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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Lemuria, Roland M. Horn
Roland M. Horn

Lemuria


Ein Blick auf der anderen versunkenen Kontine

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WIDMUNG ZUR ERINNERUNG AN BERNHARD BEIER


 


Am 03.02.2021 wurde ich überraschend darüber informiert, dass mein Freund und bis zu seinem Tode Redaktionsleiter seines Lebenswerks „Atlantisforschung.de“ am 29.01.2021 überraschend verstorben ist.


 


Der 1960 in Krefeld geborene Bernhard Beier war ein vielfältiger Mensch: Als Geschichtsstudent, Journalist bei einer Tageszeitung, langjähriger Akteur in der antiautoritären Bewegung,Sänger in mehreren Amateur-Rockbands und später Marketingleiter bei Unternehmensgruppen und schließlich selbständiger Marketer für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Verbände, führte er ein buntes Leben, das von zahlreichen Bildungsreisen untermalt war, doch sein Vermächtnis ist zweifellos „Atlantisforschung.de“, wo er seiner Profession, der Atlantisforschung, Gigantologie und alternativen Ur- und Frühgeschichtsforschung ausgiebig nachkam.


 


Erstmals Anfang dieses Jahrtausends kam ich mit Bernhard Beier in Kontakt. Claudia Wend und er wollten ein großes, immer wachsendes, unkommerzielles und somit für jeden, der über einen Internetaschluss verfügt, zugängliches Online-Atlantisforschungsportal auf die Beine stellen und baten mich, bei dem Projekt mitzumachen. Unter Bernhards Federführung entstand ein – man übertreibt nicht, wenn man sagt – Mammutprojekt, das auch nach dem Ausscheiden von Claudia Wend unbeirrt weiterlief. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Bernhard nahezu 95 % der Beiträge auf „Atlantisforschung. de“ selbst verfasst hat.


 


Auf dem Treffen “10 Jahre Ancient Mail” am 10. April 2010 in Kamp-Lintfort lernte ich Bernhard persönlich kennen, aber schon vorher telefonierte ich, wie danach auch, im Schnitt mindestens jeden dritten Tag mit ihm.


 


Als ich wegen politischer Äußerungen im Internet einem gewaltigen Shitstorm ausgesetzt war, war es ausgerechnet Bernhard, dessen politische Einstellung sich wahrlich von der meinen unterschied, der Beistand und Trost spendete, während andere sogenannte Freunde kräftig in den Shitstorm miteinstimmten und manche sogar Öl ins Feuer gossen. Ganz anders Bernhard! Das werde ich niemals vergessen! Eines von Bernhards Lieblingszitaten war “Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört” (Justus von Liebig). Nun hat er seine letzte Reise, diesmal ohne Rückfahrschein, dahin wo die Wissenschaft aufhört angetreten. Ich werde ihn und die vielen Telefonate mit ihm nie vergessen.


 


VORWORT VON BERNHARD BEIER


 


Ende der 1960er Jahre bemerkte der herausragende sowjetische Atlantisforscher Dr. Nikolai Feodosjewitsch Zhirov (1903 - 1970) die Unwilligkeit der meisten universitären Wissenschaftler, sich ernsthaft und unvoreingenommen mit dem Atlantisproblem auseinanderzusetzen. Dies sei einerseits „Konservativismus und Hyper-Kritizismus“ geschuldet und basiere zudem auf „geringer Datenlage und den theoretischen Vorstellungen einer einzelnen Fachwissenschaft oder sogar nur einer Schule von Forschern“. Nicht zuletzt machte er aber auch die „esoterische Legende“ um Atlantis, d.h. die Quasi-Vereinnahmung des Themas durch Esoteriker jedweder Couleur, als Grund für die geringe Bereitschaft zu einer ergebnisoffenen und nicht paradigmenfixierten Erforschung des Atlantis-Rätsels aus.


 


Wenn diese Feststellung zweifellos schon in Hinsicht auf Atlantis zutreffend ist, so ist sie es umso mehr, wenn wir sie auch auf die Erforschung des Problems der legendären versunkenen Uralt-Kulturen des Pazifiks und Indischen Ozeans anwenden, die der Verfasser dieses Vorworts zusammenfassend als „Le (Mu)ria-Komplex“ zu bezeichnen pflegt. Dass es nicht nur unter Wissenschaftlern im universitären Bezirk, sondern auch bei vielen außenseiterischen Privatforschern als geradezu unschicklich gilt sich allen Ernstes mit diesem Problemkreis zu befassen, liegt jedenfalls zuallererst an genau jenen Gründen, die Zhirov vor einem halben Jahrhundert bezüglich der Ablehnung jedweder Betrachtung des Atlantisproblems nannte, die das sagenhafte Inselreich nicht als Erfindung Platons einstuft.


 


Gerade die Auswirkungen der „Esoterisierung“ des Umgangs mit besagtem ‚Le(Mu)ria-Komplex‘ spielen eine zentrale Rolle, was die in Bausch und Bogen erfolgende Total-Ablehnung dieses durchaus vielschichtigen Themenbereichs in nahezu der gesamten Scientific Community sowie unter den meisten Forscher-Innen des Spektrums der, wie man heute sagt, Citizen Science betrifft. Während sich die – in die akademische Diaspora gedrängte – Atlantisforschung seit der Wende vom 19. bis 20. Jahrhundert unter Beteiligung nicht weniger professionell ausgebildeter Natur- und Geisteswissenschaftler zumindest als außenseiterisches Forschungsgebiet abseits offizieller Forschung und Lehre etablieren konnte, kann von einer ähnlich umfassenden, systematisch betriebenen „Le(Mu)ria-Forschung“ noch kaum die Rede sein. Zu sehr stecken die kitschigen, „gechannelten Postkartenbilder“ eines lemurischen Märchenlands voller Kristallpaläste, Astralwesen und phantastischer Technologie, die esoterische Autoren in den vergangenen Jahrzehnten verbreitet haben, in den Köpfen der allermeisten Menschen fest. Literatur mit einem anderen, rationaleren Ansatz, die solchen Phantasmen überprüfbare Forschungs-Resultate entgegensetzen kann, ist dagegen (gerade im deutschsprachigen Raum) rar gesät.


 


Das vorliegende Buch von Roland M. Horn, zu dem der Verfasser dieses Vorworts – was ihn freut und auch ehrt – eine ganze Reihe seiner eigenen Studien- und Recherche-Ergebnisse beisteuern durfte, stellt daher einen hierzulande längst überfälligen Einstieg in die Le(Mu)ria-Problematik aus explizit grenzwissenschaftlichem Blickwinkel dar, freilich ohne den kulturell relevanten Bereich der Esoterik und auch speziell die ideologische Vereinnahmung des Themas durch weltanschauliche Sektierer völlig auszublenden. Im Wesentlichen bietet diese Arbeit jedoch eine interdisziplinär strukturierte Untersuchung, welche geologische, mythologische und archäologische Aspekte der Annäherung an die Frage nach der vormaligen Existenz verschollener vorzeitlicher Kulturen im Großraum des „Stillen Ozean“ liefert und die dabei gewonnenen Ergebnisse synthetisiert. Sie lehnt sich also in weiterentwickelter Form an die in der modernen nonkonformistischen Atlantisforschung entwickelte Systematik an, wie sie der schottische Mythologe Lewis Spence 1932 in seinem Werk „The Problem of Lemuria“ auch für diesen neuen Forschungszweig eingeführt hat.


 


Auch wenn darin – dem derzeitigen, noch recht bescheidenen Forschungsstand geschuldet – keine absoluten Aussagen zum bzw. Lösungen des Le(Mu)ria-Problem/s präsentiert werden können und sollen, vermag Roland M. Horns Buch einem interessierten Publikum alle grundlegenden Informationen zu diesem faszinierenden Thema sowie die Mittel an die Hand zu geben, um dazu selber weitergehende Studien zu betreiben. Jedenfalls wird es, wie anzunehmen ist, künftig zumindest die außeruniversitäre, alternative Erd-, Menschheits- und Zivilisations-Geschichtsforschung zunehmend beschäftigen. Schließlich legen insbesondere die Forschungsergebnisse moderner Diffusionisten, die sich mit anzunehmenden interkontinentalen Kulturkontakten alter und ältester Völker rund um den Globus befassen, in immer stärkerem Maße die Annahme nahe, dass bereits am Ende der jüngsten Eiszeit seefahrende Kulturen existierten, welche zwischen der sogenannten „Alten“ und der „Neuen Welt“ Verbindungen herstellten. Bei diesen Überlegungen den gewaltigen pazifischen Großraum zu ignorieren oder gar auszuschließen, wäre, mit Verlaub gesagt, eine Torheit.


 


EINLEITUNG


 


Wenn wir von einem „versunkenen Kontinent“ hören, denken wir meist unwillkürlich an Atlantis. Doch je mehr wir uns mit diesem Thema beschäftigen, desto mehr stoßen wir auf einen zweiten „untergegangenen Kontinent“, der meist „Lemuria“ genannt und nicht selten als „verlorenes Paradies“ oder „Land des goldenen Lichtes“ bezeichnet wird. Manchmal wird dieser Kontinent auch mit dem weniger poetisch klingenden Namen „Mu“ belegt.


 


Nicht zuletzt anhand der Recherchen des wohl besten Atlantisund Le(MU)ria-Forschers und -Kenners in Deutschland, Bernhard Beier, der das von mir herausgegebene Portal „Atlantisforschung.de“ als Chefredakteur betreut und unzählige Artikel dort veröffentlicht hat, werden wir uns dem „Le(MU)ria-Problem“ annähern.


 


So werden wir anhand seiner Forschungen feststellen, dass es zwei verschiedene Ursprünge für die Begriffe „Lemuria“ und „Mu“ gibt. Während der Begriff „Mu“ in zahlreichen Überlieferungen vorkommt und im Pazifik verortet wird, wurde der Name „Lemuria“ erst in der Neuzeit eingeführt, um (u. a.) das gleichzeitige Vorkommen der Feuchtnasenaffen namens Lemuren inMadagaskar und vereinzelt auch in Indien mittels einer Landbrücke dieses Namens zu erklären. Wie wir heute wissen, ist die Annahme einer ehemaligen Existenz dieser Landbrücke aufgrund der heute weitgehend anerkannten Theorie von der Plattentektonik nicht mehr notwendig. Aber vielleicht gab es ja doch einen verlorenen Kontinent im Indischen Ozean – LassenSie sich einfach überraschen …


 


Ich selbst habe, wie Sie später lesen werden, eine These zur Existenz von Mu (oder wenn Sie so wollen von Lemuria, das manchmal mit dem im Pazifischen Ozean gelegenen verlorenen Kontinent „Mu“ gleichgesetzt wird) im Pazifischen Ozean aufgestellt, die auf den Entdeckung des Geologie-Experten Otto Heinrich Muck basiert, der selbst die einstige Existenz von Lemuria – sei es im Pazifik oder im Indik – strikt ablehnte …


 


Bernhard Beier plädiert vehement für die grenzwissenschaftliche Lemuria-Betrachtung und begab sich in diesem Sinne auf die geologischen, ozeanographischen und archäologischen Spuren des geheimnisvollen ehemaligen Kontinents, die wir im Rahmen dieses Buches präsentieren.


 


Wir werden weiter feststellen, dass es in sehr weit auseinanderliegenden Gebieten Hinweise auf einen verlorenen Kontinent bzw. verschiedene Mikrokontinente gibt, auf deren Basis wir Schlüsse ziehen müssen und auch werden. Selbstverständlich kommen wir auch auf die verschiedenen esoterischen Gruppen zu sprechen, die dieses Thema für sich vereinnahmt haben. Hier sind Bernhard Beier und ich in der Beurteilung nicht immer einer Meinung …


 


Ich wünsche Ihnen viel Erkenntnis und Inspiration beim Lesen dieses Buches.


 


IST DIE ALTERNATIV-PRÄHISTORISCHE BESCHÄFTIGUNG MIT „LE(MU)RIA“ SINNVOLL?


 


Wenn wir nach dem angeblich versunkenen „Urkontinent“ Lemuria suchen, müssen wir uns zuerst fragen, ob sich die Frage zu diesem Thema überhaupt lohnt, weil viele – allen voran die Mainstream-Wissenschaft – die ehemalige Existenz eines solchen Kontinents vollkommen ablehnen, nicht zuletzt deswegen, weil es unerklärlich scheint, wie ein solcher Superkontinent untergehen konnte.


 


Der Chefredakteur der Website „Atlantisforschung.de“, Bernhard Beier, hat in seinem Artikel „Die prähistorische Welt des ‚Stillen Ozeans‘“ auf der Seite http://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_pr%C3%A4historische_ Welt_des_%27Stillen_Ozeans%27 und zahlreichen Folgeseiten diesen vielbelächelten Diskussionsgegenstand einer gründlichen Betrachtung unterzogen. Er ist diesem Thema nachgegangen, indem er fragt: „Ist die alternativprähistorische Beschäftigung mit „Le(Mu)ria“ sinnvoll und legitim oder verschwendet man lediglich wertvolle Zeit damit?“


 


Neben dem im Atlantik versunkenen Kontinent Atlantis hört man nämlich hier und dort auch von einem angeblich im Pazifischen Ozean versunkenen Kontinent, der meist „Mu“ oder „Lemuria“ genannt wird.


 


Ursprünglich wurde die Bezeichnung „Lemuria“ für eine hypothetische Landbrücke zwischen dem heutigen Indien und Madagaskar verwendet. Der Geologe Philip Sclater „erfand“ den Begriff Lemuria. Doch bereits vor der Benennung dieser vermeintlichen Landbrücke im Indischen Ozean war ihre Existenz schon vom Biologen Ernst Haeckel, dem Paläontologen Melchior Neumayr und weiteren Geologen vermutet worden. Die Landbrücke schien notwendig, um die merkwürdige Verbreitung der Halbaffen namens Lemuren zu erklären. Diese leben nämlich nur in Madagaskar und Vorderindien. Allerdings besagt die heute allgemein anerkannte Theorie der Plattentektonik, dass Madagaskar einst von Indien abgetrennt wurde. Somit wurde für die (Mainstream-) Wissenschaft die Existenz dieser Landbrücke verworfen, eben weil sie für die Verbreitung der Lemuren nicht mehr notwendig war. Die Theosophische Gesellschaft nahm sich allerdings später des Begriffs an und lehrte im 19. und 20. Jahrhundert die Existenz einer den Indischen Ozean ausfüllenden Landmasse, wobei hierfür der Name „Lemuria“ übernommen wurde.


 


Die Bezeichnung „Mu“ steht heute vor allem für einen legendären versunkenen Kontinent im Pazifik. Zum ersten Mal tauchte die Vorstellung von einem solchen Kontinent jedoch im 19. Jahrhundert in Bezug auf den Atlantischen Ozean auf. Der Selfmade-Archäologe Augustus Le Plongeon (1825 - 1908), der besonders durch seine Forschungen über die Maya bekannt wurde1, übersetzte alte Maya-Aufzeichnungen und nach seiner Übersetzung war dort davon die Rede, dass die Maya-Zivilisation älter als die Zivilisationen der Ägypter und der Atlanter sei. Letztere soll durch Überlebende des Untergangs von Mu gegründet worden sein. Bei Wikipedia ist die Rede von „angeblichen Übersetzungen“ und einem „Phantasieprodukt Le Plongeons“. Seine Übersetzungen wurden tatsächlich unter vollkommen falschen Voraussetzungen vorgenommen und sind somit wertlos, heißt es da.


 


Die Vorstellung einer versunkenen Landmasse namens „Mu“ im Pazifischen Ozean wurde erst einige Jahrzehnte später durch den Archäologen James Churchward (1851 - 1936) eingeführt, der mehrere Abhandlungen und Bücher darüber schrieb. Nachdem bereits Churchwards pazifisches Mu-Szenario okkultistische Elemente enthielt, wurde dieses Thema später vor allem von Autoren aus dem Bereich der Esoterik aufgenommen, was einer ernsthaften Rezeption2 durch die empirische Forschung nicht gerade förderlich war, meint Beier.


 


Trotz alledem sind die Begriffe „Mu“ und „Lemuria“ weiterhin aktuell, und es scheint tatsächlich Hinweise dafür zu geben, dass im Pazifik einst verschiedene Gebiete durch Landbrücken verbunden waren.


 


So verweist der Autor Walter-Jörg Langbein in seinem Buch „Das Sphinx-Syndrom“ (München 1995) auf die Naturwissenschaftler Alfred Wallace und Thomas Huxley, die davon überzeugt waren, dass die heutigen Einwohner Ozeaniens Nachkommen einer versunkenen Landmasse im Pazifik sind. Die Marquesas-Inseln, die Fidschi-Inseln sowie Samoa und Tonga sollen Überbleibsel dieses Kontinents sein. Langbein erwähnt offene Fragen, die mit der These von einem Kontinent im Südpazifik gelöst werden könnten. So steht die Frage im Raum, warum auf den Marquesas- Inseln Süßwasserfische der Gattung Halaxis existieren, die es auch in Neuseeland gibt. Ein Meer trennt die Marquesas-Inseln von Neuseeland und folglich können sich die nur Süßwasser vertragenden Fische nicht über diesen Weg ausgebreitet haben. Wenn diese beiden Gebiete einst durch trockenes Land verbunden waren, könnten sie sich jedoch über Flüsse verbreitet haben.


 


Frösche, kleinere Schlangen und Echsen gedeihen auf den durch Meerwasser getrennten Fidschi-Inseln, obwohl auch sie kein Salzwasser vertragen. Hier bietet wiederum die Landbrücken-Theorie eine Lösung, ebenso wie die Frage, wie Schlangen von Samoa nach Tonga gelangt sind. Doch damit nicht genug, Spinnen-, Mollusken-, Schmetterlings- und Wurmarten, die für Amerika und Asien typisch sind, leben auf den Inseln Ozeaniens. Auf den Hawaii-Inseln wachsen Pflanzen, die für Nordamerika, Australien, Südamerika, Indonesien und Polynesien charakteristisch sind.


 


Wir können folglich konstatieren, dass es tatsächlich einen „Anfangsverdacht“ gibt, der die Suche nach Lemuria rechtfertigt.


 


LEMURIA UND MU


 


In der esoterischen aber auch in der atlantologischen Literatur erklärt Beier (Eine notwendige Randnotiz zur Herkunft des Namens ‚Lemuria‘ auf http://atlantisforschung.de/index.php?title=Eine_notwendige_ Randnotiz_zur_Herkunft_des_Namens_%27Lemuria%27 ), dass bezüglich ‚Lemuria‘ bisweilen zu Unrecht vorausgesetzt wird, es handele sich bei dieser Bezeichnung um einen alten – oder sogar Uralten Forschung desNamen. So stellte etwa die Autorin Katherine Folliot 1984 in ihrem Buch „Atlantis Revisited“ (H & B Publications, 1984) folgende etymologische Ausdeutung des Begriffs „Lemuria“ vor:


 


 


„Verschiedene Atlantologen haben behauptet, dass Lemuria nichts anderes gewesen sei als die verlorene Insel Atlantis und auch wenn ihre Theorie allgemein für abstrus gehalten wurde, so könnte sie doch sehr wohl auf echten Fakten basieren. Das Wort Lemuria ist eine Verfälschung des arabischen Wortes ‚al amur‘, das ‚der Westen‘ oder ‚das westliche Land‘ bedeutet, und man darf vermuten, dass dies der Name war, den mittelalterliche arabische Gelehrte dem ‚westlichen Land‘ gegeben haben, das in den erhaltengebliebenen ägyptischen Archiven in Alexandria erwähnt wurde, und von dem es heißt, es sei im Meer versunken. Als Arabien am Ende des Mittelalters seine kulturelle Vorherrschaft verlor, wurde ‚al Amur‘ zu ‚Lemur‘ deformiert und später zu ‚Lemuria‘, doch das mit diesem inakkuraten Namen bezeichnete Land war aller Wahrscheinlichkeit nach dasselbe wie jenes, welches Solon von den ägyptischen Priestern zu Sais als das ‚westliche Land‘ von Atlantis beschrieben wurde.“


 


(Quelle: Katherine Folliot, „Atlantis Revisited“, zit. nach: Tony O‘Connell, Atlantipedia.ie, unter: http://atlantipedia.ie/samples/lemuria/ (Übersetzung ins Deutsche durch „Atlantisforschung.de“; abgerufen: 06.07.2012)


 


Nun mögen, wie Beier meint, das Arabische und seine alten, zum Teil in Vergessenheit geratenen geographischen Begriffe zwar in mancher Hinsicht für die Atlantisforschung von erheblicher Bedeutung sein, aber in Bezug auf Namensgebung und Wortbedeutung von „Lemuria“ (im Indischen Ozean oder im Pazifik) sei es vollkommen irrelevant. Hierzu merkt Beier an: „Wir dürfen allerdings in der Tat – Folliots Hinweis folgend – darüber nachdenken, ob ‚al amur‘/ ‚Alamuria‘ / ‚Lemuria‘ womöglich als alternative arabische Bezeichnung für ein westliches ‚Atlantis‘ infrage kommt. Dazu müssten jedoch Kenner der frühen Literatur Arabiens befragt werden.“ Beier stellt in seinem Artikel fest, dass es sich bei dem Begriff „Lemuria“ tatsächlich um einen echten Neologismus, ein neues Wort bezüglich ein mit neuer Bedeutung verwendetes Wort innerhalb einer Sprachgemeinschaft, handelt, der erst 1864 vom britischen Juristen und Zoologen Philip Lutley Sclater eingeführt wurde. Bei der Wahl seiner Bezeichnung für den vermuteten Urzeit-Kontinent nahm Sclater gezielt Bezug auf die Tierart der Lemuren (Lemuriformes), deren transozeanische Verbreitung er mit dem vormaligen Vorhandensein einer weiteren großen Landmasse erklären wollte. Der Name dieser „Halbaffen“ leite sich jedoch nicht vom arabischen Wort für „Westen“ ab, sondern von den Lemures, den römischen Totengeistern, und spielt sowohl auf ihre Nachtaktivität und die von ihnen ausgestoßenen „unheimlichen“ Rufe als auch auf ihre markanten Gesichter mit sehr großen Augen an, die sie „geisterhaft“ erscheinen lassen.


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