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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Planet der Grausamkeiten, Raimund Eich
Raimund Eich

Planet der Grausamkeiten



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Leseprobe



„Der Tierschutz liegt euch also sehr am Herzen. Könnte man das so ausdrücken?“


    „Ja, das könnte man, aber …“


    Bevor ich den Satz zu Ende bringen konnte, wurde ich unterbrochen. „Hab bitte noch einen Moment Geduld. Ich will dir nur noch eine Frage stellen. Deine Frau hat vor ein paar Tagen ihren vierzigsten Geburtstag gefeiert. Was hast du ihr denn geschenkt zu diesem runden Geburtstag?“


    Mich wunderte es kaum noch, dass mein Gegenüber offenbar alles, nicht nur über mich, sondern auch über meine ganze Familie zu wissen schien und sogar das Geburtsdatum meiner Frau kannte. „Na ja, es war schon ein ganz besonderes Geschenk, glaube ich, ich habe ihr damit jedenfalls einen Herzenswunsch erfüllt.“


    „Einen Herzenswunsch sagst du, und was war das?“


    „Eine sündhaft teure Nerzjacke war es, die sie schon lange im Schaufenster bewundert hat und die mich viel Geld gekostet hat, obwohl sie im Preis reduziert worden war, aber … was tut man nicht alles aus Liebe“, seufzte ich und hatte fast schon vergessen, in welcher Situation ich mich gerade befand, was mir jetzt schlagartig wieder in den Sinn kam. „Ich möchte jetzt aber endlich wissen, was das alles hier soll und dann so schnell es geht wieder nach Hause zurück.“


    „Du hast natürlich ein Recht darauf, zu wissen, was dir hier zur Last gelegt wird.“


    Ich spürte heftige Empörung über diese Bemerkung in mir aufkommen. Es gelang mir nur mühsam, mich unter Kontrolle zu halten. „Zur Last gelegt, was heißt denn hier zur Last gelegt? Mir kann niemand etwas zur Last legen, ich bin ein unbescholtener Bürger und kein Verbrecher.“


    „Wir werden sehen. Ich bitte jetzt den ersten Zeugen, zu mir zu kommen.“


    Kurz darauf konnte ich auf der Leinwand die Konturen eines kleinen Tieres erkennen, das flink wie ein Wiesel von der Seite über das Richterpult huschte und sich in den Armen des Schattenrichters kuschelte, der das Tier eine Weile zärtlich streichelte. „Verrätst du uns bitte, wer du bist und wie du heißt“, fragte er schließlich.


    „Ich bin ein Nerz, aber einen Namen habe ich nicht gehabt, als ich noch hier auf der Erde gelebt habe“, erwiderte das kleine Wesen mit glockenheller Stimme.


    „Wo hast du denn gelebt, und warum hattest du keinen Namen?“


    „Irgendwo in Asien habe ich gelebt, auf einer Pelzfarm, dort haben die Tiere keine Namen“, sagte der Kleine und schmiegte dabei seinen Kopf an die Brust des Mannes, der ihn zärtlich an sich drückte.


    „Und was hast du dort gemacht, auf dieser Farm?“


    „Nichts, ich meine gewartet habe ich halt.“


    „Gewartet, auf was hast du denn gewartet?“


    Mit zitternder Stimme erwiderte der kleine Nerz: „Auf meinen Tod.“


„Auf deinen Tod. Warst du denn krank?“


    „Nein, nicht krank, ich musste zeit meines Lebens in einem kleinen Drahtkäfig verbringen und darauf warten, dass sie mich herausholen, um mich zu töten.“


    „Wen meinst du?“, fragte der Richter.


    „Na die Arbeiter auf der Farm, die den ganzen Tag Tiere aus den Käfigen holen und sie grausam quälen, so lange, bis sie endlich tot sind.“


    „Und warum tun sie das?“


    „Sie wollen die Felle von uns haben, um sie zu verkaufen.“


    „Erzähle uns bitte, wie es dir ergangen ist, dort auf der Farm.“



 


 


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