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> Esoterik Bücher > "Niemandsland", Band 2
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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe
Bianca Bolduan

"Niemandsland", Band 2


"Rückwärts und zurück"

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Glaubst du auch, dass die Welt 2012 untergeht?“


Sabrina schob Kathy eine Zeitschrift zu und sah ihre Freundin eindringlich an. Kathy schüttelte energisch den Kopf. Was war nur los mit der Welt? In letzter Zeit tauchten immer öfter solche Artikel auf, um sich mit bedrohlichen Bildern in die Köpfe der Menschen zu fressen. Und die „Weisen auf Zeit“, wie Kathy die wie Pilze aus dem Boden schießenden Lehrmeister aller möglichen Glaubensrichtungen nannte, sprangen begeistert auf diesen Zug auf. Ohne einen Blick auf den reißerischen Artikel zu werfen, antwortete sie bestimmt:


„Im Leben nicht! Ich glaube im Leben nicht daran, dass uns so etwas bevorsteht.“


Energisch schob sie das Blatt zu ihrer Freundin zurück.


„Glaubst du oder weißt du?“


Eine heikle Frage, hatten sie sich doch vor zwei Monaten darauf geeinigt, nie wieder davon zu sprechen. Kathy zuckte noch heute zusammen, wenn sie an diese Zeit dachte. Bill, ein ehemaliger Kollege und inzwischen guter Freund, hatte sie damals gewarnt. Behalte deine Reise für dich, hatte er gesagt, du wirst nicht viele finden, die verstehen können, was du gesehen hast. Ihre Zweifel werden deine Zweifel werden! Doch sie hatte ihren Mund nicht halten können und es schon wenige Tage später sowohl Sabrina, ihrer besten Freundin, als auch Eddy, ihrem Mann, erzählt. Mit fatalen Folgen. Während ihr Mann sie bis heute damit aufzog, sie vor Freunden und Bekannten bloßstellte und verhöhnte, hatte Sabrina wochenlang den Kontakt abgebrochen. „Man muss schon sehr gut mit dir befreundet sein, um nicht zu glauben, du willst dich jetzt auch mit diesem Quatsch wichtig machen!“, hatte sie der völlig überraschten Kathy an den Kopf geworfen, bevor sie gegangen war und weder auf Anrufe noch auf E-Mails reagiert hatte. Diese Krise hatten die Freundinnen überstanden, doch die Vereinbarung war nun ein Teil ihrer Freundschaft: Kein Wort mehr über das Niemandsland oder etwas, das auch nur annähernd damit zu tun hatte. Kathy hatte damals in den sauren Apfel gebissen und zugestimmt.


Und nun diese Frage! Was sollte sie sagen, ohne das wenige Wissen, das sie hatte, preiszugeben?


Sabrina sah sie argwöhnisch an. „Was denkst du?“


Kathy zwang sich zu einem Lächeln. „Ich frage mich, wie ich dir antworten soll, ohne dich wieder wochenlang nicht ans Telefon zu kriegen.“


„Hat das“, Sabrina deutete auf das düstere Bild in der Zeitschrift, „etwas mit diesem eigenartigen Land zu tun, von dem du mir damals erzählt hast?“


Schon wollte Kathy sagen, dass ALLES mit diesem eigenartigen Land, wie Sabrina es nannte, zu tun hatte, doch sie verkniff es sich. Stattdessen antwortete sie diplomatisch:


„Ich denke nicht, dass Gott es zulässt, dass uns die Erde um die Ohren fliegt.“ Und nach einem kurzen Blick auf ihre Freundin fuhr sie fort: „Ganz egal, wie dieser Gott heißt oder wo du ihn suchen würdest. Ich glaube einfach nicht, dass es so etwas wie eine göttliche Eieruhr für unseren Planeten gibt, die irgendwann abläuft und danach alles zerstört wird.“


„Göttliche Eieruhr!“ Sabrina sah über die Gläser ihrer modischen Brille hinweg zu Kathy. „Bist du dir sicher, dass es dir gut geht?“


Kathy biss die Zähne zusammen. „Warum fragst du mich dann?“ Ihre Stimme klang schärfer, als sie es wollte. „Was soll ich dir sagen? Was willst du hören?“


Sabrina ging nicht darauf ein. „Hat dir das diese kleine Schildkröte erzählt?“


Kathy sah ihre Freundin ungläubig an. „Na, dafür, dass du das Ganze für eine Lüge gehalten hast, weißt du noch ´ne Menge von dem, was ich dir erzählt habe.“


Sabrina grinste süffisant. „Nur, weil ich es dir nicht geglaubt habe, heißt das nicht, dass ich nicht zugehört habe.“


„Und? Glaubst du mir heute?“


Nachdenklich fuhr Sabrina mit dem Finger über das Bild mit den einstürzenden Gebäuden und zerberstenden Brücken. Ohne aufzusehen, meinte sie:


„Ich weiß nicht. Du bist kein Lügner und warum solltest du dir so etwas ausdenken?“


Nun sah sie hoch und Kathy direkt in die Augen.


„Es klingt aber alles schon ziemlich verrückt, findest du nicht?“


Kathy nickte. Sie hatte ihre Freundin damals verstehen können und sie tat es auch heute wieder.  „Was aber nichts daran ändert, dass es wahr ist.“



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