und rannte mit gezogenem Schwert los. »Halt dich zurück, Ceara«, rief er ihr noch über die Schulter zu, aber sie hatte bereits ihr Schwert gezogen. Vielleicht hätte Ceara ja sogar getan was er verlangte, aber sie hätte nicht einmal gewusst, wo sie sich verstecken sollte. Es gab kein Versteck. Daron und Trian kämpften in vorderster Reihe gegen die ersten Orks, die auf sie eindrangen. Die Soldaten von Süden kamen jedoch auch unaufhaltsam näher. Alan schoss einige von Adamaths Männern mit den glänzenden Rüstungen und den Umhängen, auf denen der Dämonenkopf zu sehen war, mit dem Bogen ab, doch das verlangsamte deren Vorrücken nur wenig. Beinahe glaubten sie, den Weg durch die Orks freikämpfen zu können, denn schon bald lag eine Menge der stinkenden Kreaturen auf dem schmalen Weg, doch dann rückte eine weitaus größere Zahl vor. Außerdem kamen nun auch die Soldaten immer näher, da Alan die Pfeile ausgegangen waren. Plötzlich stoppten sie jedoch und machten den Weg frei. Eine wohlbekannte, riesige Gestalt auf einem dunkelgrauen Pferd erschien - Adamath. Ceara wich unwillkürlich mit vor Schrecken geweiteten Augen an die Felswand zurück. Der Hochkönig erblickte sie und ein belustigter Ausdruck trat in sein grausames Gesicht. Er stieg von seinem bösartigen Hengst. »Wie ich sehe, ist meine Verlobte bei bester Gesundheit«, rief er und bedeutete, den Orks, die von Norden kamen, zu warten. Cearas Mund war knochentrocken und sie versuchte, ihr Schwert festzu­halten, doch ihre Hände zitterten dermaßen, dass sie es kaum ruhig halten konnte. Daron trat hinter sie. »Ich lass nicht zu, dass er dir etwas tut«, flüsterte er. Ceara nickte und versuchte zu lächeln, aber sie wusste nicht, wie Daron sie hier herausbringen sollte. Sie waren eindeutig unterlegen und es gab keinen Ausweg. Adamath kam selbstbewusst näher und zog betont langsam sein riesiges, schartiges Schwert mit den Dämonenköpfen. »Gebt ihr gleich auf?«, fragte er betont gelangweilt. Die nun nur noch fünf Gefährten blickten sich an und schüttelten ein­stimmig die Köpfe. Nein, sie würden nicht aufgeben, Adamath würde sie ohnehin alle hinrichten lassen. Daron und Trian stellten sich nebeneinander und starrten Adamath herausfordernd an. Alan und Faras hatten sich zur Seite der Orks gewandt. Ceara stand in der Mitte und versuchte, nicht die Nerven zu verlieren. Adamath seufzte übertrieben und hob sein gewaltiges Schwert. Ohne zu zögern drang er auf die beiden ein und schlug schonungslos zu. Nun griffen auch die Orks wieder an. Es war eine beinahe aussichtslose Schlacht. Die Gefährten hatten zwar Glück, da sie den schmalen Pfad gut zu zweit vertei­digen konnten, aber Adamaths Männer waren eindeutig in der Überzahl. Ewig würden sie nicht durchhalten können. Daron und Adamath waren in einen gnadenlosen Zweikampf verwickelt, während Trian sich bemühte, einen Soldaten in Schach zu halten. Alan und Faras kämpften auf der anderen Seite wie besessen gegen die Orks und wurden von Ceara abgelöst, wenn sie sich kurz ausruhen mussten. Alle fünf hielten sich gut und kämpften tapfer, aber sie waren einfach zu wenige. Sie bemerkten, dass aus Richtung Süden nicht so viele Soldaten kamen, wie sie zunächst angenommen hatten und versuchten dementsprechend, sich dorthin durchzukämpfen. Trian hielt so gut es ging die Soldaten in Schach, während Adamath und Daron noch immer verbissen miteinander kämpften. Beide hatten schon den einen oder anderen Treffer einstecken müssen, wie Ceara aus den Augenwinkeln sah, aber es schien keiner wirklich überlegen zu sein. Dann musste sie sich wieder abwenden, da ein Ork Alan hart bedrängte. Sie schlug auf die stinkende Kreatur ein und schaffte es sogar, ihr einen Arm abzutrennen. Der Ork stieß einen Schrei aus und sein hässliches Gesicht verzerrte sich. Schwarzes Blut floss hervor und Ceara schaffte es, das Wesen in die Schlucht zu befördern. Ceara drehte sich gerade um, als sie sah, wie Adamath Daron gegen die Felswand schleuderte. Mit einem Satz war der König bei ihr. Bevor sie reagieren konnte hatte er ihren Arm nach hinten gedreht, sodass sie ihr Schwert fallen lassen musste. Adamath hielt sie eisern fest. »So, jetzt bist du mein«, zischte er. Ceara zappelte wie besessen und sah erleichtert, wie Daron sich endlich wieder aufrappelte. Mit dem Schwert in der Hand kam er auf den König zu. »Lass sie gehen.« Adamath grinste, was bei seiner blutigen Lippe etwas grotesk aussah. »Nein, das werde ich nicht. Sie ist meine Verlobte, schon vergessen?« »Ich habe dieser Verlobung niemals zugestimmt«, rief sie wütend und bemühte sich, nach dem König zu treten. Adamath lachte dröhnend und versuchte, ihr einen blutigen Kuss auf die Lippen zu drücken. Sie biss ihm ins Gesicht und rammte ihm blitzschnell das Knie in die Weichteile, als er sie für den Bruchteil einer Sekunde ein wenig aus seiner Umklammerung ließ. Adamath schrie überrascht auf und ging in die Knie. Daron stieß mit dem Schwert nach ihm und trieb ihm die Klinge durch den Panzer hindurch in die Seite. Er konnte dem König jedoch keine tödliche Verletzung zufügen. Nun wollte Daron Adamath sein Schwert in die Kehle rammen, doch da flog ein Pfeil haarscharf an ihm vorbei und er wich rasch zurück. Außerdem stürmte bereits eine Gruppe Soldaten heran. Daron ließ Adamath wo er war und packte Ceara eilig an der Hand. »Los, Trian hat den Weg freigekämpft«¸ rief er hektisch. »Alan, Faras, kommt!« Die beiden ließen von dem letzten Ork ab. Es hatte sich mittlerweile eine Mauer aus Orkleichen gebildet, die erst von den anderen weggeräumt werden musste. So rannten sie in Richtung Süden weiter und kämpften sich den Weg durch die Soldaten. Daron riss unterwegs ein paar Pfeile aus den Körpern der toten Männer. Hinter ihnen kamen bereits wieder Orks angestürmt. »Los, lauft, ich halte sie mit dem Bogen auf«, schrie Daron und nahm Alan den Bogen ab. Ceara wollte etwas erwidern, doch Alan packte sie an der Hand und zog sie mit, obwohl sie sich wehrte. Trian nahm sie beruhigend am Arm. »Ich helfe ihm!« Sie warf den beiden einen verzweifelten Blick zu, nickte dann, und rannte mit Alan weiter. Faras kämpfte gerade auf dem schmalen Weg mit einem weiteren Soldaten und eilte anschließend hinter Alan und Ceara her. Daron erlegte einige Orks mit dem Bogen und der Weg war erst mal für die Nachkommenden versperrt. Sofort rannten auch er und Trian weiter. Plötzlich regneten Felsbrocken auf sie herab. Trian schrie auf und stürzte. In letzter Sekunde zog Daron ihn zur Seite, als ein weiterer Felsbrocken herab krachte. Trian umklammerte mit schmerzverzerrtem Gesicht seinen rechten Arm. Er würde kein Schwert mehr führen können. »Ich glaube, mein Arm ist gebrochen«, keuchte er. »Lauf vor, ich halte noch ein paar mit dem Bogen auf«, rief Daron und schoss auf einen Ork, der über den Berg aus Leichen kletterte. Trian zögerte, doch dann rannte er mit zusammengebissenen Zähnen weiter. Daron schoss seinen letzten Pfeil auf einen Ork ab, jedoch ohne diesen tödlich zu treffen. Die Kreatur kam brüllend auf ihn zu und er konnte nicht rechtzeitig abwehren, da von oben Felsbrocken und Pfeile geflogen kamen, denen er ausweichen musste. Der Ork schaffte es, Daron sein kurzes schwarzes Schwert ins Bein zu stechen, bevor dieser der Kreatur den Kopf herunterschlagen konnte. Es war keine allzu tiefe Wunde, doch die würde ihn aufhalten. Daron fluchte und machte einen flüchtigen Verband, der das Schlimmste verhindern sollte. Er sah, wie Trian angehalten hatte und machte eine beruhigende Handbewegung. Dann hinkte er hinterher. Von Ceara und Alan war nichts mehr zu sehen, sie waren hinter der nächsten Kurve ver­schwunden. Der Weg wurde zunehmend schmaler. An einigen Stellen war der Fels sogar bereits heruntergebrochen und in die Tiefe gestürzt. Daron beeilte sich weiterzukommen, denn schon wieder rannten zwei Orks hinter ihm her. Er war beinahe an der schmalsten Stelle des Weges angekommen, als er Trian etwas rufen hörte. Rasch drehte er sich um, doch es war bereits zu spät. Daron sah, wie hinter den Orks Adamath mit gespanntem Bogen und hassvoll verzerrtem Gesicht stand. Gerade noch rechtzeitig schaffte es Daron, sich zur Seite zu werfen, doch der Pfeil traf ihn trotzdem in der rechten Seite kurz unterhalb des Schlüsselbeins. Er keuchte und fiel auf die Knie. »Du entkommst mir nicht!«, schrie Adamath und stürmte voran. Doch der Blutverlust hatte den König wohl geschwächt, sein ganzes Hemd war bereits mit Blut durchtränkt. Irgendwann stolperte er und fiel hin. »Ergreift ihn!«, schrie er den Orks geifernd zu. Die grunzten und stürmten weiter. Daron brach mit zusammengebissenen Zähnen den Pfeil ab und stand wieder auf. Er sah, wie ihm Trian mit dem Schwert in der linken Hand zu Hilfe kommen wollte, aber die Orks waren schneller. Daron war gerade auf dem schmalen Grat und wollte hinüber balancieren, als der erste Ork ihn erreichte. Dieser erwischte ihn zwar nicht mit dem Schwert, aber unter dem Gewicht der schweren Kreatur brach der Weg ab. Gut zehn Meter Hang rutschten mitsamt Daron, den Orks und einigen Bäumen in die Tiefe. Trian sah entsetzt zu und schaffte es gerade noch, sich nach hinten zu werfen, um nicht selbst in die Schlucht gerissen zu werden ...

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