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Unser täglicher Wahnsinn


Nchrichten aus der Zukunft

von Thomas Peddinghaus

esoterik_buecher
ISBN13-Nummer:
9783957162274
Ausstattung:
gebunden, Softcover, 104 Seiten
Preis:
10.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Verlag-Kern.de
Leseprobe

Es war im Übrigen die Nacht einer ganz speziellen, nur alle 104 Jahre auftretenden Konstellation des Planeten Venus. Was immer dies für das nun Folgende auch zu bedeuten hatte. Ich versuchte erfolglos, meine verschiedenen Wiedereinschlaftechniken anzuwenden – vom langsamen Zählen beim Ein- und Ausatmen (mindestens bis drei, maximal bis sieben zählen, je nach momentaner Lungenfunktion), über das langsame Rückwärtszählen von 1000 abwärts, bis zum mentalen Eintauchen in ein Meer von blau (oder in ein blaues Meer, je nach Stimmung). Im Laufe der zwei Stunden war schließlich ein Phänomen, das ich in dieser Art noch nicht kannte, aufgetaucht: Es war, als spräche eine Stimme zu mir. Und dies auf ziemlich deutliche Weise. Ich war mir über längere Zeit nicht ganz sicher, ob ich nicht doch einer akustischen Halluzination anheimgefallen war. Erleuchtung wäre auch nicht die angemessene Umschreibung, schließlich war es zu diesem Zeitpunkt noch stockdunkel, sowohl im Zimmer wie in der Nacht. Aber irgendetwas Andersartiges lag in der Luft, etwas, was über den üblichen Dämmertraum hinausging. Schließlich gab ich es auf, knipste das Licht an und schrieb die Worte auf, die mir diese (innere?) Stimme eingegeben hatte. Sie war so deutlich und verständlich in der Wortwahl, dass ich es – zumindest in der akuten Situation – tatsächlich für eine Art Eingebung hielt. Wie dem auch sei – dies waren ihre Worte und damit begann die ganze Geschichte: „Hallo! Mein Name ist Major Tom. Sie können den Major auch gerne weglassen. Also einfach nur Tom. Ich komme aus der Zukunft. Zumindest von Ihrer Perspektive aus gesehen. Um genauer zu sein: aus dem Jahre 2040. Was aber an sich keine wirkliche Rolle spielt. Schließlich ist die Erkenntnis, dass die Zeit an sich relativ ist, auch in Ihrem Zeitalter keine wirklich neue Erkenntnis. Und dennoch: Es ist nicht von ungefähr, dass ich ausgerechnet jetzt – also zu diesem Zeitpunkt der Geschichte, den Sie als Gegenwart bezeichnen – mich an Sie wende. Es ist quasi allerhöchste Zeit geworden. Was ich Ihnen mitzuteilen habe, betrifft Sie vielleicht persönlich, muss aber nicht. Es geht nämlich um allgemeine globale und intergalaktische Zusammenhänge. Mit mehr oder weniger persönlichen Auswirkungen. Lassen Sie also die nun folgenden Ausführungen erst einmal auf sich wirken, ohne sie gleich zu bewerten. Stellen Sie sich vor, Sie hörten die neuesten Nachrichten, so wie Sie es bisher gewohnt waren. Wobei der Begriff Nachrichten in diesem Fall eher unpassend ist. Es geht es wohl eher um Vorrichten. Es ist eben alles eine Frage der Perspektive.“ Dann ging es erst so richtig los. Ich lauschte andächtig.

Klappentext

„In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn an sich“. Mit diesem Satz Voltaires im Sinn studiert der Erzähler mit wachsendem Unbehagen die täglichen Nachrichten über den ihn umgebenden Wahnsinn der Welt. Auf der Suche nach einem Ausweg aus diesem für ihn immer offensichtlicher werdenden Irrsinn erhält er während eines Aufenthalts in den Bergen eine eindringliche Botschaft, die wie aus einer anderen Dimension zu kommen scheint. In diesen Nachrichten aus der Zukunft werden ihm kurz und knapp Einblicke in die tieferen Zusammenhänge des Lebens und in die aktuelle Situation auf dem Planeten Erde gewährt. Aus den sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen wird ihm schließlich ein persönlicher Auftrag erteilt, der klar und deutlich formuliert ist: „Bringe dich und andere in Bewegung, um die Welt zu verändern, bevor es zu spät ist“. Mit augenzwinkerndem Humor gelingt es dem Autor, ein Licht auf die derzeitige Lage der Menschheit zu werfen. Er verweist mit Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit zugleich auf die Möglichkeiten, wie der einzelne Mensch seinen Beitrag zur Veränderung dieser Gesamtsituation leisten kann – wenn er denn bereit dazu ist.