Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Esoterik Bücher > Just a little Wonder
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Just a little Wonder , Mel Weichl
Mel Weichl

Just a little Wonder


Wünsch dir doch ein kleines Wunder

Bewertung:
(266)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
1852
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Amazon für Kindle oder alle Endgeräte zum Download!
Drucken Empfehlen

Es geht um ein Kind, ein Lebewesen, aus Fleisch und Blut. Kann man das tatsächlich einfach so beim lieben Gott bestellen. Sie hatte es sich doch die letzten Jahre soooo sehr gewünscht. Und es hat nicht geklappt. OK. Zugegeben, dachte sie sich. Ich habe nicht oft gebetet. Das lag aber daran, dass ich manchmal ziemlich sauer auf DEN da oben war. Ich meine schließlich war meine Intention klar. Was wollten ER denn noch ...? „Lisa, es geht dir heute wohl nicht besonders gut, sollen wir ein andermal...,“ fragte Nadja schon etwas besorgt. „Nein, nein, alles in Ordnung.“ Lisa hielt die kleine Truhe in den Händen und meinte: „Am Besten ihr legt jetzt eure Hände auf meine. Nadja tat sofort, was Lisa sagte. Die anderen Vier verhielten sich etwas zögerlich. Langsam folgten die beiden Hände von Michael, von Peter und schließlich von Roger. „Gut. Nun sprecht mir einfach nach und konzentriert euch mit aller Kraft auf euren Wunsch. Seht den Zettel vor euch und verinnerlicht noch mal die Zeilen, die ihr geschrieben habt.


Sprecht mit mir:“ Ich habe meinen höchsten Wunsch auf diesem Zettel stehen, liebes Universum, lass den Wunsch jetzt erfolgreich in Erfüllung gehen.“ Michael musste lachen: „Jetzt komme ich mir wirklich gerade ein bisschen wie Harry Potter vor.“ „Ja, du siehst auch gerade ein bisschen wie Harry Potter aus, Brillenschlange,“ erwiderte Peter und schupste Michael mit seiner Schulter an, die Hände konnte er ja nicht benutzen. „Na, sie müssen gerade reden mit ihren Ferngläsern.“ Er gab ihm einen Stoß mit seiner Schulter zurück. „Ja, stimmt, aber ich bin keine Brillenschlange, sondern nur eine Blindschleiche.“ Peter lachte wie immer als Einziger über seinen Witz. „Könntet ihr zwei vielleicht mal mit eurem pubertierenden Gelaber aufhören und euch konzentrieren.“ Lisa spürte schon wieder, wie ihr das Blut in den Kopf schoss. Diese Sache kostete sie wirklich den letzten Nerv. „Ach, das ist doch bloß Verlegenheit, typisch Mann, die können mit so was halt nicht umgehen. Komm lass uns weitermachen,“ nickte Nadja, Lisa ermutigend zu. „Gut noch mal!! Ich habe meinen höchsten Wunsch auf diesem Zettel stehen, lass diesen Wunsch jetzt erfolgreich in Erfüllung gehen. Was ist los, ihr müsst mitmachen. Ich habe meinen höchsten Wunsch auf diesem Zettel stehen, liebes Universum, lass diesen Wunsch jetzt erfolgreich in Erfüllung gehen.“ Während Lisa den Satz aussprach, setzte Nadja mit ein, dann kam Roger hinterher. Michael stotterte noch etwas und schließlich überwand sich auch Peter. Zuerst kamen die Sätze noch langsam und leise aus den Mündern der fünf Himmelsanbeter, doch schon nach dem vierten oder fünften Mal wurden die Stimmen lauter, die Aussprache wurde klarer.


Und plötzlich spürten sie, wie ihre Hände, die immer noch aufeinander auf dieser kleinen Holzkiste lagen, immer wärmer und wärmer wurden. Sie wurden fast heiß, aber es war keine unangenehme Hitze, es war eine Wärme, die jeder von Ihnen schon einmal gespürt hatte, aber keiner von ihnen wusste so genau, woher sie diese Wärme kannten. Es war wie ein Urgefühl, eine geheimnisvolle Emotion, die sie im Augenblick noch alle fünf versuchten zu unterdrücken. Doch je länger und je öfter sie diesen einen Satz aussprachen, desto mehr fühlten sie sich mit dem Gesprochenen verbunden. Und nach dem 40. oder vielleicht sogar schon 50. Mal, war es nicht nur mehr ein Satz, sondern jeder von Ihnen hatte das Gefühl, als seien es die eigenen Worte, die aus den Tiefen ihres Herzens empfunden waren. Und der Wortlaut wurde noch intensiver und ihre Hände wurden noch heißer. Die Wärme durchflutete Ihre Körper mit einem angenehmen Kribbeln und sogar Peter, der sonst immer sein Pokerface aufgesetzt hatte, bekam schlagartig rosige Wangen. Es mussten schon an die 80 oder 100 Mal gewesen sein, dass sie diesen magischen Satz an das Universum schickten, aber keiner von ihnen wagte aufzuhören, um genau zu sein, keiner von ihnen wollte damit aufhören. Es war so ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Es hatte etwas von Macht, jedoch einer schönen Form von Macht, Verbundenheit und absolutem Vertrauen. Und keiner von ihnen hatte in letzter Zeit dieses Gefühl gespürt, außer Lisa. Sie hatte dieses Gefühl jedes Mal, wenn ihr eine neue Kreation für ein Kleid oder eine neue Hose eingefallen ist. Und in diesem Moment wusste sie, dass das, was sie schon immer geglaubt hatte zu wissen, die Wahrheit war. Ihre Ideen waren ein universelles Geschenk, eine Gabe, die ihr Gott in die Wiege gelegt hatte, nur deshalb hatte sie so viel Erfolg damit. Und in diesem Augenblick spürte sie wieder diese Gabe, sie wusste diesmal würde es klappen. Sie würde schwanger werden. Sie wusste nicht wie, oder von wem. Doch sie wusste es.


 


Immer noch hielten sie ihre Hände zusammen und keiner hätte sagen können, wie lange das Ritual dauerte, aber es war ihnen völlig egal. Denn nur eins zählte jetzt und zwar die Kraft, die sie gerade in sich fühlten. Insgeheim wusste jeder von Ihnen, dass SIE SELBER, in jener Tat etwas bewegten, etwas Großes. Sehen konnten sie es noch nicht, doch jeder von Ihnen wusste, dass es bereits da war. Michael bemerkte, dass sein Mund ganz trocken war. Auch Nadja sah heimlich zu ihrem Glas Wein hinüber, das immer noch halb voll auf dem Wohnzimmertisch stand. Lisa fing an, den nächsten Satz langsamer zu sprechen. Die anderen folgten ihr automatisch nach, als hätten sie es vorher abgesprochen. Sie stoppten alle im selben Moment. Schweigen. Wie immer. Aber jetzt war es eine andere Art von Schweigen. Sie waren alle ein wenig außer Atem. Jeder blickte jeden an. Sie sahen sich in die geröteten Gesichter, die alle mit offensichtlicher Freude bedeckt waren. Sogar Michael, der sonst stets unsicher wirkte, stand ganz aufrecht da, mit einem großen Funkeln in den Augen. 


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2021 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs