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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Menschheitsrätsel reloaded, Roland M. Horn
Roland M. Horn

Menschheitsrätsel reloaded


Von Atlantis bis zum Sirius und vom Klimawand

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Vorwort In den vergangenen Jahrzehnten, genauer gesagt Jahrhunderten, wurde viel von „Phänomenen“, „Mysterien“ oder „Weltenrätseln“ gesprochen. Bereits seit Jahrhunderten wird die Welt von Spukerscheinungen heimgesucht, und seit jeher fragt sich der Mensch, ob es ein Weiterleben nach dem Tod gibt und ob die Seele eine gewisse Zeit nach dem Tod wieder auf die Erde zurückkehren müsse. Schließlich lehren alle östlichen Religionen die Reinkarnation (Seelenwanderung), und auch im Westen werden die Anhänger dieser Idee immer zahlreicher. Seit Plato die Behauptung aufstellte, dass es in unserer Vorzeit im Atlantischen Ozean eine Insel namens „Atlantis“ gegeben habe, die eine hoch entwickelte Kultur beherbergt habe und die „im Verlauf eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht untergegangen“ sei, rätselt man, ob etwas Derartiges tatsächlich möglich gewesen sein könnte. Okkultisten, Theosophen und mittlerweile auch immer mehr Grenzwissenschaftler reden sogar von einem zweiten versunkenen Kontinent – Mu oder Lemuria –, der einst im Pazifik gelegen haben soll. In unserer heutigen von Wissenschaft und Technik geprägten Welt stellt man oft andere Rätsel in den Vordergrund. Sind die merkwürdigen „UFOs“, die immer wieder gesehen werden, Hirngespinste oder Besucher vom anderen Stern? Was hat es mit dem Bermuda-Dreieck auf sich, einer Region östlich der USA, in der Schiffe und Flugzeuge spurlos verschwunden sein sollen? Wurden in unserer jüngsten Vergangenheit sensationelle Experimente mit der Zeit durchgeführt, wie es die Legenden um das „Philadelphia-Experiment“ und das „Montauk-Projekt“ behaupten? Und auch unsere ferne Vergangenheit fasziniert nicht weniger. Wer hat die Pyramiden erbaut und warum? Wann entstanden diese Monumentalbauwerke? Gibt es tatsächlich Hinweise auf technologische Errungenschaften in der Steinzeit? Und wieso war der unsichtbare Begleitstern des Fixstern Sirius das wichtigste Kultobjekt eines Bauervolkes im afrikanischen Mali? Im vorliegenden Buch wird jedes dieser Themata behandelt und analysiert. In der Urausgabe des größten Teils dieses Buches (Gelöste und ungelöste Mysterien dieser Welt: Enthüllungen, Fakten, Analysen, München 200) habe ich mir angemaßt, diese Phänomenbereiche in „Gelöste und ungelöste Rätsel“ einzuteilen. Diese Einteilung habe ich in der aktuellen Version tunlichst vermieden, nicht aber ohne die Schlüsse zu veröffentlichen, die ich zum jeweiligen Rätsel gezogen habe. Bereits in der mittlerweile sehr veralteten ebook-Version dieses Buches, das nun „Menschheitsrätsel“ hieß (Beckingen 2014) wurde diese Arbeit um einen weiteren Themenkomplex erweitert, denn offensichtlich steht uns eine Polverschiebung bevor, und Japan sackte nach einem Riesenerdbeben einige Meter tiefer ins Meer. An beiden Polarkappen gehen klimatische Umwälzungen vor sich, und überhaupt scheint sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde deutlich zu erhöhen. Und all dies wurde augenscheinlich von einem „Seher“ bereits vor 1945 vorausgesagt… Die Ihnen jetzt vorliegende Ausgabe enthält zahlreiche neue Informationen, und zu manchen Themenkomplexen sah ich mich sogar gezwungen, meine Schlussfolgerung zu revidieren. Lassen Sie sich also überraschen!


 


(Hinweis: Nach der Alten Deutschen Rechtschreibung verfassten Zitate wurden in die Neue Deutschen Rechtschreibung konvertiert.)  


 


Stehen wir vor einer Polverschiebung?


 


Als ich in der ursprünglichen Ebook-Version von Menschheitsrätsel schrieb, war das Thema „Polverschiebung“ bereits lange im Gespräch, doch je wir dem Jahr 2012 kamen, desto mehr las man immer mehr darüber – und tut es auch heute noch. Autoren „alternativer“ Bücher oder Beiträge sprachen von einer Polverschiebung, die 2012 in Erscheinung treten soll. Interessant und weniger bekannt ist allerdings, dass wir in der letzten Zeit auch aus dem wissenschaftlichen Lager Interessantes zu den Themen „Polverschiebung“ und „Polumkehr“ hören. So schreibt das Wissenschaftsmagazin Scinexx : „Vor 525 Millionen Jahren kippte plötzlich der gesamte Südkontinent Gondwana um 60 Grad zur Seite – und das mit einer in der Erdgeschichte einmaligen Geschwindigkeit. Das enthüllte eine jetzt in ,Geology’ veröffentlichten Studie amerikanischer Geologen. Ihrer Ansicht nach könnte eine Polverschiebung die plötzliche Verlagerung der gesamten festen Erdhülle verursacht haben. Sollte sich dies bestätigen, wäre es der erste Beweis für die Existenz dieser bisher umstrittenen Phänomene. In jedem Fall aber hatte die Drehung schwerwiegende Auswirkungen für die sich zu diesem Zeitpunkt explosionsartig entwickelnde Lebenswelt.“ In einer Zeit, in der die Artenvielfalt explodierte, im frühen Kambrium, machte die Landmasse Gondwana – damals ein großer Kontinent um den Südpol herum, der sich teilweise bis zum Äquator erstreckte und aus mehreren heute voneinander getrennten Kontinenten besteht – eine „dramatische Veränderung“ durch, wie Scinexx.de berichtet. „Die Forscher stießen darauf, als sie die Magnetisierung von Gesteinen aus dieser Ära im Amadeusbecken in Zentralaustralien untersuchten. Wenn Gestein an die Oberfläche kommt und dort erstarrt, konservieren metallische Partikel in ihm, die gerade an [diesem] Ort herrschende Richtung der Magnetfeldlinien.“ Das Erstaunliche, was die Forscher entdeckten, war, dass die Magnetisierung der Amadeusbecken-Gesteine, die zur Zeit des frühen Kambriums erstarrten, sich vor 525 Millionen Jahren innerhalb kürzester Zeit um 60 Grad änderte. So müsse der gesamte Kontinent Gondwana, in dessen Landmassen diese Gesteine früher lagen, sich damals plötzlich um 60 Grad gedreht haben. Weitere Messungen ergaben, dass diese Drehung mit einer Geschwindigkeit von mindestens 16 Zentimetern pro Jahr erfolgt sein müsse. Und das sei nach geologischen Maßstäben tatsächlich „rasant schnell.“ „Die schnellsten Bewegungen der Erdkruste, die heute bekannt sind, liegen bei rund vier Zentimetern pro Jahr.“ Für Ross N. Mitchell von der Yale University, den Hauptautor der Studie, kommen für die plötzliche Verschiebung zwei Mechanismen in Betracht: Die „normale“ Plattentektonik, die durch Konvektionsströmungen im Erdmantel angetriebene Bewegung der Kontinentalplatten gegeneinander“ und „eine Polverschiebung, ein plötzlicher Prozess, bei dem die gesamte feste Schicht der Erde bis hinunter an die Kern-Mantel-Grenze sich gegenüber dem flüssigen Inneren und damit auch gegenüber der Rotationsachse der Erde verschiebt.“ An dieser Stelle fällt bereits auf, dass einer Erklärung aus dem Repertoire des von der „Schulwissenschaft“ normalerweise bevorzugten Aktualismus eine Alternative aus dem Arsenal des weitaus weniger „beliebten“ Katastrophismus gegenübergestellt wird. Man könnte durchaus auf den Gedanken kommen, dass die Möglichkeit 1 scheinbar nicht ausreichend als Erklärung ist und dass so eine „ungeliebte“ Alternative in Betracht gezogen werden muss. Scinexx stellt als Zwischenüberschrift die Frage in den Raum, ob man nun den ersten Beleg für eine Polverschiebung gefunden habe, und Mitchell gibt tatsächlich zu: „Wenn die Rotation auf Plattentektonik zurückzuführen war, müssen wir mit ziemlich neuen Erklärungen aufwarten“, während er gleichzeitig sagt: „Wenn wirklich eine echte Polverschiebung diese Drehung verursachte, ergibt das einen Sinn.“ „…die Geschwindigkeit, mit der sich Gondwana damals verschob, übertrifft sämtliche für die Plattentektonik der letzten hunderte von Millionen Jahren bei weitem“, schreibt Scinexx. Mitchell sagt, dass – unabhängig von der Ursache – das Kippen von Gondwana dramatische Folgen für Klima und Umwelt hatte. „Zeigt der Kompass bald nach Süden?“ fragt sich Andrea Schorsch in einem Artikel, der sich auf Aussagen des Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam stützt. Schorsch schreibt: „Alle 500.000 Jahre stellt sich das Magnetfeld der Erde auf den Kopf, und die Pole tauschen ihre Plätze. Die letzte Feldumkehr ist 780.000 Jahre her. Hat die nächste Umpolung womöglich bereits begonnen?“ Ausgangspunkt ihrer Betrachtungen ist die so genannte Südatlantische Anomalie. Gemeint ist ein Gebiet, das sich von Südafrika über den südlichen Atlantik bis nach Südamerika zieht. Dort ist die kosmische Strahlung bereits wenige Kilometer über der Erde derart hoch, dass sie Satelliten gefährlich werden kann. Verantwortlich dafür ist das Magnetfeld der Erde, das an dieser Stelle von anderen Gebieten unseres Planeten abweicht. Das Magnetfeld umschließt die Erde und schützt sie vor Sonnenwinden. Aus der Ferne sieht es aus wie das Magnetfeld eines Dipols, also eines Stabmagneten. Dr. Monika Korte, Geophysikerin am Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam, sagt, dass „es an der Erdoberfläche viele Abweichungen von der Dipol-Struktur gibt.“ Sie stellt fest, dass das Magnetfeld an vielen Stellen der Erde sehr unterschiedliche Stärken und Richtungen gäbe und es sich ständig ändere. Diese Änderungen sind Schorsch zufolge „mitunter gravierend“. Sie verweist auf magnetisierte Gesteinsschichten am Ozeanboden, die beweisen, dass sich das Erdmagnetfeld im Lauf der Jahrmillionen umgepolt hat. Etwa alle 500.000 Jahre tauschten die Pole ihre Plätze. Korte sagt: „Die letzte Umkehrung ist nun 780.000 Jahre her…Und ja, es kann gut sein, dass in absehbarer Zeit eine Umpolung stattfindet.“ Und Schorsch fügt hinzu: „Es kann aber auch sein, dass sie bereits begonnen hat“. Die Magnetfeldstärke habe – global betrachtet – seit dem Beginn in den letzten 170 Jahren deutlich abgenommen, stellt Schorsch fest, um anschließend wieder auf die Südatlantische Anomalie zurückzukommen. „Zwischen Kapstadt und Buenos Aires hat der magnetische Schutzschild ein Loch.“ Korte: „Hier ist das Magnetfeld deutlich schwächer als auf vergleichbaren Breiten.“ Aufgrund von Messungen und mit Hilfe mathematischer Methoden, die Rückschlüsse auf die Feldbeschaffenheit am Übergang vom Erdkern zum Erdmantel zulassen, stellen die Forscher fest: „Im Bereich der Südatlantischen Anomalie verläuft das Magnetfeld nahe dem Erdkern genau im Gegensatz zur herrschenden Dipol-Richtung.“ Da die Feldstärke vom Erdkern zur Erdoberfläche hin abnähme, sei von einem umgekehrten Magnetfeld nichts zu merken. Dafür sei aber eine immer ausgeprägtere Magnetfeldschwäche feststellbar, schreibt Schorsch. Korte sagt: „Solche Anomalien und vermehrt auftretende kleinräumige Feldstrukturen neben der Dipol-Struktur – das ist wahrscheinlich genau das, was bei einer Umkehrung passiert. Das Erdmagnetfeld verschwindet nicht ganz, sondern wird erst einmal komplizierter. Dann gibt es zeitweise vielleicht sogar vier Pole oder noch mehr. Und dann schließlich, baut sich in umgekehrter Richtung wieder die einfachere Geometrie eines Dipols auf.“ Schorsch betont, dass es, falls wir tatsächlich am Anfang einer überfälligen Feldumkehr stünden, keinen Grund zur Panik gäbe, denn bis der Vorgang abgeschlossen sei und die Kompassnadel direkt nach Süden zeige, vergingen nach den Prognosen der Forscher voraussichtlich [Hervorhebung durch den Autor] mehrere tausend Jahre. Wie es zu diesen Polsprüngen komme, wüsste niemand, sagt Schorsch. Wenn das Magnetfeld vor einer Feldumkehr steht, also zunächst schwächer wird, hätten wir immer dann mit magnetischen Stürmen zu rechnen, wenn der Sonnenwind stärker ist als normal, weil das Magnetfeld der Erde abgenommen hat und nicht mehr so viel Schutz bietet. Dann können Polarlichter bis in niedrige Breiten zu sehen sein. Tatsächlich ist es Korte zufolge 2003 zu starken Irritationen gekommen, weil die magnetisch geladenen Teilchen der Sonne beispielsweise den Flugverkehr massiv störten. Die moderne Technik spielte verrückt: Die empfindliche Elektronik von Satelliten litt unter dem Beschuss dieser Teilchen. Flugzeuge, die polnahe Routen fliegen, mussten umgeleitet werden, weil die Kommunikation sonst nicht mehr funktioniert hätte und die Strahlenbelastung für die Passagiere zu hoch gewesen wäre, erläutert Korte. Während aus dieser Quelle hervorgeht, dass es wahrscheinlich mehrere tausend Jahre dauert, bis eine Polumkehr vollendet ist, finden sich in einem Artikel von Rainer Kayser , der den Titel „Rasante Umpolung des Erdmagnetfelds“ trägt, Hinweise darauf, dass sich das Erdfeld der Erde vor etwa 16 Millionen Jahren innerhalb von weniger als vier Jahren umgepolt hat. Diese Vorstellung basiert auf einen Artikel, von dem Kayser schreibt, dass zwei Forscher, Scott Bogue vom Occidental College in Los Angeles und Jonathan Glen vom US Geological Survey in Menlo Park, Kalifornien, diesen neuen Erkenntnisse demnächst in den Geophysical Research Letters veröffentlichen würden. Spuren der Magnetisierung in Lavaströmen in Nevada vor etwa 16 Millionen Jahren deuteten auf diese rasante Polumkehr hin. Kayser schreibt in seinem Artikel, dass es bisher bereits einen Hinweis auf schnell ablaufende Magnetfeldumpolungen gab: Wissenschaftler stießen in Oregon auf magnetische Spuren in Lavaströmen, die eine Drehung des Magnetfelds um sechs Grad pro Tag nahelegten, und bei diesem Tempo hätte die Umdrehung gar nur einen Monat gedauert. Bogue sagt Kayser zufolge: „Wir versuchen nun zu beweisen, dass es sich bei unserem Fall um ein zweites Beispiel für eine schnelle Umkehr des Magnetfeldes handelt.“ Der Lavastrom, der von ihm und Glen untersucht wurde, hätte eine ungewöhnlich komplexe Geschichte – er sei zunächst abgekühlt und sie dann innerhalb eines Jahres durch einen weiteren Lavastrom wiederum erhitzt und abgedeckt worden. Den Analysen der beiden Forscher zufolge hat sich das Magnetfeld um 53 Grad gedreht. Aber auch zu diesem Hinweis gibt es andere Meinungen unter den Geophysikern. So sieht beispielsweise Peter Olson von der Johns Hopkins University in Baltimore eher einen Hinweis auf schelle lokale Störungen im Magnetfeld in der von Bogue und Glen gemachten Entdeckung. Olson meint, dass nur ein unabhängiger Nachweis der raschen Magnetfelddrehung in anderen Weltgegenden belegen könne, dass es sich tatsächlich um ein globales Phänomen gehandelt habe. Wie dem auch sei: Es scheint so, dass die Wissenschaft sich in neuerer Zeit ernsthafter als bisher mit den Themen „Polverschiebung“ und „Polumkehr“ befasst – befassen muss. Dem aufmerksamen Leser ist vielleicht aufgefallen, dass bei dieser Zusammenstellung von Artikeln um zwei verschiedene Prozesse geht. Während bei dem zweiten und dem zuletzt beschriebenen von einer Umkehr der magnetischen Pole der Erde die Rede ist, zielt der erste auf eine Verlagerung der geografischen Pole an. Dies ist bemerkenswert. Eine solche Verschiebung der beiden Punkte, die an den Enden der Drehachse der Erde liegen, wurde in der Vergangenheit von der Mainstream-Wissenschaft für äußerst unwahrscheinlich gehalten. Und doch gibt es einige Hinweise, die von Außenseitern wie Hugh Auchincloss Brown vorgebracht wurden, aber wenig Betrachtung fanden .Mit diesen Themen haben sich auch Mc B. Strain und der Geologe William Hutton (Pseudonym) auseinandergesetzt, und beide kommen in ihren Büchern zu der Erkenntnis, dass eine Verschiebung der geografischen Pole und damit der Erdachse durchaus denkbar ist. Hutton stellt in seinem 572 DIN-A-4-Seiten (!) starken Buch drei Möglichkeiten vor, wie ein solcher Polsprung seiner Ansicht nach zustande kommen kann. Warum Hutton unter Pseudonym schreibt, hat folgenden Hauptgrund: Hutton ist Anhänger des „Medialen Diagnostikers“ Edgar Cayce, der in der Zeit zwischen den 1920er und Mitte der 1940er Jahre Trance zahlreiche Menschen erfolgreich behandelte. Neben den Informationen über die Krankheiten seiner Klienten, die er „empfing“ und weitergab, hielt er auch so genannte Lebensreadings, in denen er auch Information aus den Vorleben der Patienten formulierte, und manchmal waren in seine Readings auch Informationen über die Zukunft eingestreut. Oft beantwortende der „schlafende Prophet“ im Anschluss an die Readings, wenn er sich noch in Trance befand, Fragen. Eine solche Frage war die nachfolgende: „Frage: Welche großen Veränderungen oder das Beginnen von welchen Veränderungen werden, wenn überhaupt, in den Jahren 2000 und 2001 A.D. stattfinden? Antwort: Wenn es eine Verschiebung der Pole gibt. Oder ein neuer Zyklus beginnt.“ Kein Wunder, dass Hutton unter Pseudonym schreibt. „Medialer Diagnostiker? Hellseher? Das geht ja gar nicht!“, hätten ihm seine Fachkollegen und auch Laien zugerufen. Dass in der Vergangenheit manche seiner Prophezeiungen eingetroffen sind, interessiert sie nicht. „Zufall! Nachträglich zurechtgebogen!“ mögen Aussagen sein, die Hutton zu erwarten hätte. Und seiner Reputation hätte es bestimmt auch nicht sonderlich gutgetan. Hutton jedenfalls war der Meinung, dass bestimmte Readingsauszüge, in denen Cayce von bevorstehenden Veränderungen spricht, Vorläufer einer beginnenden Polverschiebung, sein würden. Überzeugt berichtet Hutton haarklein, was nach der Polverschiebung geschehen würde und verglich sie mit den Aussagen Cayces über die Zukunft. Einige der jetzt absehbaren Trends passten tatsächlich ins Muster, so sagte er beispielsweise: „Das Wasser der [Großen] Seen wird eher in den Golf [von Mexiko] münden als in den Wasserlauf, über den kürzlich solche Diskussionen geführt wurden [St. Lorenz Seeweg]. Seit den frühen 1930er Jahren wüsste man, so Hutton, dass die Erdkruste in der Umgebung der großen Seen langsam Richtung Südwesten kippt, was auf den Rebound-Effekt der Kruste und des Mantels zurückzuführen sei. Seit dem Schmelzen des letzten Eisschilds weiteten sie sich in nordöstliche Richtung hinüber über die Region der großen Seen aus. Das Kippen in Richtung Südwest ist laut Hutton noch im Gange. Die Kipprate betrage etwa 13 Zentimeter pro 160 Kilometer im Jahrhundert. So klein diese Menge zu sein scheint, würde sie in nur 1.600 Jahren die oberen großen Seen, also den Oberen See, den Huron- und Michigansee dazu bringen, durch den Chicago River in den Illinois-Mississippi-Abfluss und weiter in den Golf von Mexiko abzufließen, sagt Hutton. Hutton fand noch mehr derart verblüffende Übereinstimmungen, es muss aber zugegeben werden, dass Hutton bei manchen Folgen einer von ihm angenommenen bevorstehenden geografischen Polverschiebung um 1 Grad mehr oder weniger viel zurechtbiegen muss. Mehr Hinweise von wissenschaftlicher Seite finden wir im Rahmen der bereits angesprochenen Verschiebung der magnetischen Pole. Zu diesem Thema wurde in Potsdam ein Treffen von Wissenschaftlern einberufen, die sich des Themas annahmen. Der Autor des Bild.de-Artikels „Steht das Magnet-Chaos unmittelbar bevor“, Rolf Klostermann, fragt sich am 19.11.2010, ob das „Magnetfeld-Chaos“ unmittelbar bevorstehe. Klostermann zitiert Dr. Matthias Forster vom Geoforschungszentrum in Potsdam mit den Worten: „Tatsächlich bewegen sich die Magnetpole der Erde. So verschiebt sich der magnetische Nordpol derzeit mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Jahr in Richtung Sibirien.“ Als Grund dafür wird angegeben, dass die eisenhaltigen Teilchen im flüssigen Erdinneren, die das Magnetfeld erzeugen, ihre Richtung, ihre Zirkulation, verändert hätten. „Was aber noch schlimmer wiegt“, so Klostermann: „Auch die Stärke des Magnetfeldes nimmt bedrohlich ab. Besonders in Südafrika im Bereich des Südatlantiks wird es schwächer.“ Da haben wir sie wieder: Die südatlantische Anomalie. Geophysiker Dr. Alexander Rudloff vom GFZ Potsdam sagt: „Es ist zu erwarten, dass das Magnetfeld zuerst schwächer wird, dann zusammenbricht und sich schließlich ganz neu aufbaut, dann läge der Nordpol am Südpol und umgekehrt. Wir sprechen von einer vollkommenen Polumkehr.“ Und weiter: „Das Magnetfeld ist unser Schutzsystem vor dem Beschuss mit energiereichen Teilchen, die die Sonne zu uns schleudert. Wenn es zusammenbricht und die Sonnenteilchen ungeschützt auf die Erde treffen, könnten die Kommunikationssysteme (z. B. Handynetz) sowie die Luft- und Raumfahrt extrem gestört werden.“ Die 1931 von Edgar Cayce gegründete A.R.E (Association for Research and Enlightment) schreibt ebenfalls über die „Südatlantische Anomalie“ und ist der Meinung, dass Cayce die beginnende Polverschiebung richtig vorausgesagt hat. Auf ihrer Webseite ist die Rede von einem Fernsehprogramm namens „NOVA“, das im Rahmen des Public Broadcasting Service (PBS) im Jahr 2003 ausgestrahlt wurde. Die A.R.E. zitiert alarmierende Entdeckungen über das Magnetfeld und die magnetischen Pole der Erde. Die Sendung trug den Namen „Magnetic Storm“, und der Produzent war David Sington. In dieser NOVA-Show sagten Wissenschaftler: „2000 Meilen [etwa 3200 Kilometer] unter unseren Füßen befindet sich der geschmolzene Eisenkern der Erde. Hier erzeugt ein ausgedehnter Ozean aus flüssigem Eisen eine unsichtbare Kraft – das Magnetfeld der Erde. Es ist es, das unsere Kompasse nach Norden weisen lässt. Doch es tut eine Menge mehr: es hilft, die Erde als einen lebenden Planeten zu erhalten. Unsere Nachbarn Venus und Mars haben lediglich ein schwaches Magnetfeld, was bedeutet, dass sie ungeschützt gegenüber der tödlichen Strahlung sind, die durch das Universum fegt. Die Erde dagegen, existiert innerhalb eines ausgedehnten Kokons, einem Kraftfeld, das für Milliarden von Jahren uns auf unserer Reise durch den Weltraum geschützt hat.“ In dem Artikel wird darauf verwiesen, dass Wissenschaftler „jetzt“ einen Sturm im Inneren entdeckt hätten, der unser lebensnotweniges Magnet-Schutzschild schwäche. So wird Peter Olson von der John-Hopkins-Universität mit den Worten „Das Magnetfeld der Erde war für Jahrtausende unser Beschützer und jetzt scheint es so, als ob es dabei ist, zu verschwinden“, zitiert. Weiter heißt es, dass die Polverschiebung in den Jahren 2000/2001 offenbar werden würde. Den entsprechenden Readingsauszug haben wir bereits weiter oben zitiert. Dann kommt der Autor des Artikels auf die Südatlantische Anomalie zu sprechen. „Die NOVA-Show enthüllte, dass die Verschiebung tatsächlich im Südatlantischen Gebiet zwischen Afrika und Südamerika begann. Hier schwankt die Nord-Süd-Polarität vor und zurück, wobei es den Schild gegen die Sonnenstrahlung schwächt. Wegen des Polverschiebungsprozesses wird er nicht länger die Sonnenwinde zu unseren gegenwärtigen Polen lenken, wo wenige Menschen leben. Die Nord- und Südlicher sind Ergebnis der Strahlung, die sich zu den Polen bewegt. Da die Strahlung einige Probleme verursacht, ist das Schwächer werden des Schilds von Belang. Ein schwaches Magnetfeld bedeutet auch, dass die Nord- und Südlichter überall auf der Erde zu sehen sein werden, selbst den Äquator entlang. Es könnte eine schöne, wundersame, visionäre Zeit für die Erde sein, allerdings keine gesunde Zeit für viele ihrer Bewohner.“ In der Zeit des Jahreswechsels 2010/2011 kam es zu einem mysteriösen Tiersterben. Brett Lipton zählt folgende Ereignisse auf: • Am 21.12.2010 stürzten 5000 Rotschulterstärlinge zu Tode. • Am 03.01.2011 wurden in Arkansas 100.000 Fische angeschwemmt. • Am 04.01.2011 war ein Highway in Louisiana von toten Vögeln übersät. • Am 05.01.2011 fielen in Murray, Kentucky, Hunderte von Vögeln vom Himmel. • Am 06.01.2011 fielen in Italien Tausende von Tauben vom Himmel. • Am gleichen Tag wurden an der Küste der Chesepeake Bay in Maryland zwei Millionen Fische angeschwemmt. • Einmal mehr an diesem Tag wurden zwei Millionen tote Krabben an den Küsten von Kent, England, angeschwemmt. Weitere Meldungen kommen aus Schweden, Großbritannien, Japan und Thailand. Stern online spricht am 07.01.2011 in diesem Zusammenhang von „absurden Gerüchten“. Da ist die Rede von „einem Abwehrstrahl gegen Außerirdische“ und „durch Erdbeben freigesetzte Giftstoffe, die von der Ölkatastrophe im Golf vom Mexiko stammen.“ Auch der „Weltuntergang“ darf in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Weiter liest man von „chemischen Gasen“ oder einem „Meteoritenregen“. Auch die Bibel wird zitiert: „Darum wird das Land jämmerlich stehen und allen Einwohnern wird’s übel gehen; denn es werden auch die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer weggestraft werden“, sagt der „kleine“ Prophet Hosea, im nach ihm benannten Buch Kapitel 4,4 nach der Luther-Übersetzung von 1914. Den Tod von „Tieren auf dem Felde“ müssen wir uns in diesem Zusammenhang wohl denken, denn darüber liegen im Zusammenhang mit dem Tiersterben keinerlei Informationen vor. Kristen Schuler von der Abteilung für Tierforschung des Geologischen Dienstes der USA (USGS) teilt lapidar mit, dass „wir ähnliches fast jede Woche“ erlebten. Die Autoren des Spiegel-Artikels stellen weiter fest, dass die Internetseite der USGS ein Verzeichnis mit Berichten über Vogelsterben führe und es wöchentlich Vorfälle mit dutzenden Tieren gäbe. Liest man den Spiegel-Artikel weiter, sieht man sofort, wie mit Hilfe eines alten Skeptiker-Tricks das Rätsel entmystifiziert wird, in dem man die Vorfälle einzeln betrachtet und verschiedene natürliche Erklärungen zugrunde legt. So heißt es über den Vorfall in Arkansas, genauer in der Kleinstadt Bebe, dass „heftiger Lärm etwa durch Silvesterfeuerwerk bei den Tieren Panik auslöst“. Es wird darauf hingewiesen, dass Rotschulterstärlinge nachts nur schlecht sähen, und aus diesem Grunde seien sie „vermutlich gegen Bäume und Häuser geknallt“, wie ein Vertreter des veterinärmedizinischen Dienstes von Arkansas sagt. Krankheiten und Vergiftungen werden ausgeschlossen. Die Todesfälle in Louisiana könnten auf die große Kälte in der Region zurückzuführen sein, meint Schuler. Auch für das Fischsterben in Maryland sei, wie Behörden sagen, die große Kälte der Region verantwortlich. Die betroffene Fischart sei nämlich besonders empfindlich gegen die Kälte. Die Temperaturen im Dezember seien in den oberen Wasserschichten die niedrigsten in dieser Region seit 25 Jahren. Der Ornithologe Ingo Ludwichowski vom Naturschutzbund (Nabu) Schleswig-Holstein schließt ebenfalls eine Krankheit aus, denn dadurch sei nicht erklärbar, dass auf einen Schlag so viele Tiere stürben. Bei dem Vogelsterben in Arkansas sieht er Hagelschlag als mögliche Ursache. Dafür spräche, dass die Rotschulterstärlinge in Arkansas zum Teil verletzt waren und gebrochene Flügel hatten. Dass die Tiere durch Panik aufgrund der „Silvesterknallerei“ ums Leben gekommen sind, hält er für „extrem unwahrscheinlich“. „Weltweit wird zu Silvester geböllert, warum sollten nur diese Vögel davon in den Tod getrieben worden sein?“, fragt sich Kudwichowski. Für das Massensterben in Schweden denkt er an den Einsatz von Giften, denn schließlich seien in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ein paar Hundert Saatkrähen durch mit Quecksilber gebeiztes Getreide umgekommen. Im Fall der 5000 Vögel räumt er ein, dass diese hohe Anzahl „außergewöhnlich“ sei, um gleich hinterher zuschieben: „Doch dafür dürfte es eine ganz natürliche Erklärung geben“. Der Kulturwissenschaftler Robert Thompson von der University Syracuse gab eine Floskel zum Besten, nach der „es vor 50 Jahren kaum jemand mitbekommen hätte, wenn irgendwo in der Welt viele Vögel vom Himmel fielen.“ Bedingt durch das Internet würden sich solche Nachrichten verbreiten, weil sie spannend klängen und „eine riesige Menge von Vögeln, die vom Himmel fielen“ und „Fischen, die mit dem Bauch nach oben schwimmen, hält er für eine „fesselnde Geschichte“. Ludwichowski wird mit einer weiteren Phrase zitiert, wenn er sagt, die 50 bis hundert toten Dohlen in Schweden hätten es bestimmt nicht in die Weltpresse geschafft, wenn zuvor nicht 5000 Vögel in Amerika tot vom Himmel gefallen wären. Sicher hat er da Recht, nur: Warum sind diese 5000 Rotschulterstärlinge vom Himmel gefallen? Warum sind die Dohlen in Schweden abgestürzt – unabhängig davon, ob dieses Ereignis aufgrund des Vogelstrebens in Arkansas eine größere Aufmerksamkeit erreichte? Die Mulifaktorentheorie („bei diesen Tiersterben war es wahrscheinlich dies, bei anderen vermutlich jenes“) scheint eher eine Art Behelfskrücke zu sein als eine wirklich zufrieden stellende Erklärung, bzw. „eine Reihe von Erklärungen“ – für fast jeden Fall eine andere. Der Autor Stephan Schulz schreibt in seinem Artikel „Apokalypse ausgeschlossen: Die Erklärung für das Vogelsterben“ am 10.01.2011 sei weitgehend die gleiche, doch er liefert noch eine „wissenschaftliche Erklärung“ für die in Norditalien vom Himmel fielen gefallenen Turteltauben. Dies hätten nach „Meinung der Experten“ schlicht und einfach „zu viele Sonnenblumenkerne zu sich genommen“. Dadurch seien deren „innere Organe so sehr geschädigt worden, dass die Turteltauben verendeten, denn bei diesen Sonnenblumen soll es sich zum größten Teil um Abfall aus einer Ölfabrik handeln. Vermutlich hat sich der bereits erwähnte Brett Lipton am Seriösesten mit dem Thema auseinandergesetzt. Er sagt: „Obwohl einige dachten, dass die Ursachen Feuerwerk, Krankheit und plötzlicher Kälte zugeschrieben werden, könnte der Grund naheliegender sein: die beständige, aber beschleunigte Bewegung des magnetischen Nordpols Richtung Russland.“ Hier sind wir wieder bei unserem Ausgangsthema angelangt, und Lipton weiß diese These auch zu begründen. Er weist darauf hin, dass es allgemein akzeptiert sei, dass die Navigationssysteme von vielen Tieren durch das Magnetfeld beeinflusst würden. Dem NewScientist zufolge seien die Vögel, die sich am irdischen Magnetfeld orientieren, mehr auf ihre Augen als auch als auf die magnetischen Partikel in ihren Nasenlöchern angewiesen. Ein Experiment mit Rotkehlchen und vorsichtige Tests mit Brieftauben und anderen Vögeln, die die Fähigkeit erbringen, die Richtung einzuschätzen, zeigen, dass die Vögel durch Änderungen des magnetischen Feldes beeinflusst werden. Außerdem, so schreibt Lipton, hätte ein Team aus Neuseeland uns weitergebracht, was das Verstehen des magnetischen Sinnes der Forelle angeht. Die Forschungen dieses Teams legten nahe, dass diese Fische in der Nähe der Nase eine Art Kompass hätten. Die Wissenschaftler vermuten, dass Insekten einen ähnlichen magnetischen Sinn haben, um die Richtung zu bestimmen. Lipton sagt weiter, dass im Laufe des vergangenen Jahrhunderts sich der magnetische Nordpol mit einer Geschwindigkeit von 25 Meilen (etwa 40 Kilometer) stetig in Richtung Russland bewege. Dies sei eine alarmierende Häufigkeit, wenn man bedenke, wie viele Systeme von ihrem Standort abhängig seien. Kompassnadeln im Afrika zum Beispiel driften ein Grad pro Jahrzehnt. Und global gesehen, sei das Magnetfeld schwächer als im 19. Jahrhundert. Dabei sei auch die die Regelmäßigkeit der Magnetischen Pol-„Flips“ zu beachten. Vor 330.000.000 Jahren hätten sich die Pole 400-Mal oder in einem Mittel von jeweils 825.000 Jahren gegenübergestellt. Das letzte Mal sei vor ungefähr 780.000 Jahre gewesen, was bedeute, dass wir uns jetzt in einer „Standard-Abweichung“ für eine kommende Umkehr der magnetischen Pole befänden. Diese Umkehrungen bräuchten laut Lipton ungefähr 1000 Jahre, um die massive Bewegung und die Abnahme der Feldstärke abzuschließen, und so könnten wir innerhalb einer Handvoll Generationen von dieser Umkehr der magnetischen Pole entfernt sein. Die von Lipton vermutete Ursache für die Fisch- und Vogelsterben fasst er folgendermaßen zusammen: „Wenn man die südlichen Migrations-Muster und die ökologischen Hinweise berücksichtigt, die Wildtiere erbringen, leuchtet es ein, dass Vögel und Fische mit abnehmender Kraft des magnetischen Nordpols und bei der Bewegung über den echten Nordpol in Richtung Russland, z. B. weg von den südlichen Vereinigten Staaten [...], bezüglich Entfernung und Richtung der Örtlichkeiten durcheinanderkommen, auf die sie instinktiv zusteuern müssten. Ein Versagen bei der Auslegung ihres Standortes und der Entfernung vom magnetischen Nordpol könnte bei Vögeln und Fischen zu einem offensichtlichen Fehlschlag führen, richtig in Richtung Süden abzuwandern, um rechtzeitig Kälteeinbrüche und den unmittelbar bevorstehenden Tod zu vermeiden.“ Manuel Opitz schreibt für die Nachrichtenagentur B-N-D.net „Die magnetische Polverschiebung schreitet voran – momentan 55 km/Jahr.“ Er beruft sich auf die NOAA (National Geophysical Data Center), die in einer Datenbank Koordinaten für den magnetischen Nordpol sammelt, die bis ins Jahr 1590 zurückreichen. Die Daten stammen sowohl aus alten Schiffslogbüchern als auch magnetischen Positionen des Pols, die mit modernen Techniken ermittelt wurden. Das Ergebnis der genaueren Untersuchung durch die NOAA bezeichnet Opitz als alarmierend: „Seit 1860 hat sich das Ausmaß der Polverschiebung alle 50 Jahre verdoppelt. In den letzten 150 Jahren ging die Polverschiebung in dieselbe Richtung. In den letzten zehn Jahren betrug die Polverschiebung 50 % der Polverschiebung der letzten 50 Jahre, es findet also eine erhebliche Beschleunigung statt.“ Niemand könne sagen, ob sich die Polverschiebung weiter beschleunigt oder sich wieder verlangsamt. Einige Experten gingen sogar davon aus, dass die Beschleunigung der letzten Jahre ein Anzeichen für die längst überfällige Polverschiebung sei. Sogar Flughäfen müssen aufgrund der Magnetfeldwanderung ihre Landebahn neu beschriften. Setze sich die Wanderung von Kanada nach Russland mit der derzeitigen Geschwindigkeit fort, liegt der Magnetpol im Jahr 2050 in Sibirien, wie Spiegel Online am 12.01.2011 berichtet. 2010 hätte der Stansted Airport bei London seine Rollbahn-Bezeichnungen dem wandernden Magnet-Pol angepasst und am Tampa-Airport in Florida hätte man 140 Landebahnsignale ändern müssen. Spiegel online erklärt: „Auf den Schildern ist die Anflugrichtung im Verhältnis zum magnetischen Pol angegeben. Hat eine Landebahn die magnetische Richtung 183 Grad, so wird sie mit 18 bezeichnet. ,Verschieben sie die magnetischen Feldlinien so, dass die Anflugrichtung 186 Grad beträgt, wird die Bahn in 19 umbenannt’, erklärt Jörg Handweg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit.“ Im Gegensatz zum magnetischen Nordpol verharrt sein südliches Pendant ziemlich ortsfest über der Antarktis. Welt online weiß am 27.05.2011 zu berichten, dass das Magnetfeld der Erde seit 1979 weltweit durchschnittlich fast zwei Prozent abgenommen habe – über dem Südatlantik sogar um zehn Prozent. Ingrid Raagaard schrieb bereits am 26.11.2002: „Dass der Nord- zum Südpol und umgekehrt wandert, ist in der Geschichte der Erde immer wieder vorgekommen – das letzte Mal allerdings vor rund 720 000 Jahren. Zu dieser eigentlichen Verschiebung der Pole kommt es, da es im Inneren des Planeten elektrischen Strom gibt, und zwar unterhalb von 2900 Kilometern Tiefe. Durch die Rotation des Planeten ist das stromführende Magma also ständig in Bewegung. Der französische Forscher Gauthier Hulot vermutet sogar, dass die Pole im Inneren der Erde bereits den Platz getauscht haben. Durch die Dichte der Erdschale dauere es jedoch, bis der Pol-Sprung auch an der Oberfläche voll zur Geltung kommt. Wenn diese Theorie tatsächlich stimmt, kann sich der Poltausch quasi von einer Sekunde zur nächsten bemerkbar machen und im Grund nur wenige Tage und nicht 1000 bis 2000 Jahren beanspruchen.“ Und weiter: „Schon jetzt schwächt sich das Magnetfeld der Erde leicht ab – ein weiteres Indiz dafür, dass sich der magnetische Nordpol schneller bewegt als angenommen und ein Pol-Sprung bevorsteht.“ Raagaard bezieht sich auf Forschungsergebnisse aufgrund der Daten des dänischen Satelliten Örsted, der sich seit 1999 im Erdorbit befindet. Sen Artikel erschien 2002, und der Satellit, auf den sie sich bezieht, befindet sich seit 1999 im Weltraum. Erinnern wird uns an das, was der Hellseher aus Amerika gesagt hat: „Frage: Welche großen Veränderungen oder das Beginnen von welchen Veränderungen werden, wenn überhaupt, in den Jahren 2000 und 2001 A.D. stattfinden? Antwort: Wenn es eine Verschiebung der Pole gibt. Oder ein neuer Zyklus beginnt.“ Erstaunlich. Doch das war nicht die einzige Prophezeiung, die Edgar Cayce machte. Beispielsweise sagte er voraus, dass „der größte Teil Japans im Meer untergehen“ müsse…


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