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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Bota Ëndërr, Michael J. Unge
Michael J. Unge

Bota Ëndërr


Eine phantastische Reise

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Ich entschied mich für ein gemütliches Schlendern, um den Abstand zwischen Sam und mir möglichst klein zu halten, aber dennoch von der Stelle zu kommen.


Wo bin ich hier nur reingeraten?


Wie in einem schlechten Märchen.


Ein großer böser Wolf, der in mir seine Mahlzeit sah, ein riesiger Raum voll mit Spiegeln, ein Amulett, mit dem ich mich in ein Eichhörnchen verwandeln konnte, eine Riesenspinne die auf den Namen Dipsy hört. Ich grinste. Das Beste an der ganzen Sache hier war noch Sam, der hübsche, dunkelhaarig junge Mann mit den Rehaugen. Ein toller Mann, wirklich.


Ich konnte gerade noch bremsen, bevor ich in den tiefen, vor mir liegenden, Abgrund stürzte. Ich war so sehr in meine Gedanken vertieft, dass ich das Ende des Tunnels gar nicht mitbekommen hatte.


Ich stand an einer Kante und vor mir ging es senkrecht in die Tiefe. Ich schaute hinunter in die weit unter mir liegende Landschaft. Ein atemberaubender Anblick.


Ich konnte Wälder und Felder erkennen, ein Fluss verlief durch das Tal, einem türkisen Band gleich. Häuser, aus deren Schornsteinen sich Rauchwolken in den blauen Himmel emporkräuselten. Das komplette Tal war von einem Bergmassiv umgeben und in der Mitte konnte ich ein riesiges, weißes Schloss auf einem Hügel erkennen.


Alles wirkte unglaublich friedlich. Ich war wie verzaubert von diesem Anblick, hatte ich doch bisher nur dunkle und bedrohliche Seiten dieses Landes kennengelernt.


 


Dort stand ich nun, in einem Tunnel, der sein Ende mitten in dem Berg an einem Steilhang fand.


Wieso baut jemand einen Tunnel, der im Prinzip nirgendwo endet?, fragte ich mich gerade, als ich Schritte hinter mir hörte. Ich drehte mich herum und sah Sam auf mich zulaufen. „Da bin ich auch schon wieder!", rief er fröhlich.


Ich hielt abwehrend die Hände hoch.


„Stooooooop!", schrie ich noch, aber da hatte er mich bereits erreicht. Sein Körper prallte gegen meinen und ich begann rücklings, mit weit aufgerissenen Augen, in die Tiefe zu fallen.


„Ahhhhhhhh!", brüllte ich und sah, dass sich Sam, mit akrobatisch anmutenden Bewegungen, dazu brachte, nicht hinter mir herzusegeln.


Mein Körper drehte sich netterweise während des Falls einmal, sodass ich nun mit dem Kopf nach unten schaute und genau erkennen konnte, wie mir all die wunderbaren Dinge, die ich zuvor betrachtet hatte, rasend schnell entgegenkamen.


Ich schrie und schrie. Ich sah das Feld unter mir auf mich zurasen, der Fels rauschte an mir vorbei und mein Herz setzte immer wieder aus.


So sollte es so zu Ende gehen?


Ich war dem Wolf und den ganzen Benjamins entkommen, um nun als Brei auf einem Feld zu enden, weil mein vermeintlicher Retter mir diesen tödlichen Schubs gegeben hatte?


Ich merkte, wie meine Stimme versagte, vor lauter Schreien. Ich fiel noch immer, konnte auf dem Feld unter mir bereits Gestalten erkennen, die ihrer Arbeit nachkamen. Vielleicht noch hundert oder zweihundert Meter und dann wäre es vorbei mit Ben. Ich ruderte mit den Armen in der Luft, strampelte wie wild mit den Beinen, noch immer in der Hoffnung, diesen tödlichen Sturz irgendwie abwenden zu können.


Plötzlich spürte ich, wie ich zurückgerissen wurde. Starke Arme hatten sich von hinten um meinen Oberkörper gelegt und der rasende Fall ging in einen schwebenden Flug über.


„Tut mir echt leid. Ich hatte nicht gesehen, dass der Tunnel dort aufhört", schrie Sam in mein Ohr.


Na das will ich dir aber auch geraten haben, dass du das nicht mit Absicht gemacht hast, dachte ich verärgert.


Ich verrenkte mir halb den Hals, um nach oben zu schauen und riss die Augen auf, als ich riesige weiße Flügel über mir sah. Diese schienen von Sams Rücken abzugehen und hatten eine geschätzte Spannweite von vier oder fünf Metern.


„Du ... ich ... äh", stotterte ich vor mich hin, weil mir die Worte fehlten. „Danke für die wiederholte Rettung meines Lebens", brachte ich dann mühsam hervor.


„Dafür bin ich da", sagte er völlig ernst.


„Bist du ... ich meine ... wie?


„Ja, ich bin ein Engel - so sagt ihr in eurer Welt"


Ein Engel. Ich habe hier meinen persönlichen Schutzengel!, dachte ich. Und so einen hübschen dazu, fügte ich in Gedanken noch schnell an.


Ich war viel zu perplex, als dass ich jetzt zu einer großen Konversation fähig gewesen wäre, so genoss ich einfach den wundervollen Ausblick und den warmen Luftstrom, der mir ins Gesicht wehte.


 


Sam schlug unbeirrt weiter mit den Flügeln und hielt dabei direkt auf das Schloss zu. Ich konnte viele kleine Türmchen erkennen, war von gleich zwei Sonnen geblendet, deren Licht sich in den strahlend weißen Dächern spiegelte. Eine riesige Flagge mit dem Abbild eines weißen Vogels wehte über dem größten der Türme.


Sam begann Kurven zu fliegen und wir verloren an Höhe. Der Boden rückte näher und ich konnte erkennen, dass er eine kleine Wiese ansteuerte, die nicht weit von dem Schloss entfernt war.


Sanft wie eine Feder, die zu Boden gleitet, setzten wir auf festem Boden auf und ich atmete erleichtert tief durch.


Wer auf Abenteuer und Extremsport steht, dem kann ich das hier echt nur empfehlen!, dachte ich ironisch.


 


Sam stand neben mir und ich sah, wie er gerade seine Flügel einklappte, nachdem er sie ein letztes Mal ausgiebig gestreckt hatte. Als sie komplett auf seinem Rücken zusammengefaltet waren, verschwanden sie und er sah wieder aus, wie ein ganz normaler Mensch. Er lächelte mir schüchtern, aber auch ein wenig stolz zu und zwinkerte.


„Du bist ein echter Engel?", nahm ich unser Gespräch wieder auf.


„Ja, das bin ich. Eigentlich liegt es nicht in unserer Natur uns, als diese zu erkennen zugeben, aber dieses Mal blieb mir ja nichts anderes übrig - zumal es auch noch meine Schuld war, dass du gestürzt bist. Samandriel, wenn ich mich dir einmal richtig vorstellen darf."


Samandriel?


Nie gehört. Ich hatte mich schon das eine oder andere Mal über Michael, Uriel, Raphael, und wie sie alle heißen, informiert, aber dieser Name war mir noch nie untergekommen.


„Nie gehört", gab ich zu.


„Nie gehört? Ist ja mal wieder typisch. Hätte ich Michael, Raphael oder Gabriel gesagt, wäre das etwas anderes. Die kennt ja jedes Kind, aber von dem wichtigsten hat mal wieder niemand in eurer Welt gehört! Pah! Immer wieder diese Erzengel! Diese tollen Helden! Pah! Aber von Samandriel, dem Beschützer des Lebens, weiß niemand etwas! Pah!"


„Ist ja gut. Ist ja gut. Reg dich wieder ab. Ich weiß ja nun von dir und bin wirklich unendlich froh, dass du bei mir bist."


Er schaute mich verlegen an und grub mit seinem Fuß ein Loch in den Acker.


„Wirklich?", fragte er bedrückt.


„Ja wirklich. Und ich wette, du bist sogar der Hübscheste von allen Engeln."


Um meine Aussage zu untermauern, nickte ich bestätigend.


„Ehrlich? Ich glaube, ich mag dich jetzt noch mehr, als ich es ohnehin schon tat", sagte er mit einem freudigen Lächeln im Gesicht.


Er breitete seine Arme aus, trat einen Schritt auf mich zu und presste mich an seine nackte Brust. Das war ein wunderbares Gefühl und ich war ziemlich enttäuscht, als er mich augenblicklich wieder von sich schob.


Jetzt, nachdem ich wusste, dass er ein Engel war und seine Flügel auf dem Rücken hatte verschwinden sehen, wurde mir der Sinn seines freien Oberkörpers auch klar. Ich hatte mich bei unserer ersten Begegnung schon gefragt, warum er nur mit einer weißen Stoffhose bekleidet in der Gegend herumspazierte.  In meinem Kopf waren aber so viele Fragen gewesen, dass ich gar nicht dazu gekommen war, mich nach dieser Kleiderwahl zu erkundigen.


 


„Das war ja der Wahnsinn, Leute! Ich habe gerade euren Tandemsprung verfolgt und bin so schnell mich meine kleinen Beine tragen konnten zu euch geflitzt!"


Ich schaute zur Seite und sah ein kleines Männchen, das in einem viel zu großen und vor allem viel zu bunten, gestreiften Hemdchen steckte. Das in den Augen schmerzende Muster setzte sich in seiner kurzen Hose fort. Die Haut an Beinen, Armen und im Gesicht war hellblau und es trug eine große Harlekinmütze mit drei Schellen an den Enden, um das schräge Bild abzurunden. Diese baumelten in Höhe meines Bauchnabels und klimperten fröhlich bei jeder seiner Kopfbewegungen.


„Hey du. Es ist unhöflich jemanden so anzuglotzen!", schalt mich das Männlein und streckte mir die Zunge raus.


„Ich ... äh ... tut mir leid", brachte ich stotternd hervor.


„Ben, wenn ich vorstellen darf? Das ist Knox", stellte mir Sam den Neuankömmling mit einer ausholenden Geste vor.


„Der hochwohlgeborene Knox, wenn ich bitten darf. So viel Zeit muss sein", motzte dieser.


Ich schaute Sam an und sah, wie sich Tränen in seinen Augen bildeten. Er presste die Lippen fest aufeinander. Kleine Beben durchliefen seinen Körper. Seine Wangen wurden immer runder, seine Lippen zusehends blasser und plötzlich platzte er mit einem schallenden Lachen heraus.


„Ja ... haha ... der hochwohlge ..." er prustete, krümmte sich vor Lachen „hochwohlgeb ..." erneut verfiel er in einen Lachanfall.


Knox verschränkte seine Ärmchen und klopfte ungeduldig mit seinem Fuß auf dem Boden. Offensichtlich genervt wartete er darauf, dass Sam sich wieder fing.


Doch der lachte noch immer aus tiefster Seele, die Tränen flossen ihm in Sturzbächen über die Wangen. Ich musste grinsen und bekam selbst feuchte Augen. Sam hatte solch ein Lachen, bei dem man sich schwerlich zurückhalten konnte, um nicht mit einzufallen.


Dennoch versuchte ich krampfhaft ernst zu bleiben, schließlich kannte ich Knox ja noch nicht und wollte ihn nicht in den ersten Minuten schon beleidigen.


Ich streckte ihm meine Hand entgegen und stellte mich vor.


„Hallo hochwohlgeborener Knox. Mein Name ich Benjamin, aber sag ruhig Ben."


Gespielt genervt nahm er meine Hand und schüttelte sie zur Begrüßung.


„Hallo Ben. Willkommen in Bota Ëndërr."


„Sieh her Sam! So macht man das!", sagte Knox und streckte Sam die Zunge raus.


Dieser brach augenblicklich erneut in lautes Lachen aus.


Knox schaute ihn böse an und auch ich war der Meinung, dass es jetzt so langsam mal gut sein sollte.


„Ist ja schon gut. Ist ja gut. Ich habe mich wieder gefangen. Du bist einfach zu herrlich Knox. Tut mir wirklich leid. Ich bitte dich inständig, meine Entschuldigung anzunehmen."


Knox schaute ihn lange Zeit mit abwägendem Blick an, grinste dann und schlug Sam mit voller Wucht auf den Oberschenkel.


„Alles klar. Akzeptiert", rief er freudig aus und grinste breit.


„Was machst du hier? Wie kommst du in unsere Welt? Hast du schon etwas Spannendes erlebt?", fragte mich Knox.


„Ähm ... ja schon, aber das ist eine längere Geschichte und ich ..."


„Alles klar. Dann erzähl' sie mir lieber nicht. Ich langweile mich immer zu Tode bei so viel Blabla", fuhr er mir über den Mund.


Verdutzt schaute ich zu Sam, doch der hob nur entschuldigend die Schultern.


„Was macht ihr denn hier eigentlich?", wollte Knox wissen.


„Wir sind auf dem Weg zum Schloss, um mit der Träumerin zu sprechen. Damit wir einen Weg ..."


„Und warum stehen wir hier dann die ganze Zeit untätig in der Gegend herum?", quatschte Knox dazwischen.


„Kommt, lasst uns gehen", sagte er, drehte sich um und schlug den Weg zum Schloss ein.


„Du kommst mit?", fragte ich ihn verwirrt.


„Na, da kannst du aber einen drauf lassen. Eure Audienz bei der Träumerin lasse ich mir doch nicht einfach entgehen! Du kannst vielleicht dumme Fragen stellen", fügte er noch hinzu und schüttelte ungläubig den Kopf.


Seine Glöckchen klimperten zur Bestätigung meiner offensichtlichen Dummheit.


„Ich ... äh ... nun", stotterte ich wieder mal vor mich hin.


„Stotterst du eigentlich immer nur oder kannst du auch so ganz doll richtig reden?", fragte er mich mit einem forschenden Blick.


„Ja, das kann er", kam mir Sam helfend dazu. „Sollen wir dann los oder hast du noch weitere Sachen, die dich stören und die du hier noch kurz ausdiskutieren möchtest?"


„Ich warte doch nur auf euch!", gab Knox frech zurück.


Sam nickte mir zu, drehte sich herum und wir marschierten zu dritt nebeneinander in Richtung Schloss.


 


Nach einigen Augenblicken verließen wir die Wiese und stießen auf einen Weg, der neben dem türkisen Fluss verlief, den ich schon aus der Höhe gesehen hatte. Das Wasser hatte eine vollkommen unwirkliche Farbe und die zarte Strömung ließ nur leichte Wellen ans Ufer schwingen.


Wir folgten dem Weg weiter, das Schloss noch immer vor Augen, Knox hüpfte vergnügt neben uns her und ließ seine Glöckchen fröhlich für uns läuten.


 


Nach kurzer Zeit hatten wir das große, weiße Tor des Schlosses erreicht. Von Weitem war dies in dem strahlend weißen Mauerwerk überhaupt nicht zu erkennen gewesen und ich hatte mich die ganze Zeit über schon gefragt, warum dieser Weg eigentlich direkt vor einer Wand zu enden schien. Nun wusste ich es besser.


Ein weißes, hölzernes Tor war also der Eingang in den Schlosshof. Knox sprang ganz aufgeregt von einem Bein aufs andere und summte dabei ein mir unbekanntes aber fröhlich klingendes Lied.


„Gleich sind wir drin, gleich sind wir drin, dann sehen wir die Träumerin!", trällerte er einen Teil der Strophe laut heraus.


Ich blickte ihn mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen an, als Sam an einem Seil zog, das neben dem Tor hing. Mit dieser Geste erzeugte er ein ohrenbetäubendes Klirren und Scheppern, sodass ich davon ausging, dass das Geräusch dieser ‚Türklingel' mit Sicherheit in jedem noch so entfernten Winkel des Schlosses zu hören sein musste.


Knox verstummte augenblicklich und starrte, ebenso wie Sam und ich, gebannt auf das Tor.


Nur einen Lidschlag später öffnete sich ein kleines Fenster in der Tür und das Gesicht eines Mannes schaute zu uns heraus. Er hatte einen starren Ausdruck in den Augen, seine unbewegten Gesichtszüge ließen einen frostigen Schauer über meinen Rücken laufen. Er trug einen silbernen Helm, der wie ein Rabenkopf geformt war, und wirkte dadurch noch bedrohlicher.


 


„Losungswort?", sagte er kühl.


„Ähm ...", setzte Sam an.


„Falsch", rief der Wächter und knallte das Fenster wieder zu.


Sam und ich sprangen vor Schreck einen Satz zurück.


Na das fängt ja gut an.


Sam zog erneut an dem Seil.


Wieder öffnete sich das Fenster.


„Losungswort?"


„Rabe", gab Sam zur Antwort.


„Falsch", bekamen wir erneut als Antwort und das Fenster wurde zum wiederholten Male vor unserer Nase zugeworfen.


Sam schaute mich fragend an.


„Warst du eigentlich schon mal bei der Träumerin im Schloss?", fragte ich ihn.


„Nein", gab er verlegen zurück.


„Und du wusstest bisher wohl auch nichts von einem Losungswort, nehme ich an?"


„So ist es. Aber vielleicht weiß unser hochwohlgeborener Knox ja etwas?", sagte er und lehnte sich etwas zurück, um an mir vorbeischauen zu können. Auch ich schaute zu meiner Rechten und stellte fest, dass sich dort kein Knox befand.


„Wo ist er denn hin?", stellte ich die Frage mit einem verwunderten Ausdruck im Gesicht.


„Keine Ahnung. Er war doch, als wir hier ankamen noch neben dir, oder nicht?"


„Das war er, aber er scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Hast du noch eine andere Idee oder sollen wir einfach weiterraten?"


„Leider weiß ich es wirklich nicht", gab Sam geknickt zurück, zog aber dennoch wieder an dem Seil.


Das Fenster öffnete sich und der Wächter gab erneut: „Losungswort?", von sich.


„Träumerin", sagte Sam voller Überzeugung und mit Stolz geschwollener Brust.


Auch dieses Mal schloss sich das Fenster nach einem: „Falsch" wieder.


Na wunderbar! So können wir ja noch Tage weiter machen.


Ich zog nun auch einmal an dem Seil und ließ das schrille Läuten ertönen.


Das Fenster öffnete sich und ich sah in das unbewegte Gesicht des Wächters. Ich hätte vermutet, dass er sich einen Scherz daraus machte, aber in seiner Mimik war keinerlei Anzeichen davon zu erkennen. Wut brodelte langsam in mir hoch, als ich schon wieder dieses monotone: „Losungswort?" hörte.


„Woher zum Geier sollen wir ...", begann ich gerade loszuwettern, als der Wächter zu grinsen begann und sagte: „'Geier' ist korrekt. Tretet bitte ein."


Das Tor wurde geöffnet und gab den Blick auf einen sonnendurchfluteten Schlosshof preis.


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