Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Fantasy Bücher > Crome - Warrior Lover 2
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Crome - Warrior Lover 2, Inka Loreen Minden
Inka Loreen Minden

Crome - Warrior Lover 2



Bewertung:
(308)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
2540
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

»Stellt euch an der Wand auf, Sklaven!«, befehlen uns die Wachen. »Na los, schneller!«


Wir befinden uns in einem großen Raum, nicht weit von der Halle entfernt, in der sonst die Show abläuft.Wir mussten nur ein paar Gänge entlang eilen, schon waren wir da. Bisher habe ich diesen Gebäudeflügel nie betreten. Das ist also die »Partyzone«. Leise Musik spielt, beruhigende Klänge wie aus einer anderen Zeit. Weiße Säulen schmücken den Raum, goldene Lampen und andere seltsame Leuchter verbreiten schummriges Licht, Skulpturen von nackten Menschen verteilen sich auf dem flauschigen Teppichboden.In der Mitte gibt es ein flaches Wasserbecken, auf dem Pflanzen und LED-Kerzen schwimmen, am Rand stehen gepolsterte Liegen.


Mir kommt gleich das Kotzen, weil ich weiß, worauf das hier hinausläuft. Das alles schreit nach Edelpuff underinnert mich an das alte Rom. Ich habe davon in meiner Schulzeit gehört. Die Warrior werden manchmal mit Gladiatoren verglichen, und so sind sie auch gekleidet. Anstatt der Einsatzhosen tragen sie eine Art Lendenschurz, sonst nichts, weshalb ihre Muskeln besonders furchteinflößend wirken. Es sind bestimmt zwanzig Krieger hier, und bei so viel geballter Manneskraft wird mir noch schlechter. Leider haben sie keine Waffen dabei, keine Schwerter oder andere scharfe Gegenstände, die ich an mich reißen könnte, um diese Widerlinge töten zu können – was mir ohnehin nie gelingen würde – oder um mein Leben zu beenden.


Die Männer lachen, während sie aus Krügen trinken und sich unterhalten.Dabeibeobachten sieuns und warten, bis wir uns aufgestellt haben, einige deuten mit dem Finger auf einzelne Sklavinnen.


»Heute bist du so was von fällig!« Blaire grinst mich böse an und macht wie immer obszöne Gesten, entweder mit der Zunge oder er hebt ungeniert seinen Lendenschurz und reibt über seine wachsende Erektion.


Hastig wende ich den Blick ab und beherrsche mich vehement, um mich nicht zu übergeben. Tief durchatmen, auf eine Gelegenheit warten.


»Hey, Crome, hast du zu lange in der Sonne gestanden?«, ruft er plötzlich einem Mann zu, der soeben in den Raum kommt. Er ist groß und muskulös wie alle anderen, doch er hebt sich wegen seiner Haare deutlich von ihnen ab. Sie sind feuerrot, kurz und stehen wild von seinem Kopf ab. Außerdem schmücken Tattoos seine Haut. Keine Sklavenzahlen, sondern schwarze Tribals und Ranken, die sich um seine Oberarme schlingen.


Cromes leuchtend grünen Augen funkeln böse in Blaires Richtung, demonstrativ dreht er meinem Widersacher den Rücken zu und ich erkenne ein weiteres Muster auf seinen Schulterblättern. Es sieht beinahe aus wie Schwingen.


Ich erschaudere. Dieser Krieger ist teuflisch schön, aber er wirkt gefährlicher als sie alle. Das Rot in Kombination mit der intensiven Augenfarbe, den hohen Wangenknochen und dem Bartschatten lässt ihn wie einen Dämon erscheinen. Er ist ein Engel aus der Hölle.


»Heiße Farbe, Crome, war dir weiß zu langweilig?« Ein anderer Warrior klopft ihm grinsend auf den Rücken.


Crome zuckt mit den Schultern. »Öfter mal was Neues, Dean.«


Das ist also Dean, der Krieger, von dem die Gefangene erzählt hat, mit der ich mich kurz unter der Dusche unterhalten habe. Er ist der kleinste von ihnen, stämmiger und behaart wie ein Bär. Und er liebt es, wenn man ihm vorliest. Das würde mich glatt zum Schmunzeln bringen, wenn ich nicht Todesängste ausstehen würde. Blaire lässt mich nicht aus den Augen.


»Du wechselst deine Haarfarbe wie deine Sklavinnen«, sagt Dean. Der stämmige Soldat sieht im Gegensatz zum rothaarigen Krieger tatsächlich aus wie ein Kuschelbär. »Wo ist denn Jax? Kommt er wieder nicht?«


»Du weißt doch, seit der Sache mit seinem Bruder ist ihm die Lust vergangen«, antwortet Crome und lässt den Blick über uns Sklavinnen schweifen. »Außerdem soll er sich gerade mit der Ärztin vergnügen, die Ced auf dem Gewissen hat. Jax hat eine Sondergenehmigung erhalten, sie sind bei ihm zu Hause.«


Dean hebt die Brauen. »Vielleicht findet er endlich in seine alte Form zurück.«


»Das wird auch langsam Zeit.« Intensiv mustert er mich, der Blick aus seinen leuchtenden Augen scheint sich in meine Haut zu brennen. Er weiß, dass mich nur einer haben kann. Warum sieht er mich so durchdringend an?


Als auf einmal ein Gong ertönt, springe ich fast in die Luft.


»Die Wahl kann beginnen!«, ruft der Wärter ganz rechts, der am Anfang der Reihe mit den Sklavinnen steht. Er bedeutet jeweils einer von uns nach vorne zu treten, und wer von den Kriegern sie möchte, darf sie mitnehmen. Manchmal sind sich zwei nicht einig, dann wird per Handzeichen ausgeknobelt. Es scheint ein Spiel zu sein, das nur die Warrior kennen, doch es funktioniert. Grinsend nehmen sie die Frauen mit und verschwinden mit ihnen in den angrenzenden Partyzimmern. Dort dürfen sie mit uns machen was sie wollen, genau wie in der Show, nur im privaten Rahmen, ohne Kameras. Den Soldaten scheinen zwar die Kameras nichts auszumachen, weil sie es gewohnt sind, schon von Geburt an unter Beobachtung zu stehen, doch Kameras hin oder her – ich kann mir vorstellen, dass sie, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, erst recht ihr wahres Gesicht zeigen.


Blaire wird heute schlimmer sein als jemals zuvor. Ich weiß es einfach, ich brauch ihn nicht einmal ansehen. Ich fühle seine Vorfreude in düsteren Wellen zu mir herüberschwappen.


Ein paar Soldaten vergnügen sich gleich vor Ort mit den Mädchen, einmal wählen sogar zwei Männer eine Frau mit blonder Mähne und drücken sie auf eine der Liegen. Während der Schwarzhaarige an ihren Brüsten saugt, leckt der andere sie zwischen den Beinen. Sie wehrt sich nur spielerisch und krault dem Warrior zwischen ihren Schenkeln den Kopf. Oh Gott, es gefällt ihr auch noch? Kennt sie die beiden? Die drei benehmen sich irgendwie vertraut.


Früher hat mir Sex auch Spaß gemacht. Sehr viel Spaß sogar. Bevor ich verhaftet wurde, war ich offiziell ein Jahr lang mit Riley zusammen. Inoffiziell hatten wir schon länger etwas miteinander. Er war mein Trainer in Selbstverteidigung, fast zehn Jahre älter als ich und sehr erfahren. Schon während der Ausbildung zum Bodyguard hat es zwischen uns geknistert, und als ich mit achtzehn Jahren fertig war, wurden wir ein Paar. Zuvor war es uns strengstens verboten, miteinander ein Verhältnis einzugehen, doch wir hatten eine heimliche Affäre. Unsere Beziehung war geprägt von Leidenschaft und heißer Liebe und dauerte so lange, bis ich bezichtigt wurde, eine Rebellin zu sein. Riley hat mich genauso fallen gelassen wie alle anderen. Jeder hat Angst vor dem Regime, niemand möchte im Gefängnis oder im Serva-Programm landen.


Wenn ich die Macht hätte, würde ich dieses verdammte Regime mitsamt allen Senatoren und ihren Schoßhündchen in die Knie zwingen!


Als der Wärter brüllt: »Vortreten, Nummer 4!«, zucke ich zusammen. Meine kurzen Fingernägel drücken sich in meine Haut, weil ich die Hände krampfhaft zu Fäusten geballt habe, meine Zehen krallen sich in den Teppichboden. Ich werde nicht mehr mit Blaire gehen, nie wieder! Ich werde kämpfen bis zum Tod, hier, vor allen Anwesenden! Vielleicht habe ich Glück und ein Wärter erschießt mich.


Ich möchte mich gerade zum Angriff bereit machen, als der rothaarige Warrior ruft: »Die nehm ich!«, und auf mich zukommt.


Was?! Mein Atem stockt.


»Hey!« Blaire packt seinen Oberarm und sagt zischend: »Du weißt genau, dass das meine ist.«


»Tatsächlich?« Crome kratzt sich am Kopf und tut gespielt überrascht, dann reißt er seinen Arm aus dem festen Griff.


»Tatsächlich«, knurrt Blaire. Seine Lider haben sich zu Schlitzen verengt, seine Nasenflügel beben.


Ich kann die beiden nur wie gelähmt anstarren, während mein Herz wild gegen die Rippen schlägt.


»Knobeln wir es aus.« Crome grinst durchtrieben, wobei er jetzt tatsächlich wie ein Dämon aussieht. Teuflisch schön und listig.


Blaire holt mit dem Arm aus, doch Crome duckt sich geschickt weg.


Im Raum ist es still geworden, alle Blicke sind auf die beiden Krieger gerichtet, die sich wie Raubtiere umkreisen. Ich glaube, sogar ein Knurren zu vernehmen.


»Du hast keine Chance gegen mich, Fliegengewicht!« Brüllend stürzt sich Blaire auf seinen Waffenbruder und holt erneut mit der Faust aus.


Crome ist gewiss kein Fliegengewicht, aber deutlich schlanker und agiler als Blaire. Wieder ist er schneller und kann zur Seite springen, doch Blaires Faust streift seine Nase.


Ich halte die Luft an. Sie kämpfen um mich! Und irgendwie hoffe ich, dass Crome gewinnt. Wenn ich den anderen Mädchen glauben darf, sind nicht alle Soldaten Perverslinge. Vielleicht tut der rothaarige Teufel mir nicht ganz so weh und ich kann es überstehen.


Seine Nase blutet, ansonsten ist er unverletzt und atmet nicht einmal schwer, während Blaire stets alle Kraft in seine Angriffe legt. Crome nutzt diese Energie für sich, schmeißt seinen Gegner über die Hüfte und grinst triumphierend.


Blaire steht immer wieder auf, jedes Mal wütender als zuvor. Falls er gewinnt, hat er eine Menge Frust intus, den er an mir auslassen wird. Er stürzt sich auf Crome, der diesmal nicht so schnell reagiert. Beide gehen zu Boden, Crome liegt unten und wehrt die harten Fausthiebe mit den Unterarmen ab. Er schafft es, sich herumzudrehen, doch Blaire lässt ihn nicht mehr aus seinem Griff und schlingt sogar die Beine um ihn.


Ich zittere vor Aufregung, während die anderen Krieger die beiden anfeuern und den Kampf offenbar lustig finden. Jetzt sehen die zwei tatsächlich aus wie ringende Gladiatoren, und es scheint um Crome immer schlechter zu stehen. Er wehrt nur ab, schlägt kaum zurück, bis es ihm gelingt, Blaire am Schulterblatt zu greifen. Obwohl der wieder auf ihm liegt und Crome offensichtlich keine Chance hat, aus dem Klammergriff zu entkommen, sackt Blaire plötzlich zusammen.


Crome befreit sich, indem er seinen Gefährten von sich schubst, und steht auf. Dabei klopft er sich imaginären Staub vom Lendenschurz, seine grünen Iriden schleudern Blaire tödliche Blitze entgegen. »So, das wäre geklärt. Hättest du auch einfacher haben können, Bruder.«


Crome hat ihn tatsächlich besiegt, ich kann es kaum glauben! Reglos liegt er am Boden, nur seine Augen bewegen sich. Was ist mit ihm? Warum rührt er sich nicht mehr? Er hat doch kaum heftige Treffer eingesteckt? Hat er sich so verausgabt? Hoffentlich krepiert er!


Crome kämpft auf jeden Fall geschickter, da hilft Blaire das bisschen mehr Muskelkraft nichts. Der rothaarige Dämon ist noch viel gefährlicher als mein Peiniger. Hatte ich wirklich geglaubt, er sei die bessere Wahl?


»Also dann schau ich mal, was an deiner Serva so toll ist, dass du sie nicht mit uns teilen magst.« Böse grinsend starrt Crome zu Blaire, alle Augen sind auf die beiden gerichtet.


Das ist meine Chance! Ich fixiere den Ausgang – und laufe los.


Hinter mir ertönt ein Schuss, aber ich laufe weiter. Bin ich getroffen? Ich spüre nichts, höre nur erregte Rufe.


Kurz schaue ich über die Schulter. Crome reißt das Gewehr einer Wache an sich. »Sie gehört mir, du Blödmann!«, brüllt er und klingt unsagbar wütend.


Oh Gott, er will mich unbedingt! Allein sein Blick – als ob ich sein Eigentum wäre! Hätte der Wachmann nicht schneller sein können? Dann wäre ich tot. Erlöst.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2020 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs