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Reinkarnation


Kommen wir mehrmals auf die Welt?

von Roland M. Horn

esoterik_buecher
ISBN13-Nummer:
9783750248922
Ausstattung:
280 Seiten, TB
Preis:
14.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Roland M. Horn / epubli
Kontakt zum Autor oder Verlag:
Roland.M.Horn@t-online.de
Leseprobe

„Heute Abend will ich einen neuen hypnotischen Versuch machen, einen Versuch, wie ich ihn noch niemals unternommen habe. Das Medium ist Ruth Simmons“ (Bernstein 1965/1973, S. 7) Diesen Eintrag finden wir im Tagebuch des Hobby-Hypnotiseurs Morey Bernstein. Zuvor hatte Bernstein Personen in frühe Stadien ihres Lebens zurückgeführt. Doch diesmal wollte er die Schwelle der Geburt überschreiten. Er sprach auf Band: „Heute ist Samstag, der 29. November 1952. Es ist 22 Uhr 35. Ein klarer, sehr kalter Abend. Anwesend sind Mr. und Mrs. Morey Bernstein, Medium Mrs. Ruth Simmons, neunundzwanzig Jahre alt. Ich habe das Medium im Laufe des vergangenen Jahres zweimal hypnotisiert, und während einer der Sitzungen nahm ich mit ihr eine Hypermnesie (Die Hyperamnesie ist das Gegenteil der Amnesie, also eine stärkere Erinnerungsfähigkeit. RMH) bis in ihr erstes Lebensjahr vor.“ (Bernstein 1965/1973, S. 91) Heute wissen wir, dass „Ruth Simmons“ ein Pseudonym für Virginia Tighe ist. Virginia Tighe war in Madison in Wisconsin geboren worden und lebte von ihrem dritten Lebensjahr an bis zur ihrer Hochzeit in Chicago. Nachdem die Hypnose eingeleitet worden war, fragte Bernstein, ob sie zur Schule ginge. Sie bejahte und beschrieb, wer vor und wer hinter ihr saß und benannte weitere Kinder aus ihrer Klasse, beschrieb ihre Spielsachen und erzählt, dass sie eine Schwester habe, die Helen heißt. Dann ging Bernstein weiter zurück. Bis zum Alter von fünf Jahren, vier, drei, zwei, einem. „Und nun geh’ noch weiter zurück. Es ist seltsam, aber du kannst noch weiter zurück. Und so überraschend es sein mag, so seltsam es sein mag, du wirst entdecken, daß noch du noch andere Szenen in der Erinnerung hast. In deinem Gedächtnis finden sich andere Szenen aus fremden Ländern und fremden Orten. In wenigen Augenblicken werde ich wieder zu dir sprechen. Inzwischen wird dein Geist zurückwandern, zurück, zurück und immer zurück und immer zurück, bis er eine Szene entdeckt, bis du dich seltsamerweise selbst in irgendeiner anderen Situation, an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit wieder siehst, und wenn ich wieder zu dir spreche, dann wirst du mir davon erzählen. Du wirst mir davon erzählen. Du wirst mir davon erzählen und meine Fragen beantworten können.“ (Bernstein 1965/1973, S. 96-97) Nach Bernsteins Aufforderung, zu erzählen, was sie sehe, antwortete Virginia Tighe, dass sie die Farbe von ihrem Bett, das frisch gestrichen war, abkratzt. Danach stellte Bernstein die Frage: „Wie heißt Du?“ Die Antwort klang wie „Friday“. Friday Murphy. Virginia erklärte, dass sie in Cork wohne und ihre Mutter Kathleen hieße, während ihr Vater den Namen Duncan Murphy trage. Weiter benannte sie einen Bruder, der ebenfalls Duncan hieß. Virginia gab an, in einem Holzhaus zu wohnen, das zwei Stockwerke hat. Das Land, in dem sie lebte, war Irland. Ein weiterer Bruder sei als Baby „an etwas Schwarzem“ gestorben. Virginia Tighe deutete an, dass „sie“ im Jahr 1806 lebte. Ihr Vater sei Rechtsanwalt gewesen. Sie benutzte dafür den Ausdruck „Bannister“, der im Amerikanischen unüblich war. Er arbeite in Cork. Die Hypnotisierte gab an, vier Jahre alt zu sein. Sie erzählte, dass sie wie ihr Bruder Duncan rotes Haar habe. Als Bernstein sie fragte, warum sie „Friday“ genannt wurde, korrigierte Virginia ihn und sagte, dass sie „Bridey“ hieße – nach ihrer Großmutter Bridget. Brideys Familie wohne draußen vor dem Ort. Als sie zu einem Alter von 15 Jahren geführt wurde, erzählte sie, dass sie zu „Straynes Internat“ ginge und die ganze Woche von zuhause weg war. Auf Bernsteins Frage hin antwortete Virginia, dass „sie“ einen Brian McCarthy heiraten würde. Der Vater dieses Mannes sei ebenfalls Rechtsanwalt und Brian ginge in Belfast in eine Schule. Die Ehe sei glücklich gewesen, blieb allerdings kinderlos. „Bridey“ war von Cork nach Belfast gezogen. Brians Eltern würden in Cork wohnen, doch die Großmutter wohne in Belfast. Bridey würde mit Brian in einem Häuschen hinter ihrer Villa wohnen. Sie mochte Belfast jedoch nicht so sehr wie Cork. Befreundet waren sie mit einem Ehepaar: Mary Catherine und Kevin. Sie gingen in die St. Theresa-Kirche in Belfast. Der Pfarrer hieß Father John. Bridey war protestantisch, ihr Mann katholisch. Virginia kannte in ihrem hypnotischen Zustand irische Wörter wie „colleen“ (Mädchen) oder „brate“. Dies sei ein kleiner Becher, aus dem man trinke, wie die hypnotisierte Virginia erklärte. Weiter beschrieb sie irische Bräuche. Bernstein führte Virginia Tighe in die Zeit vor Bridey Murphys Geburt zurück, und sie berichtete von einem Mädchen – einem ganz kleinen Baby, das gerade stirbt – sie selbst. Sie habe eine Krankheit und lebe in Amerika – in New Amsterdam, dem heutigen New York. Ihre Mutter hieße Vera und ihr Vater John. Der Nachname klang wie „Jamieson“. Bernstein versuchte, Virginia in ein noch weiter zurückliegendes Leben zurückzuführen, doch sie erinnerte sich an nichts. Danach führte Bernstein sie wieder zu ihrem Leben als Bridey Murphy zurück, wo sie auf sein Fragen hin ihren Tod beschrieb. Sie fiel auf der Treppe und brach sich dabei wohl irgendwelche Knochen in der Hüfte. Sie empfand sich als eine schreckliche Last. Zu diesem Zeitpunkt war sie 66 Jahre alt. Bridey wollte nicht mehr weiterleben und dämmerte schließlich dahin. Der Todestag sei ein Sonntag gewesen. Brian war in der Kirche, als sie starb. Virginia sagte: „Brian war in der Kirche, und er war schrecklich aufgeregt, weil er nicht bei mir gewesen war.“ Bernstein fragte sich, woher Bridey denn wissen konnte, dass Brian sich aufrege, wenn sie doch gar nicht mit ihm in der Kirche war. Bernstein sah nur eine Möglichkeit: „Die Bemerkung wurde verständlich, wenn Bridey in irgendeiner Weise wußte, was nach ihrem Tode geschehen war.“ Er wollte dieser Sache nachgehen, und fragte Virginia/Bridey, was nach ihrem Tode geschah. Sie antwortete: „Ich tat nicht, was Father John gesagt hatte… Ich schwebte nicht ins Fegefeuer.“ Stattdessen blieb sie „einfach im Hause“, bis auch Father John starb. Nach dessen Tod habe sie mit ihm gesprochen. Virginia berichtet, dass sie nun nach Cork zurückging. Dort sah sie ihren Bruder Duncan als alten Mann. „Bridey“ versuchte mit ihm zu sprechen, doch es gelang ihr nicht, Kontakt zu bekommen. Als Duncan starb, kam er nicht zu Bridey. Stattdessen sah sie viele, die sie nicht gekannt hatte. Und sie sah ihren kleinen Bruder, der als Baby gestorben war. Das Leben nach dem Tod empfand Bridey nicht angenehmer als das Leben vor dem Tod. „(…) es war nicht… erfüllt genug… eben… ich konnte nicht alles tun… konnte nichts schaffen und… konnte mit niemandem lange sprechen. Sie gingen fort… blieben nicht sehr lange.“ An diesem Ort brauchte sie nie zu essen und nicht zu schlafen. Sie beschrieb nun, wie sie diese Welt wieder verließ und in Wisconsin wiedergeboren wurde. Auf eine Suggestivfrage: „Und dann also erinnerst du dich, daß du noch als Baby gestorben bist?“, fiel sie jedoch nicht herein, sondern antwortete: „…Nein… nicht als ich in Wisconsin war.“ Bernstein hatte oft versucht, sie aufs Glatteis zu führen, doch es gelang ihm nie, sie in Widersprüche zu verwickeln. Virginia bestätigte, dass sie sich nun in ihrer aktuellen Inkarnation befand. Wieder zurückgeführt in ihr Leben als Bridey Murphy berichtete sie, dass sie sehen konnte, wie ihre Leiche begraben wurde. In einer zweiten Sitzung erinnert sich Virginia Tighe an einen Ausflug, den sie als „Bridey Murphy“ unternommen hatte. Der Ausflug ging zu einem Ort namens Antrim, der am Meeresstrand gelegen haben soll. Sie beschrieb sich als zehn Jahre alt und berichtete, dass sie von ihren Eltern und ihrem Bruder Duncan zu diesem Ausflug mitgenommen worden sei. Virginia beschrieb Antrim. Wenn man von Cork nach Belfast reise, führe man durch einen Ort namens Carlington. Außerdem käme man durch die Schluchten von Antrim in nördlicher Richtung. Als Bernstein sie nach Flüssen in Irland fragte, sagte sie ihm, dass er „Loughs“ an Stelle von „Flüssen“ sagen solle. Und sie verwies auf den Lough Carlingford und den Lough Foyle. Nach einem See befragt, gab sie ebenfalls „Foyle“ an. Als Bernstein nachhakte, ob es sich dabei nun um einen Fluss oder einen See antwortete, bekam er wieder die Antwort: „Sagen Sie nicht Fluß.“ Brians Vater hieß nach Virginia Tighes Angaben John MacCarthy. Noch einmal auf das Ehepaar Catherine und Kevin befragt, das sie in der ersten Sitzung erwähnte, nannte sie diesmal auch einen Nachnamen: Moore. Bernstein fragte Virginia nun, ob sie irgendetwas angeben könne, das beweise, dass sie damals in Irland gelebt habe, und sie gab zur Antwort, dass in der Belfast News-Letter etwas über Brian stehen müsste. Er habe einige Zeit an der Queen’s University in Belfast gelehrt. Bei ihrer Hochzeit sei das Aufgebot ausgehängt worden. In Belfast wohnte Bridey ungefähr zwanzig Minuten Fußweg von der Theresa-Kirche entfernt, gab Virginia an. Nach ihrer Adresse befragt, sagte sie „Die Wiesen (Meadows). Als sie 47 Jahre alt war, herrschte eine Not, die sie wie folgt beschrieb: „Nun, die Leute im Süden … äh … sie wollten mit England nichts zu tun haben. Sie … sie alle … wollten keine Abgeordneten schicken, nichts mit ihnen zu tun haben. Wir … die Leute mochten nicht Gälisch sprechen. Auch Großvater wollte nicht gälisch sprechen, er sagte: ,Das Gälische taugt nur für die Bauern. Sprich nicht gälisch – das ist nur etwas für die Bauern.’“ (Bernstein 1965/1973, S. 128) Dieser Großvater hieß wie ihr Bruder Duncan. Auf Krieg befragt, der sich während Brideys Lebenszeit abspielte, (…)

Klappentext

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Frage beschäftigt die Menschheit vermutlich schon seit sie existiert. Bereits der Neandertaler kannte Begräbnisstätten, und in der Zeit des modernen Menschen haben sich mancherlei Kulte und Religionen gebildet, die sich speziell mit dieser Frage auseinandersetzen. Was ist eigentlich der Tod? Erlischt mit ihm das Bewusstsein des Menschen, das möglicherweise seinen Sitz im sterblichen Gehirn hat und mit ihm stirbt? Oder ist das Gehirn nur Verwalter eines Bewusstseins, das nach seinem Tod zugrunde geht, während das Bewusstsein weiterlebt? Lange Zeit galt dieses Thema als ein naturwissenschaftliches Tabu, das nur in den Bereich der Religion gehörte. Man kann glauben, dass eine unsterbliche Seele den Tod überdauert, man kann daran glauben, dass die Seele nach dem Ableben auf der Erde an einen besseren Ort gelangt, oder dass die Bösen oder wahlweise die Gottlosen von einem strafenden Gott in einen Ort des ewigen Schreckens geschickt werden, oder dass der Mensch beispielsweise nach dem Tod schläft, um am Tag des Jüngsten Gerichts wieder aufzuerstehen. Die Naturwissenschaft geht diesen Fragen kaum nach. Sie überlässt dies gerne der Religion, denn man kann nicht ″messen″, ob es ein Weiterleben nach dem Tode gibt. Umso erstaunlicher ist es, dass wir in den letzten Jahren immer öfter auch von naturwissenschaftlicher Seite Informationen zu diesem Thema erhalten. Durch neue Studien und die sogenannte Rückführung unter Hypnose scheint der Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) eine fundierte Grundlage zu besitzen. Reinkarnierte scheinen sich an eines oder mehrere Leben vor der jetzigen Existenz zu erinnern. Sind diese Rückerinnerungen unter Hypnose aussagekräftig? Und inwieweit lassen sich solche Erlebnisse bestätigen? Roland M. Horn ist diesen Fragen nachgegangen und kommt zu verblüffenden Ergebnissen.

Rezension